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  #1  
Alt 13.07.2015, 22:42
PinkMuffin PinkMuffin ist offline
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Beiträge: 2
Frage meine Schwester will nach erneueter Diagnose nicht mehr zum Arzt

Hallo!

Meine kleine Schwester hatte letzten September (2014) einen Tumor in ihrer rechten Brust. Da sie noch sehr jung ist (20), der Tumor aber relativ groß war, fast golfballgroß, wurde der Tumor erst einmal entfernt und hätte eigentlich anschließend zur Untersuchung geschickt werden sollen. Im Krankenhaus ist dann aber einiges schief gelaufen, unter anderem hat meine Schwester die OP-Narbe nicht wie vorher abgesprochen um die Brustwarze herum bekommen, sondern mitten auf die Brust. Zudem wurde der Tumor aus uns nicht bekannten Gründen dann doch nicht weiter untersucht, sondern war dann wohl plötzlich verschwunden. Es hieße dann, sie seie ohnehin noch viel zu jung, das seie sicherlich gutartig gewesen. Es gab noch mehr sehr seltsame Begleitumstände, sodass wir einfach froh waren, dass sich die Sache damit erledigt hatte.

Jetzt hat sie allerdings im März diesen Jahres einen weiteren Knoten erfühlt und ihre Frauenärztin hat leider bestätigt, dass es sich um einen neuen Tumor handelt. Da diese Ärztin das ganze Drama damals mitbekommen hat, hat sie meiner Schwester eine Überweisung für eine andere Klinik empfohlen. Aber meine Schwester hat seit diesem Tag überhaupt nichts mehr gemacht. Sie ist nicht in die Klinik gegangen, um weitere Untersuchungen anstellen zu lassen, war bei keinem Arzt vorstellig oder sonstiges.

Wenn ich meine Schwester darauf anspreche, blockt sie ab. Ich habe ihr angeboten, sie zum Arzt oder ins Krankenhaus zu begleiten. Das hat sie aber abgelehnt. Meine Familie und ich dachten anfangs, es handle sich nur um eine Verdrängungsphase und wir würden ihr am besten helfen, wenn wir sie mit dem Thema in Ruhe lassen, aber das geht jetzt schon über drei Monate so. Sie möchte auch nicht über das Thema reden, mit keinem.

Weiß jemand einen Rat? ich mache mir Sorgen, wir hatten schon viele verschieden Arten von Krebs in der Familie (Hautkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Lungenkrebs, Brustkrebs), sodass wir alle wissen, wie das abläuft. Wir sind mit dem Thema immer sehr offen umgegangen. Und es macht mir Angst, dass meine Schwester sich so verschließt. Zumal ja ein Tumor noch lange kein Krebs ist.
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  #2  
Alt 14.07.2015, 14:31
vintage vintage ist offline
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Registriert seit: 29.05.2009
Beiträge: 715
Standard AW: meine Schwester will nach erneueter Diagnose nicht mehr zum Arzt

hallo pinkmuffin,

es kann sich um ein riesenfibroadenom gehandelt haben.
den hatte meine tochter mit ca. 16/17 jahren auch und
der war auch riesig (ca. 9x11 cm; ganze brust von betroffen),
wie der name ja schon sagt.
die sind gutartig und werden ab einer bestimmten grösse entfernt,
können aber wiederkommen.

deine schwester sollte in ein zertifiziertes brustkrebszentrum gehen und
nicht aufgeben. vielleicht möchte sie, dass eine freundin mitkommt.
wenn sie gewissheit hat, kann sie unbeschwert weiterleben;
das muss ihr klarwerden, das sich das lohnt. :-)
__________________
lieben gruß, vintage



Mein geliebter Mann wurde nur 49 Jahre alt und
starb knapp fünf Monate nach der Diagnose.
* Juli 1965 - + Mai 2015

ED Weihnachten 2014 Darmkrebs mit zu vielen Lebermetastasen,
dann auch Lungenmetastasen...
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  #3  
Alt 20.07.2015, 12:00
PinkMuffin PinkMuffin ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 13.07.2015
Beiträge: 2
Standard AW: meine Schwester will nach erneueter Diagnose nicht mehr zum Arzt

Erst einmal vielen Dank für die Antworten. Die haben mich schonmal beruhigt.
Ich glaube auch nicht, dass es sich um etwas Schlimmes handelt. Das Problem ist nur, dass meine Schwester mit niemandem darüber reden möchte, auch nicht mit ihrem Arzt oder Freundinnen. Wir haben sonst ein sehr inniges Verhältnis und ich weiß einfach nicht, wie ich ihr in dieser Situation helfen kann.
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Stichworte
behandlungsverweigerung, brustkrebs, tumor


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