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  #1  
Alt 12.05.2014, 10:52
Suna Suna ist offline
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Standard Kehlkopfkrebs... und Fragen über Fragen

Hallo alle zusammen...

Meinem Mann wird am Donnerstag nach der Diagnose Kehlkopfkrebs der Kehlkopf entfernt, er hat sich dafür entschieden...die Ärzte haben ihm dazu geraten, ich hätte mir Zeit gelassen, aber es ist seine Entscheidung und ich respektiere sie...

Ich habe hier im Forum ein wenig gestöbert, aber es ist einfach zu viel.

Meine Fragen :
Gibt es Infomaterial ...wie geht es weiter nach der OP, wie lange dauert es, bis man wieder halbwegs ( wenn auch mit anderer Stimme ) kommunizieren kann... wann kann man wieder normal essen...
Fragen über Fragen...

Danke im voraus...

Suna
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  #2  
Alt 12.05.2014, 11:20
Benutzerbild von wolfgang46
wolfgang46 wolfgang46 ist offline
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Standard AW: Kehlkopfkrebs... und Fragen über Fragen

Hallo Suna,

es tut mir leid, dass jetzt auch Dein Mann zu uns Kehlköpfen gehören wird.
Deine Fragen kann man so einfach nicht beantworten, denn Du hast jetzt uns nicht berichtet, ob ganz oder Teilentfernung und und und.
Ich schlage Dir deshalb vor, dass ihr euch einen vom regionalen Verband der Halsoperierten einladet.
Über den Link in meiner Signatur kommt ihr an die Adressen.
Die Berater wissen aus eigener Erfahrung was zu tun ist, kennen die örtlichen Gegebenheiten auch besser als wir hier über das Internet.

Ich, nein WIR stehen aber weiterhin gerne für Fragen zur Verfügung.

Bis Donnerstag hast Du sicherlich auch Antwort.
Auch ein gutes Krankenhaus stellt den Kontakt zu den Betroffenen her. Wenn nicht, sollte er sich überlegen, ob nicht sogar eine zweite Meinung oder ein anderes Krankenhaus sinnvoll ist.

Alles Gute für Euch
Wolfgang
__________________
Die im Krebs-Kompass von mir verfassten Texte dürfen auf anderen Homepages und in anderen Foren ohne meine Zustimmung nicht verwendet oder veröffentlicht werden. Das gilt auch für Auszüge aus meinen Texten.
Hilfe für Kehlkopfoperierte gibt es auch unter: Bundesverband der Kehlkopflosen und Kehlkopfoperierten e. V.
www.kehlkopfoperiert-bv.de
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  #3  
Alt 16.05.2014, 21:45
Suna Suna ist offline
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Beiträge: 4
Standard AW: Kehlkopfkrebs... und Fragen über Fragen

Erst einmal vielen Dank Wolfgang 46, es tut gut, dass man sich nicht alleine fühlt, dass man Gehör findet. Meinem Mann wurde heute der ganze Kehlkopf entfernt, es ist eigenartig - was mir mehr zu schaffen machte, war nicht die OP, sondern, dass er sich nicht mitteilen kann, das empfinde ich als furchtbar, ich habe mich noch nie so hilflos gefühlt und ich habe heute gespürt, dass er es noch nicht versteht, wie sollte er auch...

Ich werde mich ganz bestimmt die nächsten Tage noch melden...
Mein Mann ist kein Mensch, der sich großartig öffnet, dennoch, danke für die Hinweise.

Liebe Grüße Suna
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  #4  
Alt 16.05.2014, 23:11
Benutzerbild von Waldbaer Foerster 1
Waldbaer Foerster 1 Waldbaer Foerster 1 ist offline
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Standard AW: Kehlkopfkrebs... und Fragen über Fragen

Hallo Suna,

ich kann mich noch gut erinnern, wie ich nach meiner Kehlkopf-Teiloperation auf Intensiv aufgewacht bin und nicht sprechen konnte. Das ist ein Alptraum den man nie im Leben vergißt. Man versucht sich schriftlich mitzuteilen, aber bis man fertig mit Schreiben ist, sind die Schwestern schon weg. Ich hab glaub ich innerhalb von 10 Tagen fast ein Buch geschrieben.

Schön ist das nicht. Aber.. wichtiger ist erst mal daß die OP gut verlaufen ist und der Tumor gut entfernt wurde.

Das Sprechen kommt wieder. Das dauert auch nicht lange. Ich kann dir sagen daß ich viele kehlkopflose kenne und die meisten sprechen wunderbar. Da versteht man alles auch telefonieren geht.

Einfach etwas abwarten, dann funktioniert das wieder.

Jetzt muß dein Mann einfach schauen daß er wieder fit wird.
Es kann nur aufwärts gehen.

Alles Gute wünscht euch
Renate

Geändert von Waldbaer Foerster 1 (26.05.2014 um 21:57 Uhr)
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  #5  
Alt 17.05.2014, 09:52
Benutzerbild von wolfgang46
wolfgang46 wolfgang46 ist offline
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Standard AW: Kehlkopfkrebs... und Fragen über Fragen

Hallo Suna,

jetzt in der ersten Zeit ist es wichtig, dass Ihr Euch mit der neuen Situation positiv auseinandersetzt und auch etwas "anfreundet".

Es gibt mehr Kehlkopfoperierte, mit genau denselben Problemen, als man denkt.
Ihr schafft das auch.
Wichtig für ihn ist jetzt, dass Du für ihn auch da bist, wenn er Dich braucht. Aber bitte sei so nett und lass ihn das selbst machen, was er kann und verwöhn ihn nicht zu sehr. Naja, ein bisschen schon.....

Wenn die Wunden verheilt sind, wird er ein fast ganz normales Leben führen können. Wichtig dabei ist, das er die neue Situation annimmt.

Wenn er den Eindruck hat, dass die Schwestern keine Zeit, nicht genug Zeit für ihn haben, dann soll er einen Zettel machen und draufschreiben: "Halt ich hab noch etwas....".
Den kann er dann der Schwester zeigen und in Ruhe sein Problem aufschreiben. Sie wird ihm dann auch helfen. (Leider sind die Schwestern heute auch schon überlastet.)

Solltest Du weitere Fragen haben, immer raus damit. Renate und ich helfen gerne.
Das gilt aber auch für unsere anderen Kehlköpfe hier. Jeder hat so sein Spezialthema und wenn DAS dann kommt, sind sie alle da.

Ich wünsche Euch alles Liebe
wolfgang

PS. Ich lebe jetzt seit 13 Jahren mit meiner Teiloperation. Mir geht es jetzt sehr gut. Und genau das wünsche ich allen hier.
__________________
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www.kehlkopfoperiert-bv.de

Geändert von wolfgang46 (17.05.2014 um 09:55 Uhr) Grund: Druckfehler und Formatierung
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  #6  
Alt 21.05.2014, 20:46
Suna Suna ist offline
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Standard AW: Kehlkopfkrebs... und Fragen über Fragen

Hallo Wolfgang...ich danke dir sehr für deinen lieben Worte...
Mein Mann ist eine Kämpfernatur, aber manchmal wünsche ich mir, er würde seine Gefühle, so wie es ihm wirklich geht, zeigen...
Andererseits denke ich, es ist gut so...ja, auch für mein Gefühlsleben...
Nein, ich stecke den Kopf nicht in den Sand, nach einer kurzen „weinerlichen“ Phase schaue ich nach vorne, und dann tue ich das, was ich wirklich gut kann...ich nehme es mit Humor...auch wenn mein Mann sich darüber ärgert...aber er tut nur so...Normalität ist das Schlüsselwort, warum sollte ich jetzt anders sein...nö...
Es geht ihm jeden Tag besser...ich bin so froh...
Dass er noch nicht sprechen kann, stört mich auch nicht so, im Gegenteil, jetzt darf ich mal reden ohne Widerspruch...
Nein, ich freue mich darauf - wenn er seine erste Worte spricht...
Liebe Grüße
Suna
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  #7  
Alt 26.05.2014, 21:09
Suna Suna ist offline
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Standard AW: Kehlkopfkrebs... und Fragen über Fragen

Hallo, gucke mal kurz rein...ich habe eine tolle Webseite entdeckt

http://www.olafpint.de/

Ein Mann, der über seine Erfahrungen berichtet, als Kehlkopfloser...toll beschrieben und geschrieben...mit einer Prise Humor... die mir gut tut...
Ich habe heute Tacheles geredet, mit dem Arzt und der Logopädin, mir haben einfach zu viele Infos gefehlt …
Angehörige sollte sich nicht scheuen, auch gegen den Willen des Angehörigen ( heimlich ) Fragen zu stellen.
Liebe Grüße Suna
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  #8  
Alt 26.05.2014, 22:00
Benutzerbild von Waldbaer Foerster 1
Waldbaer Foerster 1 Waldbaer Foerster 1 ist offline
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Beiträge: 606
Standard AW: Kehlkopfkrebs... und Fragen über Fragen

Hallo Suna,

ja, ja, der Olaf ist mir gut bekannt. Hat mich auch schon mal besucht.

Es stimmt, seine Webseite ist toll!

Viele Grüße
Renate
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