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  #1  
Alt 14.05.2013, 20:04
klara68 klara68 ist offline
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Standard Zahnextraktion nach Bisphosphonaten

Hallo,
ich möchte anfragen, ob jemand bereits Erfahrungen mit meinem Problem hat. Während meiner BK-Therapie wurde ich mit Zometa-Infusionen zur Prophylaxe von Knochenmetastasen behandelt. Es waren fünf Infusionen in halbjährlichem Abstand, die letzte Infusion liegt bereits zweieinhalb Jahre zurück. Mir geht es heute gut und ich bin sehr froh darüber.

Nun ist mir blöderweise eine Zahnkrone rausgefallen und der Zahn soll gezogen werden. Da Zahn-OPs nach Bisphosphonaten zu Kiefernekrosen führen können hat mein Zahnarzt hat mich in die Uniklinik Heidelberg überwiesen.
Dort will man mich stationär für 6 Tage aufnehmen, mit Magensonde (!) und Antibiotika-Infusionen. Ein Kieferchirurg vor Ort würde es aber auch ambulant und ohne Magensonde machen. Ich bin verwirrt und hoffe, daß vielleicht jemand schon Erfahrung mit Zahn ziehen nach Bisphosphonaten (vielleicht in der Uniklinik Heidelberg) hat oder eine andere gute Adresse kennt. Für Antworten bin ich sehr dankbar.
Danke an alle. Klara
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  #2  
Alt 14.05.2013, 20:11
Benutzerbild von suze2
suze2 suze2 ist offline
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Standard AW: Zahnextraktion nach Bisphosphonaten

oh, klara, das mit magensonde usw. das klingt ja schon heftig. ist es einer der backenzähne?
also bei mir wurde mittels wangenfett die wunde vernäht (bichat, heißt das, glaube ich) und antibiotika abschirmung erhielt ich auch.
aber ACHTUNG: ich hatte die bisphosphonate "nur" oral, was weniger problematisch zu sein scheint.ich war an der uniklinik in wien.

mittlerweile hörte ich so viele varianten, wie man vorgehen kann, meiner freundin wurde der zahn "einfach" gezogen und sie bekam nichtmal antibiotika -
ich glaube, es schätzt eben jeder zahnarzt anders ein.

ich wäre wohl auch sehr verunsichert - aber darf ich fragen, warum magensonde? damit keinerlei nahrung den mund - und damit den wundbereich passiert? ist wohl dann ganz auf nummer sicher.

na viel hilft dir das jetzt nicht, ich bin gespannt, ob jemand eine solche extraktion mit magensonde schon hatte.

bitte berichte weiter, da ja so viele frauen die bisphosphonate erhalten, ist jede info sehr wertvoll.

alles gute!
suze
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seit 2005 bin ich ein angsthase
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  #3  
Alt 14.05.2013, 20:13
Norma Norma ist offline
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Standard AW: Zahnextraktion nach Bisphosphonaten

Hallo Klara,

ich bekomme auch Bisphosphonat-Infusionen (jetzt alle 3 Monate, vorher alle vier Wochen) und der Zahnarzt hat zwischendurch immer mal wieder bei mir einen Zahn ziehen müssen.
Allerdings kennt er von Anfang an meine Situation und verschreibt nach der Extraktion vorsichtshalber ein Antibiotikum.
Bisher hatte ich nie Probleme.

Ich würde halb verrückt bei dem Gedanken, 5 Tage wegen einer Zahn-Extraktion ins KH zu sollen und da würde ich garantiert auch streiken. ;-)
Erst recht die Sache mit einer Magensonde... völlig unvorstellbar... nicht für einen zu ziehenden Zahn.

Letztendlich musst du allein die Entscheidung treffen; ich wüsste, was ich tun würde...

Liebe Grüße
Norma
Diagnose Brustkrebs Nov. 2001
Diagnose Darmkrebs Juni 2007 bei meinem Mann
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  #4  
Alt 14.05.2013, 23:06
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Mary-Lou Mary-Lou ist offline
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Standard AW: Zahnextraktion nach Bisphosphonaten

Klara, es ist bestimmt nicht einfach, Dir zu raten, was denn der bessere Weg ist, Dich von Deinem Zahn zu trennen.

Niemand kann Dir sagen, ob der einfachere Weg zum Erfolg ohne Komplikationen führt und wenn das bei jemand anderem gut gegangen ist, ist es noch lange nicht gesagt, dass es bei Dir gut geht (oder umgekehrt).

Meine Frage an Dich wäre, wie groß Dein Sicherheitsbedürfnis ist, denn wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist und unter der Behandlung Komplikationen entstehen, ist es zu spät . . . Ich für meinen Fall würde auf die Erfahrung der Uni-Klinik vertrauen, auch wenn sich das ja ganz schön heftig anhört mit Magensonde etc., aber wir dürfen die Gefahren der Bisphosphonate was die Zahnbehandlungen angeht nicht unterschätzen.

Ich habe übrigens von 2006 bis 2008 Zometa-Infusionen vierteljährlich bekommen und vor kurzem - unter Antibiotika - eine Krone ausgetauscht bekommen, allerdings musste der Zahn nicht gezogen worden; also die einfachere Variante.

Lieben Gruss

__________________
Christel
****************
„Die hellen Tage behalte ich, die dunklen gebe ich dem Schicksal zurück“
Zsuzsa Bánk
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  #5  
Alt 14.05.2013, 23:10
klara68 klara68 ist offline
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Standard Zahnextraktion nach Bisphosphonaten

Liebe Norma, liebe Suze,,
vielen Dank für die Antworten. Es scheint ja wirklich keinen richtigen Standard für die Vorgehensweise zu geben, jeder macht es anders.

Ja Suze, es ist ein Backenzahn im Oberkiefer. Die Magensonde soll dazu dienen, daß die Wunde nicht mit Bakterien durch das Essen in Berührung kommt. Wie wird denn Wangenfett entnommen??

Mir erscheint dies auch alles etwas übertrieben und die 100%-Variante. Ich habe noch mehr Kronen. Soll ich dann etwa jedes Mal ins Krankenhaus? In Heidelberg sagte man mir, daß die Bisphosphonate sich lange in den Knochen einlagern. Wie lange weiß man noch nicht, denn es gibt keine Langzeitstudien. Nach drei Jahren ist schon viel abgebaut, aber es besteht wohl immer noch ein Risiko für die Kiefernekrose.

Ich bin natürlich froh und dankbar, daß das Zometa meine Knochen schützt. Aber die Uniklinik hat mir Angst gemacht und der Arzt hat mir gesagt, wenn ich die Vorgehensweise nicht möchte, könne ich mir eine weitere Meinung einholen... Da stehe ich nun.

Danke Mary-Lou.
Ich habe schon ein gewisses Sicherheitsbedürfnis. Es ist so, daß alle Patienten in der Uniklinik mit Bisphosphonate-Infusionen die selbe Behandlung bekommen, unabhängig von der Dauer der Infusionen, ihrer Anzahl und der zurückliegenden Jahre. Genau das macht mich skeptisch. Ich muß alles noch überdenken. Klar, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, kann man nichts mehr machen.
Liebe Grüße
Klara

Geändert von gitti2002 (15.05.2013 um 00:30 Uhr) Grund: Beiträge zusammengeführt
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  #6  
Alt 15.05.2013, 00:22
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suze2 suze2 ist offline
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Standard AW: Zahnextraktion nach Bisphosphonaten

liebe klara,
das wangenfett wird einfach aus der wange rausgeklappt und auf die wunde genäht. so war es bei mir. es ist zuerst etwas komisch, schaut aus wie eine speckschwarte (weiß und groß), es wird dann später zurechtgeschnitten (ist gefühllos) und wird zu zahnfleisch.

ich würde mich wahrscheinlich nicht recht drübertrauen, es ohne magensonde zu machen, wenn mans mir empfiehlt. bin allerdings ein angsthaserl.

mir sagte man, die halbwertszeit für bisphosphos betrage 10 jahre (was man ja auch will, denn so sind die knochen längerfristig geschützt).

weitere info die ich habe: der oberkiefer ist tendenziell weniger gefährdet (sagte meine zahnärztin).

ich wünsche dir alles gute und eine gute entscheidung.

herzliche grüße
suzie
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  #7  
Alt 15.05.2013, 08:09
Ilse Racek Ilse Racek ist offline
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Standard AW: Zahnextraktion nach Bisphosphonaten

Liebe Suzie


ich bin Dir für Deinen Beitrag sehr dankbar, denn ich habe vor einiger Zeit eine größere"Zahngeschichte" erst mal hinter mich gebracht

Im Fragebogen meiner durchaus sehr modernen Zahnarztpraxis war u.a. die "Bisphosphonate-Frage" aufgelistet und ich habe wahrheitsgemäß angeführt, dass ich vor mehreren Jahren

- 1. eine intensive Bisphosphonate-Aufsättigung per Infusionen

und

- 2. über einen relativ kurzen Zeitraum dahingehend eine Tabletten-Therapie hatte.

Als ich das Zahnarzt-Ehepaar fragte, ob o.a. nach so vielen Jahren noch relevant sei sagten diese, sie würden sich umgehend bei Fachleuten in den Uni-Kliniken Frankfurt/Main erkundigen....

gleichwohl....dort seien sie - trotz mehrerer Anruf-Versuche nicht zu den kompetenten Fachleuten durchgedrungen ....

......so habe ich bis zum heutigen Tage keine Aussage dazu, wie lange die Halbwertzeit bei Bisphosphonaten tatsächlich ist...


Dir - liebe Suzie - vielen Dank also nochmal für Deine Zeilen

und

alles Gute sowie liebe Grüße
__________________
Ilse
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  #8  
Alt 15.05.2013, 11:16
Aktenfee Aktenfee ist offline
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Standard AW: Zahnextraktion nach Bisphosphonaten

Ich habe auch über 3 Jahre Infusionen (Zometa) bekommen. Deswegen durfte ich leider keine Implantate setzen lassen, aber eine Teleskopprothese habe ich jetzt. Dafür musste auch ein Zahn gezogen und ein paar Wurzelreste von früher ausgegraben werden.

Ich habe das im Fragebogen natürlich angegeben, der Zahnarzt sagte auch, dass das wichtig sei und sich doch wohl jeder Zahnarzt damit auskennen würde. Das ist wohl eher nicht so, denn wenn ich nicht darauf bestanden hätte, hätte er das Antibiotika vergessen.

Das ist jetzt 1/2 Jahr her, bis jetzt gab es keine Komplikationen, ist also wohl gut gegangen.
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  #9  
Alt 15.05.2013, 12:41
PetraK PetraK ist offline
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Standard AW: Zahnextraktion nach Bisphosphonaten

Hallo ihr Lieben,

also ich habe von 2009-2012 halbjährlich Zome....-Infusionen bekommen. Durch die Chemo bei meiner Ersterkrankung 2001 hab ich im Laufe der Jahre diverse Zähne verloren. Im letzten Herbst bekam ich dann mal wieder eine Wurzelentzündung im Oberkiefer und da ich dort eh nur noch drei Zähne hatte, habe ich entschieden, alle drei ziehen zu lassen, auch um endlich Ruhe zu haben. Die letzte Infusion war ein halbes Jahr her. Nach Rücksprache mit dem Brustzentrum hat meine Zahnärztin sie entfernt, allerdings nicht einfach gezogen, sondern Stück für Stück entfernt, damit der Kieferknochen geschont wird. Ich musste eine Woche vor bis eine Woche nach dem Eingriff ein starkes Antibiotikum nehmen, das speziell gegen Knochenentzündungen wirkt. Die Wunden wurden mit Wangenfleisch abgedeckt und gründlich vernäht, ich habe auch zwei Tage nur Flüssigkeiten zu mir genommen. Eine provisorische Prothese, die vorher schon angefertigt wurde, wurde auch direkt nach dem Eingriff eingesetzt. Das ist jetzt 7 Monate her, ich habe gerade meine endgültigen Zähne bekommen und hatte keinerlei Probleme. Implantate waren aufgrund der Infusionen natürlich nicht möglich, hätte ich mir aber auch gar nicht leisten können, da es ja um den gesamten Oberkiefer ging..
Aussage des Brustzentrums war übrigens auch noch, dass es nichts bringen würde, noch mit dem Ziehen der Zähne zu warten, da die bereits vorhandene Entzündung gefährlicher sei und der Wirkstoff Zome...viele Jahren in den Knochen bleiben würde..

Euch alles Gute

Petra

Geändert von PetraK (15.05.2013 um 12:44 Uhr)
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  #10  
Alt 15.05.2013, 12:51
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Annedore Annedore ist offline
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Standard AW: Zahnextraktion nach Bisphosphonaten

Liebe Klara,

ich kann Dir meine Erfahrungen schildern, die ich in der Uni-Klinik München gemacht habe.

Ich habe insgesamt 7,5 Jahre Bisphosphonate alle 4 Wochen als Infusion bekommen. Nach ca. 3 Jahren dieser Therapie mußte ein Backenzahn gezogen werden. Der Eingriff wurde ambulant unter sterilen Bedingungen (im OP) vorgenommen und ganz wichtig: die Wunde wurde vernäht. Ich bekam Antibiotika eine Woche vorher und noch zwei Wochen danach. Zusätzlich mußte ich eine Mundspülung benutzen, die jeweils nach den Mahlzeiten anzuwenden war.
Die Ernährung lief ganz normal weiter.

Ein Jahr später bekam ich eine Kiefernekrose. Die Behandlung wurde stationär durchgeführt und unter Vollnarkose. Ich war 4 Tage im Krankenhaus. Die Gabe von Antibiotika, die Mundspülung und die Ernährung liefen wie bei der Extraktion ein Jahr vorher. Allerdings bekam ich nur pürierte Speisen.

Ach ja, es verlief alles problemlos und ich muß dazu sagen, dass es in der Uni-Klinik zwei Ärzte gab, die sich darauf spezialisiert hatten und damit über eine reiche Erfahrung verfügten.

Du merkst, ich kann die ambulante Version nur unterstützen.

Viele Grüße
Annedore
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  #11  
Alt 28.05.2013, 11:17
Benutzerbild von Karin B.
Karin B. Karin B. ist offline
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Standard AW: Zahnextraktion nach Bisphosphonaten

hallo,
leider muss ich mich zu diesem Thema auch melden und euch evtl. um Hilfe bitten.
Bei mir müssen leider die unteren 4 Schneidezähne gezogen werden. Lt. meinem Zahnarzt haben denen die 9 Jahre AHT überhaupt nicht gutgetan und fingen einfach an zu "bröseln" ohne Karies zu haben!
Ich war nun bei 2 sehr kompetenten Kieferchirugen, die beide der Meinung sind: Extraktion nur unter stationären Bedingungen, allerdings wäre eine Magensonde doch etwas übertrieben.
Ich habe mich bisher in Heidelberg und in Ludwigshafen vorgestellt und diese beiden Häuser bestehen auf eine Magensonde.
Das ist aber genau das, was ich nicht will. Ich bin gelernte Zahnarzthelferin und weiß auf was es ankommt und was wichtig ist. Habe mich in dieses Thema sehr gewissenhaft eingelesen.
Ich wohne im Lk Karlsruhe und bin schon gewillt eine gewisse Entfernung auf mich zu nehmen, allerdings sollte es doch noch im Rahmen bleiben. Nach Ludwigshafen ist es eine Fahrzeit von ca 1 Std., wenn noch 1 Std. dazu käme, wäre das noch ok für mich.
Könnt ihr mir helfen und mir Kliniken nennen, die diese OP ohne Magensonde machen????
Mein Mailfach ist leer und wartet auf eure Antworten
Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie dankbar ich euch wäre, wenn ihr mir helfen könntet
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  #12  
Alt 28.05.2013, 18:04
klara68 klara68 ist offline
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Standard AW: Zahnextraktion nach Bisphosphonaten

Hallo Karin,

ich war gestern bei einem Kieferchirurgen, der mir meinen Zahn nächste Woche unter Antibiotika-Abschirmung ambulant ziehen wird. Er sagt, ich könnte danach Brei essen.

Ich war auch nicht mit der Magensonde der Uni Heidelberg einverstanden. Vielleicht gibt es in Deiner Nähe einen Kieferchirurgen, der in einem nahe gelegenen Krankenhaus operiert und Dich stationär aufnimmt?

Mich würde auch sehr interessieren, welchen Standard andere Unikliniken zum Thema Zahn ziehen und Bisphosphonate haben. Vielleicht antwortet dazu noch jemand, das wäre toll.

Ich wünsche Dir alles Gute
Klara
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  #13  
Alt 03.08.2017, 01:37
Maresi Maresi ist offline
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Standard AW: Zahnextraktion nach Bisphosphonaten

Hallo liebe Mitpatienten,

die Beiträge hier zu Bisphosphonaten sind ja schon älter, aber vielleicht hat jemand neue Erkenntnisse oder Erfahrungen.

Ich bekomme seit einem Jahr Bisphosphonate als Infusion , alle 4 Wochen (Pamifos 30). Vor drei Jahren habe ich ein Jahr lang Pamifos 90 bekommen.

Nun habe ich eine Zahnfüllung verloren. Leider ist mein Zahnarzt in Urlaub. Der Vertretungsarzt sagte mir, es müsse vermutlich entweder eine Wurzelfüllung gemacht werden, oder ein bis zwei Zähne gezogen werden. Zunächst wollte er mich direkt zum nächsten Chirurgen schicken, als ich das wegen der Bifis ablehnte, hat er die Lücke ungern provisorisch gefüllt, bis mein Zahnarzt wieder da ist.

Da ich nun auch über 6 Monate Chemo mit Dexametason bekommen habe, bin ich sehr in Sorge. Man sagte mir die Combi aus Dexa (Cartison) und Bisphosphonaten sei besonders schlecht bei Zahnextraktionen.

Wer hat Erfahrungen? Ambulant? Stationär? Mit Magensonde? Wie lange Atibiotika?

Liebe Grüße
Maresi

Geändert von gitti2002 (03.08.2017 um 02:16 Uhr)
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  #14  
Alt 03.08.2017, 14:05
igelfrau igelfrau ist offline
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Standard AW: Zahnextraktion nach Bisphosphonaten

Liebe Maresi,

ich kann nur mit Erfahrungen dienen, bei denen nicht parallel Chemo und Bisphos gegeben wurden. Meine Chemo ist mehr als ein Jahr her und ich habe vor zwei Wochen zwei Zähne entfernen lassen müssen.

Auch dort Abschirmung durch ein Antibiotikum, vor, während und nach der OP bis zum Abschluss der Wundheilung. Und plastische Abdeckung der Wunden durch Mobilisierung des umliegenden Zahnfleisches. Das Ganze ambulant und unter enger Kontrolle. Soweit ich weiß, sind beide Maßnahmen zusammen sehr aussichtsreich, nicht in einer Nekrose zu enden.

Ich bin für diese Maßnahme meinem Zahnarzt untreu geworden und habe es bei Spezialisten machen lassen. Würde das auch immer wieder so entscheiden.

Dir viel Glück auf den Weg!

Geändert von gitti2002 (04.08.2017 um 00:59 Uhr)
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  #15  
Alt 03.08.2017, 17:13
Maresi Maresi ist offline
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Standard AW: Zahnextraktion nach Bisphosphonaten

Vielen Dank für Deinen Bericht.

Die Charité ist zu weit, bin nun auf der Suche nach einer guten Klinik am Niederrhein, die sich damit auskennen.

Liebe Grüße
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bisphosphonate, zometa, zähne


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