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  #1  
Alt 13.12.2004, 16:12
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Standard Impfung

Hallo Claudia,

ich hab hier einfach mal nen neuen thread angefangen zum Thema Impfung. Dann haben wir und vor allem neue Leute es nicht so schwer und müssen uns durch 141 MM-Seiten wühlen. Vielleicht können Babs, Reinhard, Chris, Ophelia u. a. mit eventuellen Antworten hier was dazu schreiben. Dann haben wir alles konzentriert zum späteren Nachlesen beisammen.

Es gibt allein in Deutschland bestimmt an die 20 verschiedene Impfstudien. Wir Laien denken immer nur an die 2 Kategorien: mit oder ohne eigene Tumorzellen. Aber die Immunologie ist ein hoch kompliziertes Gebiet. Wenn mich irgendwann kein Interferon mehr an der Konzentration hindert, werde ich mich da genauer einarbeiten.
Unter studien.de und unter kimt.de findet man eine Auflistung der wichtigsten Impf-Studien. Dort wird einem schlagwortmäßig die Zusammensetzung von Peptid-Cocktails um die Ohren gehauen: MAGE, LAGE, MART, MelanA, Gnt-V, Tyrosinase usw. Weiterhin gibt es die stimulierende Faktoren wie GM-CSF oder CD40-Ligand. RNA spielt eine Rolle genauso wie die dendritischen Zellen als "Taxi" zum Abschleppen von Melanomzellen in die Lymphknoten. Wenn man sich die Kombinationsmöglichkeiten aus diesen vielen Faktoren des Immunsystems ausrechnet, käme man locker auf Hunderte von verschiedenen Impfstudien.
So viel "Probierei" kommt auch aus meiner Sicht derzeit weltweit zusammen. Wenn Babs also gehört hat, dass es etwas Neues gibt und anderes veraltet ist, dann resultiert das einfach aus der Vielzahl von Möglichkeiten. Das heißt in meinen Augen noch nicht, dass die jüngsten Ideen für Studien besser sein müssen als die, die schon länger im Gange sind.

Zum Thema "dendritische Zellen" gibt es einen Zwischenbericht, aber nur zur Impfung mit allogenen (also nicht körpereigenen) Zellen. Unter "http://www.asco.org/ac/1,1003,_12-002643-00_18-0026-00_19-001479,00.asp" ist die magere Ansprechrate von 5,5% genannt. Es war immerhin eine multizentrische Studie von 6 Unis, also wird das Ergebnis einigermaßen verlässlich sein. Zur autologen Impfung mit dendritischen Zellen, also das was Christian macht, habe ich noch keinen Zwischenbericht gefunden.

Bei der Interpretation von Studienergebnissen muss man sehr genau darauf achten, was angegeben wird. Es nutzt nichts, wenn eine Studie 30% Ansprechrate verspricht. Das ist ja nur der Anteil der vorübergehend schrumpfenden Metastasen. Wichtig ist die "overall survival"-Rate (OS). Und die ist leider bei Impfungen bisher fast genauso mickrig wie bei Chemo. Es gibt eine Menge neuer Chemo-Medikamente, die auch Ansprechraten von ca. 30% haben. Aber leider ist die Überlebensrate bei Chemo – wie wir alle wissen – nicht in dieser Größenordnung.

Die erste Zulassung als Impfmedikament wird voraussichtlich in 2 Jahren die Fa. Cancervax bekommen. Sie preist eine Überlebensrate von 20-40% für Stadium IV an. Ob dahinter aber nicht verkaufstaktische Gründe stecken, weiß niemand.

Mit anderen Worten. Ein Durchbruch in der Melanom-Behandlung ist immer noch nicht in Sicht. Also ist meine Devise weiterhin: Zeit und Prozente schinden! Hier ein paar Prozente durchs Interferon mitnehmen, da notfalls auf eigene Kosten eine Impfung mitmachen, dort allerlei durch gesunde Lebensweise und psychische Ausgeglichenheit gewinnen, ab und an mal ein paar Sondermaßnahmen (HT + Co.), die auf alle Fälle nicht schaden usw. usw. …
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  #2  
Alt 14.12.2004, 19:17
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Standard Impfung

Hallo Reinhard44,

du schreibst "18 Seiten mit über 350 Themen - wenn man nur darin wie bei google gezielt suchen könnte". Das ist wirklich für alle ein Problem. Wenn man die Suchfunktion des Forums nutzt, landet man meist auf S. 1 der Rubrik "Malignes Melanom" und kann dann die 141 Seiten von Hand durchblättern.
Ein Ausweg, den wir alle gemeinsam angehen könnten, ist öfter mal nen neuen thread anzufangen. Die werden einem ja beim Suchen angezeigt und man wird schnell fündig (außer man kriegt den Riesenbandwurm "Malignes Melanom" angezeigt).
Deshalb hatte ich für das so immens wichtige Thema "Impfung" diese neue Rubrik angefangen. Du gestattest, dass ich deine interessanten Angaben zu mRNA mal hier reinkopiere:

"In einem Bericht fand ich genauer, dass ich mit 'Protamin-stabilisierter mRNA (0,64 mg)' geimpft werde. Diese mRNA ist scheint's nicht so einfach herzustellen, sagte mir jemand, der den Chef einer Herstellungsfirma (CureVac?? siehe unten) kennt.

Bei google gibt's über 33400 deutsche Fundstellen 'mRNA'!
Aus
http://www.calsky.com/lexikon/de/txt/m/mr/mrna.php :
"Die mRNA (Boten-RNA, vom englischen messenger-RNA) ist eine direkte RNA- Kopie eines zu einem Gen gehörigen Teilabschnitts der DNA. .... "

oder
http://www.vs-c.de/vsengine/vlu/vsc/...rna.vscml.html
"Die messenger RNA (mRNA) ist wörtlich übersetzt ein Bote, der eine „Nachricht“ vom „Kontrollraum“ DNA zur Proteinfabrik Ribosom bringt. ...."

Hoffentlich kommt der Bote richtig an!

oder
http://www.leonardo-venture.de/betei.../portfolio.php
"CureVac GmbH

Die Wissenschaftler des Tübinger Unternehmens CureVac GmbH verfolgen das Ziel, mittels RNA-Technologie eine genetische Impfung gegen HIV, Hepatitis B und Tumoren zu entwickeln. Die Arbeiten der Forscher können Therapien von Krankheiten, wie zum Beispiel Krebs- oder Viruserkrankungen grundlegend verändern. Die klinischen Versuche werden bereits durchgeführt.

In der menschlichen Zelle existieren verschiedene RNA-Moleküle, die jeweils unterschiedliche Aufgaben bei der Proteinherstellung haben und die genetische Information der DNA übersetzen. Der Forschungsansatz con CureVac geht zurück auf eine Entdeckung, die der Unternehmensgründer Dr. Hoerr während seiner Promotion machte. Er fand in Laborversuchen mit Mäusen heraus, dass die mit Protamin stabilisierte mRNA eines Antigens zu einer spezifischen Immunantwort führen kann. In der Zelle wird RNA später abgebaut und verbleibt nicht im menschlichen Körper, wie dies bei der Gentherapie mit DNA-Impfstoffen der Fall ist. Die Innovation von CureVac besteht in der Entwicklung eines neuen leistungsfähigen Impfkonzeptes mit allen Vorteilen der DNA-Immunisierung, aber ohne deren riskanten Nachteile. Die RNA-Technologie ermöglicht individuelle Therapien mit hoher Wirksamkeit und Sicherheit. Langfristig soll der Markt der genetischen Immunisierung fast vollständig von ihr abgedeckt werden.

Derartige Produkte, wie sie das Team der Wissenschaftler entwickeln, können Märkte in Milliardenhöhe erschließen.
CureVac unterhält zahlreiche wissenschaftliche und industrienahe Kontakte innerhalb von Europa sowie nach Asien. Seine an der Praxis orientierte Forschung wird das Unternehmen zu einer aufstrebenden Firma im Bereich der Biomedizin machen. Bereits wenige Wochen nach seiner Gründung konnte das süddeutsche Biotechnologie-Unternehmen einige Wettbewerbe gewinnen. Unter anderem erhielt es eine Prämierung für die beste Geschäftsidee im Wettbewerb Baden Württemberg “Business Chance 2000” und gewann den Förderwettbeweb des Landesprogramms “Junge Innovatoren”.

http://www.curevac.de ...."
--------------
Uferloses Suchen ist möglich - was hilft es mir? Schließlich muss ich doch den Spezialisten trauen und hoffen, dass die Entwicklungsfirmen aus Zeitdruck, Geldnot, ... keinen Fehler machen und den Menschen nicht vergessen.

Gut, dass das Impfen mit dendritischen Zellen doch Erfolge hat!
Kampf den MM und Metas!!!"




Christian und Ophelia, vielleicht kopiert ihr die Angaben über eure Impfungen auch mal hier rein. Es ist für Leute, die hier ins Forum kommen und gezielt nach Impfungen suchen, immens wichtig.
Als ich letztes Jahr mein Rezidiv bekam, wollte ich hier im Forum auch gezielt nach Informationen suchen - ist aber so gut wie unmöglich. Das hat mich monatelang abgeschreckt, hier mitzumachen und ich hab mich anderweitig schlau gemacht.
Lasst uns den MM-thread zum Plaudern nehmen und für die wichtigen Einzelthemen die gesonderten threads. Chris, was sagst du als Moderator dazu?
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  #3  
Alt 17.12.2004, 18:51
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Standard Impfung

Hallo Monika,
das ist eine gute Idee!! Find ich prima! Sobald ich wieder etwas mehr Zeit habe, werde ich nach den Auskünften die ich schon mal im Forum geschrieben habe, hier raussuchen und rein kopieren.
Liebe Grüße,
Chris

PS: War gestern in Berlin und es sieht sehr gut aus!
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  #4  
Alt 17.12.2004, 20:25
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Neuigkeiten zur ersten Impfmedikament-Zulassung (Hinweis aus dem US-Forum):

Cancervax, die ja im Augenblick weltweit die Impfstudien für Stadium III/IV-Patienten durchführen, binden sich für Europa mit Serono (Schweizer Firma?) und rechnen mit einer Zulassung für Stadium III in 2007!

http://www.reuters.co.uk/newsArticle...toryID=7113111

Auf der Cancervax-Homepage http://www.cancervax.com/vaccine/immune_data.htm findet man die Zwischenergebnisse der jetzt laufenden Studien: Erhöhung der 5-Jahres-Überlebensrate für Stadium III von 36,8% auf 48,8%. Also in der gleichen Größenordnung wie Interferon, nur weniger Nebenwirkungen.

Yippie! Endlich eine Zulassung für eine Interferon-Alternative in Sicht!

Es handelt sich übrigens um eine allogene Impfung, also ohne eigenes Tumormaterial.
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  #5  
Alt 17.12.2004, 21:02
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Hallo Monika,

habe hier eine Studie gefunden, die sich ähnlich vielversprechend anhört.

http://www.hautnah-dermatologie.de/p...hd0303_163.pdf
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  #6  
Alt 18.12.2004, 21:48
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Hallo Monika,

den neuen thread "Impfung" finde ich sehr gut.
Ausser seinen eigenen Erfahrungen kann man natrlich auch fremde Hinweise angeben.
Wenn man z.B.zu einem link (URL, Webseite) noch das Wichtigste daraus kopiert, hat der Leser schneller den Überblick, und man kann auch besser suchen.

Zum Suchen gibt's ja hier auf der Hauptseite http://www.krebs-kompass.de/ sehr viele Infos; leider hab ich noch nichts ausprobiert.

Liebe Grüße,
Reinhard44

PS. Bei der Firma, mit deren mRNA ich wahrscheinlich geimpft werde, fand ich diesen Artikel.
---URL Tumor-mRNA Tübingen Impfen
http://www.curevac.de/index.php?menu...=news&layout=2
Im Impfung-Forum zusätzlich daraus den Auszug - gute? wissenschaftliche hoffnungsvolle Werbung:
"
Neue Hoffnung auf Krebsheilung durch therapeutische Impfung

(Tübingen) – ... Insbesondere bei Tumorerkrankungen mit Metastasenbildung kann von einer zufrieden stellenden Heilungschance nicht die Rede sein. Die immuntherapeutischen Verfahren, an denen derzeit intensiv gearbeitet wird, sind zum größten Teil mit beträchtlichen Risiken für die Patienten verbunden. Nun präsentiert die Tübinger CureVac GmbH einen weltweit neuartigen, sichereren Ansatz auf der Basis von stabilisierter Ribonukleinsäure (RNA). Er wird derzeit bereits in klinischen Studien an der Universitätsklinik Tübingen erprobt. CureVac arbeitet an der Entwicklung eines therapeutischen Impfverfahrens gegen Krebs ...
RNA galt wegen ihrer chemischen Instabilität und schwierigen Handhabung für die Immuntherapie bisher als ungeeignet. Deshalb setzen herkömmliche Verfahren die sehr stabile DNA (Desoxyribonukleinsäure) ein, um Erbinformation in Empfängerzellen zu übertragen. Allerdings mit großen Risiken, denn die Wirkdauer des DNA-Therapeutikums lässt sich nicht kontrollieren. Außerdem kann es zu unerwünschten Wechselwirkungen mit dem Erbgut der Patienten kommen. Diese Gefahren bestehen bei RNA nicht, da sie nicht in den Zellkern und somit in das patienteneigene Genom gelangen kann und darüber hinaus durch im Zellplasma allgegenwärtige Enzyme schnell zerstört wird. Diesen wesentlichen Vorteil macht sich RNActiveTM, eine in der Molekülstruktur stabilisierte „Genfähre“, die stabil bleibt, bis sie ihre Aufgabe erfüllt hat und dann vom menschlichen Organismus restlos abgebaut werden kann, zu Nutze.
Zusammensetzung und Länge des RNA-Strangs, also die Art und Menge der genetischen Information, können in den auf diese Technologie spezialisierten Rein-raumlaboren von CureVac variiert werden. Das Tübinger Unternehmen ist weltweit der einzige Anbieter, der in kürzester Zeit auch im Grammmaßstab exakt definierte RNA-Moleküle mit Längen von bis zu 10.000 Nukleotiden – das sind die Grundbau-steine der Erbsubstanz –, nach dem so genannten „Good Manufacturing Practice“-Standard (GMP) liefern kann. Die Qualität nach GMP ist die Voraussetzung für den Einsatz der RNA in klinischen Studien und die Entwicklung gentherapeutischer Ver-fahren.
CureVac arbeitet selbst an der Entwicklung eines Impfstoffs gegen Krebs: Der Strang aus RNActiveTM enthält Teile der Erbinformation von Tumorzellen, dessen Proteinprodukte von menschlichen Abwehrzellen als fremd erkannt werden. Nach Verabreichung von RNActiveTM in die Haut des Patienten nehmen spezielle Zellen des Immunsystems aktiv RNActiveTM auf, entschlüsseln die Erbinformationen des Tumors und präsentieren die Proteinprodukte. Auf diese Weise wird die Immunabwehr aktiviert, die nun speziell nach Krebszellen sucht und sie bekämpft. So wird die Bildung von Metastasen (Tochtertumoren), die den Erfolg konventioneller Behandlungsmethoden häufig zunichte macht, verhindert. Bei diesem Verfahren wird das menschliche Erbgut nicht verändert. Ebenso wenig gelangen Erbinformationen von Viren oder Bakterien in den Organismus, wie es bei vielen anderen gentherapeutischen Ansätzen notwendig ist, dabei aber gleichzeitig ein zusätzliches Risiko für den Patienten darstellt. Über die Verwendung in der Krebstherapie hinaus verspre-chen Impfstoffe auf der Basis von RNActiveTM gute Aussichten bei der Heilung schwer zu kurierender Virusinfektionen von Menschen und Tieren. ...
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  #7  
Alt 01.01.2005, 15:56
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Ich wünsche euch allen ein gesundes 2005.

LG
babs_Tirol

Geändert von gitti2002 (07.09.2018 um 02:16 Uhr)
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  #8  
Alt 17.01.2005, 18:34
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Forschung arbeitet an neuen Therapien gegen Hautkrebs - II. „Melanom-Impfung“

In der klinischen Erprobung befindet sich derzeit eine Art Impfung gegen Melanomzellen. An einem malignen Melanom - dem bösartigen schwarzen Hautkrebs - erkranken jedes Jahr etwa 11.400 Menschen in Deutschland. Seit den 70er Jahren haben sich die Erkrankungsraten annährend versechsfacht. Dieser Tumor ist besonders gefährlich und beim Vorliegen von Metastasen nur selten heilbar. Melanome sprechen auf eine Chemotherapie schlecht an. Neue Therapien sind also dringend erforderlich.


Einen Impfstoff gegen das Melanom testen zurzeit Forscher in Großbritannien und Australien in einer Studie. Zwar werden Melanome nicht durch eine Infektion verursacht, doch eine Art Impfung erscheint den Wissenschaftlern dennoch möglich. Der Hintergrund ist ein charakteristisches Eiweiß namens NY-ESO-1, das die Melanomzellen produzieren. Zwar erkennt und attackiert das menschliche Immunsystem dieses Protein, doch ist es in den meisten Fällen dann schon zu spät. Ziel der Forscher in Oxford und Melbourne ist es nun, das Immunsystem früher auf das Protein und damit die Hautkrebszellen „aufmerksam zu machen“. Dazu wird es Patienten mit einem nachgewiesenen Melanom injiziert.
Im australischen Melbourne haben die Ergebnisse einer Vorstudie die Wissenschaftler zum Weiterforschen ermutigt. Eine Gruppe von Hautkrebspatienten erhielt nach der operativen Entfernung des Tumors eine Injektion des neuen Impfstoffs. Eine Vergleichsgruppe blieb nach der OP ohne Impfung. Das Ergebnis: Patienten der Impf-Gruppe blieben häufiger krebsfrei als Patienten der Vergleichsgruppe. Eine weitere, umfangreichere Studie soll sich anschließen. Beteiligt sein werden Zentren in Australien und Großbritannien. Erste Ergebnisse sollen Ende 2005 vorliegen.

Quelle:
Redaktion hautstadt; Deutsches Ärzteblatt, 23. Juli 2004;
Lit.: Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) 2004, 101: 10697-10702
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  #9  
Alt 20.01.2005, 17:56
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Hallo Melanie,
meinst du mit deiner Impfung in Würzburg die Cancervax-Studie? Sie wird in Deutschland an 7 Hautkliniken durchgeführt und hat laut Cancervax-Homepage gute Ergebnisse. Die Nebenwirkungen sind gering. Der Vorsitzende des US-Melanomforums ist ein MM-betroffener Arzt, der selbst die Cancervax-Impfung mitgemacht hat. Canvaxin wird wohl das erste zugelassene Impfmedikament sein.
Ich hoffe, dass du dich hier in dieser Rubrik mit weiteren Geimpften austauschen kannst. Bist du eigentlich Stadium III oder Stadium IV? Hast du ein Gefühl dafür, ob du im Placebo-Arm gelandet bist?
Liebe Grüße von Monika
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  #10  
Alt 20.01.2005, 20:51
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Hallo Monika,

vielen Dank für Deine Mühe und den Hinweis auf die Informationen. Ich bin noch ganz am Anfang. Habe heute erst die Histologie mitgeteilt bekommen von der Op am 9.12.: O,3/ II. Da ist schon etwas schief gelaufen!! Jetzt soll ich mich nachschneiden lassen. Ich bin im Zweifel, ob das noch etwas bringt. Da wird von Eile geschrieben und dann passiert in einer Fachklinik diese Nachlässigkeit. Eine Entschuldigung bringt die verschlafene Zeit auch nicht zurück!! Ich bin sauer und unsicher was nun besser für mich ist. Liebe Grüße Melanie
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  #11  
Alt 20.01.2005, 23:13
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Hallo Melanie,
ich kann dich beruhigen - da ist nichts schiefgelaufen! Es ist normal, dass man nachgeschnitten wird. Das war bei fast allen von uns so. Und für den Nachschnitt sind bis ca. 6 Wochen Zeit ausreichend.
Je tiefer ein Melanom war, umso mehr Sicherheitsrand drumherum soll weggeschnitten werden. Da der Arzt beim Rausschneiden die Tiefe noch nicht kennt, kann er die Vorschriften für den Sicherheitsabstand natürlich nicht einhalten. Er ist also mehr oder weniger auf Schätzen angewiesen und will natürlich auch nicht zu viel rausschneiden, falls es gar kein Melanom wäre. Deshalb muss halt häufig nachgeschnitten werden.
Deine 0,3 mm sind ja relativ harmlos. Da kann man davon ausgehen, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit nie wieder was kommt. Ich könnte mir vorstellen, dass sie bei dieser Dicke noch nicht einmal den Wächterlymphknoten (Sentinel) untersuchen. Das wird in jeder Klinik etwas anders gehandhabt.
Ich nehme an, dass du wegen der Impfung erst mal nur aus Neugier nachgefragt hast. Du bist ja nach jetzigem Stand Stadium I (< 1 mm) und dafür werden keine Impf-Studien gemacht.
Ich kann mir vorstellen, dass du heute erst mal nur Panik, Ärger und Angst über die Diagnose hattest. Trotzdem kannst du erst mal ganz gelassen den Nachschnitt angehen. Der wird bestimmt komplett ohne Krebszellen sein!
Liebe Grüße von Monika
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  #12  
Alt 21.01.2005, 21:18
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Hallo Monika,
am Anfang versucht man alle Informationen zu verschlingen. Mit der Zeit fängt man dann das Sortieren an.
Die 6 Wo seit dem Erstschnitt sind leider schon um. Der Nachbefund kam verspätet, weil die Klinik meine Unterlagen verlegt hatte. Ich kann es nicht mehr ändern und muß das beste aus meiner Lage machen.
Vielen Dank für Deine Mühe.
Liebe Grüße Melanie
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  #13  
Alt 31.01.2005, 10:23
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Hallo Monika,
die Impfung die Liliane und ich machen haben nichts mit dentritischen Zellen zu tun. Dentritische Zellen sind aus dem Körper entnommene Krebszellen die beladen werden.
Unsere Impfung ist nur Synthetisch: also mit Melan A Peptiden, GM-CSF=Interleukin! Interleukin ist der Stimulant. Wie Du schon richtig schreibst. Man kann dabei viel durcheinander bringen. Ist wirklich nicht einfach mit diesen verschiedenen Impfungen.
Die in der UKBF halten nicht viel von der Impfung mit Dentritischen Zellen. Kann mal wohl nicht so gut nachweisen.
Viele Grüße,
Christian
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  #14  
Alt 03.02.2005, 15:38
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26.01.2005, 15:47

Hallo Christian!

Bin auch in Berlin in der Studie mit Tyrosinase. Habe hier gelesen, daß Du jetzt damit fertig seien müßtest. Schreib mal, wie es Dir dabei erging und vor allem ob es bis jetzt was gebracht hat.
Währe Dir sehr dankbar.

Viele Grüße
Liliane
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  #15  
Alt 03.02.2005, 15:40
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27.01.2005, 08:46

Hallo Liliane,
fertig bin ich nicht mit der Impftherapie. Die Impfabstände werden nur vergrößert. Ich denke, sie wird noch lange Jahre bzw. Lebenslänglich weiter gehen. Meine Ärztin in der UKBF meinte, eine Impfung muß immer wieder aufgefrischt werden. Auch der Prof. hat mir davon erzählt.
Eigentlich sollte diese Impfung ja keine Nebenwirkungen haben, aber, ich hatte doch ein wenig davon. Am Anfang dicker roter Oberschenkel und eine heftige Hautallergie. Hab dann dagegen wieder Paracetamol und Tavigil genommen. Das ging ganz gut. Die Ärtztin sagte zu mir, das das ein sehr gutes Zeichen ist, da man merkt, daß der Körper reagiert. Es tut sich was meinte sie. Die Blutwerte sind alle ok.
Denke schon das es was gebracht hat. Die letzte Metastase hatte ich letztes Jahr im März. Zu der Zeit fing ich mit der Therapie an und bis heute hatte ich Ruhe.
Anfang März muß ich wieder nach Berlin zur Untersuchung und weiteren Besprechung. Dann kann mir die Ärztin auch mehr sagen, da bis dahin das Blut noch weiter untersucht wird.
Bis Du in der gleichen Klinik? Bei wem bist Du denn in Behandlung? Und wie geht es Dir damit?

Viele Grüße,
Christian
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