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Alt 02.01.2006, 12:50
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Jutta Jutta ist offline
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Standard Informationen zu Darmkrebs

Früherkennung
Der Hämocculttest / Was ist ein Hämocculttest?

Der Hämocculttest dient dazu, sehr kleine Mengen Blut im Stuhl zu erkennen. Diese Mengen sind meist so gering, dass sie mit bloßem Auge nicht erkennbar sind. Man bezeichnet sie daher auch als okkultes (d. h. verstecktes) Blut im Stuhl.
http://www.netdoktor.de/laborwerte/fakten/stuhluntersuchung/haemocculttest.htm

M2-PK Test
Ein neuartiger Darmkrebstest, der noch ziemlich in den Kinderschuhen steckt, von einigen Darmspezialisten abgewertet, und von der GKV nicht bezahlt wird.
http://www.wdr5.de/service/service_gesundheit/229488.phtml

Bildgebende Untersuchungen zur Früherkennung:
Ultraschall oder Sonografie
Bei der Ultraschalldiagnostik oder Sonografie werden Organe bildlich dargestellt, indem Ultraschall-Wellen von einem Schallgeber als kurze Impulse in den Körper gesendet, von Haut- und Gewebeschichten reflektiert und von dem Gerät zu einem am Monitor sichtbaren Bild verarbeitet werden.

Sigmoidoskopie oder Rektoskopie
Beide Untersuchungsmethoden werden eingesetzt, um ganz speziell den unteren Teil des Dickdarmes und den Enddarm zu untersuchen. Da etwa 60 % der Dickdarmtumoren in diesem unteren Bereich lokalisiert sind, werden die Rektoskopie und Sigmoidoskopie häufig vor der kompletten Darmspiegelung eingesetzt. Die Rektoskopie ist die beste und sicherste Methode, um den Enddarm zu untersuchen und sollte deshalb immer auch zusätzlich zur Koloskopie durchgeführt werden. Diese so genannten „kleinen Darmspiegelungen“ werden unter anderem bei Früherkennungsuntersuchungen durchgeführt.

Koloskopie (Darmspiegelung)
Eine Darmspiegelung ist heute nicht mehr mit Schmerzen verbunden, dem Patienten wird zuvor ein leichtes Schlaf- oder Narkosemittel verabreicht.

Bei einer Darmspiegelung kann mit einem Endoskop der gesamte Dickdarm genau angesehen und beurteilt werden. Dabei können Gewebeproben von bestimmten Bereichen der Schleimhaut entnommen werden.
Mit einem beweglichen Schlauch, durch dessen Optik der Arzt in den Darm sehen kann, wird diese Untersuchung durchgeführt. Ein solches Instrument wird Koloskop genannt.
Wucherungen der Schleimhaut, sogenannte Polypen können durch das Koloskop entfernt werden.

(das Informationsmaterial ist mit Bildern versehen):
http://www.gastrozentrum.ch/dt/frames.html?main=http://www.gastrozentrum.ch/dt/patinfo/methods/&bottom=/menu.html

Colon Kontrasteinlauf
Der Colon-Kontrasteinlauf dient der Darstellung des Dickdarmes. Er wird meistens als Doppelkontrastuntersuchung durchgeführt. Der Vorteil der Untersuchung besteht darin, dass die Beurteilung des gesamten Dickdarmes möglich ist und auch Darmbereiche eingesehen werden können, die für das Endoskop (Darmspiegelung) schwer zu passieren sind. Die Methode wird von vielen Patienten als weniger belastend im Vergleich zu einer Darmspiegelung beschrieben. Sollte jedoch bei der Untersuchung ein auffälliger Befund entdeckt werden, kann hiervon keine Gewebeprobe entnommen werden. In diesem Fall muss dann eine Darmspiegelung durchgeführt werden.
http://www.pflegewiki.de/wiki/Colon-Kontrasteinlauf

Computertomografie (CT) & MRT
Bei der Computertomographie (CT) entsteht das räumliche Bild durch einen mit Röntgenröhre und Detektorsystem ausgestattetem Ring, der in hoher Geschwindigkeit um den Patienten rotiert. Das macht die Untersuchung auch gefahrlos: Da der Arzt nicht mit einem Gerät in den Darm (Kolon) eindringt, sind Verletzungen der Schleimhaut, Blutungen oder eine Perforation (Durchbruch) der Darmwand ganz ausgeschlossen.
http://www.lifeline.de/special/darmkrebs/cda/page/frame/0,4691,29-12784,00.html

Wenn ein Krebsverdacht besteht, werden CT oder MRT häufig als Ergänzung zu anderen Diagnoseverfahren eingesetzt, um einerseits Lage und Ausbreitung des Tumors zu prüfen, andererseits mögliche Metastasen, also Krebsabsiedelungen, ausfindig zu machen. Beide Verfahren liefern damit dem Arzt wertvolle Hinweise, um die Schwere der Krankheit einzuschätzen und die Behandlung zu planen
http://www.hubert-burda-stiftung.org/de/frueherkennung-diagnose/untersuchungsmethoden/ct-mrt/

T= TUMOR, beschreibt die Größe und Ausdehnung, innerhalb und/oder außerhalb des Darmes

N=LYMPHKNOTEN (aus dem englischen = nodes) sind die angrenzenden Lymphknoten, evtl. von Tumorzellen befallen.

M=METASTASENsagt aus, ob weitere Krebszellen sich innerhalb oder auch auf andere Organe ausgebreitet haben.

Zahlen nach o.g. Buchstaben beschreiben die Ausbreitung und Stadien des Darmkrebses


T= TUMOR:

Tis = Sogenanntes Carcinoma in situ: Sehr frühe Form von Krebs. Krebszellen sind hier nur in den oberen Schichten der Darmschleimhaut zu finden.

T1 = Der Tumor beschränkt sich auf auf die Darmschleimhaut

T2 = Zusätzlich zur Schleimhaut ist auch die Muskulatur der Darmwand befallen

T3 = Der Tumor ist in alle Schichten der Darmwand eingewachsen

T4 = Der Tumor vom Darm sich in benachbartes Gewebe oder benachbarte Organe ausgebreitet.


N=LYMPHKNOTEN:

N0 = Die benachbarten Lymphknoten sind frei von Tumorzellen

N1 = Ein bis drei Lymphknoten in der Umgebung des Tumors sind von Krebszellen befallen

N2 = Vier oder mehr Lymphknoten der näheren Umgebung sind von Krebszellen befallen


M=METASTASEN:

M0 = Es sind keine Fernmetastasen vorhanden

M1 = Es sind Fernmetastasen in anderen Organen oder entfernten Lymphknoten vorhanden.


Weitere diagnostische Angaben:

L0 = keine Lymphgefässinfiltration

V0 = keine mikroskopische Veneninvasion


Zusätzliche Zahlenkombinationen:
Weiter Zahlenkombinationen bedeuten meistens eine Verschlüsselung der Klassifikation/Lokalisation an die Krankenkassen.

Krankheitsstadien: Ist die Zusammenfassung aller Diagnosen, welche histologische/pathologische Gewegsproben ergaben. Wobei heute die Bezeichnung nach Dukes sehr selten benutzt wird, sondern eine weltweite Standardbezeichnung.

Beispiele:

Siehe obige Erklärung von T, N & M

Stadium 0 = Tis (Carcinoma in situ)
Hier ist nur die obere Schicht der Darmschleimhaut betroffen.

Stadium I = T1, T2; N0, M0
Hier ist die Darmschleimhaut in weiteren Schichten betroffen; keine sind Lymhknoten befallen, und es haben sich keine Metastasen ausgebreitet.

Stadium II = T3, T4; N0, M0
Hier ist die Darmschleimhaut in weiteren Schichten, auch die Außenwand, betroffen; selten sind Lymhknoten befallen, und es haben sich keine Metastasen ausgebreitet.

Stadium III = T1-T4; N1-N2, M0
Hier ist die Darmschleimhaut in weiteren Schichten betroffen, auch die Außenwand; es sind Lymhknoten befallen, und es haben sich keine Metastasen ausgebreitet.

Stadium IV = T1-T4; N1-N2, M1
Hier ist der Darm in allen Schichten betroffen, auch die Außenwand; es sind Lymhknoten befallen, und es haben sich Metastasen ausgebreitet.

Malignitätsgrade:
G1 = Niedriger Grad Die Krebszellen besitzen noch das Aussehen der vorkommenden Darmwanddrüsenzellen.

G2 = Mittlerer Grad Die Tumorzellensind nicht mehr gut differenziert, was bedeutet, daß sie nicht mehr das Aussehen der vorkommenden Darmwanddrüsenzellen haben.

G3 = Hoher Grad Die Krebszellen haben ihr Aussehen im Vergleich zu anderen Zellen sehr stark verändert, sind schlecht differenziert.

G4 = Sehr hoher Grad Hier sind die Tumorzellen extrem verändert, und besitzen keinerlei Ähnlichkeit mehr mit den restlichen Schleimhautdrüsenzellen.

Ergebnisse nache der Operation:
R0 = Der Tumor wurde vollständig im Gesunden entfernt(R0-Resektion).

R1 = Es ist noch ein unter dem Mikroskop erkennbarer Resttumor vorhanden.

R2 = Der Tumor ist gut ohne Mikroskop gut sichtbar.

Weitere Kürzel zur Klassifikation des Tumors:
x = anstatt einer Zahl ( z.B. Nx/Mx ) bedeutet, daß noch weitere Untersuchungen zur Abklärung notwendig sind.

c = sind Ergebnisse ( z.B. cT1 ), welche durch Untersuchungen vor der Operation festgestellt werden.

p = bedeutet, das Gewebe wurde nach der Operation mikroskopisch untersucht ( z.B. pT1 ).

m = heißt, daß mehrere nicht zusammenhängende Tumore gefunden wurden ( z.B. T2(m) ).

r = hierbei handelt es sich um ein Rezidiv (eine wiederkehrende Erkrankung)

Familiärer Darmkrebs:

Ein weiterer Schwerpunkt im Hinblick auf das Kolonkarzinom sind die Gruppe der erblich bedingten Kolonkarzinome (HNPCC Syndrom).
Unsere Klinik ist Teil eines Förderungsprogrammes der deutschen Krebsstiftung, das in der Zusammenarbeit mit der LMU München und der TU München durchgeführt wird. Dabei werden im Falle einer positiven familiären Anamnese immunhistochemische und molekularbiologische Untersuchungen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Pathologie der Universität Regensburg durchgeführt. Für die Patienten besteht die Möglichkeit einer Sprechstunde. Neben Untersuchungen zum erblichen Kolonkarzinom werden auch Untersuchung zu dissimierten Tumorzellen im Knochenmark von unserer Klinik durchgeführt.
http://www.uniklinikum-regensburg.de...nome/index.php


Nachschlagewerke http://www.onkologie2006.de/exec/login/login.cgi?site=/start.htm&check=0 )

Analkarzinom (weiterklicken für mehr Informationen):
http://www.onkologie2006.de/exec/login/login.cgi?site=/tumoren/analkarzinom.htm&check=0

Kolorektale Karzinome (weiterklicken für mehr Informationen):
http://www.onkologie2006.de/exec/login/login.cgi?site=/tumoren/kolorektale_karzinome.htm&check=0

weiterer Link zum Nachlesen:
http://www.port-db.de/Rektum-_Ca.

Kolonkarzinom, Sigmakarzinom (weiterklicken für mehr Informationen):
http://www.onkologie2006.de/exec/log...ik.htm&check=0

Dünndarmkrebs:
http://www.surgicaloncology.de/content/tumore/duenndarm.html
http://www.meb.uni-bonn.de/cancernet/deutsch/201175.html
http://www.klinikum-mannheim.de/765.0.html

Ernährungsvorschläge bei Darmkrebs.
Dies sind nur allgemeine Anhaltspunkte, da jeder Darm sein eigenes „Leben“ hat.
http://www.krebsgesellschaft.de/ernaehrung_bei_krebs_dickdarm,4129.html

Geändert von gitti2002 (27.05.2015 um 22:18 Uhr) Grund: Links erneuert
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