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  #1  
Alt 09.09.2003, 19:28
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Standard Bücher z.Thema: Krebserkankung als Romanthema

Und noch eine recht ansehnliche Gruppe Bücher gibt es, die ich bislang nicht erwähnt habe.

Romane, die sich dem Thema Krebs widmen

Es gibt deren mehr, als man wohl denkt. Gute, fundierte und recherchierte, aber auch oberflächliche und kitschige.

Es gibt Patienten und Patientinnen, die ihre eigenen Krebserfahrungen in Form eines Romanes veröffentlicht haben. Manchen mag das leichter fallen, ihre Erlebnisse auf eine Zweitperson zu projizieren als zu schreiben - ich habe das und das erlebt.

Es gibt aber auch Schriftsteller, die gar keine eigenen Erfahrungen mit Krebs haben und dennoch hervorragende Romane zu diesem Thema geschrieben haben, wenn sie sich nur genug damit identifizieren.
Man ist geneigt, als Patient zu denken, keiner, der nicht wirklich Krebs hatte, kann nachvollziehen, was wir mitmachen, also warum soll ich einen Roman lesen dazu, wo alles nur erfunden ist?
Und doch kann es manchmal hilfreich sein, sich auf so ein Buch einzulassen, mal lesen, auf was für Bewältigungsmöglichkeiten ein Unbeteiligter kommt, was für Gedanken die Hauptfigur des Romanes beschäftigen. Man kann staunen, zu wieviel Einfühlungsvermögen auch Unbeteiligte fähig wären, wenn sie sich auf das Thema einliessen.
Manchmal hilft die Distanz zu einem Thema, klarer zu sehen. Manchmal hilft es, eine nicht direkt betroffene Person in einer Angelegenheit um Rat zu fragen. Ich persönlich erlebe das mit meiner besten, gesunden Freundin. Wenn ich zu sehr umtrieben bin, hilft sie mir mehr als jeder Arzt.
Abgesehen davon hat so ein Roman auch natürlicherweise einen Unterhaltungswert, den ein reiner Erfahrungsbericht sehr selten aufweist, er bietet meist andere Geschichten nebenher - ist also leichtere Lektüre, oder spannendere, wenns als Krimi geschrieben ist. Auch das gibt es.

Zuguterletzt muss ich erwähnen, dass ich längst nicht alle, der hier vorgestellten Romane selbst gelesen habe. Ich gebe daher bei vielen einfach den Klappentext ab, der sehr gut als Orientierungshilfe dienen kann.
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  #2  
Alt 09.09.2003, 20:19
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Standard Bücher z.Thema: Krebserkankung als Romanthema

Titel: Eine Abrechnung
Autorin: May Sarton
aus dem amerikanischen Englisch von Gerlinde Kowitzke
Verlag : Frauenoffensive, 1985
ISBN : 3-88104-146-X, Gebunden, 260 Seiten

Preisinfo : 16,40 Eur[D] / 16,90 Eur[A] / 33,20 sFr
Sachgruppe : Belletristik;

Verlagstext:
Als sie erfährt, dass sie an Brustkrebs erkrankt ist und sie nicht mehr lange zu leben hat, beschliesst Laura Spelman, ihren Tod bewusst und auf ihre Weise zu (er)-leben. Eine Zeitlang verheimlicht sie ihren Zustand vor ihrer Familie, den Freundinnen, im Verlag, in dem sie als Lektorin arbeitet, um der Auseinandersetzung mit den Gefühlen anderer zu entgehen und sich statt dessen auf die eigenen zu konzentrieren. Ihre Reflexionen führen sie zu Erkenntnissen und ih eine Bewusstseinstiefe, die sie unter anderen Voraussetzungen wohl nie erlangt hätte. Im Mittelpunkt der Spurensuche steht immer wieder die Mutter-Tochter-Beziehung, die sie stets auf die zentrale Problematik des Frauseins zurückwirft. Diese letzten verbleibenden Monate werden so zu einer Reise zu sich selbst, in deren Verlauf Laura Spelman lernt 'loszulassen'.
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  #3  
Alt 09.09.2003, 20:33
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Titel: Mistlers Abschied
Autor: Louis Begley
Verlag: Suhrkamp (in diversen Ausgaben erhältlich, siehe unten.

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion
Thomas Mistler ist reich und distinguiert, hat einE liebenswerte, kompetente Frau und einen erwachsenen Sohn. Er ist einer der es geschafft hat. Nun stirbt er. Zu Beginn von Mistlers Abschied, erfährt er von seinem Arzt, daß der Fleck auf seiner Leber, der leibhaftige Krebs ist. Völlig unerwartet, nimmt Mistler diese Nachricht mit einer Art Freude auf. Anstatt sich dem Selbstmitleid und der verheißungsvollen Hoffnungschimmer einer Heilung durch die moderne Medizin hinzugeben, verweigert er sich jeder Behandlung und stellt sich bereitwillig seinem Schicksal. Aber noch bevor er seine Familie einweiht, beginnt Mistler die Flucht nach vorn und reist nach Venedig, hoffend, sich in den letzten Tagen seines Lebens, der Illusion des süßen Lebens hingeben zu können. In Venedig angekommen, wandert er wie ein lebender Toter durch die Gassen, grübelt über seine Vergangenheit und die seidenen Fäden seiner Gegenwart. Er begegnet einer wunderschönen, jungen Fotografin und gibt sich zum letzten Mal dieser Frau hin.

Kurzbeschreibung
"Ich bitte Dich sehr, liebster Sam, warte nicht bis August, komm eher nach Hause... es gibt einen Grund zur Eile." Ein Mann, Thomas Mistler, Anfang sechzig, schreibt an seinen Sohn. Grund ist die Diagnose "Krebs in unheilbarem Stadium", die ihm der Arzt gerade mitgeteilt hat. Mistler reist für ein paar Tage nach Venedig, in die "Stadt des Todes". Erinnerungen holen ihn ein, und ein letztes Mal gibt er sich dem Leben und der Liebe hin.




erhältlich in folgenden Ausgaben


(Suhrkamp, 2003) ISBN 3-518-39613-7, Kartoniert, 288 Seiten
10,00 Eur[D] / 10,30 Eur[A] / 17,80 sFr

(Suhrkamp, 1998) ISBN 3-518-41000-8, Gebunden, 280 Seiten
9,95 Eur[D] / 21,40 Eur[A] / 17,70 sFr (unverb. ]

(Suhrkamp 2003) ISBN 3-518-39967-5,Broschiert, 288 Seiten
9,00 Eur[D] / 9,30 Eur[A] / 16,10 sFr
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  #4  
Alt 09.09.2003, 21:07
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PSYCHOKRIMI
************
Titel: Die Störung
Autor: Wolfgang Boesch
Verlag: Edition Weitbrecht, 1988
ISBN 3-522-70480-0, Gebunden, 223 Seiten

Vergriffen. Erhältlich bei www.amazon.de
oder www.sfb.at

Verlagstext:
Ein funktionierendes Gehirn ist Gold wert. Das weiss auch Erhard Döblin, ein respektabler Herr Ende Fünfzig, Finanzchef seines Zeichens. Erfolg, Ansehen und geordnete Verhältnisse: alles, was er in seinem Leben erreicht hat, verdankt er seinem phänomenalen Gedächtnis.
Ausgerechnet dieser Kopf beginnt Döblin eines Tages böse Streiche zu spielen. Anfangs sollen sie ihn nur leicht verunsichern, dann aber ernsthaft beunruhigen und schliesslich mit grosser Sorge erfüllen. Ein Hirntumor wird festgestellt, gutartig war er, wie es sich herausstellt, die Operation gelingt, doch Döblin kann einfach nicht glauben, dass sich damit wieder alles zum Guten gewendet haben soll. Er verfällt in hypochondrische Verhaltensweisen, mit denen er sich nach und nach ins Abseits manövriert.

"Wolfgang Boesch erzählt mit feinem psychologischen Gespür die Geschichte eines tragischen Irrwegs, ein Labyrinth des Geistes. Mit 'Die Störung' ist ihm ein Psychokrimi von literarischem Rang geglückt, der den Leser von der ersten bis zur letzten Seite in Atem hält."
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  #5  
Alt 09.09.2003, 22:21
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AUTOBIOGRAPHISCHE ERZÄHLUNG EINES BETROFFENEN
*********************************************

Titel: Reise um meinen Schädel
Autor: Frigyes Karinthy
Verlag: Claassen, 1993
ISBN 3-546-00046-3, Gebunden, 323 Seiten
Vergriffen. Erhältlich bei http://www.sfb.at oder http://www.amazon.de

Verlagstext:
Im Mai 1936 wird dem ungarischen Schriftsteller und Journalisten Frigyes Karinthy ein Hirntumor entfernt. Er erholt sich erstaunlich rasch und schreibt die Geschichte seiner Krankheit nieder: Eine Odyssee, die ihn innerhalb weniger Wochen vom Kaffeehaus in die Sprechzimmer befreundeter Ärzte, von einer Klinik in die nächste, von Budapest nach Wien und zuletzt im Zug durch Hitlerdeutschland nach Stockholm führt.
Reporter seiner selbst, beobachtet er mit unerbittlicher, oft amüsierter Aufmerksamkeit, wie "Körper und Seele" von den ersten Gehörshalluzinationen bis zum fast ichlosen Dämmerzustand "getrennte Wege gehen".
Die Athmosphäre in Budapest der Dreissiger Jahre und der Alltag eines vielbeschäftigten Literaten werden ebenso lebendig wie der Grenzbereich zwischen Wirklichkeit und Phantasie, den die Bewusstseinstörungen erst zugänglich machen.
Die virtuos gehandhabte Sprache, die Frische und Farbigkeit der Darstellung und nicht zuletzt der freundlich-selbstironische Ton machen das Buch zu einer so fesselnden wie bewegenden Lektüre.

Reise um meinen Schädel erschien 1937 zunächst als Fortsetzungsroman in einer Budapester Zeitung. Es gilt als bedeutendstes Buch des 1938 in Budapest gestorbenen Autors.
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  #6  
Alt 09.09.2003, 23:11
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ERZÄHLUNGEN EINES LUNGENKREBS-BETROFFENEN
******************************************

Titel: Tage von süsslicher Wärme
Untertitel: Erzählungen
Autor: Walter Matthias Diggelmann
Verlag: Ex-Libris, Gebunden, 251 Seiten
Vergriffen. Suchen über www.sfb.at

Klappentext:
Zeit seines Lebens war Walter Matthias Diggelmann (1927 - 1979) ein Fabulierer und passionierter Erzähler. Geschichten zu erfinden, mit Geschichten zu spielen, bedeutete für ihn stets: auf der Suche zu sein nach der eigenen Geschichte, der eigenen Wahrheit. Doch immer galt es auch, jenen eine Stimme zu verleihen, die Aussenseiter waren wie er,"die aber nicht die Gabe hatten, ihre Geschichte zu erzählen, die sie nur erlitten, wehrlos und ausgeliefert". Zuletzt, gegen Ende seines Lebens, kam ein weiteres hinzu, der versuch, "mit Geschichten die Krankheit, den Tod zu bannen".

Erzählen, in diesem existenziellen Sinn verstanden, ist nie selbstbezogen. Immer zielt es auf einen Punkt, der überall und für jeden gültig ist, der jeden betrifft.
Diese vorliegende Auswahl enthält die 14 besten Erzählungen von Diggelmann. Die früheste, Der Major, wurde 1954 geschrieben. Nicht in dieser Auswahl berücksichtigt werden nur jene 6 Erzählungen, die unmittelbar vor Diggelmanns Tod entstanden und unter dem Titel: 'Spaziergang auf der Margaretheninsel' veröffentlicht wurden.

Auffallend ist, wie sich die gleichen Grundmotive durch Diggelmanns erzählerisches Werk ziehen: die Stellungnahme gegen Krieg und Gewalt, das Eintreten für Aussenseiter, die Problematik einer von Illusionen und Lebenslügen verstellten Welt, die Angst vor dem Versagen, vor Verunsicherung und Verlust.
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  #7  
Alt 12.09.2003, 11:03
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Für alle, welche die Diggelmann-Erzählungen schon kennen und wissen möchten, welche sie in "Tage von süsslicher Wärme" wiederfinden hier die Titel der Erzählungen:


Der Major
Tage von süsslicher Wärme
Der Stammgast
Kurz vor dem Ende
Ein Urlauber
Am 24. schneite es immer
Man muss es ihnen schwermachen
Ungleiche Freunde
Eine verwerfliche Methode
Der Füsilier
Der falsche Zug
Der Todesfall
Der Jud Bloch
Reise durch Transdanubien

Persönlich mag ich Diggelmanns Erzählungen sehr.
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  #8  
Alt 12.09.2003, 11:17
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ERZÄHLUNGEN EINES LUNGENKREBS-PATIENTEN
*****************************************

Titel: Spaziergänge auf der Margereteninsel
Untertitel: Erzählungen
Autor: Walter Matthias Diggelmann
Verlag: Benziger, 1980
ISBN 3-545-36309-0, Paperback, 167 Seiten
Vergriffen. Antiquarisch zu finden unter: www.sfb.at

Verlagstext:
Diese sechs langen Erzählungen sind kurz vor Diggelmanns Tod entstanden. In ihnen erweist sich Walter Matthias Diggelmann noch einmal als der grosse Erzähler, der er zeit seines Lebens war.
Eindrücklich die lange, autobiographisch gefärbte Titelerzählung, die von Resignation und der fragilen Hoffnung auf ein Leben mit der Krankheit zeugt, bewegend der zuletzt entstandene Text:"Einige letzte Worte des grossen Meinardi in der Nacht seines Sterbens", der Dialog zwischen einem Sterbenden und seiner Nachtschwester. Dazwischen Geschichten über Aussenseiter, die fast spielerisch und heiter anmuten.

Die Erzählungen dieses Buches:

Spaziergänge auf der Margareteninsel
Jakob, der Trödler
Die Geschichte von Julius
Valse Musette
Reise mit Daniela
Einige letzte Worte des grossen Meinardi in der Nacht seines Sterben.
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  #9  
Alt 12.09.2003, 11:58
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Titel: Der Tod eines Bienenzüchters
Autor: Lars Gustafsson
in diversen Ausgaben im Buchhandel erhältlich, siehe unten

Verlagstext:
Der Tod eines Bienenzüchters ist der letzte Roman eines Systems von Erzählungen über die Zeit Ende der sechziger, Anfang der siebziger Jahre: ein Spiegel der Hoffnung und Ängste, eine Bestandesaufnahme der sozialen und psychischen Verfassung unserer Generation, ein Versuch, in der Beschreibung von fünf Biographien die "Risse in der Mauer" unserer Identität sichtbar zu machen.
Der Bienenzüchter ist der frühzeitig pensionierte Volksschullehrer Lars Lennart Westin (wie alle Hauptpersonen in diesem Romanwerk am 17. Mai 1936 geboren), der in einer kleinen Kate im nördlichen Västmanland wohnt: Ein freiwilliger und glücklicher Einzelgänger, der im Frühjahr heruasfindet, dass er den herbst wegen eines tödlichen Krebsgeschwürs, das von der Milz ausgeht, nicht mehr erleben wird.
Der Roman besteht aus den hinterlassenen Notizheften dieses Lars Westin, in denen er kurz vor dem Tod sein Leben beschreibt. Allerdings nicht das offizielle Leben - Studium, Ausbildung, Ehe, Beruf usw. - das zunehmend von ihm abfällt und unwichtig wird, sondern das von dem offiziellen Leben verdeckte andere, das mit unserer Sprache kaum noch zu beschreiben ist. Lars Westin nimmt seinen Tod an - und im Umfeld dieser extremen und befreienden Erfahrung gelingt es ihm, sein anderes Leben zu erkennen.


Rezension der Frankfurter Rundschau:
Ein Buch, das in seinem Wechsel von Reflexion, Erinnerung und Sinnlichkeit den Leser hellhörig für sich selbst macht.
Der Tod eines Bienenzüchters ist Lars Gustafssons wohl persönlichstes, intimstes Buch.

Erhältlich in diversen Ausgaben:

Gustafsson, Lars
Der Tod eines Bienenzüchters
(Fischer, 2001) ISBN 3-596-14983-5, 240 Seiten
9,90 Eur[D] / 10,20 Eur[A] / 17,40 sFr 9,90 Eur[D]


Gustafsson, Lars
Der Tod eines Bienenzüchters
Roman
(Fischer, 1996, 8. Auflage) ISBN 3-596-22106-4, Kartoniert
7,45 Eur[D] / 7,70 Eur[A] / 13,40 sFr 7,45 Eur[D]


Gustafsson, Lars
Der Tod eines Bienenzüchters
Roman
(Hanser,3. Auflage 1978) ISBN 3-446-12609-0, Leinen, gebunden mit Schutzumschlag, 180 Seiten
14,90 Eur[D] / 15,40 Eur[A] / 26,20 sFr
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  #10  
Alt 12.09.2003, 12:57
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Titel:Fuss fassen
Untertitel: Roman
Autorin: Maja Beutler
Verlag : Zytglogge, 5. Auflage 1989
ISBN : 3-7296-0111-3 , Paperback, 240 Seiten

Preisinfo : 16,00 Eur[D] / 32,00 sFr
Sachgruppe : Belletristik;

antiquarisch zu finden auch als Ausgabe des Verlages: Ex Libris, 1983,

Verlagstext:
Hier wird nicht von persönlichem Leid berichtet, sondern es wird ureigene Erfahrung dank einer grossartigen Sprachkraft künstlerisch umgesetzt. Maja Beutler (Jahrgang 1936) erzählt von einer vierzigjährigen, verheirateten, beruflich tätigen Frau und Mutter, die an einer "meist unheilbaren Krankheit" leidet.
Aber nicht von dieser Krankheit handelt der Roman, sondern vom Versuch, ein Leben in tödlicher Bedrohung zu meistern. Die Entwicklung der Krankheit ist lediglich zwischen den Kapiteln in Form von ärztlichen Befunden festgehalten.
Was die Autorin gestaltet, ist ihr Kampf darum, trotz der Krankheit lebendig, wach, teilnehmend zu bleiben. >>...ich will alles an mir gespürt haben, alles an mir erfahren.<< Aber wie soll sie vorbehaltlos leben können, wenn die Familie in ihr vor allem die Kranke sieht und darauf drängt, sie solle sich schonen, und sie damit, unbeabsichtigt und sicher nicht lieblos, ins Abseits drängt, und wenn sie spüren muss, dass sie mit ihrer Jugendfreundin und mit ihrem Kollegen nicht mehr wie bisher sprechen kann.
Es wächst in ihr die Angst, aus dem alltäglichen Leben gedrängt zu werden, und oft lockt die Versuchung, den Widerstand aufzugeben, die anderen über sich selbst verfügen zu lassen.
Aber ihr Wîlle, frei zu bleiben, siegt.
Sie fasst Fuss in sich selbst. Das gibt ihr die Kraft, >>sich ganz mitzubringen, nichts zurückzuhalten, nichts aufzusparen, nicht mehr mit der Kraft zu geizen<<.
Nicht nur im Alltag, auch schreibend ringt diese starke Frau um ein Leben, das trotz der Krankheit erfüllt ist.
Darum ist dieser Roman so kraftvoll.

Mit diesem einmaligen Roman gestaltet Maja Beutler packend, wie sich eine Frau trotz der tödlichen Krankheit (In diesem Falle Halskrebs) , von der sie befallen ist, dafür wehrt, nicht als Patientin behandelt zu werden, sondern uneingeschränkt leben zu können.

Ein wirklich eindrückliches Buch!
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  #11  
Alt 12.09.2003, 13:18
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SPANNEND WIE EIN KRIMI
**********************
Titel: Verletzungen
Autorin: Margaret Atwood
Verlag: Claassen, 1993
ISBN 3-546-00038-2, Gebunden, 295 Seiten
Preis ca. 21.10 Euro (ab 1.10.03 36 Euro)


oder als Taschenbuch bei:
Verlag: Goldmann, 1999
ISBN 3-442-72485-6, Kartoniert, 352 Seiten

8,50 Eur[D] / 8,80 Eur[A] / 15,20 sFr 8,50 Eur[D]


Kurzbeschreibung
Rennie Wilford, freie Journalistin aus Toronto, fährt nach einer Brustkrebs-Operation in die Karibik, um zu sich selbst zu finden. Doch sie gerät in die Wirren eines politischen Umsturzversuches und muß um ihr Leben fürchten. Mitten in diesem Chaos begegnet sie einem Mann, in den sie sich verliebt - und den sie wieder verliert. Ein faszinierender, einfühlsamer Roman über eine junge Frau, die den Weg zurück zu Kraft und psychischer Stärke findet.
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  #12  
Alt 12.09.2003, 14:00
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Titel: Ich hörte die Eule, sie rief meinen Namen
Autorin: Margaret Craven
Verlag: Rowohlt, 1976
ISBN: 3-499-15578-8, Taschenbuch, 153 Seiten
Vergriffen, Antiquarisch bei: www.sfb.at

Verlagstext:
Marc Brian, ein junger Geistlicher, der, ohne es zu wissen, an einer unheilbaren Krankheit leidet, wird als Pfarrer in ein entlegenes Indianerdorf an der seenreichen Westküste Kanadas geschickt.
Er soll nach dem Willen seines Bischofs, der von der Krankheit weiss, die ihm verbleibenden zwei Jahre damit verbringen, den dort siedelnden Indianern - Fischern und Holzfällern - als Seelsorger dienen und von ihnen lernen, inmitten der Wildnis im Gleichklang mit der Natur zu leben und den Tod als Einmünden in diese Harmonie zu begreifen.
Nach und nach fügt er sich in das Leben der Gemeinschaft ein: er hat Teil an dem mühseligen Alltag und den Festen dieser Menschen, wird vertraut mit ihrem Wesen und mit ihren Legenden. Und je mehr er das ihm fremde, noch von der alten Tradition geprägte Leben und Tun der Indianer versteht, um so mehr wird er von ihnen als einer der ihren angenommen. Liebe und Verständnis eröffnen ihm den Zugang zu ihrer alten Weisheit. Der sich im Fliessen ständig erneuernde Strom, der Wechsel der Jahreszeiten, Geburt und Tod, die Lebenszyklen der Waldtiere, der Vögel, der Fische - alles zeugt vom Walten einer ausgleichenden Macht, ist Sinnbild der Unsterblichkeit.
Dann, an einem kalten Winterabend, hört Marc Brian den Ruf der Eule, und er ist bereit.
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  #13  
Alt 13.09.2003, 20:15
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Titel: Ich gestehe alles
Autor: Johannes Mario Simmel
erhältlich in zwei Ausgaben im Buchhandel, siehe unten


Verlagstext:
Die Hauptfigur des Romans, von Beruf übrigens Drehbuchautor, ist ein Krebspatient. Hirntumor, inoperabel, absolut tödlich, ein sog. Glioblastom. Für diese Krebsart, so erfährt der Leser von den behandelnden und mithandelnden Ärzten, ist charakteristisch, daß die Abgrenzung von gesundem und krankem Gewebe schwierig bis unmöglich ist. Die Übergänge zum Pathologischen sind fließend. Mit List und Verkleidungskunststücken gelingt es dem Todgeweihten, die Wahrheit über seinen Gesundheitszustand zu erfahren. Simmels Erzählung kreist nun um die existientielle (womöglich auch existentiale) Frage: Wie verhält sich ein Mensch, der nur noch ein paar Monate zu leben, also nichts mehr zu verlieren hat?

Simmel, Johannes M
Ich gestehe alles
(Droemer Knaur, 1996) ISBN 3-426-19355-8, 448 Seiten
12,90 Eur[D] / 13,30 Eur[A] / 22,60 sFr 12,90 Eur[D]


Simmel, Johannes M
Ich gestehe alles
Roman
(Droemer Knaur 1997) ISBN 3-426-60271-7, Kartoniert, 496 Seiten
7,50 Eur[D] / 7,80 Eur[A] / 13,50 sFr

und in weiteren Ausgaben auch bei www.amazon.de
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  #14  
Alt 24.11.2003, 22:19
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Eine Adresse zum "schonenden" Bücherkauf

Kennt Ihr das?
In der Buchhandlung, wenn ihr ein Buch kauft oder bestellt oder sogar mehrere mit dem Thema Krebs, diese sofortige Reaktion der meisten Verkäuferinnen, diese Frage in den Gesichtern: Hat die/der Krebs? Wo hat sie/ er ihn wohl? Sind das ihre/seine eigenen Haare?
Oder andere Kunden, die sich verstohlen umdrehen oder weggucken?
Habt Ihr das auch satt? Flüsternd oder nuschelnd eine Bestellung aufzugeben und sich hinterher immer noch mit den Reaktionen anderer auseinandersetzen müssen??

Für alle, für die amazon nicht in Frage kommt, gibt es in Deutschland einen besonderen Service, den Patientenliteraturdienst, den eine engagierte Frau betreibt.
Ob sie auch in die Schweiz oder nach Österreich liefert, weiss ich zwar nicht, aber da darf man sicher anfragen.
Jedenfalls wollte ich Euch dieses Angebot nicht vorenthalten.
Guckt doch mal ins Angebot unter:
http://www.patientenliteratur.de/index.htm

Liebe Grüsse
Ladina
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  #15  
Alt 05.04.2004, 20:38
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ROMAN ÜBER TRAUER UND ABSCHIED
*******************************


Titel:P.S. Ich liebe Dich
Autorin: Cecelia Ahern
Verlag : Krüger, 2004
ISBN : 3-8105-0140-9, Gebunden, 416 Seite

Preisinfo : 16,90 Eur[D] / 17,40 Eur[A] / 30,10 sFr


auch als CD im Hörverlag erhältlich:
Ahern, Cecelia
P.S. Ich liebe Dich
Sprecher: Hain, Jeanette
Verlag : DHV - Der Hörverlag /VM
ISBN : 3-89940-359-2
Seiten/Umfang : Gesamtlaufzeit ca. 280 Min.
Erschienen : 1. Auflage 19.02.2004
Preisinfo : 27,95 Eur[D] / 27,95 Eur[A] / 48,50 sFr




Inhalt:
Die Autorin Cecilia Ahern, Tochter des irischen Ministerpräsidenten, beschreibt in ihrem Roman, wie Holly den Tod ihres krebskranken Mannes verarbeitet. Holly und Gerry hatten einen einfachen Plan: Sie wollten für den Rest ihres Lebens zusammenbleiben. Hollys Mann Gerry ist tot, er starb an einem Gehirntumor. Und Holly weiß nicht, wie sie alleine weiterleben soll. Mit 29 scheint ihr Leben schon zu Ende. Doch dann entdeckt sie, dass Gerry ihr während seiner letzten Tage Briefe geschrieben hat und jeden mit P.S. Ich liebe Dich" unterschrieb. Diese Briefe enthalten stellen Holly Aufgaben für jeden Monat des laufenden Jahres. In ihr entsteht das Gefühl, ihr Mann nimmt noch über seinen Tod Anteil an ihrem Leben. Die Gefühle Trauer, Unsicherheit, Lethargie, Freude am Leben wechseln sich in schneller Folge ab, so dass man als Leser zwischen weinen und lachen pendelt, der Untertitel des Buches "Schreien vor Schmerz, besoffen vor Glück" passt wirklich gut.

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASI...058690-3267213
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