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  #1  
Alt 07.07.2015, 02:09
funtastico funtastico ist offline
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Standard Stimmlappen aufspritzen

Hallo zusammen,
seit meiner Krebs-OP mit anschließender Chemo/Bestrahlung Behandlung sind zwei Jahren vergangen. Durch die OP wurde eine Stimmlappe beschädigt. Somit kann ich nicht richtig schlucken. Durch Logopädie wurde zwar viel erreicht, habe aber immer noch eine Bauchmagensonde.

Nun zu meiner Frage: Man hat mir geraten, diese eine Stimmlappe aufzuspritzen. Dadurch verbessert sich meine Stimmqualität und das Schluckverhalten. Es ist aber wieder eine OP.

Wer hat sowas schon gemacht und was haltet ihr davon?

Und wo habt ihr das durchführen lassen?

Lg. Michael
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  #2  
Alt 07.07.2015, 14:59
Amazonengirl Amazonengirl ist offline
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Standard AW: Stimmlappen aufspritzen

Hallo Michael,

ich habe eine Halbseitenlähmung,wo am Anfang der Kehlkopfdeckel und li. Stimmlippe gelähmt waren und konnte nichs essen.
Die Stimmlippe hat nix mit dem Schlucken zu tun,sondern mit der Sprache die bei mir heißer,rauh und leise war.Meinst du nicht doch den Kehlkopfdeckel?
Dieser sorgt ja beim essen,das nix in die Luftröhre kommt.

LG Martina

Geändert von gitti2002 (10.07.2015 um 16:58 Uhr) Grund: Vollzitat entfernt
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  #3  
Alt 07.07.2015, 19:33
Benutzerbild von wolfgang46
wolfgang46 wolfgang46 ist offline
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Standard AW: Stimmlappen aufspritzen

Hallo funtastico,

kann es sein, dass die Ärzte bei Dir die Stimme verbessern wollen?
Das hat man bei mir damals, vor 15 Jahren auch immer versucht. Meine damaligen Ärzte wollten mir unbedingt etwas Gutes tun. Ich habe immer wieder abgelehnt und trotzdem kamen die immer wieder auf mich zu.

Jetzt zum Schlucken:
Hast Du schon einmal einen, auf Schlucktechniken besonders ausgebildeten Logopäden gefragt?
Wahrscheinlich kann der Dir beim Schlucken besser helfen als ein aufgebautes Stimmband.
Und noch ein persönlicher Tipp:
Wenn Du den Kopf beim Schlucken leicht nach vorne neigst, funktioniert das Schlucken, nach einiger Übung wie von selbst.

Aber beim Üben nicht aufgeben. (Diesen Tipp gab mir eine gestandene Krankenschwester. Ich habe ihn schon mehrfach mit bestätigtem Erfolg weitergeben können).

Ich wünsche Dir viel Erfolg und bitte berichte einmal, wie es bei Dir weitergegangen ist.

Alles Gute
Wolfgang

PS. Meine OP war vor 15 Jahren und bis heute ohne negative Befunde.

PPS. Da ich hier nur mehr selten schreibe, Nachfragen bitte per PN.
__________________
Die im Krebs-Kompass von mir verfassten Texte dürfen auf anderen Homepages und in anderen Foren ohne meine Zustimmung nicht verwendet oder veröffentlicht werden. Das gilt auch für Auszüge aus meinen Texten.
Hilfe für Kehlkopfoperierte gibt es auch unter: Bundesverband der Kehlkopflosen und Kehlkopfoperierten e. V.
www.kehlkopfoperiert-bv.de

Geändert von wolfgang46 (07.07.2015 um 19:46 Uhr) Grund: PPS angefügt
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  #4  
Alt 08.07.2015, 02:03
funtastico funtastico ist offline
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Standard AW: Stimmlappen aufspritzen

Hallo zusammen,

vielen Dank für die schnelle Antworten. Das ist ja echte Forums-Power.
Ich beschreib mal genauer: OP und Chemo/Bestrahlung sind jetzt genau zwei Jahren her. Durch intensive Logopädie (hab da eine starke Logopädien, besser wie die drei REHA´s) konnte schon sehr viel erreicht werden.
Feste Nahrung kann ich nur schlucken, wenn ich gut vorkaue mit einem kleinen Schluck Flüssigkeit vermische und den Kopf stark nach links drehen und nach unten neigen (langer Satz, hoffentlich verständlich). Flüssigkeit pur geht gar nicht. Will ich was trinken, dann in Verbindung mit feste Nahrung. Beispiel: Kaffee mit Brezel, ist Kaffee oder Brezel weg, bleibt der Rest liegen. Da ist richtiges Timing gefragt. Hab ich vor einem Jahr dafür eine Stunde benötigt und war danach körperlich echt kaputt, schaffe ich heute in 20 min und kann noch ein zweites Brezel und Crossant essen. Konnte ich vor einem Jahr nur Frühstücken, siehe Kaffee, kann ich heute die drei Essenszeiten (Früh-Mittag-Abendessen) einhalten. Seit drei Monaten erst, schaffe ich ein Teller weichgekochten Nudeln mit viel Soße in ca. 30 min.

Wenn es gut läuft, schaffe ich am Tag einen halben Liter Flüssigkeit. Zu wenig. Wie gut das es die Bauchmagensonde gibt.

Das Essen ist für mich eine zeitraubende Tätigkeit die im laufe des Tages viel Kraft kostet. Das ständige drehen des Kopfes führt auch zu starken Verspannungen. Was auch wieder behandelt werden muss.

Nun zur Stimmlappe, ja die sprechen davon. Es ist die letzte Station vor der Luftröhre. Der Kehlkopfdeckel ist davor, so wie ich es verstanden habe.
Erst letzte Woche Kameraufnahme gemacht. Man sieht richtig, wie die linke Stimmlappe klein, schlaff und untätig rum hängt. So ist die Gefahr das was durchgeht. Zum Glück verfüge ich über ein sehr gutes und ausgeprägtes Reinigungshusten. Das hat man mir schon mehrfach und von verschiedenen Seiten bestätigt. Sonst hätte ich ein richtiges Problem, mit Lungenentzündung usw.
Die Ärztin hat dann von der Aufspritzung berichtet. Klar wird dann auch die Stimme besser. Da habe ich auch mit Logopädie bereits viel erreicht. Habe ich vor einem Jahr nach jedem zweite Wort Luft holen müßen, kann ich heute ganze Sätze hintereinander sprechen, bis ich Luft holen muß. Also schon gigantische Fortschritten gemacht.

Ich kann mir schon gut vorstellen, das die Aufspritzung mir viel bringen kann. Ist die linke Stimmlappe so dick wie die rechte, wird die Schließung vor der Luftröhre besser. Dadurch wird die Stimme besser und eigentlich auch das Trinkverhalten. Nach meinem Verständnis dürfte ich sogar Chance haben, beim Schlucken den Kopf wieder in normaler gerade Haltung zu halten. Also die ganzen Verspannungen könnten verschwinden oder zumindest geringer werden.

Deshalb wäre für mich so wichtig, das Personen die sich aufspritzen lassen haben, mir davon berichten können. Also bitte melden.

Ich stehe nicht unter Zeitdruck, lasse daher mir Zeit mich vorzubereiten und zu informieren. Obwohl innerlich eine positive Entscheidung besteht.

L.G. Michael

Geändert von funtastico (08.07.2015 um 02:25 Uhr)
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  #5  
Alt 08.07.2015, 12:12
Amazonengirl Amazonengirl ist offline
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Beiträge: 42
Standard AW: Stimmlappen aufspritzen

Ich habe meine linkes Stimmband im UKE Hamburg aufspritzen lassen mit Hyaluronsäure. Es hält ca ein halbes Jahr und wird durch den Körper wieder abgebaut. Wenn man damit klar kommt, kann man Silikon einsetzen lassen,welches dann dauerhaft ist.
Es wurde in örtlicher Betäubung gemacht. Der Rachen wurde mit Codeinspray betäubt. Durch die Nase wurde eine Kamera geführt um genau die richtige Stelle zu treffen. Es war unangenehm,aber nicht schmerzhaft,weil die Stimmlippen schmerzarm sind.
Es hat minimal geblutet und musste noch Antibiotikum nehmen.


LG Martina

Geändert von gitti2002 (10.07.2015 um 16:57 Uhr) Grund: Vollzitat entfernt
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  #6  
Alt 10.07.2015, 08:50
Hella Hella ist offline
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Beiträge: 24
Standard AW: Stimmlappen aufspritzen

guten morgen Funtastico,
ich hatte vor 10 Jahren eine Kehlkopfteilentfernung (halber Kehlkopf wurde wegoperiert). Danach war bzw. ist meine Stimme sehr kläglich. Ca. 5 Jahre nach dieser OP ließ ich mein linkes Stimmband unterfüttern mit Vox-Implant. Dies wurde unter Vollnarkose durchgeführt. Doch der Erfolg war recht bescheiden. Man sagte mir dann, daß die Unterfütterung mehrmals durchgeführt werden sollte, was ich aber nicht mehr getan habe.
Ach ja, Schlucken, vor allem Trinken, konnte ich anfangs auch überhaupt nicht. Ich hatte auch eine Magensonde. Dies hat sich aber nach ca. 1/2 Jahr mit Unterstützung einer Logopädin wieder gegeben und die Magensonde konnte entfernt werden.
Wie auch immer Du Dich entscheidest, ich wünsch Dir viel Erfolg!
es grüßt
Hella
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