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  #1  
Alt 01.02.2015, 11:09
Annabellz Annabellz ist offline
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Frage Bestrahlung

Hallo liebe Forenmitglieder,

meine Mutter liegt im Moment nach einer Totaloperation wegen Gebärmutterkrebs noch im Krankenhaus. Ein offizielles Ergebnis aus der Pathologie gibt es bisher leider noch nicht.
Inoffiziell hat sie aber heute folgende Informationen:
- Der Krebs in der Gebärmutter ist mit der Entnahme entfernt
- Die entnommenen Lymphknoten wären nicht befallen
- Der Arzt empfiehlt eine Bestrahlung

Gehen wir mal davon aus, dass diese Aussagen zutreffend sind.

Sie überlegt, ob Bestrahlung ja oder nein. Damit man noch bei der "Verkündung" durch den Arzt die richtigen Fragen stellen kann, hätten wir ein paar Fragen:
Warum eine Bestrahlung, wenn Lymphknoten ok und der Tumor weg ist?
Mit welchen Nebenwirkungen ist zu rechnen und kann man die Bestrahlung ggf. abbrechen? Bisher habe ich mir als mögliche Nebenwirkungen Hautirritationen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall ergoogelt. Tritt das fast immer auf oder eher selten?

Selbstverständlich wird meine Mutter den Arzt ausfragen, aber ein paar Vorabinformationen wären gut. Vor allem das "Warum" zerbricht mir gerade den Kopf.

Danke für Informationen.

Viele Grüße,
Annabell

Geändert von gitti2002 (01.02.2015 um 11:21 Uhr) Grund: Nutzungsbedingungen
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  #2  
Alt 01.02.2015, 19:19
Sabsira Sabsira ist offline
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Standard AW: Bestrahlung

Hallo Annabellz,

es gibt verschiedene Arten von Bestrahlung. Von daher wäre es gut wenn du und deine Mutter genau erfragen könntet welche Bestrahlung genau vorgesehen ist.

Interessant wäre auch was deine Mutter genau hatte Gebärmutterhals-oder Gebärmutterschleimhautkrebs (Gebärmutterkörperkrebs) ?

Es kommt auf das Stadium an ob und welche bzw. wieviel Bestrahlung empfohlen wird.

Auch wenn keine Lymphknoten befallen sind wird eine vorbeugende Bestrahlung, je nach Stadium oder Grading empfohlen,um evtl. verbleibende bösartige Zellen im oberen Scheidenstumpf zu vernichten.

Normalerweise wird das bei der Tumorkonferenz entschieden ,wenn alle Befunde vorliegen.

LG

Geändert von Sabsira (01.02.2015 um 19:23 Uhr)
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  #3  
Alt 01.02.2015, 20:02
Annabellz Annabellz ist offline
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Standard AW: Bestrahlung

Danke für die Informationen. Die Bestrahlungsart ist mit in die Frageliste aufgenommen.

Zitat:
Zitat von Sabsira Beitrag anzeigen
Interessant wäre auch was deine Mutter genau hatte Gebärmutterhals-oder Gebärmutterschleimhautkrebs (Gebärmutterkörperkrebs) ?
Es handelt sich bei ihr um Gebärmutterkörperkrebs.
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  #4  
Alt 05.02.2015, 10:55
Annabellz Annabellz ist offline
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Standard AW: Bestrahlung

Zitat:
Zitat von Sabsira Beitrag anzeigen
Normalerweise wird das bei der Tumorkonferenz entschieden ,wenn alle Befunde vorliegen.
LG
Hallo, wie erfährt eigentlich der Patient das Ergebnis? Da noch immer kein Befund aus der Pathologie vorliegt, sie aber demnächst entlassen werden soll , hat sie heute wieder den Arzt gefragt und der meinte, dass nichts belastetes diesmal entnommen worden wäre und war weg. Ähm? Jetzt bin ich total verwirrt. OK, kann ja sein, dass bei der Ausschabung schon alles weg war oder er meinte, nur außen herum. Und nun wieder die seltsame Aussage: Die Strahlenabteilung meldet sich noch per Brief. OK, mal sehen, was da dann drin steht, nur dann verstehe ich die Bestrahlung noch weniger. Kann der Hausarzt bzw. Frauenarzt dazu nähere Informationen bekommen?
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  #5  
Alt 06.02.2015, 08:20
Sabsira Sabsira ist offline
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Beiträge: 77
Standard AW: Bestrahlung

Solch eine Aussage des Arztes ist wirklich etwas seltsam.
Da hilft nur nachfragen , vor der Entlassung auf jeden Fall auf ein Gespräch mit dem Arzt bestehen.
Ich habe mir zu allen Gesprächen immer jemand aus meiner Familie dazu geholt, meist ist man so aufgeregt, das man nachher nicht mehr alles weiß


Befunde bekommt man in der Regel innerhalb 5-10 Tagen.Mein Befund nach der Op war sogar schon nach 3 Tagen da.

Kopien aller Befunde und Op bericht bekommt man ebenfalls.Und im Entlassungsbrief steht auch einiges.

Wie alt ist deine Mutter eigentlich ?

Schreib doch nochmal wenn du näheres erfahren hast
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  #6  
Alt 06.02.2015, 15:47
Kratzekatz Kratzekatz ist offline
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Beiträge: 6
Standard AW: Bestrahlung

Hallo, bei mir ist im November auch Gebärmutterkrebs (Endometrium Ca) festgestellt worden und ich hatte eine Total OP. Da in unserem KKH nur 1x die Woche die Tumorkonferenz stattfindet, bin ich damals ohne genaues Ergebnis entlassen worden. Es hieß dann nur ... sieht gut aus, alles weitere entscheidet die Konferenz. Die Tumorklassifikation lag mir auch nicht vor. In der Woche darauf hatte ich dann das Ergebnis: pT1a, G2 und die Konferenz meinte, eine Bestrahlung sei nicht nötig, da der Tumor nicht so weit in die Muskelschicht gewachsen sei.
Den gleichen Bescheid hat damals auch mein Hausarzt sowie Frauenarzt bekommen. Den Frauenarzt habe ich dann gleich nach seiner Einschätzung gefragt, da er auch für die Nachsorge zuständig ist und er hat das dann auch so beurteilt. Die Gefahr eines Rezidivs am Scheidenstumpf ist wohl immer vorhanden, aber ich vertraue da jetzt erst einmal auf diese beiden Einschätzungen und gehe zu der Nachsorge alle 3 Monate.

LG
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  #7  
Alt 07.02.2015, 16:56
Juschka88 Juschka88 ist offline
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Registriert seit: 06.11.2013
Beiträge: 4
Standard AW: Bestrahlung

Ich antworte, um einen Erfahrungsbericht abzugeben. Eine Empfehlung ist darin nicht enthalten.
Ich hatte Cervix-Ca, weit fortgeschritten G3 Grading, keine Metastasen, 1 Lymphknoten befallen. Total -Op Jan 14. Vorher sollte ich zur kombinierten Radio/Chemo um den Tumor zuverkleinern,, hatte ich abgelehnt, suchte noch nach naturheilkundlicher Hilfe. Nach einer Sturzblutung musste ich einer Notbestrahlung zustimmen, sonst wäre ich nicht mehr. Diese Bestrahlung wird anders dosiert als eine zu therapeutischen Zwecken. Ich bekam in kurzer Zeit hohe Dosen, sog. Booster,4 mal, also 2 mal, ein Tag Pause und noch 2 mal. Abgesehen davon dass meine Engel, die ich mir herbeigebetet hatte, total weggeschossen wurden, ging es mir aktuell diesbezügl. gut, keine Hautreizungen. So - aber es gibt u. U. Spätfolgen, aber natürlich nur ganz, ganz selten, man selbst gehört gewiss nicht dazu, Innere Vernarbungen, Bindegewebsvermehrung (Fibrose), Verödung von kleinsten Blutgefäßen, strahleninduzierter Darmverschluss,.....mensch kann googeln. Bei mir sind beide Harnleiter verengt bei der Harnblase, ist wohl Vernarbung. Die Radiologen sagen, das gäb's immer wieder nach Bestrahlung. Die Harnleiterverengung hat Harnstau bis zu den Nieren zur Folge, dann Nierenbeckenerweiterung. Wenn das dann endlich mal ein Arzt richtig diagnostiziert, dann kriegt man Plastikstäbe in die Harnleiter geschoben. Wenn man nicht alle paar Wochen eine Nierenbecken- oder Blasenentzündung entwickelt so wie ich, ist eigentlich angedacht, diese Plastikstäbe alle 3 Monate zu wechseln, bei mir also häufiger. Die Entzündungen entstehen leicht aufgrund der Fremdkörper. Wann die Stäbe wieder entgültig entfernt werden können? Keine Prognose, evtl. nie. Also, diesen Hindernislauf wünsche ich gerade niemandem.
Ich habe gerade das Buch "6 Jahre" in die Hand bekommen, eine wahre Begebenheit. Franziska hat in jungen Jahren Lymphdrüsenkrebs, auch die Lunge muss bestrahlt werden. 20 Jahre später (!!!!!) kommt es zu Spätfolgen der Bestrahlung, die Lunge löst sich immer mehr auf, vernarbt, Franziska kriegt fast keine Luft mehr, stirbt. Bei Morbus Hogdkin sind diese Komplikationen nicht selten. Nach dem Lesen dieses Buches werde ich jetzt Radiologen, Onkologen, Urologen, Gynäkologen löchern mit der Frage, was bei mir als Spätfolge in ein paar Jahren noch zu erwarten ist.

Ich will noch erzählen, in der Zeit wieder ein Jahr zurück:
Nach der OP grünes Licht, alles konnte entfernt werden; doch vorsichtshalber laut Tumorkonferenz lieber eine Radio/Chemo dranhängen. Nur ham 'se mich im Kh aufgrund einiger Schwierigkeiten fast verhungern lassen, als ich raus kam, war ich nur noch ein Hauch im Wind, an R/C nicht zu denken. Als ich wieder bei Kräften war, hatte ich bereits die erste Kontrolle per CT hinter mir, war frei. Dann habe ich auf eigenes Risiko (obwohl, frau tut ja alles auf eigenes Risiko, auch wenn sie den Ärzten folgt) entschieden, jetzt ist keine R/C mehr nötig. Inzwischen ist seit der OP ein Jahr vergangen, die letzte Kontrolle war Ende Jan.; auch frei ! Ich habe in meinem Leben einiges geändert; vlt. begünstigt das die Erfolgsaussichten.
Ach, übrigens musste ich die Entscheidung, ob ich eine R/C nach der OP verkrafte oder nicht, auch alleine treffen; der Arzt hatte mich zum Abschluss gar nicht wirklich noch einmal untersucht, das Abschlussgespräch verlief sehr dürftig. Er hatte nur die Standardempfehlung ausgesprochen.
In der Zwischenzeit habe ich meine gesamte Patientenakte aus der Klinik kommen lassen, kam per CD. Das habe ich über eine Anwältin eingeleitet, aber laut Unabhängiger Patientenberatung, kurz UPD, darf mensch das auch selbst. Am spannendsten lesen sich der Pathologiebericht und der Op-Bericht. Bei mir konnte bis ins gesunde Gewebe geschnitten werden.

Also, hier meine erste und einzige Empfehlung: holt euch den Pathologiebericht

Geändert von Juschka88 (07.02.2015 um 18:08 Uhr)
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  #8  
Alt 09.02.2015, 23:17
Annabellz Annabellz ist offline
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Standard AW: Bestrahlung

Vielen Dank für eure Beiträge. Das hilft uns wirklich sehr, gezielt nachzufragen. In der Regel sind wir beide eher zurückhaltender.

Also, meine Mutter ist gerade 71 Jahre geworden. Aber eigentlich noch ganz fit, sie wirkt jünger.

Heute hat sie den Arztbrief bekommen. Darin steht unter anderem:

ca pT1aN0, aber leider auch "seröses, teilweise klarzelliges Adeno-Ca G3, R0-Resektion"
Mutter klammert sich an Worte des Arztes im KH, es sei alles in Ordnung - ich finde den 2. Teil beängstigend.

Wenn ich die Nummern richtig gegoogelt habe, heißt das, dass der Tumor vom Stadium her schon stark veränderte Zellen aufwies.
Aber auch, dass der Tumor auf den Gebärmutterkörper begrenzt war.

Mit der Ernährung wird es bei meiner Mutter zu Hause besser, im Krankenhaus hat sie ja kaum etwas im Magen behalten und dementsprechend an Gewicht (und Kraft?) verloren.

Nun, erst einmal weiter hoffen.
Eine Vorstellung in der Strahlenabteilung soll noch erfolgen. Im Moment ist die Tendenz trotz G3 eher dagegen. Aber weder Haus- noch Frauenarzt wurden bisher wieder konsultiert. Sie möchte vor Termin da erstmal etwas zu Kräften kommen. Aus diesem Grund möchte sie auch nicht zur Kur.

Ergänzung 2015-02-10 14:00:
Sie ist gerade von der Frauenärztin zurück, die sich wirklich nett um sie gekümmert hat. Wenn der Tumor raus ist und so eingekapselt war, wie bei ihr, dann ist das Stadium nicht so überzubewerten. Sie würde mal an etwas anderem sterben, aber nicht daran. Die Bestrahlung wäre auch eher sanfter, zumindest bei ihren Patientinnen bisher. Und ob oder ob nicht, wäre ja noch nicht entschieden. Ich glaube, Mutti ist das erste Mal seit Monaten etwas entspannt. Und ich auch.

Geändert von Annabellz (10.02.2015 um 13:58 Uhr)
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  #9  
Alt 10.02.2015, 17:05
Sabsira Sabsira ist offline
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Beiträge: 77
Standard AW: Bestrahlung

Liebe Annabellz,

Pt1a bedeutet Anfangsstadium.Das ist schonmal eine gute Nachricht.

Das Grading hat mit dem Stadium nichts zu tun,das sagt aus inwieweit sich die kranken von den gesunden Zellen unterscheiden.

Seriös und klarzellig gibt ,soweit ich weiß,die Indikation zur weiteren Behandlung.

Steht denn in dem Bericht auch ob der Tumor in die Gebärmutterwand infiltriert war ? Wurden auch Lymphknoten entnommen ?

LG

Geändert von Sabsira (10.02.2015 um 17:08 Uhr)
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  #10  
Alt 10.02.2015, 18:53
Annabellz Annabellz ist offline
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Beiträge: 5
Standard AW: Bestrahlung

17 Lymphknoten wurden entnommen und keiner war befallen.

Zur Infiltration in die Gebärmutterwand habe ich keine Information herausgelesen. Ich habe die Kopie im Moment nicht bei mir, da ich nicht bei meiner Mutter bin, aber sobald ich wieder an den Bericht komme, schaue ich nochmal nach bzw. frage sie. Allerdings hatte ich folgendes für 1a ergoogelt:
"1a IA Tumor begrenzt auf das Endometrium oder infiltriert weniger als die Hälfte des Myometriums" Ich dachte, das sagt etwas in die Richtung...

LG

Geändert von gitti2002 (23.02.2015 um 22:23 Uhr) Grund: Zitat
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