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  #1  
Alt 25.01.2005, 19:38
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Standard Anhaltendes Blut im Urin bei Blasenkrebs

Hallo zusammen,
auch ich muß einmal nachfragen ob jemand schon mal folgende Erfahrung gemacht hat. Und zwar hat meine Mutter(74) seit 9 Jahren Blasenkrebs und wird mit Chemotherapie oder bcg behandelt und von Zeit zu Zeit wird die Blase ausgeschabt.
Nun hat meine Mutter aber seit 8 Wochen Blut im Urin und ist vor zwei Wochen operiert worden, wobei die Ärzte erneut festgestellt haben, das sich da wieder ein Karzinom insita gebildet hat. Aber die Blutung, die wohl durch eine anhaltende Entzündung der Blase entsteht, geht nicht zurück. In den 8 Wochen sind schon zwei Antibiotikabehandlungen fehlgeschlagen.
Der Urologe sagt, daß die Blutung und somit auch die Entzündung von alleine weggehen müßte.
Meine Mutter ist aber mittlerweile so schwach, daß sie vor 1o Tagen zwei Blutkonserven bekommen hat und am Donnerstag bereits die Zweite ansteht.
Die Alternative dazu (laut Aussage des Urologen), wenn die Blutung nicht gestoppt wird, wäre eine Blasenentfernung. Aber die Krebserkrankung als solche rechtfertigt die Entfernung nicht, nur das Bluten und dazu muß es doch eine Alternative geben, oder???
Hoffe hier vielleicht einige Antworten zu finden

Liebe Grüße
Barbara
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  #2  
Alt 27.01.2005, 15:03
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Standard Anhaltendes Blut im Urin bei Blasenkrebs

Liebe Barbara,
als erstes glaube ich, dass du "Carcinoma in situ" meinst bzw. die Ärzte das gesagt haben. Ich weiss es deswegen so genau, da dies bei meiner Mama eine Zusatzdiagnose war (T1G3 und CISG3).

Ich kann Dir nur sagen, dass meine Mama nach der zweimaligen TUR auch ziemliche Schmerzen hatte und eine Zeitlang nachgeblutet hat, jedoch nicht 8 Wochen lang. Hat der Arzt - wenn er von einer Entzündung ausgeht - eine Harnkultur angelegt? Bei meiner Mama war auch eine Entzündung gegeben, man gab ihr aber eine Zeitlang die falschen Antibiotika, da man keine Harnkultur anlegte. Erst danach sah man, welche Bakterien vorhanden waren und behandelte sie speziell gegen diese mit Antibiotika und der Erfolg stellte sich binnen einer Woche ein.

Was ich mir weiters nicht vorstellen kann ist, warum die Urologen bei einem CIS eine Blasenentfernung in Betracht ziehen (soweit kein Zusatzbefund da ist). Ich bin kein Urologe, weiss nur, dass CIS war (schlechte Nachricht) immer sehr aggressiv ist, dass es aber auf der anderen Seite ("gute" Nachricht) weder muskelinvasiv ist, solange es ein CIS ist, noch metastasiert es. Im Internet steht zu CIS: "Diffus auftretende maligne Zellen ohne eigentliche Tumorbildung". Wie gesagt, ich bin kein Mediziner, aber das erscheint mir echt "komisch"!!

Hat deine Mama sonstige Beschwerden wie Brennen beim Wasserlassen etc? Als Tipp: Sie soll so viel ihr möglich ist TRINKEN TRINKEN TRINKEN, das ist ganz wichtig. Mama hat zu Spitzenzeiten ca. 5 l am Tag getrunken, es half zusätzlich, die Entzündung auszuspülen. Ausserdem hab ich mal wo gelesen, dass Preiselbeersaft gut sein soll, da braucht man jedoch einen "gesunden" Magen zwecks sehr viel Säure darin.

Ich drück deiner Mama ganz fest die Daumen,
liebe Grüße Astrid
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  #3  
Alt 27.01.2005, 20:39
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Standard Anhaltendes Blut im Urin bei Blasenkrebs

Hallo Astrid,
Vielen Dank für Deine Antwort.
Auch bei meiner Mama wurde, nach einer Harnkultur, Antibiotika verschrieben, aber die haben leider nichts bewirkt. Meine Mama kann aber auch nicht jedes Antibiotika vertragen, was die Behandlung ansich schon etwas einschränkt.
Die Urologen sagen, wenn die Blutung nicht aufhört, die Blase entfernt werden soll.
Der Krebs ist in der Blase an mehreren Stellen aufgetreten und wird regelmäßig per Spiegelung kontrolliert, das hat bis jetzt auch prima funktioniert wie schon gesagt seit 9 Jahren.
Nur es bleibt ja leider immer die Angst, das der Krebs aus der Blase rauswächst und dann streut:-(

Meine Mama hat sonst keine Schmerzen weder beim Wasserlassen noch sonst und Hut ab vor Deiner Mama, wenn sie es geschafft hat 5 Liter zu trinken, meine Mama versucht so viel wie es eben geht zu trinken und quält sich richtig und ist dann froh wenn sie 2,5 bis 3 Liter trinkt.

Die Blutübertragung heute hat ihr richtig gut getan, Ich konnte am Telefon hören, das es ihr besser geht. Aber wie lange.
Mein Bruder und ich haben meine Mama jetzt dazu verdonnert nichts mehr zu tun und sich nur noch zu schonen, weil das fällt ihr doch sehr schwer, aber wir denken, das sie sich trotz der Blutung zu wenig geschont hat!

Darf ich einmal fragen, wie es Deiner Mama geht?

Nochmals vielen Dank für Deine Antwort

Viele liebe Grüße
Barbara
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  #4  
Alt 28.01.2005, 13:09
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Standard Anhaltendes Blut im Urin bei Blasenkrebs

Liebe Barbara,

meiner Mama geht es momentan Gott sei Dank sehr gut. Sie hatte Mitte Jänner wieder Kontrolle und es war nichts zu sehen. Am 16. Februar geht es jetzt wieder mit der BCG weiter. Ich hoffe so sehr, dass alles so gut bleibt.

Sie ist 56 Jahre alt und es ist schon die 3 (!) bösartige Erkrankung. Am Anfang war es für sie ein totaler Schockzustand (so wie für mich auch) aber inzwischen glaub ich manchmal, sie geht besser damit um als ich, bzw. ist sie selbst nicht immer so besorgt wie ich es bin. Ich habe genau die gleiche Angst wie Du, nämlich dass der Tumor aus der Blase rauswächst und dann eben streut. Aber wie gesagt - beim CIS ist das sicher noch nicht!!!!!!!!!

In den 9 Jahren, in denen Deine Mama mit der Diagnose leben musste, wie oft ist da etwas nachgewachsen? Bei meiner Mama war es nur in der Zeit von der 1. TUR (vorletztes Jahr September) bis zur 2. TUR (vorletztes Jahr Oktober), danach wurde JUHUUUUUUUUUUUUUUUUU nie mehr etwas Neues entdeckt. Wurde bei deiner Mama der CIS pathologisch bestätigt?

Ich hoff, dass es Deiner Mama gut geht und sie sich halbwegs erholt und vor allem, dass die Blase nicht raus muss. Das wäre für meine Mama nach der Diagnose das Schlimmste gewesen vom Psychischen her...

Alles Liebe Astrid

Sie macht zusätzlich noch Mistelspritzen, Wobe Mugos und nimmt Vitamine.
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  #5  
Alt 02.02.2005, 10:01
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Rudolf Rudolf ist offline
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Standard Anhaltendes Blut im Urin bei Blasenkrebs

Hallo Astrid,
ich freue mich, daß Du Dich wieder freuen kannst!
Weiter so!
Dir und Deiner Mutter alles Gute
Rudolf
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  #6  
Alt 04.02.2005, 10:06
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Standard Anhaltendes Blut im Urin bei Blasenkrebs

Wie sieht es mit der Niere aus? Meine Stiefmutter hat einen Nierenbeckenkrebs, der die gleiche Histologie hat wie ein Blasenkrebs. Man hat ihr gesagt, dass sie regelmäßige Blasenkontrollen braucht, da der Krebs auch in die Blase wandern könne. Der Weg von der Blase zur Niere ist dann vielleicht auch möglich?? Gruß Dorothee
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  #7  
Alt 07.02.2005, 14:40
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Standard Anhaltendes Blut im Urin bei Blasenkrebs

Lieber Rudolf,

Du glaubst nicht wie ich mich freue, mich wieder freuen zu können! Momentan geht es mir echt ziemlich gut und ich versuche, nicht mehr alles ganz so negativ zu sehen! Wie geht es Dir, ich hab schon lange nichts mehr von Dir gehört?

Ganz liebe Grüße,
Astrid
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  #8  
Alt 08.02.2005, 18:16
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Rudolf Rudolf ist offline
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Standard Anhaltendes Blut im Urin bei Blasenkrebs

Hallo Dorothee,
am besten stellst Du diese Frage einem Urologen.
Es ist wohl so, daß Nierenbecken, Harnleiter und Blase ein einheitliches Gewebe (Schleimhaut) haben, das Urothel. So sind in diesem Bereich auftretenden Tumore gleichartig.
Als Laie stelle ich mir aber vor, daß der Weg von der Blase zur Niere nicht so leicht ist wie umgekehrt.
Also . . . frag einen Urologen.
Alles Gute
Rudolf
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