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Alt 28.02.2017, 12:10
iPatze iPatze ist offline
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Registriert seit: 28.02.2017
Beiträge: 11
Standard Meine Geschichte

Guten Morgen (fast Mittag) liebe Leidensgenossen,

nachdem ich nun die letzten Wochen, seitdem ich auf dieses Forum gestoßen bin, nur stiller Leser war und viele verschiedene Geschichten und Erfahrung gelesen habe, habe ich mich selber nun doch dazu entschlossen, mich hier auch mal zu registrieren und von meiner Geschichte zu erzählen, da ich das Verlangen habe, auch mal mit Leuten reden zu können, die sich etwas besser in die eigene Situation hineinversetzen und einem vielleicht auch den einen oder anderen guten Ratschlag, an den man selber noch gar nicht gedacht hat, mit auf den Weg geben können.

Kurz zu meiner Person:
Mein Name ist Patrick, 23 Jahre alt, bin beruflich Software Entwickler und Berater (Zielbranche Gesundheitswesen - dadurch hat sich etwas Know-How angesammelt, welches manche Arztbesuche weniger schlimm macht - manche aber leider auch schlimmer ) und komme aus dem schönen, momentan verregneten Oberbayern.

Zu meiner Erkrankung:
Jetzt wo ich diesen Post gerade verfasse, befinde ich mich bereits in Tag 9 meines ersten PEB-Zyklus (von insgesamt 3).
Alles fing eigentlich kurz vor Weihnachten an, als ich bemerkte das mein rechter Hoden etwas angeschwollen war, alles halb so wild dachte ich mir - vergeht wieder. Denkste. Nachdem es nicht wegging und der Hoden größer wurde und einen Punkt erreicht hat, wo die Größe störend wurde, entschloss ich mich doch mal, einen Urologen aufzusuchen und das Ganze anschauen zu lassen (natürlich mit einer gesunden Portion Optimismus).
Somit war ich am 20.01 (Freitag Abends) nach der Arbeit beim Urologen. Nach einem kurzen Ultraschall brabbelte er vor sich nur hin "Das sieht nicht gut aus" (sehr aufbauend ). Kurzum ging alles schnell danach. Am 24.01 wurde ich bereits operiert und gehöre seitdem auch zu den Eineiigen.
Eine Woche später erhielt ich dann die Laborergebnisse des entfernten Tumors:
Tumorgröße 7x6x5 cm, gemischter Keimzelltumor (90% embryonales Karzinom, ca. 9% reifes und unreifes Teratom und fokale Dottersacktumoranteile)
Somit schickte mein Doc mich ins CT (Abdomen, Becken, Thorax) mit Kontrastmittel (2L musste ich trinken - so ziemlich das widerlichste was ich jemals schmecken musste..), welches eine Woche später stattfand.
Ergebnisse vom CT waren dann auch sehr ernüchternd:
4 Lymphknotenmetastasen im Größenbereich 1,9 - 2,1 cm.
Damit zurück zum Doc: Staging lautet somit IIA und ne Chemo ist notwendig.
Bevor die Chemo beginnt hat mein Doc gesagt, soll ich mich über Kryokonservierung schlau machen und das in Erwägung ziehen (habe ich dann auch gemacht - teurer Spaß ).

Somit hat mein Doc mich an die Onkologie überwiesen (Chemo findet Ambulant in einer Praxis statt - ist ganz nett dort) und ich hatte noch etwas Zeit, alles organisatorische vor der Chemo zu klären.
Hab mir auch einen Port implantieren lassen, da meine Venen jetzt nicht die tollsten sind (fun-fact: war trotzdem immer braver Blutspender )

Was ich jetzt über die erste Woche Chemo erzählen kann ist nicht wirklich viel:
Es stimmt auf jeden Fall, dass jeder die Chemo anders verträgt und anders darauf reagiert. Was ich von Nebenwirkungen her am meisten spüre sind bis jetzt die Müdigkeit, Appetitlosigkeit und fehlendes Geschmacksempfinden (so kommen wenigstens mal paar Kilos runter ). Bezüglich Übelkeit habe ich eigentlich gar keine Beschwerden bis jetzt gehabt und musste auch noch nicht auf die Tabletten, die ich vorsorglich mitbekommen habe, zurückgreifen.


Soviel mal zu meiner kleinen Geschichte.
Ich merk selber schon, dass mein Text gegen Ende verwirrend geworden ist - ich sollte jetzt aufhören zu schreiben
Ich werde öfters mal hier reinschauen und auch mal kleine Updates von mir geben - sozusagen ein kleines, digitales Tagebuch führen.

Grüße, Patrick
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