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Alt 20.09.2017, 13:54
einfaulesei einfaulesei ist offline
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Standard Nervenaufreibendes klassisches Seminom, Stadium I

Hallo liebe Gemeinde!

Ich lese hier nun einige Wochen mit - nachdem mein erster Besuch mit 43 Jahren beim Urologen meinen linken Hoden als faules Ei identifiziert hat.

Eigentlich war ich auf der Suche nach Klärung anderer unspezifischer Beschwerden (anale Entzündungen, IgG-Mangel usw.) und der Hodentumor kam dann als Zufallsfund raus. Schulmedizinisch, so wurde mir gesagt, hängt das aber wohl nicht zusammen

Bin nun voller Sorge und recht nervös bei der ganzen Sache, da ich eine solch 'heftige' Diagnose noch nie im Leben bekam. Ich weiss, einige von Euch hat das schlimmer getroffen, aber mir geht die Sache schon an die Substanz. Es wäre toll, wenn ich von Euren Erfahrungen etwas profitieren könnte und mich auch dadurch etwas beruhigen kann.

Hier meine Story:

- 24.8.17 Der Urologe sonografiert Prostata, Blase, Nieren und Hoden. Im Hoden links findet er eine 11m Große Sache, die er für einen Tumor hält. Blut abgenommen und Überweisung zum MRT.

- 29.8.17 Glücklichweise recht zeitnah einen MRT-Termin (Becken) erhalten und der Radiologe bestätigt ein raumforderndes Fremdgewebe 16mm, dass er für bösartig hält. Am selben Tag ruft mich der Urologe an und fragt mich, ob ich mich diese Woche noch operieren lassen will und wie es mit Implantat aussieht. Ich war total erschlagen von allem und wurde abends noch von ihm zur Diagnosebesprechung eingeladen (fast 3h nach Ladenschluß hat der Gute mich beraten, alles vorbereitet und ist dann noch ins Krankenhaus, um OP-Termin und Bett klarzumachen).

- 30.8.17 Gleich am Folgetag 11h einchecken in der Klinik, in der der Urologe mich auch selbst operieren will (er ist ebenfalls Tumorspezialist).

- 31.8.17 Mittags die OP nachdem mir morgens gleich mal eine Pille Tranxilium (tolles Zeug) gegeben wurde; sonst wär ich aus Angst wohl weggelaufen
Der linke Hoden wurde komplett mit Samenstrang entfernt und das Silikon-Ei eingesetzt. Da es kaum geblutet hat und sauber aussah, wurde auf Drainage sogar verzichtet.

- 4.9.17 OP und die Tage im Krankenhaus verliefen komplikationslos und ich werde mit einer 20er Packung Heparinspritzen entlassen.

- 5.9.17 CT-Thorax gemacht und bis auf Reste einer Lungenentzündung (hatte ich 1994) sowie Zeichen meines langjährigen Tabakkonsums alles fein.

- 11.9.17 MRT Abdomen ohne irgendwelche Hinweise auf irgendwas komisches, ausser Nierenzystem rechts - die waren aber auch schon länger dort. Danach gleich zum Urologen, der den Bericht vom Pathologen hatte: 'Maligner Keimzelltumor des Hodens aus einem klassischen Seminom. Tumordurchmesse 45mm. Kein Nachweis einer Tumorausbreitung in Lymphgefäßen oder in das Rete testis. Nebenhoden, Hodenhüllen und Samenstrang tumorfrei.'
pT1, L0, V0, R0 (alle Marker waren vor der OP unter Grenzwert)

- 18.9.17 Fäden gezogen und kurzes Gespräch, wie es weitergeht. Mein Urologe hat das Ganze in 1 (oder 2) Tumorboards gestellt und will Empfehlungen abwarten. Er meinte zu mir, dass da fast 100%ig nix mehr kommen wird und ich mich entspannen soll. Die Carboplatin-Option hat er angesprochen und meinte, dass das gut vertragen wird und keine schlechte Sache sei - hab ich natürlich recht viel Angst davor, da ich insgesamt nicht ganz fit bin (Immunsystem etwas runter, IgG, Pilze im Darm, etc.).

Es gibt nun am 9.10.17 den nächsten Termin, bei dem wir entscheiden, wie es weitergeht und hoffentlich die Empfehlungen aus den Boards da sind. Ich mache mich hier bereits ordentlich verrückt wg. der Tumorgröße (Risikofaktor) und der Chemo. Weiss wirklich nicht, wie ich mich da entscheiden sollte. Wenn er meint, da kommt eh nix mehr dann wäre Chemo ja übertherapiert. Allerdings ist bei der Größe ja die Rezidivgefahr deutlich erhöht, oder?

Habt ihr noch eine Zweitmeinung eingeholt und die letzten CT/MRT-Aufnahmen nochmal von einem anderen Radiologen befunden lassen - so als Sicherheit?

Ihr seht, ich bin recht verunsichert!

Geändert von gitti2002 (21.09.2017 um 00:53 Uhr) Grund: NB
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