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  #1  
Alt 01.05.2018, 15:17
Alice2467 Alice2467 ist offline
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Standard Traurigkeit

Hallo,
Mein mich pflegender Mann hat mir heute mitgeteilt, dass seine Gefühle nicht mehr so intensiv sind wie früher und er keinerlei mehr Empathie empfindet wenn ich schmerzen habe. Bin seit zwei Jahren durch Wirbelsäulemetastasen querschnittsgelähmt ab hws und kann nach op nur li. Hand bewegen. Wir sind seit 24 jahren ein Paar und ich bin 100ig ihn angewiesen, da ich niemanden mehr hab. Nun fix u. alle. Notop überlebensop hatten wir gemacht um noch mehr zeit für uns zu haben ?????
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  #2  
Alt 01.05.2018, 16:50
sanne2 sanne2 ist offline
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Beiträge: 1.052
Standard AW: Traurigkeit

Hallo Alice.
Natürlich hört es sich für uns alle depremierend an und ist es ganz sicherlich erst recht für dich!
Darf ich mal fragen, welche Krebserkrankung du hast?
Nur interessehalber, da wir ja hier auch in einem Krebsforum sind?

2013 schriebst du bereits, dass deine einzige dich pflegende Familie, dein Bruder ist. Nun schreibst du von deinem Mann?

Alles Gute wünsche ich dir und viel Hoffnung für deinen weiteren Verlauf.

Liebe Grüße,

Sanne
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  #3  
Alt 01.05.2018, 20:39
Nette1973 Nette1973 ist offline
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Standard AW: Traurigkeit

Zitat:
Zitat von Alice2467 Beitrag anzeigen
Hallo,
Wir sind seit 24 jahren ein Paar und ich bin 100ig ihn angewiesen, da ich niemanden mehr hab. Nun fix u. alle. Notop überlebensop hatten wir gemacht um noch mehr zeit für uns zu haben ?????
Liebe Alice

Ich kann gut nachempfinden, dass dich das sehr traurig macht. Du bist auf Hilfe angewiesen. Es ist sicher nicht einfach in dieser Situation für dich. Du schreibst, dass du nur deinen Mann hast. Darf ich fragen: pflegt dich sonst niemand? Macht das ausschliesslich dein Mann seit zwei Jahren? Dass 100Prozent an ihm hängt, finde ich ein wenig viel. Das schafft doch kein Mensch auf die Dauer. Er muss doch auch mal Kraft tanken und ein wenig Leichtigkeit spüren. Sofern das irgendwie möglich ist.

Ich könnte mir vorstellen, dass dein Mann auch einfach müde und erschöpft ist. Für ihn ist es sicher auch nicht einfach. Das weisst du ja selbst. Redet ihr nicht darüber, wie es für ihn ist? Er hat doch auch Bedürfnisse. Redet ihr darüber nicht in der Partnerschaft?

Ich wünsche dir von Herzen, dass ihr Entlastung findet und zumindest eine Weile am Tag eine schöne Zeit miteinander verbringen könnt.

Liebe Grüsse
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  #4  
Alt 05.05.2018, 18:51
Alice2467 Alice2467 ist offline
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Beiträge: 4
Standard AW: Traurigkeit

Wir haben 24h Hilfe im Haus und tagsüber ebenfalls Betreuerin, aber Dankeschön.
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  #5  
Alt 06.05.2018, 19:24
Nette1973 Nette1973 ist offline
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Beiträge: 17
Standard AW: Traurigkeit

Liebe Alice

Dann habe ich deinen ersten Post falsch gelesen. Das tut mir leid. Ich habe nun verstanden, dass du emotional sonst niemanden mehr hast, ausser deinem Mann. Das tut mir sehr leid. Ich verstehe, dass dich das sehr traurig macht. Ist die Familie doch eine grosse Stütze in schwierigen Zeiten. Und wenn nun dein Mann sagt, dass er nichts mehr empfindet, wenn du Schmerzen hast, dann bricht alles weg. Virtuell kann ich dir leider nur liebe Gedanken schicken. Ich wünsche dir sehr, dass dein Mann und du nochmals emotional zusammenfinden könnt. Hast du denn sonst eine liebe Person an deiner Seite, mit der du dich gut verstehst und die dich ein bisschen mittragen kann?

Liebe Grüsse
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  #6  
Alt 07.05.2018, 06:07
Alice2467 Alice2467 ist offline
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Beiträge: 4
Standard AW: Traurigkeit

Dankeschön. Leider zieht sich jeder zurück und sind fassungslos und alles Gute dann und man hört nix mehr, also steht man leider ganz allein da
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  #7  
Alt 12.05.2018, 16:44
MikyBx MikyBx ist offline
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Beiträge: 11
Standard AW: Traurigkeit

Hallo Alice!
Ich hab gemerkt, dass sich in meinem Umfeld die Leute leichter damit tun, wenn ich konkret um Hilfe frage.
Grundsätzlich, wenn ich will, dass die Leute bei mir und für mich da sind, muss ich sie dies wissen lassen. Ich habe gelernt, dass Menschen sich zurückziehen, wenn sie einfach nicht wissen, was sie sagen oder tun sollen, und oft müssen wir diejenigen sein, die diese schwierigsten Worte sprechen: "Bitte hilf mir". Ich sag ihnen: "Ich brauche dich ... sei mein Freund, fahr mich zum Einkaufen, geh für mich Einkaufen, koch mir ein Essen vor, oder auch nur, sei heute für drei Stunden mit mir und hilf mir, diesen Weg zu gehen ..." Die Änderung hat dann begonnen, wenn ich das Gespräch anfange, vor dem ich mich am meisten fürchte ...

Du hast Recht, Freunde können wegfallen oder Angst haben, zu stören, oder nicht die richtigen Leute in deinem Leben sein. Ich habe begonnen, den Leuten zu erzählen, was ich gerade fühle, und das ist schwer, für mich und für sie. Neben unserer Familie müssen wir unser eigenes Dorf bauen ... mit den Menschen, die wir ausgewählt haben. Oder nicht. Manche Menschen finden Trost in ihrer Privatsphäre und Einsamkeit. Aber wenn die Einsamkeit dir mehr Schmerz bringt, dann mach heute den ersten wichtigen Schritt, dein Leben zu verändern.
Viele von uns tragen still das ängstliche "Was kommt da noch" - ob krank oder nicht. Ich wünschte auch, ich könnte das Wann kontrollieren, aber ich kann ein Teil des Wie sein.


Danke dass Du mich erinnert hast, dass ich auch an meinem Dorf arbeiten muss. Eines kannst Du Dir sicher sein: Hier im Forum wirst Du auch, virtuell, den einen oder die andere liebevolle Dorfbewohnerin finden. Schreib weiter. Wir gehe alle mit Dir... Obwohl Du traurig und einsam bist, bist du nicht allein. Und das ist ein wertvolles Geschenk.

Sei herzlich umarmt!
Miky

Geändert von gitti2002 (12.05.2018 um 22:41 Uhr) Grund: Vollzitat
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  #8  
Alt 13.05.2018, 07:40
Miss Elsy Miss Elsy ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 07.12.2017
Beiträge: 18
Standard AW: Traurigkeit

Wunderbar formuliert, auch dieses Bild, sich ein Dorf zu bauen, Gänsehaut-mäßig. Das musste ich auch tun, aber es funktionierte bei mir und macht mein Leben als Angehörige enorm leichter, denn als Angehörige - so mein Eindruck - hat man sehr viel zu tragen und der eigentlich Kranke merkt oder bekommt das vielleicht gar nicht mit.

Gruß & schönen Sonntag!
Miss Elsy
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