Krebs-Kompass Forum  


Zurück   Krebs-Kompass Forum > Krebsarten > Gallenblasentumor/Gallengangskarzinom

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
  #1  
Alt 11.09.2009, 08:17
Tine1209 Tine1209 ist offline
Gesperrt
 
Registriert seit: 10.06.2006
Ort: Im schönsten Bundesland der Welt
Beiträge: 275
Ausrufezeichen Journal Onkologie: Präzisere Diagnostik von Gallengangskarzinom

09.09.2009

Hightech-Verfahren für präzisere Diagnostik von Gallengangskarzinomen

http://www.journalonko.de:80/newsview.php?id=3566

Die Ärzte der II. Medizinischen Klinik am Klinikum rechts der Isar (Ärztlicher Direktor Prof. Roland Schmid) setzen seit einiger Zeit als weltweit erste ein neues Verfahren zur besseren Diagnostik von Gallengangskarzinomen ein, das sie selbst mitentwickelt haben. Nun ziehen sie ein erstes Fazit: Mit der neuen präzisen Methode können sie in vielen Fällen eine Krebserkrankung diagnostizieren, die früher zunächst unerkannt geblieben wäre.

Das Gallengangskarzinom (Cholangiokarzinom) ist ein bösartiger Tumor der Gallenwege. Es handelt sich zwar um einen eher seltenen Tumor, die Erkrankungsrate ist in den letzten Jahrzehnten jedoch deutlich angestiegen. Klinische Symptome sind erhöhte Leberwerte, Ikterus, Schmerzen und Gewichtsverlust. Die Tumoren können in der Leber (intrahepatisch) oder in den außerhalb der Leber liegenden (extrahepatischen) Gallengängen auftreten. Bisher konnte das Gallengangskarzinom nur durch eine Gewebeuntersuchung eindeutig diagnostiziert werden. Für die Entnahme von geeignetem Gewebe ist in der Regel eine Operation nötig, da die Tumoren meist nur schwer zugänglich sind.
An der II. Medizinischen Klinik des Klinikums rechts der Isar wurde weltweit erstmalig ein neues Verfahren eingeführt, das die Diagnostik dieser Karzinome deutlich verbessert: Über eine miniaturisierte Glasfaser mit einer Linse an der Spitze erfolgt eine sogenannte konfokale Lasermikroskopie. Hierbei wird das Gewebe mit dem Laser untersucht, ein Rasterbild zeigt eine mikroskopische Darstellung des Gewebes, ohne dass hierfür Proben entnommen werden müssen. Vor der Untersuchung wird ein Farbstoff gespritzt (Fluoreszein), anschließend können durch die miniaturisierte Faser selbst verengte Gallengangsstrukturen und schwer zugängliche Regionen erreicht und optisch dargestellt werden. Veränderungen im Blutfluss sowie in der Gewebestruktur können dokumentiert werden.

Prof. Alexander Meining, der verantwortliche Mediziner, ist mit den bisherigen Erfahrungen sehr zufrieden: "Bisher haben wir am Klinikum rechts der Isar knapp 60 Patienten mit auffälligen Verengungen des Gallengangs mit dieser Methode untersucht. Bei insgesamt 25 Patienten haben wir dabei bösartige Veränderungen diagnostiziert. Interessant war für uns vor allem, dass wir bei 8 Patienten mit Hilfe der Lasermikroskopie einen bösartigen Tumor entdeckt haben, der bei der feingeweblichen Untersuchung der entnommenen Proben nicht erkennbar war. Mit der neuen Methode können wir somit schonend, schnell und präzise eine gesicherte Diagnose stellen, ohne dafür operieren zu müssen."
Gemeinsam mit Wissenschaftlern der University of Colorado (Denver, USA) arbeitet Prof. Meining derzeit an einer multizentrischen Studie zur weiteren Evaluation dieser vielversprechenden Methode


Quelle: Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen


Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
 
Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 21:19 Uhr.


Für die Inhalte der einzelnen Beiträge ist der jeweilige Autor verantwortlich. Mit allgemeinen Fragen, Ergänzungen oder Kommentaren wenden Sie sich bitte an Marcus Oehlrich, bei technischen Kommentaren an den Webmaster. Diese Informationen wurden sorgfältig ausgewählt und werden regelmäßig überarbeitet. Dennoch kann die Richtigkeit der Inhalte keine Gewähr übernommen werden. Insbesondere für Links (Verweise) auf andere Informationsangebote kann keine Haftung übernommen werden. Mit der Nutzung erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen an.
Powered by vBulletin® Version 3.8.7 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2018, vBulletin Solutions, Inc.
Gehostet bei der 1&1 Internet AG
Copyright © 1997-2014 Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V.
Impressum: Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V. · Eisenacher Str. 8 · 64560 Riedstadt / Postanschrift: Postfach 130435 · 64243 Darmstadt / Vertretungsberechtigter Vorstand: Marcus Oehlrich / Datenschutzerklärung
Spendenkonto: Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V. Spendenkonto Nr. 17252500 · Volksbank Darmstadt-Südhessen eG · BLZ 508 900 00 · IBAN DE23 5089 0000 0017 2525 00 · BIC: GENODEF1VBD