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  #1  
Alt 03.03.2005, 16:04
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hallo!
ich hoffe, dass mir vielleicht hier jemand weiterhelfen kann.
meine tante mütterlicherseits ist vor 6 jahren an unterleibskrebs erkrankt.nach einer operation, in der sie ausgeräumt wurde und einer langen und für sie schweren chemotherapie wurde sie "geheilt".
heute habe ich erfahren, dass eine weitere tante mütterlicherseits an krebs erkrankt ist-gehirntumor. leider weiß man hier noch nichts, da sie erst heute draufgekommen sind.
auch in der familie meines mannes sind mehrere verwandte an krebs erkrankt (großmutter, tante).

jetzt zu meiner frage: ich habe eine knapp 1jährige tochter. ich habe gelesen, dass krebs auf jede 2.generation vererbbar sein soll.
kennt sich hier vielleicht jemand aus? ich mach mir wahrscheinlich nur unnötig sorgen, aber vielleicht könnte mir hier ja jemannd helfen-wäre euch wirklich sehr dankbar!
liebe grüße,sandra
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  #2  
Alt 03.03.2005, 18:10
Benutzerbild von Jutta
Jutta Jutta ist offline
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Hallo Sandra,

Ich kann Deine Bedenken nachvollziehen. Doch leider stimmt die Aussage (obwohl noch heutzutage recht häufig getätigt) so nicht, daß die Vererbung eine Generation überspringt.
In meiner Familie hat es jede Generation "erwischt".

Hier ist ein Link der Krebsinformationsstelle in Heidelberg. Dort kannst Du Dir all Deine Fragen und Besorgnisse beantworten, bzw. erklären lassen. Es spielen sehr viele Faktoren bei der Vererbung mit, daß man es nicht nur mit -ja- oder -nein- beantworten kann.
http://www.krebsinformation.de/Frage...isikogene.html

Ich hoffe, daß Du die Antworten bekommst, die Du benötigst.

Alles Gute und liebe Grüße
Jutta
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  #3  
Alt 03.05.2005, 23:22
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Das mit der Vererbung stimmt leider! Meine Mutter erkrankte 2ooo an Brustkrebs(re.. 2oo3 erkrankte ich selbst an Brustkrebs (li.)Leider auch schon mit Metastasen. Ich habe eine Tochter von 15Jahren.Sie könnte auch betroffen sein und haben vereinbart, das eine Genuntersuchung im Moment noch nicht von Nöten ist. Sollte sie es aber Wissen wollen,haben wir eine Adresse wo wir uns hinwenden können.Dieses Thema haben wir während der U10 beim Kinderarzt besprochen und geklärt.Du must auch wissen,das viele Faktoren bei der Krebsentstehung eine Rolle spielen. Also genieße die Zeit auf dieser Erde und mach dir nicht unnötigen Stress. Adresse siehe Ifo meiner Vorgängerin. mfg.Martina
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  #4  
Alt 04.05.2005, 07:25
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Vererbt wird in der Regel vor allem die Tatsache der schlechten Lebensführung und hier in erster Linie Gewohnheiten in der Ernährung.
Vom Krebs bedroht sind alle, schädliche Substanzen nehmen wir durch unsere bloße Existenz auf, etwa durchs Atmen. Macht euch also lieber Gedanken über einen Bereich, den ihr wenigstens noch beeinflussen könnt, die Ernährung...
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  #5  
Alt 24.05.2005, 20:11
Sabine8 Sabine8 ist offline
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Hallo egal,

schlechte Lebensführung gleich Krebs oder wie? *kopfschüttel*

Meine Tante beispielsweise hat nur ökomäßig gelebt. Nur Saft, nie Alkohol, nicht geraucht und nur Obst aus dem eigenen Garten gegessen und ist trotzdem an Krebs verstorben.
Wie erklärst du denn das????????
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  #6  
Alt 01.06.2005, 22:39
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Rudolf Rudolf ist offline
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Hallo,
mal ein anderer, statistischer Aspekt:
im Jahre 1997 gab es rund 330.000 Krebsneuerkrankungen in Deutschland. Gleichzeitig lag die Zahl der Neugeborenen bei rund 700.000.
Das bedeutet doch, daß fast jeder zweite irgendwann an Krebs erkranken wird. Da kann doch kaum eine Familie ausgelassen werden.
Sicher wird es manche Familien stärker treffen als andere. Aber Vererbung als Ursache kommt sicher bei den wenigsten infrage, auch wenn jeder gleich nach Betroffenen in der Familie forscht. Da dürfte jeder fündig werden!
Und es trifft Menschen mit "schlechtem Lebenswandel" genauso wie jene mit "gutem Lebenswandel", oft genug jene, die "nie krank" waren. Dazu gehöre auch ich, Nichtraucher seit Geburt . . .
Egal wie ich an den Krebs gekommen bin, wichtig ist nur, wie ich damit umgehe und wie ich ihn (hoffentlich) wieder los werde.
LG
Rudolf

(Tatsache ist aber auch, daß 50% der Ausgaben im Gesundheitswesen durch ungesunde Lebensführung verursacht werden.)

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  #7  
Alt 21.08.2005, 17:54
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SaNe SaNe ist offline
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Beiträge: 27
Standard AW: Vererbung

Zitat:
Zitat von Jutta
Hallo Sandra,

Ich kann Deine Bedenken nachvollziehen. Doch leider stimmt die Aussage (obwohl noch heutzutage recht häufig getätigt) so nicht, daß die Vererbung eine Generation überspringt.
In meiner Familie hat es jede Generation "erwischt".

Hier ist ein Link der Krebsinformationsstelle in Heidelberg. Dort kannst Du Dir all Deine Fragen und Besorgnisse beantworten, bzw. erklären lassen. Es spielen sehr viele Faktoren bei der Vererbung mit, daß man es nicht nur mit -ja- oder -nein- beantworten kann.
http://www.krebsinformation.de/Frage...isikogene.html

Ich hoffe, daß Du die Antworten bekommst, die Du benötigst.

Alles Gute und liebe Grüße
Jutta
Ein interessanter Link.


Wie bei allen anderen Tests auf erbliche Erkrankungen müssen vor ihrer Einführung und Anwendung deshalb auch die sozialen, ethischen und psychologischen Folgen eines solchen Wissens diskutiert und bedacht werden.


Das halte ich auch für äußerst wichtig, manchmal kann Wissen auch sehr belastend sein.

Gruß von Sane
__________________
Das Schicksal mischt die Karten... wir spielen.
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  #8  
Alt 22.08.2005, 06:23
Benutzerbild von Jutta
Jutta Jutta ist offline
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Registriert seit: 11.02.2003
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Beiträge: 3.495
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Hallo Sane,



Deinen Worten (in lila) gebe ich vollkommen recht.



Für viele Menschen kann das Wissen eher ein Fluch sein, denn durch Instabilität geht der Lebensgenuß, die Lebensfreude verloren. Ich schrieb vor einiger Zeit darüber im Darmkrebs in einer Rubrik für Angehörige.



Die genetischen Untersuchungen sollte immer mit psychologischer Begleitung durchgeführt werden, wie z.B. in Heidelberg. Dort wird zuerst ein psychologisches Gespräch geführt, bevor die Untersuchungen überhaupt beginnen.



Ein sehr schwieriges Thema ist auch die Involvierung von Kindern innerhalb einer Familie. Dieses ist bei uns momentan durch die Erkrankung beider Elternteile, und meiner langen Familienhistorie, wieder ein genaues Abwägen. Einer meiner Kinder möchte auf keinen Fall wissen, ob er diesen genetischen Defekt in sich trägt. Ihn würde es in die tiefste Depression stürzen, und ihm noch den Rest seiner Lebensfreude nehmen, er hat genug durchgemacht. Wir gehen wohl offen mit dem Thema um, aber immer sehr bedacht mit unserer Information nicht seine Grenze auf Anspruch von Wissen, oder ihn zu verletzen. Denn er braucht seine Kraft mit dem Wissen um die Erkrankung seiner Eltern leben zu können.
__________________
Jutta
_________________________________________




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