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  #1  
Alt 11.10.2017, 19:19
monika.f monika.f ist offline
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Liebe Forumsmitglieder,

seit einer Woche lese ich wieder hier rum. Bin so ziemlich am durchdrehen und gehe morgen zu meiner Hausärztin mit der Bitte, mir ein Beruhigungsmittel zu verschreiben.

2013 hatte ich ein Karzinom in der Tonsillenloge (Mandeln), T1, kein Lymphknotenbefall, keine Metastasen. Eine OP mit noch einer Nachresektion, keine Chemotherapie, keine Bestrahlung, engmaschige Kontrollen (1mal im Jahr Lunge röntgen, alle 3 Monate niedergelassener HNO-Arzt, 2mal jährlich Pandendoskopie).

Der niedergelassene HNO-Arzt hat dann wohl eine Leukoplakie falsch eingeschätzt, aber dieses Jahr im Januar wurde es bei der Panendoskopie als Karzinoma in situ erkannt und entfernt.

Wieder engmaschige Kontrollen, die letzte Panendoskopie, bei der auch Speiseröhre und Magen gespiegelt wird, war Ende Mai 2017. Jetzt, nach 4einhalb Monaten statt 6 hatte ich die erneute Spiegelung vorgezogen, weil ich im November eigentlich in Urlaub fahren wollte.

Aber dann: Im Hals alles prima, aber ab 27 cm gemessen von Zahnreihe, also das untere Drittel der Speiseröhre wohl, unklare Raumforderung. Biopsie wurde genommen, am Montag kriege ich das Ergebnis. Aber was soll es noch sonst sein? Pilz, ich bin nicht immunsupprimiert. Sodbrennen habe ich auch bisher nicht bemerkt, außer bei Stress. Ich rauche und ich trinke Alkohol, naja, prima ...

Meine Fragen vorerst bis ich den Befund habe:

1. Hat jemand Erfahrungen mit Beruhigungsmitteln, oder steht Ihr das alles tapfer durch? (Ich bin eher an der Grenze zum Untergewicht, und wenn ich aus Angst und Unruhe nichts essen kann, ist das wahrscheinlich nicht so gut.)

2. Wie schnell sich so was entwickelt, dazu finde ich nur den Ausdruck 'schnell'. Sind 4einhalb Monate schnell oder langsam?

3. Wenn es nun doch im Anfangsstadium wäre, dazu habe ich gelesen, es gibt die Mukosektomie, hat jemand das mal gehabt?

4. Erfahrungen mit Kliniken: Wie funktioniert das, wenn man in eine Spezialklinik will, die aber weiter entfernt ist? Kriegt man da gleich Termine? Kann man Voruntersuchungen vor Ort machen lassen?

Also so praktische Überlegungen stelle ich schon an, aber erst mal bin ich ziemlich durch den Wind. Kann auch grade nicht arbeiten (freiberuflich).

Viele, die hier berichten, haben ja einiges durchgemacht, ich weiß nicht, ob ich so tapfer sein kann.

Über Antworten würde ich mich freuen.

Grüße,

Monika (57)
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  #2  
Alt 18.10.2017, 00:05
Susi705 Susi705 ist offline
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Standard AW: Anfangsstadium?

Liebe Monika,

ich kann dir leider nicht auf alle deine Fragen eine Antwort geben, aber zu Punkt 4 kann ich dir sagen: Ja, das geht, und das würde ich auch so machen.
Mein Vater war dann 4 Tage in der Spezialklinik für Untersuchungen, Chemo und Bestrahlung wurden aber bei uns im örtlichen Krankenhaus gemacht.

Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute und drücke dir die Daumen, dass der Befund nicht so schlimm ausfällt.
__________________
Mein Papa - Speiseröhrenkrebs 07/2015 - 11/2015 -> aktuell krebsfrei :-)

Geändert von gitti2002 (18.10.2017 um 00:40 Uhr)
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  #3  
Alt 27.10.2017, 14:35
monika.f monika.f ist offline
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Standard AW: Anfangsstadium?

Liebe Susi,

erst mal vielen Dank für die Antwort! Ich schreibe jetzt erst wieder, nachdem ich einige Untersuchungen und Gespräche hatte und heute morgen mir Köln, Offenbach und Freiburg mal als Ansprechpartner rausgesucht habe, Heidelberg hatte ich schon letzte woche kontaktiert und habe einen Termin am 06.11.

der Arzt vom Uniklinikum Mannheim hat gestern tatsächlich gesagt, dass ich für die OP in eine Spezialklinik gehen soll, der Arzt, der das in Mannheim gemacht hat, verlässt die Klinik im Januar.

Nun sind die in Mannheim schon sehr bemüht, möglichst bald mit Chemoradiotherapie anzufangen. ich habe jetzt aber die 3 anderen Kliniken mal angeschrieben und um eine Zweitmeinung gebeten, ob Radiochemo unbedingt erforderlich ist oder ob es nach Radiochemo auch ohne OP ginge. Der tumor sitzt oberhalb der kardia bei 29 cm ab frontzahnreihe, umfasst ein fünftel der Zirkumferenz und ist 1 cm groß. der Lymphknoten daneben 8 mm.

Nun frage ich mich, ist das groß oder klein? Beschwerden habe ich ja gar keine, aber ich habe nur 52 kg bei 168 cm (schon immer bis auf den babyspeck vor 45 jahren), bringt mich dann nicht eher die kombinierte Chemoradiotherapie plus OP um als der Krebs?

Diese Fragen habe ich jetzt mal an die anderen 3 Kliniken geschickt mit eingescannten Befunden.

Abends einschlafen kann ich noch einigermaßen, aber wenn ich wach werde, dann dreht sich alles nur noch um diesen ganzen Mist.

Allen Mitlesenden alles Gute!

Monika
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  #4  
Alt 30.10.2017, 00:21
Susi705 Susi705 ist offline
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Standard AW: Anfangsstadium?

Liebe Monika,

der erste Ort, den du dir für die Zweitmeinung rausgesucht hast ist eine gute Wahl.

Normalerweise müsste es recht schnell gehen, bis die sich melden, ansonsten auch mal im Case Manegement anrufen.
1cm ist (nach meiner Erfahrung, ich bin kein Arzt) noch klein. Mein Vater hatte einen Tumor von 7cm an der Stelle 27cm unterhalb der Zahnreihe und heute geht es ihm gut und er ist krebsfrei

Oft können Chemo und Bestrahlung vor Ort bei dir im Krankenhaus gemacht werden, für die OP gehts dann in die Spezialklinik, die auch die Therapieempfehlung an die Kollegen weitergibt. Ich drücke dir die Daumen.
__________________
Mein Papa - Speiseröhrenkrebs 07/2015 - 11/2015 -> aktuell krebsfrei :-)
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