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  #1  
Alt 07.09.2007, 20:33
Elies Elies ist offline
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Standard Nebenwirkungen der Chemo

Hallo!
Ich, 60 Jahre alt, bin neu hier, lese aber schon einige Wochen mit. Ich wurde Ende Juni 2007an Magenkrebs operiert, mit dem Befund: pT2b, pN3 (17/22), pM1 (LYM), G3 R0; Stadium IV

Meine Chemo-Therapie EOX mit kontinuierlicher Einnahme von Xeloda habe ich letzte Woche nach der 2. Behandlung abgebrochen, weil ich es einfach nicht aushalten konnte. Ich habe 8 Tage flach gelegen, 3 Kg abgenommen, durch Übelkeit und Erbrechen konnte ich trotz Zofran fast nichts essen und trinken. Ich frage mich, ist eine Chemo nur mit diesen Nebenwirkungen möglich? In welchem Verhältnis stehen Nutzen und Wirkung? Welche Erfahrungen habt Ihr mit der Chemo gemacht?
Gruß
Elies
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  #2  
Alt 07.09.2007, 21:23
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nikita1 nikita1 ist offline
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Standard AW: Nebenwirkungen der Chemo

Hallo Elis,

mit deiner Frage solltest du dich in das Forum "Magenkrebs" wenden, denn dort wurde vor kurzem eine Diskussion ueber pro und kontra von Chemotherapie gefuehrt (speziell fuer Magenkarzinome)

Ich selbst komme aus dem Gebaermutterkrebsforum (habe Stadium FIGO IIIb), 6 Zyklen Cisplatin bekommen - und bin dank Cortison mehr oder weniger gut ueber die Runden bekommen.
Bei mir wurden Chemo und Radiotherapie kombiniert - es war eine schwere Belastung fuer den Koerper.... - aber ich bin froh, es gemacht zu haben, denn laut Statistiken, erhoeht sich die Ueberlebenszeit, wenn die Chemo zusammen mit der Radio verabreicht wird.

Aus den Daten kann ich ersehen, dass du Magenkrebs im fortgeschrittenen Stadium hast - und viele Lympfknoten befallen sind - der Krebs histologisch gesehen aggresiv ist
Bei so einem Stadium wird eigentlich immer Chemo gemacht - normalerweise vor der OP, schon, um den Tumor operabel zu verkleinern.
Bei dir wurde anders entschieden - also nach der OP.

Sprich mit den Aerzten, ob sie eventuell die Dosis verringern koennen oder noch andere Mittelchen zur Verfuegung haben, welche die Nebenwirkungen verringern.
Besser Chemo - und ein paar Kilo leichter, als dass weiterhin Krebszellen im Koerper rumschwirren.
__________________
Liebe Grüße
Nikita


Tapferkeit ist die Fähigkeit, von der eigenen Furcht keine Notiz zu nehmen.
George Patton

Geändert von nikita1 (07.09.2007 um 21:30 Uhr)
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  #3  
Alt 09.09.2007, 12:59
Elies Elies ist offline
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Standard AW: Nebenwirkungen der Chemo

Hallo Nikita,
vielen Dank für Deine Antwort. Ich habe unter Magenkrebs gelesen und auch schrieben.
Ich stelle mir eben die Frage, laut Statistik habe ich mit der Chemotherapie eine Lebenserwartung
von 11,2 Monaten, aber was bring es, wenn ich schon nach der 2 Chemo solche Nebenwirkungen
und Probleme habe. Der Gewichtsverlust ist sicher nicht so wichtig, aber ich denke, dass ich mich
erst gar nicht von der Therapie, die bis Jan. 08 laufen soll, erhole.
Welche Lebenserwartung habe ich mit einer anderen bzw. ohne Chemo?
Gibt es eine Alternative zur Chemo?
An welchen Daten kann man erkennen, dass der Krebs histologisch gesehen aggressiv ist??

Liebe Grüße
Elies
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  #4  
Alt 09.09.2007, 15:44
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nikita1 nikita1 ist offline
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Standard AW: Nebenwirkungen der Chemo

Lieber(e) ? Elies

Sei erst mal lieb gedrueckt - es ist furchtbar, worueber wir schreiben (muessen)
Zu deinen Fragen: die Histologie vom Tumor wird in G-Kategorien eingeteilt, G1 bedeutet "wenig aggresiv" und G4 ist ein sehr aggresiver Krebs.
Zitat:
Das Grading (engl.) beschreibt, wie stark sich Tumorzellen von normalen Zellen unterscheiden. Nach bestimmten Merkmalen werden 4 Grade (G1 bis G4) unterschieden. Tumorzellen von Grad 1 (G1) sind gut differenziert, d.h. sie sind den normalen Zellen noch sehr ähnlich. Schlecht differenzierte Tumoren (G4) unterscheiden sich dagegen sehr stark von normalen Zellen, wachsen besonders schnell aggressiver als die niedrigeren Grade.
Du hast bestimmt ein Adenokarzinom (ist weit verbreitet beim Magenkarzinom) - ich habe auch so einen Krebstyp , aber im Gebaermutterhals. Das bedeutet, dass die Zellen der Schleimhaut stark veraendert sind. Das G teilt ein, in welchem Grad die gesunden Zellen sich von den kranken unterscheiden, welche sich ungehindert teilen und so anwachsen.

Ich bin nicht operiert worden, sondern habe eine Radio/Chemotherapie bekommen.
Mit den Strahlen wurden die Zellen (hoffentlich) abgetoetet. Die Chemo, die ja "Zellgift" ist, unterstutezt das Abtoeten der Zellen.
Es werden auch gesunde Zellen dabei abgetoetet, doch besteht die Auffassung, dass sich gesunde Zellen schnell wieder erholen, waehrend die kranken absterben.

Nun besteht immer die Frage, was die Chemo nuetzt - da sie ja auch den Koerper schwer in Mitleidenschaft zieht. Wenn man Krebs hat, funktioniert das Immunsystem nicht, wie es soll. Deshalb konnten sich ja auch ungehindert aus gesunden Zellen kranke Zellen bilden, ohne, dass das Immunsystem drauf reagiert hat. Unter der Chemo geht das Immunsystem auf 0 - der Koerper ist im Ausnahmezustand, denn nun muss er noch das Gift aushalten.

Ich selbst habe die Chemo akzeptiert und durchgezogen, trotz einiger Neben/Nachwirkungen - und nach 3 Monaten geht es mir inzwischen so gut, dass ich wieder arbeiten gehen werde. Der Tumor ist erst mal weg - also hat Chemo und Radio angeschlagen. Ob nun trotz der Therapie ein Rezitiv auftritt oder sich Metastasen bilden, steht in den Sternen - mit dieser Ungewissheit muessen wir Krebskranken leider zurechtkommen.

Wenn ich dir einen Rat geben soll, so ziehe die Chemo in abgeschwaechter Form durch - lasse dir Kortison geben, damit musst du nicht brechen.
Eine Alternative zur Chemo gibt es nicht - jedenfalls nicht bei einem fortgeschrittenen Stadium. Man kann sie nur ablehnen und geht dann das Risiko ein, dass die Krebszellen in den Lympfknoten und im Blut sich weiter im Koerper breitmachen und Metastasen bilden.

Was sagen denn die Aerzte ? Machen sie dir Hoffnung ?
Die Lebensqualitaet ist wichtig, aber wenn du nur ein Minimum an Chancen hast, dass der Tumor + Krebszellen im Koerper durch das Gift abgetoetet werden - so ergreife diesen Strohhalm !

Zitat:
Bei der Chemotherapie werden zur Abtötung der Krebszellen Medikamente eingesetzt. Chemotherapie kann in Tablettenform eingenommen werden, oder sie wird dem Körper direkt über eine Vene oder in den Muskel zugeführt. Chemotherapie wird auch systemische Therapie genannt, denn die Medikamente gelangen in den Blutkreislauf, wandern durch den Körper und können Krebszellen außerhalb des Magens zerstören
http://www.meb.uni-bonn.de/cancernet...ch/200025.html
__________________
Liebe Grüße
Nikita


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George Patton

Geändert von nikita1 (09.09.2007 um 16:01 Uhr)
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  #5  
Alt 09.09.2007, 17:06
Elies Elies ist offline
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Standard AW: Nebenwirkungen der Chemo

Hallo Nikita,
vielen lieben Dank für Deine lange Mail. G3 habe ich irgendwie mit dem Stadium verwechselt. In dem pathologischen Befund steht auch noch MX, was bedeutet das?

Jetzt nachdem ich die Chemo abgebrochen habe, macht mir mein Hausarzt nicht viel Hoffnung, was es auch immer heißen soll. Von der Onkologin aus dem Krankenhaus, wo ich operiert wurde, bin ich maßlos enttäuscht. Auf meine Anrufe, dass es mir nach der Chemo so miserabel ging, kam nicht viel. Auch auf ein Fax meines Hausarztes, fand sie es nicht für nötig zu antworten.
Nun habe ich einen Termin bei einem anderen Onkologen, mal sehen wie er die Sache sieht. Kortison habe ich während der Chemo-Infusion bekommen.
Aber es sind auch die Nebenwirkungen während der übrigen Zeit, wo ich Xeloda einnehme.
Morgen gehe ich zum CT, der Befund wird sicher auch mit entscheidend sein für die weitere Therapie.
Was ist eine Radio-Therapie?

Liebe Grüße
Elies (von Elisabeth)
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  #6  
Alt 09.09.2007, 17:17
ulla46 ulla46 ist offline
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Standard AW: Nebenwirkungen der Chemo

Hallo Elies,
ich habe gerade deinen Beitrag gelesen. Ich habe das Gefühl, du stehst noch immer unter Schock oder hast schon resigniert. Desahlb möchte ich dir vor allem sagen, dass du ganz schnell alle Statistiken in den Wind schießen solltest. Wenn es danach ginge, wäre ich schon seit längst tot. Mein Speiseröhrenkrebs (T4) war inoperabel, alos gab es nur Chemo+Strahlen als Möglichkeit. Das war heftig, habe auch einige Male tagelang nichts essen und trinken können, musste dann als Notfall ins KH zum Aufpäppeln, bekam mehrere Bluttransfusionen usw. Manchmal war ich kurz vorm Aufgeben und Danke Gott, dass ich durchhalten konnte, denn jetzt geht es mir richtig gut!!!
Gegen die Übelkeit gibt es auch noch andere Mittel, mir hat nur Emend geholfen
Und das wünsche ich dir auch, also gib nicht so schnell auf. Die CHemo soll ja alle noch in deinem Körper vorhandenen Krebszellen töten und das kann deine Lebensrettung sein. Gegen die Nebenwirkungen und auch die Langzeitfolgen kann man ganz viel machen. Geh mal auf die Seite von www.biokrebs-heidelberg. de. Da kannst du dich auch telefonisch beraten lassen.
Ich wünsche dir von Herzen alles Gute
Ulla
__________________
SPK 2005, ED T4, Nx, Mx, G2. Chemo und anschl. Chemoradiatio bis Ende 2005. Seitdem ohne Befund.
www.mein-krebs.de
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  #7  
Alt 09.09.2007, 18:19
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nikita1 nikita1 ist offline
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Standard AW: Nebenwirkungen der Chemo

Lieber Elies,

Radiotherapie bedeutet, dass der Krebs bestrahlt wird.
http://www.uniklinik-freiburg.de/tum...nkarzinom.html

R0 - bei Resektion mikroskopisch und makroskopisch tumorfrei - du wurdest also tumorfrei operiert !!!!

wie schon gesagt, G3 bedeutet, dass es ein aggesiver Krebs ist, wahrscheinlich befallene Schleimhautzellen , ein Adenokarzinom.
Stadium IV - ist das letzte Stadium, eigentlich wird dort nur noch palliativ behandelt, wenn die Aerzte also nicht viel Hoffnung geben, dann ist es anhand der Statistiken korrekt.
Aber was sind Statistiken ??????? Ich bin auch im letzten oder vorletztem Stadium - und lebe (noch) - mit guter Qualitaet !
Dann verstehe ich es mit dem Stadium auch nicht, scheint nicht so recht zusammenzupassen denn der Tumor ist nicht sehr gross: pT2b - das "p" bedeutet, dass die Groesse T2 (relativ klein) bei der OP ermittelt wurde.

pN3 (17/22) - bei der OP wurden 22 Lympfknoten entnommen - 17 davon waren mit Krebszellen befallen - das bedeutet, es liegt ein starker Lympfknotenbefall vor - der Krebs hat also schnell und massiv gestreut.

pM1 - es sind Metastasen gefunden worden, wenn ich es richtig verstehe nochmals in den Lympfknoten.
Das p steht für den pathohistologischen Befund - wurde also nach Herausnehmen begutachtet.
(beachte, ich bin kein Arzt - weiss auch nicht, ob ich alles richtig interpretiere)

Vor der OP: möglichen Metastierung : Mx angegeben, sprich es kann keine Aussage gemacht werden - nach der OP hat sich dann Mx in pM1 (LYM) geaendert - also: Metastasen gefunden, wahrscheinlich wiederum in den Lympfknoten. M1 - Fernmetastasen

Der Befund ist wirklich nicht so gut, obwohl der Tumor mit T2 nicht sehr gross ist. Meiner jedoch ist noch schlechter - und ich schreibe dir hier Und im Moment gibt es keinen Tumor mehr - du wurdest von einer guten Chirurgin operiert !
Die Chemo soll nun den noch im Koerper verbliebenen Krebszellen killen.(welche die Chirurgen nicht wegoperieren koennen)

Das du dir eine Zweitmeinung einholst, finde ich sehr gut, zumal deine operierende Onkologin nicht auf deine Beschwerden eingeht.
Das findet man oft bei operierenden Aerzten : sie operieren und wenn der Patient dann nicht gleich gluecklich + gesund vom Operationstisch huepft, wenden sie sich ab.
Kaempfe ! Auch wenn die Chemo viele Einschranekungen bedeutet !
__________________
Liebe Grüße
Nikita


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George Patton

Geändert von nikita1 (09.09.2007 um 18:34 Uhr)
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  #8  
Alt 11.09.2007, 10:41
Elies Elies ist offline
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Standard AW: Nebenwirkungen der Chemo

Hallo Ihr Beiden,
danke, vielen lieben Dank für Eure Zeilen. Es tut gut mit Betroffenen zu kommunizieren und
es muntert mich auf.
Mit dem Befund hatte ich mich schon auseinander gesetzt, aber irgendwie habe ich es nicht
zusammengebracht, danke für die ausführlichen Erklärungen.
Mein Tumor war ca. 9 x 6cm, ist das ein kleiner Tumor
Die Onkologin hat mich nicht operiert. Als Privatpatien bin ich operiert worden und die
Chemo wir ambulant durchgeführt, da habe ich bei der Onkologin das Gefühl nur ein...
(ich will aus nicht aussprechen) zu sein.
Den Befund vom gestrigen CT habe ich noch nicht, ich werde berichten.
Danke auch für die Links, werde mich dort informieren.
Wann wurde bei Euch die Erkrankung festgestellt?
Liebe Grüße
Elies

Geändert von Elies (11.09.2007 um 10:46 Uhr)
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  #9  
Alt 11.09.2007, 14:20
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nikita1 nikita1 ist offline
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Standard AW: Nebenwirkungen der Chemo

Liebe Elies

du hast recht - dieses Forum gibt Halt und troestet - einfach, weil man neben wichtigen Infos auch sieht, dass man nicht allein dasteht.

du hast die Einteilung: T2b ein so grosser Tumor (6x9 cm) sollte eigentlich ein T3 oder T4 sein... nun, ich bin kein Mediziner, die Aerzte werden schon wissen, warum sie ein T2b gegeben haben.

Meine Erkrankung wurde am 1.Maerz 2007 festgestellt, das Karzinom ist ca. 6 cm gross.
Ob es noch da ist, weiss ich nicht, da ich nicht operiert wurde. Es war nicht moeglich, weil der Tumor schon an den linken Harnleiter ranreichte,man haette also nicht tumorfrei operieren koennen - in diesem Fall wird beim Zervixkarzinom fleissig bestrahlt + Chemo angewendet.
Ma sagte mir, dass sich so der Tumor verkleinert, oder ganz verschwindet und die OP als Alternative bleibt, falls ein Rezitiv auftreten sollte, denn bestrahlt wird im Becken nicht ein 2.Mal.

Am 25.September gehe ich zur 1.Nachsorge, dort wird man mir hoffentlich mehr zur jetzigen Situation mitteilen.
---------------------------------------------

Du bist tumorfrei operiert worden - und die Chemo soll nun eventuell noch im Koerper befindliche Krebszellen abteoten, damit sich keine Metastasen ansiedeln koennen.
Wenn der Krebs zurueckkommt, sieht es duester aus, aber das weisst du ja selbst...
Versuche deshalb die Chemo durchzuziehen - sprich mit der Chemo-Onkologin , vielleicht geht es mit einer abgeschwaechten Chemo besser - und die Zaehne muss man auch tuechtig zusammenbeissen...
__________________
Liebe Grüße
Nikita


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George Patton

Geändert von nikita1 (11.09.2007 um 14:22 Uhr)
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  #10  
Alt 13.09.2007, 19:31
Elies Elies ist offline
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Standard AW: Nebenwirkungen der Chemo

Hallo liebe Nikita,
den Befund vom CT habe ich, soweit alles ok, keine Metastasen, einige Lympfknoten sind vegrößert, was alles oder auch nichts bedeuten kann. Das baut mich auf und es heißt wieder abwarten. Jetzt steht der Termin bei einem anderen Onkologen an.
Dir drücke ich die Daumen für die Nachsorgeuntersuchung am 25. September.
Liebe Grüße und danke für Deine lieben Zeilen
Elies
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  #11  
Alt 15.09.2007, 09:27
Elli Elli ist offline
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Standard AW: Nebenwirkungen der Chemo

Hallo Elies,

sorry wenn ich mich hier einklinke,komme ursprünglich aus dem BK Forum.
Kan mich eignetlich nur meiner vorschreiberin anschließen. Pfeife auf die Statistiken. Laut Statistik dürfte ich auch schon nicht mehr leben, Aber ich lebe immer noch,und das mit doch einer sehr guten Lebensqualtiät. Habe allerdings auch laufend Chemos,aber es ist auszuhalten. Habe damals bei meinen ersten chemos auc hZofran bekommen. Kam damit allerdings sehr gut zurecht. Es gibt allerdings auch noch andere sehr gute Mittel geben Übelkeit usw. . Stehe Deinem Ärzten einfach mal ganz gewaltig auf den Füssen.Wenn Dir Zofran nicht hilft dann versuche es mal mit Kevaaaaatril oder Emeeeeeed. Ich denke es ist sehr wichtig,das Du die Chemos versuchst durch zu ziehen.
Und was Deine Onko betrifft.,lass Dich nicht verrrcükt machen. Such Dir einen Doc der menschlich ist. Der Verständnis fü Deine Situation hat und der Dich wieder aufbauen kann. Ich denke mit einem guten Arzt der einen auch psychisch unterstützt ist die Therapie "halb so wild".
Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht,das ein Arzt der mich mit meinen Sorgen und Nöten annimmt bezw. diese ernst nimmt alles etwas leichter zu ertragen ist.
Wenn es gar zu schlimm werde sollte,dann such dir bitte einen Psychoonkologen,der Dich unterstützt. Es ist warhaftig keine Schande,sich in dieser Situation psychologische Hilfe zu holen.
Wünsche Dir von ganzem Herzen alles,alles gute.
Liebe Grüsse
Elli
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  #12  
Alt 15.09.2007, 11:30
Elies Elies ist offline
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Standard AW: Nebenwirkungen der Chemo

Hallo Elli,
Du brauchst Dich doch nicht entschuldigen. Ich freue mich über jeden Beitrag.
Ich kann immer nur sagen, vielen, vielen Dank für die aufmunternden
Zeilen, es hilft mir kolossal.
Mal sehen wie der "neue" Onkologen ist und wenn die Chemie nicht stimmt,
suche ich weiter und werde nicht aufgeben.
Ich denke, bestärkt durch Euch, dass die menschliche Seite, die ich vermisst habe,
bei der Therapie eine große Rolle spielt. Die Hilfe eines Psychotherapeuten werde ich
auch in Anspruch nehmen. Im Moment ohne Chemo geht es mir relativ gut,
essen und trinken geht ganz gut, das
Gewicht halte ich auch so und die Kräfte kommen so langsam wieder.
Liebe Grüße
Elies
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  #13  
Alt 02.10.2007, 20:00
Elies Elies ist offline
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Standard AW: Nebenwirkungen der Chemo

Hallo!
@Liebe Nikita,
ich freue mich über Dein super Nachsorgeergebnis, man so eine Freude.

Ich war bei einem anderen Onkelogen und er meinte, dass ich die Chemotherapie in
abgeschwächter Form wieder aufnehmen soll.
Seit dem Abbruch der Chemo habe ich mich gut erholt und es geht mir auch ganz gut.
Jetzt will ich erst die Geburt meines zweiten Enkels abwarten und danach es mit der Chemo nochmal versuchen.
Aber meine Gedanken bzw. Fragen, ob es überhaupt Sinn macht, die Chemo fortzusetzen,
gehen mir nicht aus dem Kopf.
Wer hat hier mit dem Befund (pT2b, pN3 (17/22), pM1 (LYM), G3 R0; Stadium IV)
wieviel Monate mit oder ohne Chemo überlebt?????

Gibt es keine Erfahrungswerte?

Liebe Grüße
Elies
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  #14  
Alt 02.10.2007, 20:55
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Standard AW: Nebenwirkungen der Chemo

Liebe Elis

schoen von dir zu hoeren (lesen)
Ich finde es gut, wenn du die Chemo wieder aufnimmst und zwar in abgeschwaechter Form. Besser als nichts.
Das Gift toetet die im Koerper verbliebenen Krebszellen ab. Die Nebenwirkungen ueberstehst du.
Und wie weiter oben schon diskutiert wurde: pfeif auf die Prognosen, DU gehorst nach der erfolgreichen OP zu den X %, wo der Krebs weg ist und nicht wiederkommt !!!!
Es gibt bestimmt viele , viele, die nach tumorfreier OP noch viele Jahre gesund leben - und du wirst dazugehoeren !
__________________
Liebe Grüße
Nikita


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George Patton
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  #15  
Alt 03.10.2007, 17:21
Elies Elies ist offline
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Standard AW: Nebenwirkungen der Chemo

Hallo liebe Nikita,
vielen lieben Dank, hätte ich nur was von Deinem Optimismus.
Liebe Grüße
Elies
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