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  #1  
Alt 27.11.2012, 06:19
niselise niselise ist offline
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Frage Brauche so dringend Rat..bitte.. :-(

Hallo ihr lieben!
Ich habe mich heute hier angemeldet, um euch nach Rat zu fragen, ich bin nämlich wirklich verzweifelt!

Im Juni diesen Jahres wurden bei meiner Mutter (53) zwei 1 Euromünzen große Leberkarzinome festgestellt.Meine Mutter leidet seit Jahren an einer chronischen Hepatitis C. Diese und übermäßiger Tablettenkonsum (Meine Mutter hat starke psyhcische Probleme und muss für ihre Nerven ständig Tabletten nehmen) haben die Tumore wahrscheinlich ausgelöst.
Weil die Untersuchungen sich aber unglaublich lange hin gezogen haben und wir einfach keine Ergebnisse bekamen, habe ich mich unter großen Zweifeln und unter dem Anraten meiner Mutter dazu entschieden, wie geplant für ein Jahr nach Australien zu fliegen. (Ich bin 19, habe gerade mein Abi gemacht, und mein Flug war für etwa 3 Wochen nach der Diagnose gebucht..)

Zuerst habe ich gedacht, dass es dir richtige Entscheidung war weil ich es mir immer so gewünscht habe und weil ich dachte, ein Jahr wäre nicht so ein lange Zeit und ich hätte danach noch genug Zeit mit meiner Mutter..
Dem scheint jetzt nicht mehr so
Nach einer etwa zweimonatigen Chemotherapie (Tumor ist inoperabel, Transplantation ausgeschlossen) habe ich nun erfahren, dass meine Mutter aufgrund der Nebenwirkungen ständige Schmerzen hat, verwirrt ist und letzte Woche sogar Blut erbrochen hat! Im KH hat man dann wohl festgestellt, dass sie Krampfadern in der Speiseröhre hat, die sehr gefährlich sind. (Wurden auch durch den Krebs ausgelöst) Daraufhin wurde es meiner Mutter wohl zu viel, da sie vor der Chemo nie Schmerzen hatte.
Sie hat die Therapie abgebrochen und will sich nicht weiter behandeln lassen.
Sie sagt sie will lieber ein kurzes, aber schmerzfreies Leben haben..
Gestern haben wir telefoniert und sie hat mir ganz nebenbei erzählt, dass sie jetzt auch noch Wasser im Bauch hat. Dass das vom Krebs kommt, will sie nicht wahrhaben. Sie sagt sie verträgt die Medikamente nicht und schwillt deshalb so an..

Nun zu meiner Bitte..
Ich bin so verzweifelt. Ich verstehe meine Mutter so gut, dass sie die Therapie abgebrochen hat, vor allem weil sie ein eher schwacher Mensch ist, viel mit der Psyche zu kämpfen hat, absolut kein Kämpfertyp ist..lecht nd es ihr so sch
aber ich höre von Freunden und Verwandten mir jetzt richtige Vorwürfe an, dass ich sie dabei unterstütze! Sie sagen ich soll sie überzeugen weiterzumachen, es wäre Selbstmord damit aufzuhören! Aber die Ärzte haben bvereits gesagt, dass es keine Heilungschancen gibt und die Chemo wenn überhaupt nur Lebensverlängernd wirkt...
Was würdet ihr raten? Chemo ja oder nein? Versteht ihr meine Mutter?

und zu meiner zweiten Frage.

Wie gesagt befinde ich mich im Moment in Australien und bin auch soo gerne hier. Aber nachdem was ich alles so lese hat meine Mutter wahrscheinlich nur noch eine Lebenserwartung von Monaten... Geplant war dass ich bis Mai nächsten Jahres bleibe.
Und jetzt weiß ich einfach nicht was ich machen soll! Soll ich zurückfliegen?? Ich will nicht egoistisch klingen, aer so eine Chamce wir dieses Jahr bekomme ich wahrscheinlich nie wieder im Leben, aber ich liebe meine Mutter auch so und möchte sie gerne noch einmal wiedersehen! Unser Abschied im Juli kann doch kein Abschied für immer gewesen sein oder??
Bitte bitte gebt mir einen Rat, ich ändere meine Meinung stündlich und weiß einfach nicht was richtig und was falsch ist.

Danke danke danke an alle die sich die Mühe machen das hier zu lesen und mir vielleicht sogar helfen können!!![/FONT]
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  #2  
Alt 27.11.2012, 07:44
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fraunachbarin fraunachbarin ist offline
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Standard AW: Brauche so dringend Rat..bitte.. :-(

liebe niselise..
es tut mir leid, daß der krebs nun auch euch gefunden hat.
auch meine mutter hatte leberkrebs und auch sie hat dann auf weitere behandlungen verzichtet, weil es ihr danach immer sehr schlecht ging. wir kinder haben dies sehr befürwortet. drum versteh ich deine mutter auch sehr gut.meine mutter meinte auch, lieber will sie die zeit, die ihr noch bleibt lebenswert leben, als sich ständig mit den nebenwirkungen der behandlung quälen zu müssen. und sie hatte noch schöne monate. sie lebte nach der diagnose genau noch zwei jahre, die sie auch sehr intensiv genutzt hat. sie konnte ihr leben ganz normal weiterführen, was mit chemo nicht möglich gewesen wäre. und das darf deine mama auch.
das wasser kommt ganz klar vom krebs, aber wenn deine mutter das nicht wahrhaben will, dann laß sie in den glauben. es ist ihre zeit,die sie noch hat und die soll sie leben dürfen,wie sie möchte. auch meine mutter hat vieles ignoriert und wir durften gar nicht viel über den krebs mit ihr reden. das viel schwer, aber wir haben dies akzeptiert.der betroffene soll alle freiheiten haben.
wie du es nun machst, mit deinem aufenthalt in australien ist ganz klar eine schwere entscheidung. fakt ist, daß deine mutter den krebs nicht überleben wird und wie schnell es geht, kann keiner sagen.
ich wünsche dir viel kraft für die kommende zeit und daß du deine entscheidung, wie auch immer sie ausfällt, treffen kannst.
alles gute von tine
__________________
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  #3  
Alt 27.11.2012, 08:00
Tom1706 Tom1706 ist offline
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Standard AW: Brauche so dringend Rat..bitte.. :-(

Hallo niselise,
ich bin in einer ähnlichen Situation. Ich will dir hier keine Ratschläge geben, sondern nur beschreiben was und wie ich es gemacht habe. Letztendlich muss es jeder für sich selbst entscheiden. Mein Vater hat auch nicht mehr viel Zeit (Tage,Wochen?) und ich wohne 700 Km entfernt. Die Diagnose kam zu spät und für alle überraschend. Wir sehen uns auch nur 1 - 2 mal im Jahr auf Grund der Entfernung, aber sein Gesundheitszustand hat sich so schnell verschlechtert, dass ich am letzten WE kurzfristig zu ihm gefahren bin. Es war wohl die letzte Möglichkeit Abschied zu nehmen. Ohne diesen Abschied hätte ich mir wohl immer Vorwürfe gemacht. Obwohl das alles sehr schlimm ist und ich es für mich im Moment noch gar nicht verarbeiten kann, finde ich persönlich wichtig, dass man Abschied nehmen kann. Momentan stehe ich total neben mir und funktioniere nur noch...
LG Tom
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  #4  
Alt 27.11.2012, 08:32
dphw dphw ist offline
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Standard AW: Brauche so dringend Rat..bitte.. :-(

Hallo niselise,
ich mach es kurz,...
bleib in australien ,deine mutter hat die richtige entscheidung getroffen!!!
ich denke ich darf das sagen da ich selbst betroffener bin und weiss wovon ich rede.
es kann sein das du ,solltest du dich für den sofortigen rückflug entscheiden,
sie nicht mehr lebend vorfindest,andererseits ist es aber auch möglich sie im mai
in die arme nehmen zu können,wer weiss das schon.
desweiteren schliesse ich mich tine s ausführungen vollumfänglich an,deine mutter muss entscheiden was sie will,und sich nicht von "freunden und verwandten" oder dir beeinflussen lassen.
da der aufenthalt in australien für dich ja wohl sehr wichtig für die zukunft ist
mein rat,bleib da,auch wenn es schwerfällt.

liebe grüsse

Dieter

Geändert von dphw (27.11.2012 um 08:36 Uhr)
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  #5  
Alt 27.11.2012, 11:43
Mel_1 Mel_1 ist offline
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Standard AW: Brauche so dringend Rat..bitte.. :-(

Hallo niselise,

es ist wirklich eine schwere Entscheidung die Du zu treffen hast.
Ich kann jetzt nur von meinem Beispiel erzählen, aber das waren nur 800km und nicht eine halbe Weltreise.
Meine Mama wurde 2007 krank...man hatte den Verdacht Lungenkrebs.
Da ich vom Fach bin, wollte ich gerne meiner Mama bei der Diagnose zur Seite stehen und sie wollte es auch gerne.
Ich bin also hingeflogen um mit den Ärzten zu sprechen usw.
Ich blieb solange, bis das traurige ERgebnis feststand.
Es war für mich damals sehr schwer, wieder heim zu fliegen, mit der Gewissheit, meine Mama noch so gut drauf zu sehen, aber zu wissen, dass sie nur noch wenig Zeit zu leben hat.
Es war für mich der richtige Weg, nochmal hingeflogen zu sein, denn kurze Zeit später wurde mein Mann krank, auch Leberkrebs wie Deine Mama.
Hier überschlugen sich die Ereignisse, mein Mann ist 3 Wochen nach Diagnose schnell verstorben und ich war am Boden zerstört und unfähig noch Flüge oder Fahrten zu meiner Mama zu machen.
Das Einzige was blieb waren Telefonate.
Meine Mama verstarb keine 6 Monate nach Tod meines Mannes und ich konnte nur noch am Sarg Abschied nehmen.

Ich kann aber aus eigener Erfahrung sprechen, dass eine weitere Therapie bei Deiner Mama keinen Sinn macht und die Entscheidung was sie getroffen hat richtig ist.
Was die anderen drüber denken, sollte ihr und auch Dir egal sein, da jeder das REcht hat, selbst zu bestimmen, was richtig ist und was einen gut tut usw.
Deine Mama hat ja jetzt nicht nur mit dem Krebs zu kämpfen, sondern mit den Speiseröhrenkrampfadern, die auch Unheil bringen könnten.
Entscheide Du was für Dich richtig ist, sprech mit Deiner Mama drüber, was sie sich wünschen würde und wiege ab.
Theoretisch ist es ja immer so, dass Sterbende auf ihre Liebsten warten, und dann erst gehen, wenn sie vor Ort sind.
Aber solltst Du in Australien bleiben wollen, dann musst Du auch damit rechnen, dass evtl das eintritt, was Du nicht willst....dass Deine Mama stirbt und Du nicht dabei sein kannst.
Ich drück Dir auf jeden Fall die Daumen, dass Du Deinen Zielen folgen kannst und Deine Mama noch ganz lange auf dieser Welt ist.
Liebe GRüße
Mel
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  #6  
Alt 27.11.2012, 11:48
JE2309 JE2309 ist offline
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Standard AW: Brauche so dringend Rat..bitte.. :-(

Liebe Niselise,

wenn Du in deinem jungen Alter und trotz der Emotionalität die Entscheidung deiner Mutter - im Gegensatz zum restlichen Umfeld offenbar - akzeptieren konntest, kannst Du verdammt noch mal SEHR stolz auf Dich sein! Und auf Deine Ma.
Was ich mich frage ist, inwiefern Du nur die Wahl hast, Australien sausen zu lassen oder auf Biegen und Brechen dort zu bleiben? Was ist mit "Urlaub"?
Irgendwer wird Dir doch Geld für Hin-+Rückflug organisieren können und Du machst eine "Abschiedswoche" z.B.?
Wenn Du nicht die zwanghafte innere Verpflichtung empfindest, den ganzen Weg Deiner Ma zu begleiten, wäre das doch eine Option.
Dieter wäre ohne seinen Optimismus wohl nicht mehr bei uns, aber ich glaube angesichts Deiner Schilderung, dass Deine Ma eher nicht bis Mai durchhalten kann. Es darauf ankommen zu lassen und sie evtl. nicht mehr zu sehen, das kann schon arg belastend werden später. Andererseits ist es für Dich sicher angenehmer, etwas Positives zu erleben anstatt Dich mit schlimmen Bildern zu belasten, die Dir hier drohen könnten.
Entschuldige die Sachlichkeit.
Alles Gute.
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  #7  
Alt 28.11.2012, 11:17
niselise niselise ist offline
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Daumen hoch AW: Brauche so dringend Rat :-(

Wow! Vielen vielen Dank!

Ihr seid super, jeder einzelne Beitrag hat mir wirklich geholfen.
Es ist gut, mal Meinungen von Menschen zu hören, die in einer ähnlichen Situation stecken oder selbst betroffen sind.

Ich habe gestern nochmal mit meiner Mutter telefoniert (versuche so oft wie möglich in Kontakt zu bleiben,.. wer weiß wie lange das noch geht) und sie hat sich so fröhlich angehört! Ich kann gar nicht glauben, dass es schon bald vorbei sein soll..

Ich habe mich durch eure Hilfe und nach langer Überlegung zu einem Kompromiss entschlossen. Es bringt nichts Hals über Kopf alle Zelte hier in Australien abzubrechen (ich arbeite auch gerade) da ich damit wahrscheinlich nicht glücklich werden will. Bis Mai werde ich aber auch nicht bleiben, da es mich wirklich sehr nach Hause zieht und ich mir trotz allem große Vorwürfe mache nicht bei ihr und auch bei meinem Vater zu sein.
Wahrscheinlich mache ich eine Art "schnell Programm" Australien, nachdem ich meine Arbeit beendet habe und reise dann Ende Januar nach hause.
Ich hoffe einfach, dass es dann noch nicht zu spät ist!! Ich hoffe es so sehr..
Aber wie gesagt hört sie sich so gut an und auch wenn ich nicht direkt angesprochen habe, dass ich nach Hause kommen möchte (ich will nicht, dass sie sich Vorwürfe macht) hat sie mir indirekt zu verstehen gegeben, dass sie mich zumindest im Moment nicht dringend braucht.. das gibt mir ein bisschen Zeit ein paar Dinge zu regeln undnimmt mir das schlechte Gewissen ein wenig.

Nochmal zu euch:

Liebe Tine, danke für deine Unterstützung in Sachen Chemo unterlassen, ich glaube deine Mutter hat in dieser Sache genau die gleiche Meinung gehabt wie meine und wie du geschrieben hast hat es sich ja als richtig herausgestellt, da ihr noch eine schöne Zeit hattet. Dafür kannst du so dankbar sein. Es ist toll, dass du aus deiner schlimmen Erfahrung trotzdem etwas gutes machst und anderen so hilfst - wie zum Beispiel mir!

Tom, du hast Recht, Abschied nehmen ist so wichtig. Gut, dass du es noch geschafft hast, ich hoffe ich werde es auch. Mein Beileid dir, du schaffst das!

Dieter: Dir auch ein riesen Danke! Ich habe schon mehr von dir gelesen und find es so toll wie sachlich du mit der Krankheit umgehst, so dass man von dir wirklich echte Ratschläge erwarten kann! Ich verstehe deinen Rat und habe lang drüber nachgedacht, aber wie gesagt, falls meine Mutter dann noch in einem stabilen Zustand ist, werde ich wohl im Januar zu ihr fliegen. Ganz schaffe ich es einfach nicht in Australien zu bleiben. Aber bitte mach weiter so!!

Liebe Mel, wow das muss so hart für dich gewesen sein, zurückzufliegen mit dem Gedanken, gerade wahrscheinlich für immer Abschied genommen zu haben. Das bewundere ich sehr! Und es tut mir wahnsinnig Leid, dass der Krebs dir auch noch deinen Mann genommen hat. Das ist so unfair. Ich kann nur sagen, bleib stark, du schaffst das. Ich kann mir nur annähernd vorstellen wie es dir ging/geht aber ich danke dir sehr, dass du die Kraft gefunden hast mir bei meinem Problem weiterzuhelfen, denn das hast du.

JE2309, du brauchst dich nicht zu entschuldigen, diese Sachlickeit ist das, was man in so einer Situation braucht, Beschönigungen bringen einen bei einer so schlimmen Sache einfach nicht weiter und das weißt du, also danke dafür. Ich verstehe was du mit "Urlaub" meinst, aber ich glaube dafür fehlt mir die Stärke, einfach nach ein paar Tagen wieder zu fliegen und zu wissen, dass ich meine Mama gerade zum allerletzen Mal sehe. Ich werde wohl dann komplett wieder nach Hause fahren, denn dass meine Mama bis Mai durchhält ist leider wirklich sehr sehr unwahrscheinlich

Geändert von niselise (28.11.2012 um 11:22 Uhr)
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  #8  
Alt 28.11.2012, 11:49
niselise niselise ist offline
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Frage Noch eine Frage

Jetzt habe ich noch ein bisschen im Forum gestöbert und eine Sache hat mich wieder ganz aus der Bahn geworfen und meine eigentlich sichere Entscheidung wieder in Frage gestellt.

Ich habe euch ja erzählt, dass meine Mutter seit neuestem so viel Wasser im Bauch hat.

In vielen Beiträgen habe ich über dieses Symptom nun folgendes gelesen:

"Wenn das Wasser erstmal kommt, gibts keine Hoffnung mehr"
"Wasser im Bauch deutet auf ein ganz kurz bevorstehendes Leberkoma hin"
"Ist erstmal Wasser im Bauch, dann geht es rasend schnell. Da bleibt keine Zeit mehr."

Stimmt das auch mit euren Erfahrungen überein? Mir war nicht klar, dass das Wasser im Bauch sozusagen das Todesurteil ist und sie nun ganz ganz bald sterben wird..

Was sagt ihr dazu?
Sagt mir ruhig die Wahrheit!

Da sie wie gesagt am Telefon so fröhlich erzählz hat wie gut es ihr ohne Chemo wieder geht uws. habe iich mir wirklich die Hoffnung gemacht, dass es eben noch ein paar Monate gut geht und ich im Januar nach Hause kommen kann.

Aber wenn das Wasser wirklich ein Symptom des absoluten Endstadiums ist, dann wäre das wohl viel zu spät..

Übrigens, gelb ist sie nicht, nur hat sie ganz viel Gewicht verloren.

Danke, dass ich nochmal auf eure Erfahrungen zurückgreifen darf.
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  #9  
Alt 28.11.2012, 12:57
JE2309 JE2309 ist offline
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Standard AW: Brauche so dringend Rat..bitte.. :-(

Also so pauschal würde ich den von Dir zitierten Aussagen nicht zustimmen. Es könnte zwar knapp werden mit Ende Januar, aber so definitiv davon auszugehen ist nicht. Wenn Deine Ma punktiert wird - und irgendwann würde sie, weil es sonst nicht auszuhalten ist - UND das Wasser innerhalb allerkürzester Zeit wieder kommt, DANN würde ich sagen: buch lieber den nächsten Flug. Wenn Du so nah an jemandem dran bist, dass Du dann zeitnah informiert wirst, würde ich es darauf ankommen lassen. Aber wie gesagt, nur ich, ohne die direkte Verbundenheit - sachlich. Wenn es um meine Mutter ginge, sähe ich es evtl. anders.
Hast Du jemanden an der Hand, der eine Ärztemeinung zum Thema anbieten kann, also eine individuelle Prognose? Tut Deine Mutter irgend etwas, um den Verlauf zu begünstigen oder aufzuhalten, ggf. auch naturheilkundliches o.ä.?

Wäg deine inneren Bedürfnisse ab. Erfreuliches bekämst Du nicht mit hier, und den Lauf der Dinge kannst Du nicht ändern. Hast Du Dinge zu klären, hilft Dir sie sehen mehr als sie sprechen, kannst und willst Du jemanden vor Ort bei der Fürsorge für Deine Ma helfen? Dann ist zurück kommen die sicherere Option.
Auf der anderen Seite: Willst Du sie in Erinnerung behalten wie Du sie zuletzt gesehen hast oder ihren möglichen Verfall miterleben? Wo wärst Du besser "aufgefangen" wenn Du nach ihrem Heimgang in ein Loch fallen solltest?
Und so weiter. Niemand steckt in Dir, und niemand kann sagen, ob es sich um Stunden, Tage, Wochen oder Monate handelt, bis Deine Ma ins Licht geht (wie es so schön formuliert wird, und sicher auch wahr ist)...
Ich wünsche Dir, dass Du die Entscheidung triffst, mit der dein restliches Leben ohne Reue oder Groll verläuft.
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  #10  
Alt 28.11.2012, 13:35
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fraunachbarin fraunachbarin ist offline
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Standard AW: Brauche so dringend Rat..bitte.. :-(

liebe niselise..
das mit der aszitis ist so ne sache..
meine mutter hatte z.b. bis zum schluss überhaupt kein wasser im bauch. sondern eher in den beinen. und gelb war sie auch kaum.sie hat aber auch ganz schön an gewicht verloren.
das kann man so pauschal nicht sagen. sicher ist die aszitis ein fortschreiten des krebes.
aber wie schon erwähnt, kann man das punktieren. bleib also ruhig.
glg tine
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  #11  
Alt 28.11.2012, 21:34
Mel_1 Mel_1 ist offline
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Standard AW: Brauche so dringend Rat..bitte.. :-(

Huhu Niselise,

also ich kann Dir nicht mal sagen, wann das mit Wasser bei meinem Mann anfing...da er einfach dicker wurde, das schlossen wir darauf zurück, dass er zunimmt, weil er auf Grund der Lungenkrebserkrankung meiner Mama das Rauchen aufgehört hat und da eh Sorge hatte, an Gewicht zuzulegen.
Das war erst wirklich kein Thema.
Es äusserte sich dann nur, dass er immer so ein Völlgefühl hatte und aufstossen musste und einfach schlapp war. Aber wie lange vorher der Wasserstand schon stieg....kann keiner sagen.
Das Wasser kann mit Tabletten aus den Körper gebracht werden, klappt das nicht, weil es zuviel wird, wird halt punktiert.
Ich finde die Lösung , die Du Dir zurecht gelegt hast nicht schlecht, nis Januar ist ja nicht mehr lange viel Zeit, so dass Deine Mama das sicher noch miterlebt, dass Du nach Deutschland kommst.
Telefoniere mit ihr und mach auch Deinem Papa Mut und mach bitte Du alles das was Du jetzt so weit am Ende der Welt tun musst.
Ich drücke Dir dafür auf jeden Fall feste die Daumen, dass Du alles schaffst und in Australien auch eine schöne WEihnachtszeit hast und einen guten Start ins neue Jahr.
Geniesse die Zeit in der großen weiten Welt...ich bewundere Dich grenzenlos :-)
Liebe Grüße
Melly
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  #12  
Alt 05.08.2013, 22:46
niselise niselise ist offline
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Standard Ich melde mich noch einmal zurück!

Hallo ihr Lieben!

Ich melde mich noch einmal zurück, weil vielleicht einige von euch gerne erfahren möchten, wie es weiter ging. Ihr habt mir mit euren Ratschlägen sehr geholfen, vielen Dank nochmal!

Zunächst einmal,
meine liebe Mama ist am 09.07.13 im Alter von 54 Jahren sehr plötzlich für immer von uns gegangen...

Ich bin so unglaublich traurig, aber auch sehr dankbar, da ich mich nach langer Überlegung dazu entschlossen hatte, Ende Februar dieses Jahres nach Deutschland zurückzukommen.

So konnte ich noch etwas Zeit mit meiner Mama verbringen und sie durfte noch einmal den (ziemlich chaotischen) Alltag mit mir zu Hause erleben

Es ging ihr in der Zeit auf einmal wieder ganz gut, klar war sie von der Krankheit eingeschränkt, allerdings hat sie gelernt damit umzugehen und so war das alles für uns irgendwann ziemlich "normal".

Umso geschockter waren wir, als die Leber meiner Mama vom einen auf den anderen Tag gänzlich aufhörte zu arbeiten. Das haben wir natürlich nicht gewusst, bemerkt haben wir nur, dass sie innerhalb von wenigen Stunden zunehmend verwirrt und irgendwann gar nicht mehr auf dieser Welt zu sein schien.
Noch in der Nacht kam sie ins Krankenhaus und wurde innerhalb von 2 Tagen von der Intensivstation auf ein Palliativzimmer verlegt. Auch wurde sie nach anfänglicher starker Unruhe dann immer ruhiger, bis sie am Ende wirklich gar nicht mehr da war. Sehr gelb war sie dann leider auch.

Am Abend, nachdem mein Vater und danach ich noch einmal bei ihr waren, ist sie dann einfach gestorben..

Wie gesagt, 3 Tage zuvor war alles ganz normal! Ich kann es immer noch nicht fassen. Nachdem die Leber aufhörte zu arbeiten, hatte sie nur noch wenige Stunden, bis der Körper vollständig vergiftet war..
Ich versuche mich damit zu trösten, dass es sehr schnell ging, sie nicht zusätzlich leiden musste und durch das "Koma" hoffentlich nichts davon mitbekommen hat...

Es ist trotz allem unglaublich schwer zu verstehen, ich vermisse sie sehr und wünsche mir eine bessere Tochter gewesen zu sein.

Jetzt ist es doch ein langer Text geworden, obwohl ich euch nur kurz mitteilen wollte was passiert ist. Aber es tut gut, das hier nochmal nieder zu schreiben.

Noch einmal vielen, vielen Dank an alle die mit mir gefühlt haben.

Ich hatte trotzdem eine wunderschöne Zeit in Australien UND durfte noch Zeit mit meiner Mama verbringen. Es war also die richtige Entscheidung!

Jetzt bin ich 20 Jahre alt und weiß gar nicht wie ich ohne meine Mama weitermachen soll... aber das gehört hier nicht hin. Dafür muss ich einen Weg finden.

Danke an euch!
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  #13  
Alt 05.08.2013, 22:57
JE2309 JE2309 ist offline
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Standard AW: Brauche so dringend Rat..bitte.. :-(

Schön, dass Du Dich noch einmal gemeldet hast, Niselise. Hat Deine Mama es doch noch einige Zeit gut geschafft! Ich freue mich, dass für Dich dann doch "beides" ging, sprich Du die bestmöglichste Entscheidung getroffen hast.

Bei meiner SchwieMa ging es ähnlich schnell. Wir hatten gar keine Zeit uns irgendwie damit zu befassen, dass es passieren könnte, da war es schon passiert. Meine LG hat mir später gesagt, dass ihre Ma ihr gegenüber ein paar Wochen vorher gesagt hat, dass sie sich nicht dahinsiechen sieht, sondern denkt, es wird anders laufen. Das tat es.
Es gibt so viel zwischen Himmel und Erde... Deine Ma wird Wege finden, bei Dir zu sein, und bis dahin wirst Du Wege finden, in Dir bei ihr zu sein.

Ich wünsche Dir eine gute Trauerarbeit und Glück auf all Deinen zukünftigen Wegen.
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  #14  
Alt 12.08.2013, 01:14
Susanne04 Susanne04 ist offline
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Liebe Nieselise!

Herzliches Beileid!

Meine Schwiegermutter ist am 22.10.2012 an BSDK gestorben und da sie auch unter anderem Lebermetastasen hatte, fühle ich mit dir.
Bei manchen geht es schnell und manche müssen leider länger leiden. Deine Mutter hatte das "Glück" und es ging schnell, nur leider haben die Angehörigen, also auch du, nicht die Zeit sich mit der Situation zurecht zufinden.

Ich wünsche dir viel Kraft für die kommende Zeit.

Liebe Grüße
Susanne
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australien, chemo, hilfe, leberkrebs, ratlosigkeit


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