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  #1  
Alt 09.10.2003, 10:42
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Standard Götter in Grau?

Niemand von uns will hier die Alternativ-Medizin anprangern. Die Kritik gehört alleine den selbsternannten Heilern, Wunderheilern, Fernheilern, Wunderdoktoren (u.a. mit Wunderdiäten).

Es gibt zahlreiche Heilpraktiker, und natürlich Fachärzte für Naturheilkunde, die ihre Methoden absolut wissenschaftlich betrachten und durchaus ansehnliche Erfolge mit Methoden wie Homöopathie und Akupunktur erreichen, und es wird nicht bestritten, dass Erfolge auch durch psychologische Anwendungen erzielt werden.

Aber diesem Image solcher Praktiker wird durch die sehr zweifelhaften Methoden von selbsternannten, ohne jegliche Fachausbildung arbeitenden "Gurus" sehr geschadet, so dass gewissenhafte und wissenschaftlich interessierte Heilpraktiker und Homöopathen auch mit dem "Spinner-Pinsel" geteert werden. Immer neue "Wunderdoktoren" machen unverantwortliche Versprechungen und fordern dafür ruinöse Honorare. Und genau davor möchten wir warnen: FINGER WEG!

Ein seriöser Geistheiler verspricht nichts, nimmt pro Stunde nicht mehr Honorar, als ein eingetragener Psychotherapeut und würde einem Kranken niemals von einem Arztbesuch abraten. Er würde nie gegen die Schulmedizin, sondern mit ihr arbeiten!
In England und Holland genießen sie seit Jahrzehnten Anerkennung. Dort arbeiten Geistheiler ganz selbstverständlich in Krankenhäusern oder da, wo der Hausarzt nicht mehr weiter weiß. Ob deren Erfolge dann auf Placebo-Effekten beruht, spielt für die Kranken keine Rolle.

Ich denke, auf das Thema "Fernheiler" einzugehen, sollte sich hier erübrigen. Trotzdem gebe ich ein Beispiel:

Ein bekannter Psychiatrie-Professor aus New York hat das Fernheilen getestet: Er ließ 3 schwerkranke Patienten ohne deren Wissen fernbehandeln, es passierte nichts. In einer zweiten Runde erzählte er ihnen, ein mächtiger Medizinmann in der Ferne nehme sich ihrer an. Und obwohl der Arzt die Behandlung diesmal nur erfunden hatte, spürten die Patienten nun Linderung.

Möge sich jetzt jeder seine eigenen Gedanken über dieses Beispiel machen!

Der Volksmund sagt: "Der Glaube kann Berge versetzen", das beinhaltet aber nicht, dass man nur mit dem Glauben an selbsternannte Heiler Krankheiten bekämpfen kann. Die Psyche spielt eine ganz große Rolle, und auch sie gehört bei einer Erkrankung in professionelle Hände! Eine ganzheitliche Behandlung durch fachkompetente Praktiker ist erstrebenswert und bringt jeden von uns auf die annähernd sichere Seite.

Jedes Extrem birgt große Gefahren in sich. Nur Schulmedizin oder nur Alternative Medizin ist so ein Extrem. Wenn sich ausgebildete und fachkompetente Ärzte und staatlich anerkannte Heilpraktiker auf beides stützen, ergibt sich eine breite Palette von Behandlungsmöglichkeiten, die dann ganz individuell bei Kranken angewendet werden können.

Fazit:
Wir sind nicht gegen Alternativ-Medizin! Aber wir sind entschieden gegen "Gurus", die sich selbst zu "Heilern" ernennen und als Erfolg nur ihr eigenes, volles Bankkonto vorweisen können!!!

Mo Gleichgesinnte
  #2  
Alt 09.10.2003, 11:06
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Standard Götter in Grau?

Ja - ich bin eine Gleichgesinnte.

Lasst euer Urteilsvermögen nicht durch Verzweiflung trüben.

Dass Patienten, nach jedem Strohhalm greifen - nutzen diese fragwürdigen Pseudomediziner aus. Sie spielen vorzüglich auf der Tastatur - " es muss doch wirklich alles versucht werden um dem Kranken zu helfen, auch wenn das Haus verkauft werden muss oder Kredite aufgenommen werden müssen.

Mann will sich doch später nicht den Vorwurf machen, nicht alles ausprobiert zu haben.

SEID VORSICHTIG !!

Ich bin selber an Brustkrebs erkrankt, habe mich an ein interdisziplinäres Tumorzentrum gewandt und wurde und werde dort ganzheitlich und hervorraagend betreut.

Däs Märchen von den bösen Schuldmedizinern stimmt nicht!!

Ich bin seit 2 Jahren krebsfrei.

Ich wünsche allen die dies lesen
von Herzen Gesundheit und Mut der Krankheit die Stirn zu bieten.

Ingrid
  #3  
Alt 09.10.2003, 11:16
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Standard Götter in Grau?

Danke MO,
ich möchte mich deiner Meinung absolut anschliessen. Alternativmedizin ja, Scharlatanerie nein danke. In meinen Augen sind dies Verbrecher, die versuchen, verzweifelten Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Da hierbei die Dunkelziffer sehr hoch ist, ist es für die Justiz auch nicht leicht, solchen Typen das Handwerk zu legen.
Ich rate jedenfalls: Finger weg von solchen dubiosen Versprechungen.
Ich lasse mich seit 3 Jahren schulmedizinisch sehr erfolgreich behandeln. Die "weissen" Ärzte haben mich noch nie enttäuscht!Adeno, ebenfalls Gleichgesinnter
  #4  
Alt 09.10.2003, 12:15
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Standard Götter in Grau?

Ja, auch ich bin Gleichgesinnte.

Wer mich kennt, besser gesagt meine Familiengeschichte kennt, der weiss, dass ich mit Absicht die "10 Regeln" in das Forum gesetzt habe.
Diese "10 Regeln" stellen nur einen Weg dar, sich bei der Suche nach dem letzten oder allerletzten Strohhalm, eine klare Sicht und Objektivität bei zu behalten.

Ich habe diese Suche manigfaltig erlebt, bin sie mitgegangen.

Als mein Vater zum ersten Mal an Darmkrebs erkrankte, gab es die Mistel nur über einen gut ausgebildeten Heilpraktiker zu kaufen. Wir haben sie gekauft, der Hausarzt hat mit seiner Einstellung zur Ganzheitsmethode dieses unterstützt. Vor seiner ersten Operation haben auch wir nach allem gesucht, was nur einen Hauch von Heilung versprach. Ausser einem immer leerer werdenden Bankkonto konnten wir nichts vorweisen. Somit folgte eine Operation mit anschließender Chemo.
Ich wuchs in einem familiären Umfeld auf, in welchem schon seit Generationen gesunde Ernährung eine sehr große Rolle spielte. Wir bauten alles Obst und Gemüse selbst an, ohne chemische Zusätze. Unser Fleisch (wenn auch sehr selten auf dem Tisch), Milch und Mehl kamen ebenfalls damals schon vom Bauer, welcher vom biologischen Anbau noch nie gehört hat, aber so seinen Hof führte, da er Eins mit der Natur war.
So wurde nach der 1. Operation weiterhin noch genauer auf die Ernährung, den psychischen und physischen Ausgleich geachtet.
In den folgenden Jahren erkrankten noch seine 4 Schwestern, und meine Mutter (zum 1. Mal) an Krebs. Mein Vater hatte sein 1. Rezidiv, auch dieses wurde erfolgreich operiert, erneute Chemo, erneuten Mut und Willen. Meine Eltern gingen gemeinsam zur Behandlung, da die Ersterkrankung meiner Mutter in dieselbe Zeit fiel. Erneute Suche nach neuen Methoden und Alternativen.
Ich habe in der Zwischenzeit beide Eltern, sowie meine Tanten verloren.
Eines weiss ich aber, hätten meine Eltern ihre Erstdiagnose nicht durch Schulmediziner, und begleitend durch einen guten Heilpraktiker, angegangen, hätte ich sie schon viel früher verloren. So blieben ihnen noch viele Jahre, welche sie tagtäglich mit einer unglaublichen Lebensfreude angingen.
Und ich bin ihnen aus tiefstem Herzen dankbar, mir diese weitergegeben zu haben, offen für alles zu sein, sie mir die Möglichkeit gaben, alles objektiv zu betrachten. Für mich in derselben Situation den für mich besten Weg zu wählen.

Jutta
  #5  
Alt 09.10.2003, 13:21
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Hallo,

die Frage ist nur, wie unterscheide ich denn nun den seriösen vom nichtseriösen "Mediziner"? Es tut mir ja leid, das sagen zu müssen, aber da helfen leider auch die 10 Regeln nicht so ganz weiter, sondern könnten einen Patienten eher noch verunsichern.
Ein staatlich anerkannter Heilpraktiker ist nämlich noch lange kein staatlich anerkannter Heilpraktiker, da gibt es Unterschiede wie Sand am Meer. Und nicht jeder Arzt mit einem Zertifikat für Homöopathie oder Akupunktur ist auch ein Spezialist auf seinem Gebiet. Und nur weil jemand diesen oder jenen Titel trägt, vertraue ich ihm deshalb noch lange nicht, der Beweis findet täglich hier im Forum statt. Und wenn ich, wie es in den 10 Regeln steht, lesen muss, dass Ernährung bei der Entstehung einer Krankheit keine Rolle spielt oder von "Kräutern" statt Phytotherapie gesprochen wird, dann frage ich mich, wie seriös der Verfasser dieser Regeln denn eigentlich ist.

Ich denke, man kommt nie umhin, seinen Therapeuten und die vorgeschlagene Therapie sehr kritisch zu beäugen und sich auch darüberhinaus beraten zu lassen. Ich für meinen Teil würde bei einer so schweren Erkrankung wie Krebs niemals nur auf einen Therapeuten alleine hören, bevor ich mich für meinen Weg entscheide. Was aber noch viel wichtiger ist, ist, dass man sich mit der Therapie, die man dann gewählt hat, identifizieren kann (man kann es auch Glaube nennen oder sonstwas). Gerade weil der Volksmund sagt "Glaube versetzt Berge" ist nur das wirklich hilfreich, wozu man auch einen innerlichen Bezug hat.

"Bekehrt" werden können hier wahrscheinlich die wenigsten, deshalb sollten wir alle vielleicht etwas gelassener reagieren, wenn mal wieder jemand ein Statement abgibt, zu welchem wir nicht stehen können. Vielleicht ist unsere Angst einfach zu groß, dass die eigene Methode in Vergessenheit geraten könnte, wenn man zu viel "Werbung" für eine andere zulässt. Dabei ist es sowieso so, dass jeder von uns sich mit der Therapierichtung beschäftigt, die ihm am ehesten zusagt.
Das duldet zwar die (möglichst) objektive Diskussion mit dem Abwägen des Für und Widers einer Methode, die Mitteilung des Nutzers von persönlich erlebten Erfolgen mit der ein oder anderen Therapie, nicht aber das persönliche Angreifen von Schreibern mit einer anderen Meinung.

Gruß. Anja
  #6  
Alt 09.10.2003, 13:35
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Standard Götter in Grau?

Hallo!
Ich wollte mich zwar raushalten aber ich muss sagen der Text den angeblich Mo geschrieben hat er ist wahr und
Heiler die Schwerkranken Menschen das Gelt aus der Tasche ziehen gehören hinter Gittern.Das ist auch meine Meinung.
LG
Burkhard
  #7  
Alt 09.10.2003, 13:41
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Standard Götter in Grau?

Liebe 'Gleichgesinnte',
oben gesagtes ist leider eine recht schwache Ansage! Denn
a) wo sollen die vielen Dummen/ Unmündigen sein, die so simpel gewarnt werden müssen?
b) Die Alternativmedizin mit nichtalternativer Wissenschaft zu überprüfen ist ähnlich unsinnig wie Friseure durch Fleischer abzuchecken und das Ansinnen dahinter seeehr durchsichtig!
c) Die vielen Wissenschaftsirrtümer einerseits und die vielen völlig unwissenschaftlichen, aber dennoch genialen Naturwunder andererseits, verdeutlichen, dass Wissenschaftlichkeit sicherlich kein Qualitätsgarant ist.
d) Ob jemand 'sich selbst ernennt' oder sich - wie in der Hochschul-Medizin - von 'Spiessgesellen' ernennen läßt ist a) egal und b) sagt nichts über seine Qualität aus.
e) ein mündiger Mensch braucht weder derartige Warnungen, noch Richlinien und auch vor nichts und niemandem Angst zu haben.
f) ein offener Mensch ist durch die Vielfalt an für ihn möglichen/ von ihm gecheckten Möglichkeiten, den, durch solche Regeln Bescheuklappten, immer voraus.
g) Euer ganzes Denkgebäude beruht auf dem grundlegenden Fehler, dass es 1) durch irgendwelche Methoden, Garantien geben könnte und 2) man sich die persönliche Erfahrung ersparen könnte.
g) die einzige Übereinstimmung haben wir beim (unverschämten) Geldnehmen, aber wer ist der weltweit größte Wirtschaftskomplex und was geben Medizinstudenten als erstgereihte Motivation an, hm? ;-)

Das sind 8 ganz sachliche Punkte. Bin gespannt wie lange es sachlich bleibt?....
Wilhelm
  #8  
Alt 09.10.2003, 13:43
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na bitte jetzt hast auch du einen eigenen Thread.
Ich frage mich nur für was brauchst du die Aufmerksamkeit?
extra einen thread aufzumachen,ziemlich peinlich.
hoffentlich bleibst du jetzt wenigstens in deinem Thread und da kannst du mit deinen "gleichgesinnten" erfahrungen austauschen.
karin
  #9  
Alt 09.10.2003, 13:56
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Hallo ich gebe euch ein paar Regeln diese sollte der Heiler einem klaren JA beantworten können:
Kann der Heiler sagen, woher ein Titel stammt, den er führt?
Ist der Heiler bereit, über die Herkunft seiner Fähigkeiten etwas zu sagen?
Ist der Heiler bereit, Ihnen ohne verbindliche Terminvereinbarung zu sagen, was Sie bei ihm erwartet?
Hat der Heiler Sie nach Ihren persönlichen Lebensumständen gefragt?
Hat der Heiler Sie gefragt, ob Sie bereits einen Arzt aufgesucht haben?
Hat der Heiler die vorstehenden Fragen wahrheitsgemäß beantwortet, soweit Sie ihn vor der Behandlung danach gefragt haben?



Die folgenden Fragen sollten mit einem nein beantwortet werden. Ansonsten ist Vorsicht geboten. Verlangt der Heiler Vorkasse?
Lehnt der Heiler eine Quittung für die Zahlung ab?
Müssen Sie sich für eine bestimmte Zahl von Sitzungen verpflichten?
Verlangt der Heiler mehr als 65 €/Stunde für die persönliche Behandlung?
Verlangt der Heiler Geld für Handlungen, die nicht in Ihrem Beisein erfolgen? (z.B. bezahlte "Fernheilung" mit einem an den Heiler geschickten Bild oder persönlichen Gegenstand)
Wird verlangt, dass Sie einem Verein beitreten?
Macht der Heiler Versprechungen auf vollständige oder schnelle Besserung Ihres Leidens?
Erklärt sich der Heiler Ihnen gegenüber für den besten Heiler?
Hat der Heiler Phantasietitel angenommen?
Gibt der Heiler an mit seinen Erfolgen?
Kritisiert der Heiler Ihren Arzt oder versucht er, Sie von einem (weiteren) Arztbesuch abzuhalten?
Lehnt er die Schulmedizin oder andere Therapierichtungen grundsätzlich ab?
Behauptet der Heiler, er sei hellsichtig und könne sich deswegen nicht irren?
Hat der Heiler Sie ungefragt "geduzt"? Hatten Sie das Gefühl der Aufdringlichkeit?
Hat der Heiler verlangt, dass Sie sich entkleiden?

LG
Burkhard
  #10  
Alt 09.10.2003, 14:28
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Deine Unsachlichkeit bringt weder Dich noch andere weiter.

Mo
  #11  
Alt 09.10.2003, 14:29
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Hallo Karin,

das vorstehende Posting ist an Dich gerichtet.

Mo
  #12  
Alt 09.10.2003, 17:54
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Wichtig scheint mir auch noch das Kriterium, welche Erfolge ein Heiler vorweisen kann. Das scheint mir sogar das Wichtigste. Titel etc. heilen ja nicht.

Eigentlich muß sich jedwede Therapie an ihren Erfolgen und Mißerfolgen messen lassen.
  #13  
Alt 09.10.2003, 18:12
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Mo+Gleichgesinnte:

Frau Dr. Budwig ist dann jedenfalls von dieser Kritik ausgenommen. Sie machte keinerlei Versprechungen, es waren andere Ärzte, die ihre Budwig Kost anwandten, und deren hohe Wirksamkeit priesen und von 90 % Heilung sprachen.

Sie hat ihre Methode absolut wissenschaftlich betrachtet.

Sie nahm pro Patient einmalig 1000 DM. Für lebenslange Betreuung!! Wo sonst kriegt man das?
  #14  
Alt 09.10.2003, 18:21
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Wo bleibt die Betreuung durch diese Dr. Budwig nachdem sie verstorben ist? Es bleiben dann viele Euros offen, für die man danach keine Leistung abrufen kann. Sollte das ein medizinischer Wartungsvertrag sein?
  #15  
Alt 09.10.2003, 19:21
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zur Info




Krebsdiät


Eine klare Definition einer Krebsdiät besteht nicht. Deshalb werden in den Gliederungspunkten 1. - 5. verschiedene Ernährungskonzepte, die im Zusammenhang mit Krebs auftauchen, erläutert.
Es gibt zwar Zusammenhänge zwischen Ernährung und Krebserkrankungen, z. B. beim Darmkrebs. Beim Brustkrebs ist dies umfassend nicht belegt. Aber bisher ist noch kein Ernährungskonzept bekannt, mit dem sich Krebs verhüten ließe. Eine Krebsdiät gibt es nicht. Allerdings ist gesichert, daß sich eine ausgewogene Ernährung mit frischen pflanzlichen Produkten, die reich an Vitaminen und Ballaststoffen ist, nicht nur positiv auf das Lebensgefühl auswirken.





1. Sogenannte krebsfeindliche stoffwechselaktive Vollwertkost
Es handelt sich um eine vorwiegend laktovegetabile Diät, die einer allgemeinen Schonkost bzw. qualitativen Diabetes-Diät entspricht. Ihre Prinzipien sind:


Vermeidung von Überernährung, Übergewicht. Aufteilung auf mehrere kleine Mahlzeiten


Zufuhr hochwertiger, nicht denaturierter Kohlenhydrate mit viel Ballaststoffen (Rohkost), Verzicht auf raffinierten Zucker und ausgemahlene Getreide zugunsten von natürlichen Süßstoffen und Vollkornprodukten


Eingeschränkte Zufuhr von Eiweißen, vorwiegend pflanzlicher Herkunft, bei weit- gehendem Verzicht auf Fleisch


Vermeidung tierischer und anderer unnatürlicher, gesättigter Fette, Ersatz durch kaltgepreßte Öle und Fette mit möglichst mehrfach ungesättigten Fettsäuren


Vermeidung von Kochsalz.


Pioniere dieser Vollwertkost sind Kollath, Zabel, Kretz, Bircher-Benner und andere. Sie wird heute vor allem von Anemueller und Ries, Kretschmer-Dehnhardt, Mar-Kleine und Schultz-Friese propagiert. Zugrundeliegende Theorie ist die von Warburg postulierte universelle Gärung der Krebszellen. Krebszellen entstehen angeblich durch irreversible Schädigung der Atmung, die die Krebszelle durch Gärungsenergie zu kompensieren versucht, was wiederum zu undifferenziertem, ungeordnetem Zellwachstum führen soll. Tatsächlich sind diese Phänomene indessen Folge und nicht Ursache einer malignen Entartung und stellen längst nicht die einzige und entscheidende Krebsursache dar. Warburg und später viele seiner Nachfolger glaubten schon vor Jahrzehnten, mit einer sogenannten stoffwechselaktiven Vollwertkost die Sauerstoffversorgung der Zellen verbessern und damit den Krebs hemmen zu können. Diese Theorien sind nie bewiesen worden und aufgrund der modernen Biochemie als überholt zu betrachten.


Die meisten Vertreter der Vollwertkost haben allerdings auch kaum je beansprucht, mit dieser Kostform allein Krebs heilen zu können. Vielmehr empfehlen sie ihre Kost als Zusatztherapie, zur Verbesserung der Abwehrkraft des kranken Organismus. Aber auch diese Wirkung ist bisher nicht bewiesen worden.


Vollwertkost, wie sie von den erwähnten Autoren empfohlen wird, ist nicht nur unschädlich, sondern eine sehr gesunde, jedermann zu empfehlende Ernährungsform. Besonders wertvoll ist die vermehrte Zufuhr natürlicher Vitamine und möglicher anderer pflanzlicher Antikarzinogene. Unbegründete Verbote (z. B. Tomaten, Kartoffeln, Honig, Kaffee etc.) sind hingegen wie alle extremen Kostformen abzulehnen.





2. Beispiele anderer Krebsdiäten

meist Varianten der Vollwertkost z. T. aber mit unbegründeten Verboten sind z.B.


Anthroposophische Diät (Renzenbrink):

Vollwertkost nach Schnitzer
Mit Kostumstellung auf "zivilisierte menschliche Nahrung" behauptet Schnitzer, Krebs verhüten zu können. Hauptbestandteil ist Getreide, dasunmittelbar vor der Zubereitung selbst gemahlen wird (mit Schnitzer Mühlen!)


Moerman-Diät
Der holländische Landarzt begründet seine Diät durch einen Vergleich mit der Brieftaube, die "im großen und ganzen dieselbe Nahrung zu sich nimmt wie der Mensch", aber nie Krebs bekomme. Die acht angeblich unentbehrlichen gegen Krebs schützenden Stoffe sind: Jod, Zitronensäure, Hefe, Weizen, Schwefel, Vitamine A, E, C. Daneben handelt es sich um eine übliche Vollwertkost. Die Wirksamkeit dieser Diät ist nicht bewiesen.


Vitalstoffreiche Diät nach Kousmine
Aufbauend auf eine Leberschondiät empfiehlt die Erfinderin eine fleischfreie, getreide- und rohkostreiche Diät, unterstützt durch angeblich wachstumshemmende Substanzen. Diese Diät heilt angeblich auch Polyarthritis und multiple Sklerose. Sie ist unbewiesen.


Makrobiotische Kost (Kushi-Ohsawa)
Diese umfaßt mehrere Stufen und basiert vorwiegend auf Getreideprodukten. In ihren höheren Stufen ist sie arm an Eiweißen, Eisen und Kalzium, Vitaminen und Spurenelementen und führt bei längerer Anwendung zu einer eigentlichen Mangelernährung und kann so gefährlich werden. Die Wirksamkeit gegen Krebs ist nicht bewiesen.


Diät nach Leupold/Ohler
Leupold glaubt die Ursache der Krebsentstehung im falschen Verhältnis Cholesterin/Blutzucker: Lipoidphosphor zu erkennen. Er versuchte durch Diät dieses Verhältnis in günstiger Weise zu verändern: einerseits durch eine extrem kohlenhydratarme Kost, andererseits durch Zuckerinfusionen kombiniert mit Altinsulin sowie verschiedenen anderen Substanzen. Seine Diätempfehlungen gehen sehr weit, indem sie z. B. alles Obst außer Zitronen verbieten. Die Wirkungslosigkeit dieser Behandlungsmethode ist erwiesen.


Diät nach Gerson
Nach Entgiftung durch mehrere Kaffeeinläufe täglich samt Rizinusöl postuliert Gerson hochdosierte Zufuhr von Kalium, Leberextrakt, Schilddrüsenpräparaten, Jod, Vitamin B12, Acidol-Pepsin, und warnt vor dem Genuß von Zucker, Eiweiß und Salz. Interessanterweise wurde diese Diät ursprünglich gegen Tuberkulose eingesetzt! Seine 50 angeblich durch diese Diät geheilten Krebs-Fälle können aufgrund mangelhafter Dokumentation nicht als Beweis akzeptiert werden.


Isopathische Milchsäure-Diät nach Kuhl
Kuhl will durch erhöhte Zufuhr rechtsdrehender Milchsäure die Krebszelle gewissermaßen vergiften. Beweise für die Richtigkeit dieser Theorie bzw. die Wirksamkeit seiner Diät liegt nicht vor.


Hay'sche Trennkost

Kernpunkt ist die Trennung von Eiweiß und Kohlenhydraten, was ernährungswissenschaftlich nicht nur unnötig, sondern falsch ist. Eine Wirksamkeit gegen Krebs ist nicht belegt.


Instinkt-Therapie nach Burger
Extreme Form einer Rohkostdiät, in der alle Nahrungsmittel, auch Fleisch und Fisch, unverändert, d. h. roh, ungekocht verzehrt werden, dem angeblich "natürlichen Ernährungsinstinkt" folgend. Theorie und Wirkung dieser Diät gegen Krebs sind unbewiesen.





3. Fastenkuren
Das Heilfasten ist seit langem bekannt, wird jedoch von den meisten seiner Vertreter bei Krebs als ungeeignet oder sogar gefährlich bezeichnet. Ganz im Gegensatz dazu glaubt Rudolf Breuss, Heilpraktiker aus Österreich, "daß Krebs nur von festen Speisen lebt, die der Mensch zu sich nimmt. Wenn man also 42 Tage nur Gemüsesaft und Tee trinkt, so stirbt die Krebsgeschwulst ab, der Mensch hingegen kann dabei noch gut leben". Diese Theorie ist unsinnig und falsch, wie auch viele andere seiner Behauptungen. Ein Beweis, daß mit seiner Saftmischung, bestehend aus roten und gelben Rüben, Sellerie, Rettich und Kartoffeln, effektiv das Krebswachstum beeinflußt werden kann, steht aus. Dagegen ist bekannt, daß diese Hungerkur zu erheblicher Mangelernährung und damit zusätzlicher Schwächung der körpereigenen Abwehr führt.


Auch wenn es bei Modelltumoren im Tierversuch gelegentlich gelingen kann, Krebs durch Aushungern zur Rückbildung zu bringen, ist die Anwendung solcher "Theorien" beim Menschen unmöglich und gefährlich. Von einer "Krebskur total" nach Breuss ist dringend abzuraten.





4. Öl-Eiweiß-Kost nach Budwig
Die in den Samenölen vorkommenden hoch ungesättigten Fettsäuren sollen Träger der "Photonen der Sonnenenergie" sein. Fettsäuren kontrollieren angeblich alle Lebensbereiche und können bei falscher Zusammensetzung mit "Elektronenräubern" aus der Umwelt unkontrolliertes Wachstum auslösen. Durch richtige Fettzusammensetzung können angeblich vorbeugend oder heilend "die Erkrankungen an Sauerstoffnot und Substanzverlust" oder die Erkrankung an Krebs beeinflußt werden.


Budwigs Öl-Eiweiß-Kost bestehend aus Linomel, einem Leinsaat-Nuß-Granulat, das mit Quark zu einem Müsli verarbeitet wird, zusätzlich werden Sauerkrautsaft und frischgepreßte Gemüse- und Obstsäfte empfohlen. Beweise für die Wirksamkeit gegen Krebs fehlen.



Ein guter link
--------------------------------------------------------------------------------
www.krebsinfo.de Homepage | Alternative Behandlungsmethoden | Krebsdiät
--------------------------------------------------------------------------------
URL: http://www.krebsinfo.de/ki/alternativ/kialt002.html
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