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  #1  
Alt 12.08.2004, 15:59
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Standard HILFE!!! Chemo und Bestrahlung am gleichen Tag???

Hi! Ich heiße Anna und bin 18 Jahre alt. Bei meiner Mutter wurde vor ca 3 Wochen Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert. Freitag, den 30.7. wurde sie operiert (Wertheim-OP). Es wurden auch alle umliegenden Lymphknoten entfernt, manche waren befallen, manche nicht. Ansonsten hat der Krebs angeblich nicht gestreut. Warum dann Chemo und Bestrahlung? Und warum beides am gleichen Tag??? 6 Wochen lang!!! Wer kann mir das erklären? Wer kennt Alternativen zu Chemo und Bestrahlung? Wer kennt sich mit Nebenwirkungen aus? Bitte um schnelle Antworten, da meine Mutter in 2 Wochen schon mit der Therapie anfangen soll und ich absolut dagegen bin!!! Schon mal ein riesengroßes DANKSCHÖN an alle, die mir antworten!!! (Meinetwegen auch privat an Anna1806aweb.de) Das a soll ein at-Zeichen darstellen, kann ich auf unserem neuen PC nicht... :-)
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  #2  
Alt 12.08.2004, 17:52
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Standard HILFE!!! Chemo und Bestrahlung am gleichen Tag???

Hallo Anna,
krieg jetzt bloss keine Panik!
Bei mir war es zwar etwas anders (Wertheim unter Belassung der Eierstöcke, keine weitere Behandlung, ein knappes Jahr später Beckenwandrezidiv, dann kombinierte Radio-/Chemotherapie). Vielleicht könnt ihr eine zweite Meinung einholen. Fragt ganz viel. Vielleicht wollen die Ärzte einfach sichergehen, dass nicht noch was nachkommt. Wenn Lymphknoten befallen sind, ist diese Therapie vielleicht einfach angesagt, damit der Krebs sich nicht weiter ausbreitet, was dann viel schlimmer wäre. Ich habe Frauen mitgekriegt, die Bestrahlung und Chemo hatten, obwohl die Lymphknoten nicht befallen waren.
Die kombinierte Radio-Chemotherapie ist erfolgversprechender in manchen Fällen.
Die Nebenwirkungen sind nicht so schön, aber auch unterschiedlich. Ich hatte Durchfall ohne Ende, Blasenentzündungen ohne Ende, Müdigkeit, Erschöpfung, Erbrechen. Teilweise hält das heute noch an - die Behandlung ist erst seit knapp 2 Monaten zu Ende.

Ich hoffe, das hilft dir ein bisschen. Ich weiss, dass es schwer ist, aber gebt nicht auf!!!
Viele Grüsse
Bianca
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  #3  
Alt 12.08.2004, 22:12
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Standard HILFE!!! Chemo und Bestrahlung am gleichen Tag???

Danke, dass du mir so schnell geantwortet hast! Ich hab im Moment einfach nur Angst und will nicht, dass meine Mum blind in irgendeine Chemo oder Bestrahlung rennt!!! Ich hab jetzt schon sooo viele Horrorgeschichten über die Spätfolgen von Bestrahlungen gehört und gelesen, dass ich einfach kein Vertrauen mehr in diese Methoden habe und ich langsam nicht mehr glaube, dass meine Mutter dort in den besten Händen ist! Der Professor, der sie behandelt und operiert hat, hat nicht einmal irgendeine Alternative in Erwägung gezogen. Das war so unter dem Motto: "Sie sind jetzt bei UNS, WIR machen das so und welche Alternativen es gibt interessiert uns nicht, weil WIR sie nicht anbieten!" Ihr wurde noch nicht einmal erklärt, warum sie Chemo UND Bestrahlung machen soll... Ich versteh das nicht! Ich werde morgen mit ihr in die Uniklinik fahren und während ihrer CT mal probieren diesen Professor auszuquetschen... Ich hoffe es bringt was! Ich werde morgen berichten, ob er etwas gesagt und wenn ja was ! Bis morgen!

Liebe Grüße!
Anna
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  #4  
Alt 13.08.2004, 15:23
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Standard HILFE!!! Chemo und Bestrahlung am gleichen Tag???

Hallo Anna,
habe am 5.4.meine OP gehabt(auch Gebärmutterhalskrebs).Bei mir war 1 Lymphknoten befallen und ich habe auch 7 Chemo und 28 Bestrahlungen bekommen.Chemo 1 x die Woche und die Bestrahlungen Mo-Fr..Es hat sich herausgestellt, das im Moment für diesen Krebs das die beste Behandlung ist.Kann man auch überall nachlesen. Ich habe alles sehr gut überstanden.Mir geht es heute recht gut. Nebenwirkungen hatte ich nicht so schlimm, wie angenommen.Es ist bei jedem anders, wichtig ist bei der ganzen Geschichte immer eine positive Einstellung, auch wenn es nicht immer leicht ist.
Kommt natürlich alles auch auf den körperlichen Zustand an, den man vor der OP hatte.
Nachdem ich alles überstanden habe, habe ich jetzt eine Misteltherapie angefangen. Zusätzlich nehme ich noch Selen und Zink.Alles von einer Naturheilärztin verordnet.
Man sollte aber möglichst schon vor der Chemo und vor der Bestrahlung damit anfangen,damit die Nebenwirkungen abgeschwächt werden.Kopf hoch! Wenn du oder deine Mum Fragen hast, meld dich ruhig bei mir.Ich möchte euch helfen!
Bis dahin alles, alles Gute Pitri
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  #5  
Alt 14.08.2004, 14:04
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Standard HILFE!!! Chemo und Bestrahlung am gleichen Tag???

Im Forum " andere Therapien " gibt es bereits einen Thread über Aprikosenkerne,dieser Beitrag hier wurde wegen Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen gelöscht.

Gitti
__________________________________________________ __________________________________________________ __

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Moderatorin des Forums Gebärmutterkrebs
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  #6  
Alt 14.08.2004, 14:31
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Standard HILFE!!! Chemo und Bestrahlung am gleichen Tag???

Hallo Anna,
lass dich bitte nicht zu sehr verunsichern! Der Beitrag von Bärbel ist in meinen Augen sehr gefährlich.
Ich hatte Eierstockkrebs mit befallenen Lymphknoten und auch das Bauchfell war befallen. Auch bei mir konnte bei der OP alles entfernt werden. Aber es muss eben sichergestellt werden, dass keine Krebszelle überlebt. Ohne die Schulmedizin wäre ich heute sicher nicht mehr am Leben. Natürlich habe ich versucht, auch die Naturheilkunde in meine Behandlung einfließen zu lassen.
Begleitend zu meine Chemo hatte ich noch einen homöopathischen Arzt. Ich weiss, dass es viele Berichte über Spätfolgen der Chemo gibt. Ich hatte meine letzte Chemo im Oktober 03 und auch ich hab noch immer Nachwirkungen. Trotzdem hätte ich für mich niemals auf die Chemo verzichtet. So hab ich wenigstens das Gefühl, dass ich alles getan habe, was möglich war.
Du solltest bedenken, dass heutzutag eine Chemo ganz genau auf die jeweilige Krebsart und auf den Patienten abgestimmt wird. Versuche herauszubekommen, was deine Mutter möchte und unterstütze sie - sie braucht dich!
Zur Strahlentherapie kann ich leider nichts sagen, da dies bei Eierstockkrebs nur in Einzelfällen zum Einsatz kommt. Ich weiss allerdings, dass eine kombinierte Therapie Strahelen und Chemo bei Gebärmutterkrebs sehr erfolgsversprechend ist.
Ich wünsche dir und deiner Mutter alles Gute!
Liebe Grüße
MArgit
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  #7  
Alt 17.08.2004, 17:29
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Standard HILFE!!! Chemo und Bestrahlung am gleichen Tag???

Hallo Anna,

hast du mit dem Prof gesprochen?
Wie ist es gelaufen?

Gruss
Bianca
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  #8  
Alt 19.08.2004, 20:38
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Standard HILFE!!! Chemo und Bestrahlung am gleichen Tag???

Hi! Ja, ich hab allerdings mit diesem Professor gesprochen... Ziemlich erschreckend sag ich euch!!! Meiner Mum wurde VOR der OP Blut abgenommen, d.h. die Werte waren schon über 2 Wochen bekannt als ich mit dem Typ gesprochen hab und da fällt ihm jetzt erst auf als ich nachgebohrt habe, dass die Hämoglobinwerte total schlecht sind!!! Jetzt kriegt meine Mum auch noch ne Bluttransfusion, weil laut Professor jetzt vor der Chemo keine Zeit mehr ist, um die Werte durch Tabletten wieder aufzubessern. Gut, dass ich nachgefragt hab, aber trotzdem: Die haben meine Mum mit diesen Werten operiert, ohne dass der behandelnde Arzt davon wusste!!! Das kann ja wohl nicht sein... Meine Mum hat dann noch gefragt, ob sie noch zusätzlich irgendwelche Medikamente nehmen kann/soll und siehe da aufeinmal standen auf einem Rezept 2 Medikamente. Hätte sie nicht gefragt, hätte sie die auch nicht bekommen!!! Na ja ich wollte dann noch aus ihm rauskriegen, wies denn so mit Nebenwirkungen von Chemo und Bestrahlung so aussieht... Prof.:"Ihre Mutter spürt in den ersten 2 Wochen gar nichts, danach spürt sie ein bisschen was und dann muss sie sich 1/4-1/2 Jahr erholen. So, dann gehen Sie jetzt noch mal zum Blutabnehmen!" - Schwups, weg war er... Sehr zufriedenstellend, muss ich schon sagen!!! Und solchen Leute soll ich das Leben meiner Mutter anvertrauen!?!?!? JUHU!!! Es kann ja nur besser werden! Aber die Beschreibung der Nebenwirkungen hört sich doch wirklich ziemlich nach dumm-studiert an oder??? (Nichts gegen Studenten...) Ich krieg die Krise... Was soll ich denn jetzt machen???
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  #9  
Alt 21.08.2004, 11:25
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Standard HILFE!!! Chemo und Bestrahlung am gleichen Tag???

Hallo Anna,
'ich krieg die Krise', schreibst du. Das kann ich gut verstehen, wenn man so schnell und unbefriedigend abgefertigt wird. Mein Rezept: Ich schnapp mir den Oberarzt. Der ist meistens besser informiert als der Prof., der oft überlastet ist und in anderen Sphären schwebt. Ich bin im Krankenhaus privat versichert, werd dort also vom Prof. operiert, aber als Ansprechpartner für meine vielen Fragen und Unsicherheiten kommt für mich nur noch der Oberarzt oder der Stationsarzt in Betracht. Nach meiner Erfahrung ist dort eher das aktuelle Wissen (das AKTUELLE), die Kenntnis meines speziellen Falles, mehr Zeit für den Patienten und mehr Freundlichkeit auch. Ausserdem will der Oberarzt noch was werden, der wird sich schon deshalb bemühen, fachlich immer topfit zu sein und die Arroganz des Etablierten kann er sich auch noch nicht leisten.

Was du jetzt machen sollst? Dranbleiben. Lass dir nicht den Schneid abkaufen. Informier dich selbst so umfassend es geht (Internet!). Mach dich selbst zur Expertin. Und - wie gesagt - schnapp dir den Oberarzt und mach ihn dir zum Verbündeten. Schreib dir immer alles auf, das du wissen willst und frag ihm Löcher in den Bauch. Viele Ärzte mögen den aufgeklärten, informierten, interessierten Patienten. (Oberärzte jedenfalls, bei Professoren.... naja, wie gesagt.)

Alles Gute!
Marika
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