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  #1  
Alt 14.06.2016, 12:09
Annibine Annibine ist offline
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Registriert seit: 14.06.2016
Beiträge: 1
Standard VIN III und Lichen Sclerosus

Hallo zusammen,
kann mir jemand nähere Informationen zu der Gefährlichkeit von VIN III und Lichen Sclerosus geben oder mir von eigenen Erfahrungen berichten.

Bei mir wurde bei der Vorsorgeuntersuchung beim Gyn eine warzenähnliche Stelle an der Innenseite der inneren Schamlippe festgestellt. Nach erfolgloser Therapie mit Veregen, entschloss sich meine Gyn zu einer Biopsie, die VIN III aussagte. Bei der Voruntersuchung im Krankenhaus wurde zusätzlich an einer unklaren Stelle unterhalb der Klitoris Lichen Sclerosus festgestellt. Eine Woche später wurde ich operiert, die biopsierte Stelle wurde entfernt und zusätzlich gelasert. Allerdings hat die Pathologie angemerkt, dass in den Randbereichen noch Herde gefunden wurden, so dass diese Stellen in ca. 8 Wochen noch einmal biopsiert werden sollen.

Irgendwie spielen das alle runter und sagen, ich bräuchte mir keine Sorgen machen, auch nicht wegen dem Lichen Sclerosus. Wenn ich ins Netz schaue, lese ich aber Anderes. Ich bin total verunsichert. Hat jemand ähnliche Erfahrungen?

LG Anja
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  #2  
Alt 25.09.2016, 22:52
Käthie Käthie ist offline
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Registriert seit: 25.09.2016
Beiträge: 7
Standard AW: VIN III und Lichen Sclerosus

Hallo Anja,

ich bin ebenfalls von Lichen Sclerosus und VIN III betroffen. Leider hat dir keiner geantwortet aber ich hoffe du liest noch meine Antwort.

Wie geht es dir inzwischen?

Meiner Erfahrung nach ist die Diagnose Lichen harmloser, als die Diagnose VINIII. Lichen kann man gut behandeln. VIN III ist eine KrebsVORSTUFE (kein Krebs!), die sich negativ entwickeln kann, wenn man nichts dagegen tut.

Ich erzähl dir mal meine Geschichte:

Die Diagnose Lichen erhielt ich vor 8 Jahren. Ich hatte einen weißen Fleck der juckte und brannte, zwischen äußeren und inneren Schamlippen. Der wurde dann biopsiert und dann erhielt ich die Diagnose. War damals auch geschockt, weil ich kaum Infos bekam, nur eine Salbe (Dermovate) und ging ein paar Monate durch die psychische Hölle. (Googeln ist in so einem Fall ja nicht das Beste).

Die Behandlung mit Dermovate schlug jedoch sehr gut an, es war nach 3 Wochen Behandlung kein Fleck mehr zu sehen und nachdem ich dann bei ein paar Ärzten war (kaum einer kennt sich aus) und der letzte (Vorstand der Gyn. Abteilung des örtlichen Krankenhauses) mich beruhigte und auch überhaupt nichts mehr vom Lichen sehen konnte, beschloss ich, dass ich das einfach nicht hab. Das funktionierte 8 Jahre bestens. Ich hatte nie wieder irgendwas und konnte mich auch mit den ganzen Berichten im Internet (Schmerzen, Blutungen, Juckreiz etc) nicht identifizieren. Also 8 Jahre alles bestens.

Vor ein paar Monaten hatte ich dann eine kleine offene Stelle am Scheideneingang. Dann kam ganz schlimmes Jucken hinzu und ich behandelte wieder mit Dermovate. Dachte Rückfall Lichen. Fuck! Ging aber nicht weg und als ich dann mal mit einem x-fach Vergrößerungsspiegel schaute, sah ich braune Stippchen und auch so eine Wucherung am Scheideneingang. Wieder in die Gyn-Ambulanz, gleich ernste Gesichter, der Arzt meinte, er biopsiert das nicht nur, sondern schneidet das gleich komplett raus, für den Fall das das nix Gutes ist, hätte ich gleich alles weg. Hatte dann eine Naht so vom Scheideneingang Richtung Damm. 1 Woche später: VINIII - high risk HPV 16 *heul*
Ich war wieder total fertig aber man sagte mir, dass ist eben kein Krebs sondern eine Vorstufe. Diese wäre auch nicht durch den Lichen sondern durch die HPV-Infektion verursacht. Es könnte jedoch sein, dass dieser HPV-Virus auf dem Boden des Lichen entstanden ist. Aber das wissen Sie nicht und ist auch eher unwahrscheinlich, weil eine VINIII aufgrund eines Lichens keine HPV-Infektion zeigt. Ich habe aber eine VIN III aufgrund HPV16.
Da in den Gewebeteilen auch bis an den Rand diese Veränderungen gingen, wurde mir gesagt, dass das operiert werden muß. (Excision). Das passierte dann ein paar Tage später in der Tagesklinik unter Vollnarkose. (Ging am selben Tag wieder heim). Diesmal wurde das ganz anders genäht (von innen) und der Arzt sagte auch, dass mir diese 1. "Dammnaht" eh beim ersten GV wieder aufgegangen wär. (Super ...)

Schmerzen hatte ich kaum, ich nahm vorsorglich ein paar Tage Ibuprofen, die ich aber nach 3 Tage vergessen hatte.
Leider bekam ich nach dem 2. Befund vom Pathologen keine Entwarnung. Es konnte "keine sichere Aussage" getroffen werden (ob nun alles entfernt ist). Mein Arzt sagte mir, das wäre oft schwierig, weil es nur kleine Gewebefetzen sind und das machts schwierig. Ich hab nun in 3 Monaten Kontrolle. Hab mich aber entschieden nochmal in einer Dyspasie-Ambulanz vorstellig zu werden und mich da beraten lassen. Gespräche kamen im KH nämlich leider zu kurz und ich hab noch so viele Fragen. Den Termin hab ich diese Woche.

Ich würde mich freuen, wenn du noch antwortest und erzählst wie es dir geht. Austausch tut ja wirklich gut. Mir wird überall gesagt, dass es sehr selten ist, mein Gyn kennt sich damit gar nicht aus (1 Fall - eine uralte Frau) und auch im KH sagte sie mir, dass es ungewöhnlich wäre, weil ich noch so jung bin. Ist ein normales KH mi Gyn-Abteilung. Daher geh ich eben jetzt in diese Dysplasie-Ambulanz da sie da sowas öfter sehen.

Also, ich würde mich freuen von dir zu lesen!

Lg
Käthie
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