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  #1  
Alt 06.04.2005, 07:58
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Ich hoffe, ich habe jetzt keinen Beitrag übersehen....

Meine Mama hat jetzt ihre erste Woche mit 5FU hinter sich und sie gut vertragen. Sie muss jetzt drei Wochen pausieren und dann kommt die nächste Runde.

Vorab möchte ich sagen, dass die Betreuung bei der ambulanten Chemo im Kkhs wirklich toll ist. Die Oberärztin ist sehr freundlich und patent.

Mutter hatte nach der Chemowoche stark mit Übelkeit zu kämpfen und Appetitlosigkeit. Die Ärztin hat ihr Zofran Tabletten gegeben und noch ein anderes Mittel, was auch Cortison enthält, um den Appetit anzuregen.

Scheint auch zu funktionieren, weil Mama den ganzen Tag um sich rum knuspert wie eine Raupe *g*.

Allerdings hat sie des öfteren starke Durchfälle. Irgendwie verbleibt alles, was sie isst, nicht lange genug im Körper.

Hat jemand einen Tipp, wie man diese Durchfälle in den Griff bekommt?

Auch fühlt sie sich sehr schwach und ist schnell erschöpft.

Ich würde ihr gerne helfen, weiß aber nicht, wie. Zur Zeit weiß ich eh nicht, wo mir der Kopf steht, da ich in knapp 1 1/2 Wochen umziehe und noch am renovieren bin.

Liebe Grüße

Sabine
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  #2  
Alt 06.04.2005, 10:13
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Petra Loos Petra Loos ist offline
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Hallo Sabine,

ich nehme einfach mal an, dass durch die Chemo die darmschleimhäute angegriffen sind und daher die Durchfälle.
Ein ganz einfaches Hausmittel wäre ganz normaler Naturjogurt ein oder zwei am Tag zu essen oder Actimel jeden Tag trinken.
Vielleicht probiert deine Mutter das einfach mal aus. Sollte das alles nicht helfen, würde ich den Arzt mal fragen, ob er deiner Mutter nicht etwas verschreiben kann, was die Darmschleimhäute wieder auf Vordermann bringt.

Liebe Grüße Petra
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  #3  
Alt 06.04.2005, 11:40
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Liebe Sabine,
bin da auch sehr geplagt. Z.Zt. nehme ich vor dem Mittag - und Abendessen je 4 Tropfen OPI-Tinktur. Beim Frühstück gebt es weniger Probleme. Hilft aber nicht immer, verzögert aber manchmal den Durchfall um einige Stunden (vor allem wenn man nicht daheim oder in einem Lokal ist, oder wie bei mir in der Arbeit mit langem Anfahrtsweg).

Wie Petra sagte, dat das mit den angegriffenen Schleimhäuten zu tun. Ich glaube außerdem sit die Darmflora infolge Chemo immer angegriffen. Zur Wiederbesiedelung/Wiederaufbau nehme ich (leider unregelmäßig) 1 Tablette Acidoplus pro Tag.

Deine Mutter sollte auf keinen Fall die Leber vergessen. Wir müssen versuchen, das Versagen so lange wie möglich hinauszuzögern. Dagegen nehme ich (auch unreglemäßig) Hepatodoron. Mein Artzt sagt 2x3 Stück am Tag wäre nicht verkehrt. Lasst Euch noch genauer beraten, denn es gibt in diesem Bereich viele Alternativen. Wichtig ist, dass der Artzt Eures Vertrauens den Überblick behält.

Noch etwas zum Durchfall: Wenn der Stuhlgang weich, breiig ist, so muss das nicht unbedingt ein böser Durchfall sein, denn für den Darm ist das besser als ganz festen Stuhlgang (gilt für BSDK-Erkrankte). Problem ist nur wenn er dauernd nur sehr flüssig ist und der Patient dann immer K.O. ist. Liebe Grüsse.
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  #4  
Alt 06.04.2005, 20:45
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Hallo Wolfgang, meinst Du, daß 4 Tropfen Opii auseichen? Ich nehme heute noch 15 Tropfen, jedoch immer VOR dem Essen; so ca. 1/2 vor dem Frühstück und ebenso VOR einer warmen Mahlzeit.Ohne geht bei mir leider gar nichts.Ich nehme das 'Zeug' jetzt seit 6 Jahren und bin immer 'noch klar im Kopf' .Dir weiterhin alles Gute und LG
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  #5  
Alt 06.04.2005, 22:35
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Hallo Ihr Lieben,

nun muss ich doch auch einmal nach der Ernährung fragen. Franz hat einen Bauch wie im 9. Monat schwanger mit Zwillingen. Der Bauch ist ganz hart....teilweise durch die Lebermetastasen so angeschwollen, aber auch durch übermäßig viel Luft. Der Mann kann nur noch sitzen, damit die Luft aus dem Mund entweichen kann, sprich durch rülpsen. Wenn ich nach der richtigen Ernährung frage bekomme ich gesagt sehr kalorienreich, sprich viel Fett in Form von Sahne, Butter etc.!! Aber es wird immer schlimmer - wofür sind die Opi-Tropfen?Die Hepadodoron nimmt Franz aber Opi-Tropfen kenne ich nicht. Vielleicht könnt ihr mir ein paar Tipps geben, vor allen Dingen Du Hildegard hast ja Erfahrung von vielen Jahren....

LG
Gaby
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  #6  
Alt 06.04.2005, 23:31
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Ich bin´s nochmal....habe nun in der Internet-Apotheke nach Opi-Tropfen gesucht...finde Drogentest etc.....Was mache ich falsch????

LG
Gaby
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  #7  
Alt 07.04.2005, 09:53
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Hi Gaby,
Opi-Tropfen sind ein Opiat. Diese stehe natürlich unter besonderer Beobachtung. Für Euren Fall musst Du Dir aber keine Sorgen machen. Ihr wollt Euch ja nicht "Volldröhnen", es soll helfen.
Opi-Tropfen helfen, so weit ich weiss gegen Durchfälle.
Hildagrd hat seit Jahren sehr gute Efahrungen damit.
Ob diese allerdings bei Franz Problemen helfen, weiss ich nicht.
Alles Liebe und gute Besserung.
Ich kann mir übrigends überhaupt nicht vorstellen, dass Fettreiche Nahrung und Sahne für eine lädierte BSD gut sein sollen!!!! Ich würde mal zum HP oder Homöopathen gehen. Ich denke, die machen sich mehr Gedanken um solche "Randerscheinungen". Die Schulmediziner kümmern sich mehr um den Tumor direkt und sind bei solchen "Problemchen" oft überfragt.
Katharina
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  #8  
Alt 07.04.2005, 10:17
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Petra Loos Petra Loos ist offline
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Hallo Gabi,

bei mir ist das so, dass ich heute noch überhaupt keine fettigen Nahrungsmittel vertragen kann. Selbst bei der kleinsten Verfehlung im Essen bereitet mir heute noch Bauchschmerzen, Luft im Bauch, so dass ich aussehe, als wäre ich schwanger.
Im Grunde ist es nach vollziehbar ,dass man einerseits hochkalorische Kost zu sich nehmen soll, da man durch die Krankheit und Chemo zum Teil stark an Gewicht verliert. Anderseits ist der Magen, Leber und Darm durch die Chemo, so angegriffen, dass der Körper solche Fette oder schwere Speisen gar nicht mehr verarbeiten kann. Mein Onkologe hat mir daher auch während der Krankheit und jetzt solche Kost untersagt.
Ich bekam den Rat, Kohlehydrate ( Nudeln ect.), mageres Fleisch, Vitamine usw. zu mir zu nehmen. Ich darf auch heute nichts, fettes, scharfes und blähendes essen.
Seit dem ich mich an diese Nahrung halte, geht es mit meinem Bauch.Ich habe auch eine zeitlang beobachtet, bei welchen Nahrungsmitteln die Bauchschmerzen los gingen und diese meide ich. Es fällt mir zwar nicht immer leicht, allerdings ist das besser wie ein Luftballon kurz vorm platzen zu sein.
Liebe Grüße Petra
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  #9  
Alt 07.04.2005, 10:46
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Liebe Gaby,
seit Ihr sicher, dass der geblähte Buch nur von der Luft und den Metastasen kommt. Mit Ultraschall lässt sich leicht feststellen ob es - nicht wie bei mir auch - Ascites ist.

Liebe Hildegard, der Artzt hat mir 2 x 4 Tropfen am tag empfohlen. Vielleicht werde ich auch etwas steigern müssen.

Fett und Butter kann für BSDK nicht gut sein. Finger weg davon. Fleisch und Fisch sollte eher gegrillt als gebraten sein. Eine Gewichtszunahme zu erzwingen ist auch nicht gut. Liebe Grüsse.
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  #10  
Alt 07.04.2005, 11:25
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Hallo Ihr Lieben,

da bin ich jetzt doch etwas beruhigter.

Ist es also doch die Ernährung und eine bekannte Nebenwirkung, dieser "Blähbauch". Und wenn ich lese, dass Du liebe Petra JETZT noch auf eine richtige Ernährung achten musst, dann ist es mir klar. Ich füttere den Franz mit Sahnetorte und Sahnesossen mit Spätzle etc. ....das war der Tipp unserer Internistin! Aber was der Mann danach mitmacht, fürchterlich....

Wolfgang natürlich dachte auch ich sofort an Ascites und auch unsere Ärztin sagte sofort, das ist Wasser und war dann sehr erstaunt, dass es KEIN Wasser ist! Allerdings ist der linke Leberlappen doppelt so groß, wie er normal ist und auch der rechte Leberlappen ist sehr groß und höckrig....also die Lebermetastasen wachsen nach außen, so wurde es uns erklärt. Und wenn ich diesen Bauch sehe, denke ich nur an Lebermetastasen und Franz sagt, dass es Luft ist.....

Petra kann man zum Schärfen wenigstens frischen Ingwer benutzen? Wir essen sehr gerne scharf......aber wenn es ihm nicht gut tut, werde ich mich sofort umstellen!

Katharina, das mit den OPI-Tropfen werde ich mal lieber sein lassen, Franz hatte ja erst Durchfall, als er 3 Beutel von einem Abführmittel genommen hatte. Das hat er von der Schmerzambulanz bekommen, weil er doch jetzt Oxygesic 20 mg einnimmt und das verursacht wohl prinzipiell Verstopfung...
deswegen prophylaktisch dieses Abführmittel....

jedenfalls bedanke ich mich herzlich für Eure Antworten, es hat mich einfach beruhigt, dass der Blähbauch wohl ein Symptom dieser Erkrankung ist, auch wenn man - wie Petra inzwischen - "geheilt" ist.....aer noch kein Arzt hat uns das so erklärt! Ich weiß nur von Hildegard, dass sie strenge Diät einhalten muss, aber sie ist ja auch nach Whipple operiert, da war mir das klar......

Wolfgang wann fährst du denn mit Deiner Frau nach Djerba, dachte ihr seid schon weg

LG
Gaby
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  #11  
Alt 07.04.2005, 11:56
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Petra Loos Petra Loos ist offline
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Liebe Gabi,

ich esse auch sehr gern scharf, dass ist auch mein Problem. Ich würze dafür mit anderen Gewürzen um den Geschmack intensiver zu machen. Es gibt nix schlimmeres , wie fades Essen :-)
Ich würde an eurer Stelle einfach ausprobieren, was an Nahrungsmitteln geht und was nicht.
ich habe hier noch einen interessanten links zu Lebermetastasen gefunden. Dort steht auch was man selber ganz einfach für sich tun kann.
http://www.datadiwan.de/gfbk/indbio....fbk/bio_43.htm
http://www.m-ww.de/krankheiten/krebs...en.html?page=2
http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/48713/

Interessant ist, dass auch in fachbüchern steht: Fettarme Nahrung bei Lebermetastasen.
Durch Chemo und Metastasen kann die Leber ohne hin nicht genügend alle Giftstoffe im um Körper umwandeln. Da ist die aussage der Internistin hochkalorische Kost ja schon fahrlässig.
Da frag ich mich manchmal, wo die ihr Studium gemacht haben. Sowas hab ich sogar in der Schwesternschule schon gelernt.
Liebe Grüße Petra
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  #12  
Alt 07.04.2005, 13:17
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Liebe Petra,

die Seiten habe ich mir gleich ausgedruckt und werde sie in Ruhe lesen!

Vielen Dank

Gaby
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  #13  
Alt 07.04.2005, 15:42
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Gaby,
wir fliegen erst am 18.04.
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  #14  
Alt 07.04.2005, 17:16
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Hallo Wolfgang, da kommen wir aus Südtirol zurück. Ich bewundere Deine Einstellung und Mut -leider will Franz nicht mehr in´s Ausland - (Südtirol ist "fast" noch Deutschland, hoffentlich liest das kein Italiener :-))

Franz ist ja letztes Jahr auf Mallorca in den Bergen zusammengebrochen, die "Rettung" dauerte über 1 Stunde! Bei einem Herzinfarkt wäre das der sichere Tod gewesen......ich glaube dieser Schock hält immer noch an. Ich erzähle ihm ja immer von Dir auch dass Du im Januar in Ägypten warst, weil er so fasziniert ist von den Pyramiden, aber er traut sich nicht! Und da möchte ich auch keine Überzeugungsarbeit leisten! Schade.....

LG
Gaby
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