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  #1  
Alt 04.09.2001, 23:11
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ich bin am boden zerstört!!! heule nur noch herum und meine schule beginnt wieder morgen!!!! meine großmutter hat bauchspeicheldrüsenkrebs und metastasen in Lunge und Leber!!! dass habe ich alles nur erfahren weil ich meine eltern sehr ausgequetscht habe!!!! Meine großmutter will keine chemotherapie machen sondern ihr leben mit schmerztherapie langsam beenden!!! ICh versteje die Welt nicht mehr und es ist einfach nicht gerecht!!! Sie war noch so fit und ist es jetzt teilweise auch!! Was ich auch schlimm find ist dass mein Cousin(enkel)(15) der jetzt auf ein college geht nichts von ihrer KRankheit erfahren hat!!! Nur seine ältere Schwester aber seine kleineren auch nicht(12,13)!! Bitte irgeneine antwort!!
Danke eure andrea
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  #2  
Alt 05.09.2001, 01:00
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Standard bitte um wenigstens eine antwort

Liebe Andrea,

dass dir bisher noch niemand geantwortet hat, liegt bestimmt daran, dass niemand so richtig weiss, WAS er dir antworten soll. Ich weiss auch nicht richtig, was ich wie sagen soll, ich versuch's mal und hoffe, du verstehst mich.

Es ist leider so, dass Krebs häufig wie eine Keule ohne jede Vorwarnung auf einen herabsaust. Mein Vater war auch topfit gewesen, hat in der Mannschaft mehrmals wöchentlich Tennis gespielt und niemand wäre auf die Idee gekommen, dass er krank sein könnte. Und dann, plötzlich, durch Zufall die Diagnose. Ja, es IST ungerecht!!!

Es ist leider auch so, dass wir als Angehörige die Entscheidung des Krebspatienten, ob er sich behandeln läßt oder nicht, einfach nur akzeptieren können. Wenn sich deine Oma so entschieden hat - nimm sie in den Arm und drück sie ganz fest und sage ihr, dass du immer für sie da bist. Sollte sie sich doch noch anders entscheiden - tue dasselbe! Mehr können wir leider nicht tun, das ist ja das Grausame. Wir sind absolut hilflos und müssen versuchen, damit zu leben.

Tatsache ist, dass jede Therapie VERDAMMT anstrengend und belastend und mit viel viel Leid verbunden ist. Und auch wenn deine Oma so weit fit ist - sie ist 80 Jahre alt, der Körper ist nicht mehr der einer 60jährigen, und selbst für die ist eine OP oder Chemo/Strahlentherapie superhart.

Mein Vater ist knapp über 60 - und ich habe mich auch schon mal gefragt, ob es wirklich so gut war, die Therapie durchzuziehen. Der Tumor hat darauf NULL reagiert, aber mein Vater ist seitdem ein wirklich alter Mann (und wie gesagt: er war vorher topfit und bester Konstitution!). Seit der OP hat er ständig Schmerzen, durch die Chemo ist ihm übel und er ist schwach, er verliert die Haare (was noch das wenigste ist), muss ständig zur Chemo ins Krankenhaus - und was hat er davon? Nichts. Absolut Nichts. Der Tumor reagiert nicht, aber die Lebensqualität ist gleich Null. Wenn wir mit der Chemo gar nicht erst angefangen und nur die Tumorschmerzen bekämpft hätten - vielleicht ginge es ihm dann besser, er könnte noch etwas unternehmen, die letzte Zeit (und dass keine Heilung mehr möglich ist, ist leider klar) bewußt geniessen? Die Chemo bewirkt bestenfalls eine Lebensverlängerung, vielleicht um einen, vielleicht um zwei Monate, oder drei? Niemand weiß es. Aber was hat er davon, wenn er sich nur quält?

Ich könnte mir vorstellen, dass das die Gedanken deiner Oma sind. Sie sagt sich, sie hat ein langes, schönes, erfülltes Leben gehabt. Ich kenn mich bei Bauchspeicheldrüsenkrebs nicht aus, aber meines Wissens ist er mindestens genauso aggressiv wie Lungenkrebs. Die Heilungschancen sind minimal, eine Therapie könnte vielleicht einige Wochen/Monate herausschlagen, mehr leider nicht. Alte Leute denken in anderen Dimensionen, kannst du dir vorstellen, dass es für sie auf ein paar Wochen mehr oder weniger nicht ankommt - Hauptsache sie sind so schön wie möglich?

Natürlich ist das für dich ganz ganz schwierig, du möchtest deine liebe Oma nicht verlieren. Aber willst du nicht auch, dass sie möglichst wenig leidet?

Du kannst deiner Oma nur auf eine Art helfen: zeige ihr, dass du ihre Entscheidung akzeptierst, dass du sie liebst und immer für sie da bist. Genießt die verbleibende Zeit, sprecht miteinander, unternehmt etwas gemeinsam und macht es ihr so schön wie möglich. Sie wird dann in Frieden Abschied nehmen können und weiss, dass sie sich um euch keine Sorgen machen muss.

Liebe Andrea, ich hätte dir sehr sehr gerne etwas Anderes geschrieben, aber nach den Erfahrungen, die ich gemacht habe, bin ich nicht mehr so optimistisch wie ganz zu Anfang.

Ich wünsche dir alles alles Gute. Du brauchst jetzt viel Kraft, um deine Oma auf ihrem Weg (wie auch immer er aussieht, vielleicht überlegt sie sich es ja nochmal) begleiten zu können. Was aber auch immer passiert: halte zu ihr und zeige ihr deine Liebe.

Melde dich hier, wenn dir danach ist und lass dich nicht entmutigen, dass dir erst niemand geantwortet hat. Alle hier haben mit den gleichen Problemen zu kämpfen und nicht immer hat man die Kraft, ins Forum zu gehen, manchmal ist man durch die Situation einfach nur gelähmt.

Alles Liebe
Janka
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  #3  
Alt 05.09.2001, 08:57
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Liebe Andrea,
das mit deiner Oma tut mir sehr leid. Aber ich kann Jankas Anwort nur unterstützen. Mein Schwiegervater (68) hat die gleiche Entscheidung wie deine Oma für sich getroffen. Bestrahlung ja, Chemotherapie nein. Er weiß sehr wohl, daß sich das für ihn nicht mehr lohnen würde. Was deinen Cousin und seine Schwester betrifft: Vielleicht sind die beiden gerade in einer Situation, in der sie viel Kraft brauchen. Erfahren werden sie es ganz bestimmt. Und wenn nicht, dann würde ich an deiner Stelle noch einmal nachhaken. Sie haben immerhin ein Recht auf die Wahrheit.
Ich wünsche dir alles Liebe
Mara
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  #4  
Alt 05.09.2001, 18:26
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Vielen vielen dank für eure antworten!!! es stimmt wirklich....es ist vielleicht für sie das beste und sie hat ein erfülltes LEben gehabt!!! viele müssen sich vielleicht denken dass ihre angehörigen viel jünger sind und leiden müssen!!! es ist wahr dass sie mit 80 schon alt ist, aber ich habe gehofft dass sie noch meine matura erlebt und lauter weitere Dinge!!! Ich wünsche euch nur das allerbeste und ich schicke euch auch ganz viel Kraft für eure angehörigen!! ich werde sicher öfter hier vorbeikommen weil es furchtbar hilft wenn man mit anderen reden kann und sieht dass es manche geschafft haben und jeder sehr viel durchmacht und nicht der einzige ist wie ich anfangs blöderweise gedacht habe!!! Die welt ist ungerecht und daas Leben schön aber hart!!!
schöne Grüße Andrea
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