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  #1  
Alt 24.10.2004, 18:14
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Standard Komplette Lymphknotenentfernung - was danach???

Hallo,

meine Mutter leidet nun schon seit über 6 Jahren an Krebs (Ovarialkarzinom, welches immer wieder Metastasen bildete). Vor ein paar Tagen hat sie bei ihrer Nachuntersuchung erfahren, dass sich neue Lymphome bzw. Tumore gebildet haben.
Nachdem nun schon mit 2 Chemos versucht wurde, die bestehenden Lymphome zu entfernen - und beide Chemos nicht geholfen haben (- im Gegenteil: es konnten sich ja neue Tumore bilden trotz Chemo!) geht meine Mutter nun davon aus, dass ihr im Gespräch am 01.Nov mit ihrem Arzt gesagt wird, dass man sie operieren muss. Dabei werden im Rumpf wahrscheinlich alle Lymphknoten bzw bahnen entfernt (glaube das heißt Lypmphknoten-Resektion?!). Die Lymphome sitzen leider im ganzen Oberkörper verstreut (Nähe Lunge / Herz - aber auch in der Becken-Gegend).

Meine Frage: Hat einer von Ihnen damit ERfahrungen machen müssen? Wie ist denn das Leben nach so einer Lymphknoten-Entfernung? Wasser in den Beinen? Kann man dann noch "unbeschwert" leben und spazieren gehen etc? Welche Nebenwirkungen gibt es nach solch einer OP?

Vielen DAnk für Ihre Antwort,

Stephie
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  #2  
Alt 26.10.2004, 12:02
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Standard Komplette Lymphknotenentfernung - was danach???

Hallo Stephie,
Lymphome sind ein Krebs des Lymphsystems. So wie Du schreibst, hat Deine Mutter einen Eierstocktumor, da gibts weiter oben einen extra Thread, dort solltest Du eher eine Antwort erhalten.
Gruß
Thomas
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  #3  
Alt 26.10.2004, 13:59
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Standard Komplette Lymphknotenentfernung - was danach???

Hallo Thomas,

vielen Dank für Deinen Hinweis.

Der Primärtumor meiner Mutter war ein Eierstocktumor. Bei Ihrer ersten OP wurden Eierstöcke und Gebärmutter entfernt. Seitdem gab es immer wieder neue Metastasen.
Und mittlerweile hat sie eben leider auch Lymphome. Sie meint aber, dass es sich dabei eher um Metastasen des Eierstockkrebs handelt: Zellen, die in die Lymphbahnen gewandert sind.
Oder sehen wir das falsch? Meine Mutter hatte sich darüber auch schon Gedanken gemacht (ob das nicht ein Krebs des Lymphsystems sei) und Ihren Arzt dazu auch befragt...

Viele Grüße, Stephie
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  #4  
Alt 26.10.2004, 16:19
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Standard Komplette Lymphknotenentfernung - was danach???

Hallo Stephie,

maligne Zellen des lamphatischen Systems sind nur histologisch zu diagnostizieren, dafür müßte man einen Lymphknoten entfernen.

Bei echtem Lymphdrüsenkrebs wird man allerdings eher selten um Heilung zu erzielen, oparativ vorgehen, das wäre in ungefähr so, als würde man einen sog. "Blutkrebs" (der oft auch nichts anderes als ein Lymphom ist, wie die chronisch lymphatische Leukämie beispielsweise) zu heilen versuchen, indem man jemandem Blut abnimmt.

Hat ein solider Krebs allerdings gestreut oder steht kurz davor(und leider dient hierfür das Lymphsystem als eine Art Autobahn), dann ist das Entfernen befallener Lymphknoten oberste Prioriät. Krebszellen solider Organtumore, die sich in den Lymphknoten befinden, sind allerdings keine Lymphome und werden sicher auch anders behandelt.

Sollte Deine Mutter wirklich Lymphome haben, dann hat sie zwei voneinander unabhängige Krebsarten, die jeweils unterschiedlich behandelt werden müssen - eben dem Zelltypus entprechend.

KLärt das doch am besten so pedantisch wie möglich mit den Ärzten ab: Je genauer die Infos sind, desto besser könnt Ihr Euch informieren. (Z.B. auch telefonisch in entsprechenden Tumorzentren, wo ich meist sehr gute Erfahrungen gemacht habe.)

Und keine Panik: Auch mit zwei verschiedenen Krebsarten ist man nicht gleich verloren!
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  #5  
Alt 26.10.2004, 16:51
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Standard Komplette Lymphknotenentfernung - was danach???

Liebe Christina,

vielen herzlichen Dank für die ausführliche Antwort!

Meine Mutter wird morgen auf jeden Fall im Tumorzentrum anrufen und sich schlau machen, damit sie zu ihrem Gespräch gut vorbereitet gehen kann.

Mein Frage noch: wie sind denn die Folgen, wenn die Lymphknoten entfernt werden - komplett? Welche Konsequenzen?

Uns ist gerade auch wieder eingefallen, dass sie - als sie vor 2 Jahren operiert wurde - ja eigentlich auch schon die Lymphknoten hätte rausnehmen lassen müssen/wollen, dass der Arzt die OP damals jedoch abgebrochen hat, weil er nicht so leicht an die Lymphome rangekommen ist. Soviel ich weiß, hat sie ein Gynäkologe operiert...er hat erst während der OP feststellen können, dass im Brustkorb weitere, "hühnerei-große" Lymphome sitzen. Um die zu operieren hätte ja wahrscheinlich ein Chirurg anwesend sein müssen.

Viele Grüße und danke :-)

Stephie!
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  #6  
Alt 26.10.2004, 18:11
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Standard Komplette Lymphknotenentfernung - was danach???

Also Stephie,

das ganze klingt für mich irgendwie schleierhaft. Der Gynäkologe hat doch vermutlich im Unterbauch operiert. Wie kann er da Lymphome im Brustkorb feststellen? Wieso hat man nicht unmittelbar danach abgeklärt, was das für Lymphome sind? Du mußt wissen: Zunächstmal bedeutet der Begriff "Lymphom" nichts anderes als "vergrößerter Lymphknoten". Das muß also nicht per se bösartig sein. Wenn man von malignen Lymphomen spricht, dann meint man aber Lymphdrüsenkrebs, was ja wie gesagt etwas anderes ist, als Lymphknoten, die regional von Tumorzellen befallen sind, die von soliden Tumoren stammen.

Da muß doch irgendwo eine Diagnose stehen. Laßt Euch doch die gesamten Arztbriefe von den damaligen Aufenthalten schicken, das mache ich immer so. Ist enorm nützlich!


Ansonsten, zu den Folgen von entfernten LKs: Ich weiß nur von Frauen, denen man (oft auch nur zur Sicherheit) axilliäre LKs nach Brustkrebs entfernt hat (das macht man sicher auch bei anderen Organkrebsarten) und da sind die Probleme meist diffus: Wasseransammlungen, ein wenig Schmerzen beim Armheben, manchmal Taubheitsgefühl. Ich glaube aber - nein, ich bin mir fast sicher - nicht, daß man alle Lymphknoten entfernen kann, wenn dann immer nur die, die in der Nähe eines streuverdächtigen Tumors sitzen.
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  #7  
Alt 26.10.2004, 19:47
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Standard Komplette Lymphknotenentfernung - was danach???

Hallo Christina,

Ich muss meine Mutter noch mal genauer fragen. So wie ich es in Erinnerung habe, hat der Arzt es erfühlen können,leider nicht sehen können.

Aber auf jeden Fall gut zu wissen, dass Lymphom nicht = Lymhdrüsenkrebs sondern "nur" vergrößerter Lymphknoten heißt. Von malignen L. steht so viel ich weiß nichts im Bericht (die meiner Mutter auch vorliegen).

Du hörst Dich so kompetent an. Hast / Hattest Du Lymphdrüsenkrebs?

Viele Grüße,

Stephie[email Stephie_Gugg@gmx.de[/email]
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  #8  
Alt 27.10.2004, 09:29
Christina S. Christina S. ist offline
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Registriert seit: 06.06.2004
Beiträge: 68
Standard Komplette Lymphknotenentfernung - was danach???

Liebe Stephie,

meine Mutter hatte Lymphdrüsenkrebs so ziemlich genau vor einem Jahr um diese Zeit wurde die Diagnose gestellt. Und ich kann Dir nur sagen: Man muß als Betroffener (was man ja auch als Angehöriger ist - hier im Forum schreiben eine Menge Angehörige, die selber nicht krank sind) selber alles nachforschen, was es auf dem medizinischen Markt so gibt. Meine Mutter wäre beinahe total untertherapiert worden (halbe Chemo-Dosis von der erforderlichen und zu lange Abstände dazwischen), was nachweislich die Heilungschancen gesenkt hätte.

In diesem Sinne,

alles Gute!
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