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  #1  
Alt 30.08.2017, 01:03
Kati89 Kati89 ist offline
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Registriert seit: 30.08.2017
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Reden Bitte macht mir mut

Hallo ich heiße Kati bin 28 Jahre alt und Mutter von 2 Kindern 6 Jahre und 1 Jahr alt.
Ich habe seid letzten Dienstag die Diagnose Brustkrebs.
Heute war ich beim fa er sagte ich bekomme erst Chemo dann op.
Er sagte das ich im frühstadion bin der Tumor noch recht klein ist und ich gute Chancen habe das alles gut wird. Das es halt gut war gleich zu kommen.
Tumor ist ca 2.6×2 cm gross.
Ich bin fix und alle es kommen jetzt jede Menge Untersuchungen auf mich zu wo er sagte diese werden immer bei jedem Befund gemacht werden .
Ich habe mega Angst das da noch mehr bei raus kommt. Er meinte man kann so nicht sagen das er gestreut hat aber er geht eher davon aus nicht und die in der Klinik auch da es alles noch sehr früh ist.
Ich bin fix und alle ich habe Angst vor den Untersuchungen vor der Chemo Angst zu sterben....
Ich habe gelesen das man im frühstadion noch keine Beschwerden hat die darauf hin deuten ausser wenn man den Knoten ertastet das die Knochen erst im späteren Stadion befallen werden und und und.
Das ist ja auch eine Kopf Sache jetzt tut da was weh und man denkt das ist davon

Seid ein paar Tagen hab ich nacken/rücken Schmerzen.
Ich vermute vom kaum schlafen schlecht liegen und grübeln.
Dazu kommt das der Zwerg die letzten Nächte nachts viel trinkt und ich immer halb über sein Bett Hänge. Ich hoffe einfach es ist davon

Bitte macht mir mut das man es schaffen kann das das Leben weiter geht . Meine nerven sind am Ende
LG Kati
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  #2  
Alt 30.08.2017, 02:02
LouiseW LouiseW ist offline
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Beiträge: 1
Standard AW: Bitte macht mir mut

Hallo, du solltest Mut haben - Brustkrebs ist heute sehr gut therapierbar. Zunächst wird der Tumor mittels Chemotherapie verkleinert und anschließend operativ entfernt. Ob sich Metastasen gebildet haben, wird per MRT und CT festgestellt. Diesen Untersuchungen wirst du dich stellen müssen - sie sind aber in keiner Weise schmerzhaft und gut zu überstehen. Danach wird die erforderliche Therapie ermittelt. Die Chemo findet in der Regel einmal pro Woche statt, danach sind 3 Wochen Pause. Insgesamt geht das über 6 Therapieeinheiten so. Den Knoten aus der Brust zu entfernen, ist dann eher ein kleiner, gut zu überstehender Eingriff. Nach der Narkose bist du in der Regel schon fit. Zwei Tage später wird die Drainage für das Wundsekret entfernt und du kannst wieder nach Hause. Wenn brusterhaltend operiert wird - da gehe ich mal davon aus - erfolgt noch eine Strahlentherapie.
Deine Rückenschmerzen kommen jetzt von dem ganzen Stress und der Angst - die machen das. Versuche immer optimistisch zu bleiben! Ich hatte die Krankheit vor 23 Jahren und habe meine Tochter großziehen können und du schaffst das ganz bestimmt auch! Viel Glück und alles Gute wünsche ich dir.
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  #3  
Alt 30.08.2017, 08:09
Clea Clea ist offline
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Standard AW: Bitte macht mir mut

Liebe Kati,
ich gehöre zwar gar nicht hierher, dennoch...
Ich habe eine Kollegin, die plötzlich nicht mehr kam.
Sie gab uns aber die Info, dass sie Brustkrebs hat.
Ein Dreiviertel Jahr später War sie wieder da, raspelkurze Haare und lustig wie eh und je. Es War hart, aber mit der richtigen Einstellung zu ertragen. Sie wollte es einfach plattmachen.

Meine Trainerin im Sportkurse hat die gleiche Nachricht verkündet. Sie War nicht sehr gefasst, hatte die gleiche Angst wie du.
Nun haben wir schon wieder Kurse hinter uns.
Und ich muss sagen, unsere Hoffnung, sie lässt es nun etwas moderater angehen, hat sich nicht bestätigt.
Kondition wie eh und je... Na gut, ich gönne die ihr...

Will sagen, ja, es ist ein tiefes Tal, es ist gemein, wenn Chemotherapie sein muss. Gerade eine junge Mama weiß aber, wofür sie da ist. Dafür, dass du deine Kinder aufwachsen siehst.
Mach auch du ihn einfach platt. Du schaffst das auch.
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  #4  
Alt 31.08.2017, 09:17
Erzsi Erzsi ist offline
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Registriert seit: 02.09.2016
Beiträge: 84
Standard AW: Bitte macht mir mut

Liebe Kati,

Ich war vor einem Jahr in genau dieser Situation. Diese Zeit der Untersuchungen ist furchtbar - man wartet die ganze Zeit, was noch rauskommt und ob irgendwann noch schlechtere Nachrichten kommen. Ich hatte bzw habe eine ungünstige Prognose - triple negativ

Rückblickend war die Chemo halb so schlimm. Ich kann mir vorstellen, dass das wie ein Hohn klingt, aber ich war selbst überrascht. Mein erster Zugang nach der Diagnose war: ich mache keine Chemo. Meine Ärztin hat mir dann klipp und klar gesagt: Man muss heute nicht mehr leidend im Bett liegen. Es gibt gute Begleitmedikamente, die die Chemo ganz gut erträglich machen.

Eine andere Ärztin hat mir vor der Chemo ziemlich brutal gesagt, ich soll bei Nebenwirkungen alles nehmen, was ich bekommen kann. Die Chemo vergiftet den Körper sowieso, da schaden noch ein paar Medikamente den Nieren und der Leber auch nicht wirklich. Was soll ich sagen? Ich war vorbereitet auf Durchfall, Kotzen und leiden... in 8 Monaten war mir genau 3 Mal schlecht...

Mein sehr netter Chirurg hat mir damals ein Schlafmittel verschrieben, das ich gelegentlich genommen habe. Ich konnte nach der Diagnose gar nicht schlafen und bin stundenlang wach gelegen und habe gegrübelt, was kommt. Gelegentlich habe ich dann etwas genommen und konnte mal wieder eine Nacht durchschlafen - und das war wirklich hilfreich! (Ich fürchte aber, wenn Du stillst, wird das nicht in Frage kommen, oder?)

Ich kenne das Gefühl gut, dass man irgendwo etwas spürt und meint, das müssen doch gleich Metastasen sein. Ich habe wochenlang gegoogelt, wie sich Knochenmetastasen anfühlen.... Wenn mir irgendwann den Rücken im Bereich der Lendenwirbelsäule weh getan hat, waren das natürlich sofort Metastasen in der Leber. Für mich ist völlig klar, dass Du verspannt bist: du bist unruhig, kannst nicht schlafen, verkrampfst dich und dann kommen Nackenschmerzen raus.

Ich weiß, das ist leicht gesagt, aber versuch Dich zu entspannen. Du kannst jetzt nur abwarten. Wenn Dir Dein Arzt schon sagt, dass der Tumor früh entdeckt wurde, freu Dich! Das ist ein supergutes Zeichen. Früh entdeckt hat Brustkrebs exzellente Heilungschancen! Ich habe mich damals an jede Statistik geklammert (und mache das gelegentlich heute noch). Die Überlebensraten sind hoch. Versuch, Dich zumindest zeitweise nicht mit dem Thema zu beschäftigen, Dich abzulenken und ein paar schöne Momente zu haben.

Vor ziemlich genau einem Jahr hat mir eine Ärztin gesagt, die Wahrscheinlichkeit, dass ich in einem halben Jahr noch lebe, läge bei 50%. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich in einem Jahr noch lebe, bei 60%. Zuerst war ich völlig fertig, habe meine besten Freundinnen angeschnauzt und dachte, das war es jetzt. Und dann hab ich beschlossen: ich nicht.

Ich hab mir die Tage im Kalender angestrichen und im Büro eine 50%-Feier und eine 60%-Feier gemacht. Mir hat damals wahrsinnig geholfen, dass ich mir immer so kleine Ziele gesetzt habe. Teilweise ganz dumme Ziele wie "Ich werde im Oktober die 7. Staffel The Walking Dead ansehen und sehen, wen Negan getötet hat." Immer so kleine Dinge...

Rückblickend hab ich mir die Chemo viel schlimmer vorgestellt, als sie eigentlich war. Ich war meistens auch ganz gut drauf, hab die Nebenwirkungen so genommen wie sie waren. (Es ist unglaublich praktisch, wenn man keine Haare hat... Ich habe mir viel Zeit beim Rasieren, Augenbrauenzupfen und Föhnen erspart...) Vorher konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, dass ich so fröhlich sein kann.

Sehr geholfen hat mir damals auch eine liebe Kollegin, die zu mir gesagt hat: Aufstehen, Krone richten, weitergehen.

Alles Liebe - man kann das schaffen!

Erzsi
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  #5  
Alt 31.08.2017, 11:05
hierfalsch hierfalsch ist offline
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Standard AW: Bitte macht mir mut

Ach Kati...

So ne Schei***

Und ich weiß nie, ob es am klügsten wäre einfach die Klappe zu halten und nur so Erfahrungen wie die von Erzi hier zu Wort kommen zu lassen.

Aber...
ICH hätte sowas vorher hören wollen und es hat mir keiner gesagt...

Meine Erfahrung: Alle spuckten vorher große Töne, wie "gut zu schaffen" und "heutzutage halb so wild" so eine Chemo sei. Ich solle mir da mal gaaaaaaar keine Sorgen machen, es gebe gute Medikamente gegen alles. Und ich Trottel hab's geglaubt und war auf den Alptraum der folgte NULL gefasst und fühlte mich furchtbar allein und total verar***

Also.

ICH hab die Chemo BESCHISSEN vertragen, hatte gefühlt jede Nebenwirkung, es war grauenhaft, sonst nichts!!

Warum ich das in einem thread erzähle, der "Macht mir Mut" heißt?

Weil ich es auch geschafft habe. Es war widerlich, keine Frage. Aber ich HAB durchgehalten. Und es HAT gewirkt. Und ich HATTE eine PCR. Meine Prognose IST super. Und ich bin NICHT tot...

Kati, keiner kann Dir sagen, wie es wird. Bei manchen wird es leicht. Bei manchen wird es hart.

Aber, ich kann Dir was anderes sagen: Es geht sogar, wenn es schlimmer wird als in Deinen kühnsten Alpträumen erwartet. Step by Step. Und plötzlich ist es geschafft. Und man hat überlebt. Und DAS kannst Du auch. Warum? Weil ich auch nicht Super-Woman bin. Und trotzdem noch da.

Und für den Satz "Kein Tumorrest mehr nachweisbar", für das Strahlen des Professors als ich nach der Prognose fragte "Na ausgezeichnet!!!" da waren die Nebenwirkungen es halt wert.

Ehrenwort.

Also:
Chemo easy, schaffste mit links? - Kann ich nicht bestätigen.
Chemo scheußlich, aber schafft man TROTZDEM, weil es HILFT und wir jungen Krebspatientinnen (ich war 36 bei Diagnose) noch dazu besonders viel zu gewinnen haben.
Oder wie klingt: Aussicht auf 50 und mehr gesunde Jahre mit Deiner Familie?
Wie ein Grund etwas durchzuziehen, was möglicherweise richtig scheußlich wird?
Finde ich auch...

Schaffst Du.
Nicht weil es leicht wird.
Sondern weil Du den Willen hast, es auch durchzuziehen, wenn es hart wird!!!!

Toitoitoi!!!!

Geändert von hierfalsch (31.08.2017 um 11:08 Uhr)
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  #6  
Alt 31.08.2017, 20:39
Benutzerbild von wkzebra
wkzebra wkzebra ist offline
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Standard AW: Bitte macht mir mut

Auch wenn hierfalsch die Chemotherapie beschissen vertragen hat, muss es dir noch lange nicht auch so gehen. Erzsi ist bei weitem nicht damit allein, dass sie mit der Chemo gut zurechtgekommen ist. Wühl dich einfach mal durch den Chemotagebuch-Thread, da findest du alles.
Ja, es gibt Nebenwirkungen. Viele verschiedene. Die können schlimm sein, müssen sie aber nicht. Die Ausprägungen reichen jeweils von kaum wahrnehmbar bis "völlig aus den Socken hauend". Du solltest dir bewusst machen, dass die Nebenwirkungen so individuell sind wie wir selbst. Die Nebenwirkungen, die ich hatte, waren nur lästig, aber nicht wirklich belastend. Eine Kollegin war nach jeder Chemo 4 Tage out of order, ich bin nach der Chemo zum Mittagessen und danach ins Kino gegangen (okay, in der Konstellation nur 1x - normalerweise habe ich nach dem Essen brav Mittagsschlaf gemacht).

Kurz zusammengefasst: Mach dich nicht verrückt und lasse erstmal alles auf dich zukommen.
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  #7  
Alt 01.09.2017, 07:47
igelfrau igelfrau ist offline
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Beiträge: 39
Standard AW: Bitte macht mir mut

Liebe Kati,

ich habe nicht viel Zeit, deshalb nur kurz. Du hast schon vieles gehört hier, und alles ist richtig. Du hast einen guten Schritt getan, dich hier anzumelden und dich mit Frauen auszutauschen, die in deiner Situation sind oder waren und bei denen du Rat bekommen kannst. Jetzt in der Phase der Diagnostik, und später in der Chemo und der Bestrahlung auch. Mir hat das sehr geholfen. Bei mir ist das alles jetzt ziemlich genau zwei Jahre her. Auch ich hatte den ungünstigeren Tumortypen und eine starke Chemo. Und habe nach der Therapie, weil sie so gut angeschlagen hat, eine sehr gute Prognose. Chemo war nicht leicht, aber sie blieb weit hinter meinen Befürchtungen zurück.

Nach meiner Beobachtung geht es allen betroffenen Frauen besser, wenn die Therapie erst einmal gestartet hat. Wenn etwas unternommen wird gegen den Krebs. Man wächst erstaunlich schnell und meist gut in die Situation hinein. (Insbesondere als Mama )

Ich weiß nicht, ob du deinen Tumortypen schon kennst, der hat großen Einfluss auf alles Folgende. Und ich möchte dir raten, dich - wenn es nicht sowieso von allein geschieht - nach einem Gentest zu erkundigen. In deinem Alter ist es nicht unwahrscheinlich, dass es einen Gendefekt gibt. Und das wiederum hätte Konsequenzen für die Therapie. Deshalb ist es gut, den gleich zu Beginn zu machen, weil man dann schnell reagieren kann.

Ich wünsche dir alles Liebe. Diese Warterei jetzt, das war das Schlimmste für mich, schlimmer als Chemo und alles andere. Ich drücke dir fest die Daumen, dass alle Untersuchungen (CT, Knochenszinti etc.) ohne Befund bleiben. Deine Chancen sind sehr sehr gut.
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