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  #16  
Alt 20.04.2006, 23:48
Ladina Ladina ist offline
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Standard AW: Buchtipps zum Thema Kehlkopfkrebs

Diagnose: Kehlkopfkrebs im Alter von 55 Jahren

ERFAHRUNGSBERICHT EINES KEHLKOPFKREBS-PATIENTEN
*************************************************

Titel: Du kannst ja wieder lachen!
Untertitel: Kehlkopfkrebs - mein Leben danach
Autor: Jürgen Pöhner
Verlag : Karin Fischer, Februar 2006
ISBN : 3-89514-579-3 , Paerback, 152 Seiten, 15 farbige Fotos

Preisinfo : 11,50 Eur[D] / 11,80 Eur[A] / 19,70 sFr

Erhältlich im Buchhandel oder bei:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3895145793
http://www.karin-fischer-verlag.de/F...herframe-E.htm


Klappentext:
In diesem sehr persönlich gehaltenen Buch beschreibt Jürgen Pöhner die Zeit vor seiner Kehlkopfoperation, den Klinikaufenthalt und die anschließenden Monate und Jahre - den schweren Weg zur Bewältigung seines neuen Lebens als kehlkopfloser Halsatmer, das Auf und Ab von Fortschritten und Rückschlägen, Freude und Enttäuschungen, die ersten Sprechversuche bis hin zu eigenen Erfahrungen im Alltag, das Neue im Umgang mit anderen Menschen, den Unterricht mehrerer Sportgruppen und schließlich das Erreichen großer eigener sportlicher Erfolge.

Anmerkung von Ladina:
Ein sehr einfühlsamer und mutmachender Bericht, den ich jedem Betroffenen und auch ihren Angehörigen sehr empfehlen kann!
Der Bericht beschränkt sich nicht nur auf das rein medizinische, sondern lässt auch Platz für psychische Aspekte im Erleben der Krankheit, aber auch für eine Reisebeschreibung des Autors oder die Schilderung seines liebsten Hobbies, das Tanzen.

Ein wichtiges Buch und mitunter der einzige derzeit erhältliche Patientenbericht in Buchform zum Thema Kehlkopfkrebs

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(Zitat aus eigenem Gedicht, Copyright by Ladina)

Geändert von Krebs-Kompass-Buchtipps (10.12.2006 um 17:54 Uhr)
  #17  
Alt 21.07.2006, 22:44
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Standard AW: Buchtipps zum Thema Kehlkopfkrebs

Und nochmals ein fantastisches Buch zum Thema : Kehlkopfkrebs

Diagnose: Kehlkopfkrebs

ERFAHRUNGSBERICHT EINES BETROFFENEN
************************************

Titel: Zurück ins Leben
Untertitel: Ein Kehlkopfloser erzählt
Autor: Jens-Uwe Kukla
Verlag : Books on Demand , April 2006
ISBN : 3-8334-4827-X , Paperback, 192 Seiten
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/383344827X
Preisinfo : 13,90 Eur[D] / 14,30 Eur[A]

erhältlich im Buchhandel

Verlagstext:
Wenn Sie ohne Stimme aufwachen, sind Sie fest davon überzeugt, daß dieser Schock mit Halsbonbons oder mit Medikamenten bald überwunden ist. Schon der Gedanke, daß dieser Zustand länger anhält oder gar ewig dauern könnte, ist so grausig, daß Sie ihn wie eine aufdringliche Wespe mit aller Konsequenz verscheuchen wollen. Nach der niederschmetternden Diagnose Kehlkopfkrebs und der darauf folgenden vollständigen Entfernung des Kehlkopfes einschließlich der Stimmbänder, wußte der Autor jedoch nicht, welches Schicksal ihn erwartet und insbesondere, ob er sich jemals wieder normal verständigen kann. Das Leben mit diesem Schicksalsschlag schildert er beeindruckend einfühlsam, lebensbejahend und mutig, aber auch informativ, interessant und spannend. Das Buch ist nicht nur für Menschen ohne Kehlkopf und ihre Familien gedacht, sondern auch sehr lesenswert für medizinisches Personal sowie für alle, die an der Überwindung eines schweren Schicksalsschlages interessiert sind.

Der Autor ist Vorsitzender der Selbsthilfegruppe Kehlkopflose Berlin-Brandenburg
http://www.kehlkopflose-berlin.de/kontakt.htm

Anmerkung von Ladina:
Dr. Jens-Uwe Kukla machte wie zahlreiche andere die schmerzvolle, dunkle Erfahrung, dass mit der Entfernung des Krebses auch die Stimme verloren ging.
Er setzte sich hin und schrieb gegen die Sprachlosigkeit an, schrieb gegen die dunklen Zeiten in ihm an, setzte sich mit all seinem Erleben auseinander und er steckte sich auch Ziele. Er wollte richtig zurück ins Leben, voll integriert bei allem, was auch andere so selbstverständlich machen und doch blieb ihm die Besonderheit bewusst.
Jens -Uwe Kuklas Bericht ist zum einen eine sehr lebendige Schilderung seiner Erfahrungen mit seiner Krankheit und deren Behandlung, geht aber über den Erfolg des Erlernens der Ösophagusstimme hinaus und gibt Einblick in das jetzige Leben des Autors. Er kann wieder reisen und ist Vorsitzender der Selbsthilfeorganisation Kehlkopflose Berlin-Brandenburg.
Ein hoffnungsvoller Bericht, dem ich viele Leser wünsche!

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Geändert von Krebs-Kompass-Buchtipps (10.12.2006 um 17:55 Uhr)
  #18  
Alt 15.04.2007, 21:16
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ERLEBNISSE VON UND MIT KEHLKOPFLOSEN MENSCHEN
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Titel: Drachen der Angst übersteigen
Untertitel: Geschichten von Kranken, die das gewagt haben. Erlebt und erzählt von einem Sozialarbeiter der Universitätsklinik Mainz
Autor: Jochen Herlt
Verlag : Iatros, Oktober 2005
ISBN : 978-3-937439-11-2 , Paperback, 104 Seiten

Preisinfo* : 10,00 Eur[D] / 10,30 Eur[A] / sFr. 19.60

Erhältlich im Buchhandel oder bei:

http://www.amazon.de/Drachen-%C3%BCb...6660946&sr=1-1

*Der gesamte Erlös aus dem Verkauf dieses Buches unterstützt den Bezirksverein der Kehlkopflosen Rhein-Nahe-Pfalz e.V., Mainz


Verlagstext:

Krisen gehören zum Leben, aber Krisen machen Angst. Die Angst kann bei schweren Erkrankungen riesengroß sein, bedrohlich wie ein Drachen.
Die Geschichten dieses kleinen Buches erzählen von Menschen, die bei schwerer Erkrankung zu-erst wie gelähmt vor diesem Drachen standen, dann aber den Mut fanden, den Drachen zu übersteigen.
Dabei erhielten sie Unterstützung durch die psychosoziale Beratung eines Sozialarbeiters, der sechzehn Jahre in der Universitätsklinik Mainz ge-arbeitet hat.
Er hat die Geschichten der Betroffenen unmittelbar nach seiner Begegnung mit diesen aufgeschrieben. Alle Geschichten geben authentisch Erlebtes wieder.
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"In einem Buch von Anthony de Mello habe ich folgende Geschichte vom Zauberer und dem Drachen gefunden:

In China gab es einst einen riesigen Drachen, der von Dorf zu Dorf kroch und wahllos Vieh, Hunde, Küken und Kinder tötete. Also wandten sich die Dorfbewohner an einen Zauberer, der ihnen in der Not helfen sollte. Der Zauberer sagte: "Ich kann den Drachen nicht selbst erschlagen, denn obwohl ich ein Hexenmeister bin, habe ich doch zu große Angst. Aber ich werde den Mann für euch finden, der es tun wird."
Bei diesen Worten verwandelte er sich in einen Drachen und legte sich auf einer Brücke auf die Lauer, so dass jeder, der nicht wusste, dass es der Zauberer war, Angst hatte, vorbei zu gehen. Eines Tages kam jedoch ein Reisender zu der Brücke, stieg ruhig über den Drachen hinweg und ging weiter.
Der Zauberer nahm sofort wieder menschliche Gestalt an und rief dem Mann zu: "Komm zurück, mein Freund. Wochenlang habe ich hier auf dich gewartet."

Angst liegt nie in den Dingen selbst, sondern darin, wie man sie betrachtet."

In meinen Beratungsgesprächen als Sozialarbeiter mit schwer kranken Menschen hatte ich eine ähnliche Rolle wie der Zauberer. Ich wusste: "Du kannst den Drachen Krebs, MS oder wie immer er heißen mag, nicht erschlagen. Aber du kannst denen, die davor stehen, helfen, ihren Drachen zu übersteigen."
Es ging mir zuerst darum, Patienten und ihre Angehrigen zu ermutigen, die vom Drachen ausgelösten lähmenden Ängste nicht zu verdrängen, sondern zu betrachten. Dabei fanden sie ihre Sprache wieder, getrauten sich, das Wort "Krebs" in den Mund zu nehmen. Einen Feind beim Namen zu nennen, bedeutet ja, Macht über ihn zu gewinnen.

In diesem wachsenden Selbstvertrauen lernten sie, die oft ge-sichtslosen Ängste genauer anzuschauen, z. B. bei Kehlkopfkrebs die Angst, nicht mehr sprechen zu können. Bei dieser Betrachtung lenkte ich ihren Blick auch auf ihre persönlichen Stärken: ihre Kraft, ihre Lebenserfahrung, ihr Vertrauen, ihren Glauben, ihren Mut, ihre Hoffnung, ihre Familie, ihre Freunde usw.
Gleichzeitig informierte ich sie über medizinische, berufliche, soziale und finanzielle Hilfen sowie über Selbsthilfegruppen, damit sie das Gefühl bekamen, mit ihrem Problem nicht allein zu stehen.
Das Beratungsziel war erreicht, wenn sich der Kranke nach dem Gespräch sagen konnte: "Das schaffe ich!"


Alle Geschichten sind erlebte Geschichten. Sie wurden unmittelbar nach der Begegnung mit Betroffenen aufgeschrieben und geben authentisch Erlebtes wieder.
Dabei richtet sich das Interesse beim Leser sicherlich auf die entscheidende Frage:
Wird dieser Mensch den Drachen übersteigen?
Was tut er, wenn er seiner Angst in die Augen schauen muss?
Bekommt er dabei Unterstützung?
Wie wird er sein Leben trotz der Krankheit meistern?
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  #19  
Alt 11.05.2007, 23:27
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1978 erkrankte Bernhard Häring schwer an Kehlkopfkrebs, so daß er nach mehreren operativen Eingriffen das Sprechen neu lernen mußte. Obwohl er nur noch mühsam und flüsternd reden konnte, setzte er dennoch seine Tätigkeit in der Wissenschaft wie in der kirchlichen Öffentlichkeit mit dem bisherigen Engagement fort.

AUFZEICHNUNGEN EINES BETROFFENEN SEELSORGERS
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Titel: Ich habe deine Tränen gesehen
Untertitel: Trostbuch für Kranke und ihre Wegbegleiter
Autor: Bernhard Häring
Verlag: Herder, 1998
ISBN 3-451-26684-9, Paperback, 112 Seiten

Leider im Buchhandel vergriffen, Suchen via www.eurobuch.com

http://www.dioezese-linz.at/pfarren/...3%BCcherei.asp

http://www.hospizverein-landshut.de/buecher.htm

Verlagstext:
Hier spricht Bernhard Häring nicht als der große Theologe, sondern als Mensch und Christ, der selber im Leid die Grenze des Lebens erfahren hat: "Ich begebe mich auf den Weg der narrativen Annäherung und wage es, von meinem Umgang mit Krankheit zu erzählen, nicht weil ich meine, darin Vorbild zu sein, sondern vielmehr in der Erwartung, dass der Leser sich auf weiten Strecken selbst wiedererkennt." Dabei geht er vor allem der einen Frage nach: Welche Rolle spielt der Glaube in dunklen Phasen meines Lebens?
Die Erfahrungen, die er selbst mit und während seiner Kehlkopfkrebs-Erkrankung machte, fliessen in diese Aufzeichungen hinein, spenden Trost und machen Hoffnung.

Bernhard Häring starb im Jahr 1998, 20 Jahre nach der Krebserkrankung an Altersschwäche.
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  #20  
Alt 07.08.2008, 22:58
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ERFAHRUNGSBERICHT EINES BETROFFENEN
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Titel: Wen interessiert das schon?
Untertitel: Autobiografie
Autor: Roland Maschke
Verlag: Edition fischer, September 2006
ISBN 978-3-89950-182-7, Paperback, 440 Seiten

Preisinfo: 19,80 Eur[D] / 20,40 Eur[A] / 34,80 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.

Erhältlich im Buchhandel

Verlagstext:
Mit 46 Jahren erhält Roland Maschke die niederschmetternde Diagnose: Krebs. Der Kehlkopf muss entfernt werden. Sprechen ist nur noch mit einem Sprechgerät möglich.
Vier Jahre später: Der Krebs hat in der Lunge gestreut.
Roland Maschke schwankt zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Doch er hat Menschen, die ihm Mut machen, eine Familie, bei der er Rückhalt findet, Freunde, die zu ihm halten. Er nimmt den Kampf gegen den Krebs auf, findet neues Glück, lebt bewusster und weiß: Ich werden den Krebs besiegen! Leben, ich komme."
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  #21  
Alt 19.08.2008, 19:47
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Diagnose: Kehlkopfkrebs im Alter von 65 Jahren, zuvor bereits an einem Stimmbandtumor und Nierenkrebs (beide Anfangsstadium) erkrankt.

ERLEBNISBERICHT EINES TRACHEOSTOMA-TRÄGERS
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Titel: Die neue Stimme
Untertitel: Lebensqualität durch Akzeptanz
Autor: Werner Jakobi
Verlag : Books on Demand, Juni 2007
ISBN : 978-3-8334-9820-6, Paperback, 96 Seiten, 1 schwarz-weiss Abbildung
Preisinfo : 8,90 Eur[D] / 9,20 Eur[A] /CHF 16.80
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.

erhältlich im Buchhandel

Klappentext:
Werner Jakobi, 1933 in Ostwestfalen geboren, ist passionierter Ostsee-Segler. Nach einem fünfmonatigen Törn 1998 rund um die skandinavische Ostsee erkrankte er an Kehlkopfkrebs. Schon wenige Wochen nach seiner langen Reise wurde ihm der Kehlkopf mit einer Total-Operation entfernt und ihm ein künstlicher Ausgang der Luftröhre angelegt, ein so genanntes Tracheostoma. Das bedeutete, von heute auf morgen keine Stimme mehr zu haben.
Bereits einige Wochen nach der Operation begann Werner Jakobi mit Hilfe einer erfahrenen Logopädin mit dem Training für eine Ersatzstimme. Mit eisernem Willen und viel Fleiss gelang es ihm, mit Hilfe einer rein mechanischen Stimmprothese eine neue Stimme zu erlernen. So gut zu erlernen, dass er wieder in seinen Beruf zurückgehen konnte. Noch heute führt er eine beratende Tätigkeit aus, die seine Stimme ständig fordert.

Mit diesem Buch schildert er, wie er mit der plötzlichen schweren Behinderung umzugehen lernte. Dabei arbeitet er deutlich heraus, dass solche Problem-Beseitigungen zu einem wesentlichen Teil im Kopf, das heisst mental stattfinden.

Seine Schilderungen sollen Menschen ansprechen, die von gleichen oder ähnlichen Krankheiten betroffen sind. Werner Jakobi will seinen Lesern übermitteln, dass man auch mit schweren Behinderungen ein fast normales Leben führen kann und nur auf ganz wenige Dinge verzichten muss. Die wichtigste Erkenntnis ist, Dinge, die unabänderlich bestehen, zu akzeptieren und damit zu leben.

Gelingt das dem Behinderten, bleibt er ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft - sein Leben bleibt lebenswert.
http://www.bod.de/index.php?id=296&objk_id=83344

Anmerkung von Ladina:
Ich werte es als Glücksfall, dass ich (endlich) auf dieses Buch aufmerksam geworden bin, denn leider wurde es bislang wenig bis gar nicht beworben, was mir ein Rätsel ist.
Der Bericht Werner Jakobis geht nicht so sehr auf die Zeit im Krankenhaus ein, sondern berichtet praktisch aus dem Leben nach der Kehlkopfentfernung. Auf das Wort "praktisch" legt er auch selbst sein Augenmerk - in jeder Beziehung und so wird sein Erlebnisbericht zu weit mehr als einem reinen Erfahrungsbericht. "Die neue Stimme" kann durchaus auch als Ratgeber verstanden werden - mit vielen erprobten Tricks und Tipps eines selbstbetroffenen, aktiven Mannes, mit Anregungen auch, die ich sonst noch nie in einem Erlebnisbericht fand. Anregungen, die ich als sehr hilfreich werte auch für andere Betroffene und für Selbsthilfeverbände.

Ich kann jedem Betroffenen, egal ob frisch diagnostiziert oder bereits länger mit Tracheostoma lebend, diesen hervorragenden, mutmachenden Bericht sehr empfehlen.
__________________
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  #22  
Alt 08.05.2009, 21:34
schnorchler schnorchler ist offline
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Standard AW: Buchtipps zum Thema Kehlkopfkrebs

@Kehlkopflose und Kehlkopfoperierte,

für mich persönlich ist die Zeitschrift "SPRACHROHR" des Bundesverbandes der Kehlkopflosen und Kehlkopfoperierten genau die richtige Lektüre um von Gleichbetroffenen und ihren Erfahrungen zu profitieren, bzw. meine Erfolge oder auch Mißerfolge dort dar zu stellen.

Hier der Link:
http://www.kehlkopfoperiert-bv.de/bu...ohr/index.html

Ich erhalte diese Zeitschrift kostenlos über meinen Selbsthilfeverein in Berlin.

Und natürlich dieses Buch:

ERFAHRUNGSBERICHT EINES BETROFFENEN
************************************

Titel: Zurück ins Leben
Untertitel: Ein Kehlkopfloser erzählt
Autor: Jens-Uwe Kukla
Verlag : Books on Demand , April 2006
ISBN : 3-8334-4827-X , Paperback, 192 Seiten
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/383344827X
Preisinfo : 13,90 Eur[D] / 14,30 Eur[A]

erhältlich im Buchhandel

ein leidenschaftlicher Schnorchler
mit Zielgebietskenntnissen in über 30 Länder auf 5 Kontinenten

Geändert von schnorchler (08.05.2009 um 21:47 Uhr)
  #23  
Alt 11.08.2009, 21:44
Ladina Ladina ist offline
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Beiträge: 937
Daumen hoch AW: Buchtipps zum Thema Kehlkopfkrebs

DER BESONDERE ERFAHRUNGSBERICHT ZWEIER KREBSPATIENTEN
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Titel: Der Kranke auf der Hebebühne
Autoren: Rainer U. Liersch / Claudia Hübner
Verlag : Books on Demand, Mai 2009
ISBN : 978-3-8391-0020-2, Paperback, 340 Seiten

Preisinfo : 21,90 Eur[D] / 22,60 Eur[A] / 39,90 CHF UVP***
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.

Erhältlich im Buchhandel

***Von jedem verkauften Buch gehen Euro 0.50 an die Deutsche Krebshilfe

Verlagstext:
In diesem Buch soll die Apparatemedizin nicht pauschal verteufelt werden. Es wird nur klargestellt, dass sie Mängel hat, was den Umgang mit dem Patienten angeht.
Dass dabei auch Teile des deutschen Gesundheitssystems auf den Prüfstand kommen, ist nur allzu logisch.
Eins geht nicht ohne das andere.
Dieses Buch ist keine empirische Erhebung und erhebt selbst keinen Anspruch auf Absolutheit und Vollständigkeit.
Kliniken und Krankenhäuser müssen heute gewinnorientiert, wenn nicht sogar gewinnmaximiert arbeiten.
Der Kosten- und Termindruck ist immens.
Wer - trotz guter Heilungschancen und dem durchaus anerkennenswerten Bemühungen der Ärzte, Pfleger und Schwestern - auf der Strecke bleibt, ist der Patient als Mensch.
Das eine tun, ohne das andere zu lassen - das sollte die Maxime sein.

Die Autoren hoffen, Denkanstöße geben zu können.

Diagnose Krebs!
Claudia Hübner und Rainer U. Liersch sind zwei Betroffene, die nicht erst im Nachhinein damit begonnen haben, ihre Erlebnisse zu notieren, sondern das in Echtzeit getan haben. R. U. Liersch schrieb, soweit es ihm möglich war, sogar im Krankenhaus während der kombinierten Radio-/Chemotherapie weiter. C. Hübner begann sofort, nachdem die Diagnose feststand, ihre Erlebnisse aufzuzeichnen.Beide sind im Moment des Schreibens aus medizinischer Sicht immer noch an Krebs erkrankt, die Therapien sind beziehungsweise waren bei beiden in vollem Gange. Und beide Autoren haben nicht nur ihr Krankheitsbild betreffend bestimmte Übereinstimmungen und Gemeinsamkeiten.Nur die Betrachtungsweise unterscheidet sich.Anmerkung: Rainer U. Liersch verstarb am 09. 11. 2008 im Alter von 54 Jahren an seiner schweren Erkrankung. Er durfte die Veröffenlichung dieses Buches nicht mehr erleben.

Anmerkung von Ladina:
Dieses Buch sollten nicht nur Patienten lesen sondern alle im Gesundheitswesen tätigen Personen, vor allem jene, welche die Apparate bedienen, persönlichen Kontakt zu krebskranken Menschen haben oder über ihre Belange zu entscheiden haben (Bürokraten).
Es spricht vielen Betroffenen aus dem Herzen, aus dem ganz persönlichen Empfinden. Selten habe ich so oft genickt bei einer Lektüre, und dies obwohl ich auch viele gute Leute in der Apparatemedizin kennen gelernt habe.
Es wird deutlich, dass nicht die Krankheit selbst zu den extremen Zusatzbelastungen führt, sondern allzu oft das ignorante Verhalten diverser Stellen, von denen ein Mensch in so einer Situation abhängig ist, z.B. vom Staat, den Sozialversicherungen, den Arbeitgebern... und eben auch von desinteressiertem Personal im KH oder der Lymphdrainagepraxis.

Das Buch macht deutlich, für wie wenig kompetent Patienten auch heute noch im KH gehalten und wie sie dabei behandelt werden. Es erschüttert, wenn der an fortgeschrittenem Kehlkopfkrebs erkrankte Rainer, der nur noch flüstern kann und am Telefon nicht mehr verstanden wird, sich für das persönliche Erscheinen in der Praxis noch rechtfertigen muss, weil man gewöhnlich die ersten Termine nur telefonisch macht und das Personal die Bosheit hat, ihm dies zu sagen, obwohl sie bereits seine "Stimme" gehört haben.
Oder wie ignorant man darüber wegging, dass er unter der Bestrahlungsmaske unter grossen Beengungsängsten litt. Dies sind nur 2 von vielen weiteren Beispielen, die sowohl Rainer U.Liersch, wie auch Claudia Hübner erlebten, welche nach der Diagnose Brustkrebs mit Metastasen in den Knochen, den Lymphknoten und beginnenden Lungenmetas behandelt wurde.

Das Buch enthält wesentliche Gedanken und Anmerkungen auch für die Broschüren-Autoren bei den Krebsligen.
Ein wichtiges Buch zu einem selten beachteten Thema, absolut verständlich geschrieben und in meinen Augen einfach TOP!
Bravo!

Claudia Hübner hat eine eigene Homepage:
http://claudia-huebner.de/

Mehr Infos:
http://www.bod.de/index.php?id=296&objk_id=208909
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Geändert von Ladina (11.08.2009 um 21:53 Uhr)
  #24  
Alt 11.11.2012, 02:02
Peter Gollnik Peter Gollnik ist offline
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Standard AW: Buchtipps zum Thema Kehlkopfkrebs

Einigermaßen ausführliche Buchbesprechungen sind erschienen im "Sprachrohr" des Bundesverbandes der Kehlkopfoperierten - allesamt nachzulesen sind sie jetzt auch unter www.archive1.de/24
Mein Tipp für Weihnachten (auch für Nicht-Betroffene): David Small: "Stiche".

Gruß
Peter Gollnik
  #25  
Alt 06.12.2012, 22:53
Ladina Ladina ist offline
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ERFAHRUNGEN EINES BETROFFENEN
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Titel: Boxenstopp
Untertitel: einfach ein kleines Stück Erzählung
Autor: Reinhard Berk
Verlag : Books on Demand, Oktober 2010
ISBN : 978-3-8391-7601-6, Paperback, 160 Seiten

Preisinfo : 13,10 Eur[D] / 13,50 Eur[A] / 22,50 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.


Erhältlich im Buchhandel


Zum Inhalt:
Die Diagnose traf ihn im November 2005 wie aus heiterem Himmel: Kehlkopfkrebs. „Solch ein Befund gehört zweifelsohne zu den einschneidendsten Erfahrungen, mit denen ein Mensch im Laufe seines Lebens konfrontiert werden kann“, weiß Berk aus eigener Erfahrung. Die Auswirkungen der Krankheit mögen bei jedem Patienten verschieden sein, aber die Diagnose sei für den Betroffenen und dessen Angehörigen gleichermaßen gravierend, so der Höchstenbacher. Reinhard Berk möchte deshalb Krebspatienten mit seinem Buch Mut machen, er bezeichnet „Boxenstopp“ demnach auch als „Mutmacherbuch“.

Der Autor schildert in seinem neuen Buch gleichsam den Umgang mit dem Befund, seine Behandlung und die in dieser Phase gemachten Erfahrungen, hinsichtlich der mit einer solch schwerwiegenden Erkrankung zusammenhängenden Begleitumstände. Berk will ganz bewusst keinen dieser vielen mit Allgemeinattitüden und Fachwissen besetzten Ratgeber veröffentlichen, sondern einfach informativ, unterhaltsam und motivierend von der Auseinandersetzung mit der Krankheit erzählen. Sein Anliegen ist es, den Lesern und natürlich auch Betroffenen aufzuzeigen, dass das Leben auch nach einem solch niederschmetterndem Befund weitergeht. Wenn es gelingt, die Erkrankung als existenzielles Ereignis zu begreifen und damit als Chance für ein neues Leben, dann können Krebspatienten tatsächlich eine sehr hohe Lebensqualität erreichen, so Berk.
__________________
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