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Alt 22.10.2016, 11:41
mystica mystica ist offline
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Registriert seit: 07.08.2016
Ort: Niederbayern
Beiträge: 2
Standard Bestrahlung, Chemo, Antikörper

Hallo,

ich bin ganz neu hier im Forum und möchte mal ein bisschen was dazu beitragen.

Seit 10.10.16 werde ich nun nach einer kompletten Entfernung des Kehlkopfes bestrahlt. Soweit ich in Erfahrung bringen konnte relativ mild mit 66 gray. Insgesamt sollen es 32 Einheiten werden, wovon 4 einen anderen Bereich hatten als die 28, keine Ahnung was die da machen, es wird zwar über die Nebenwirkungen sehr ausführlich aufgeklärt, aber über das was gemacht wird, breitet man den großen Mantel des Schweigens aus. Das ärgert mich schon maßlos, man muss den Ärzten hier, jedes Wort einzeln aus der Nase ziehen.

Ja nun habe ich gerade mal 8 Bestrahlungen und im Moment scheint alles noch relativ gut. Ich kann gut schlucken, den Hals auch noch einigermaßen gut bewegen, über die Schulter schauen geht leider nicht, aber bis zur Schulter schon.

Zusätzlich zu Bestrahlung bekomme ich noch einmal die Woche Antikörper, sie wollte eigentlich Chemo, aber da sind die Nierenwerte nicht gut genug gewesen und man hat umgeschwenkt auf Antikörper.

Da bei meiner OP der Krebs komplett entfernt werden konnte handelt es sich um eine rein adjuvante Maßnahmen, die vom Tumorboard im KKH auch so empfohlen wurden, gut die Chemo nicht wirklich so wie ich das herauslesen konnte.

Die Nebenwirkungen der Antikörpertherapie sind schon voll durchgeschlagen, ich habe sehr unreine Haut, Ausschlag und muss kräftig eincremen, damit ich das so einigermaßen in SCahch halten kann.

Was mir noch nicht wirklich klar ist, woher auf einmal mein Problem mit dem Tracheostoma kommt. Während am Anfang nach der OP und bis vor einer Woche alles sehr easy verlief, habe ich nun fast dauernd einen Hustenreiz und sehr starke Borkenbildung. Die Borken sind teilweise sehr groß und es kommt immer mehr Blut ins Spiel. Am Morgen ist die Kanüle voll mit roten Schleim. Da ich auch tagsüber starke Probleme mit Husten und Schleim habe, kann ich mich kaum von zuhause fort bewegen, da ich immer mit starkem Auswurf rechnen muss.

Am Donnerstag war ich bei meinem HNO, der sich das angeschaut hat und meinte es wäre alles "BESTENS", na ja, habe ihm gesagt das es vorher wesentlich besser war und ich zur Zeit schon große Probleme hätte. Da ging er nicht darauf ein sondern meinte noch mal, alles in Ordnung.

Hat hier jemand ähnliche Erfahrung gemacht, dass nach der Bestrahlung sich das alles akut verschlechtert hat? Woher könnte es kommen, von der Anti oder von den Bestrahlugen?

So bin nun gespannt, ob hier etwas Leben einkehrt, wobei ich es sehr gut verstehen kann, denn wenn das erst einmal ausgestanden ist, dann wollen wohl die meisten nichts mehr von Krebs wissen. Kann es nicht einschätzen, wie es dann bei mir sein wird, wenn da erst einmal eine geweisse Zeit ins Land gegangen ist.

Schöne Grüße
Horst
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