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  #1  
Alt 02.09.2009, 01:07
heidelbeere heidelbeere ist offline
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Standard tamoxifen / femara länger als 7 jahre?

hallo,

ich hatte vor acht jahren brustkrebs (mit lymphknotenmetastasen), seitdem ist ruhe. ich nahm in den ersten 3 jahren tamoxifen, danach femara, bin vor einzwei jahren ins europäische ausland mit nicht soooo guten ärzten gezogen.

in deutschland habe ich mit meinen ärzten vereinbart, dass ich erst mal auch nach den fünf jahren die hormontherapie fortsetze. habe ich bis dato auch getan (und die medikamente aus eigener tasche bezahlt). die hiesigen ärzte verschreiben femara, aber meinen, dass fünf jahre ausreichend wäre.

da ich wieder kurz vor der rezeptverlängerung stehe, recherchierte ich etwas im internet und fand informationen, dass eine 5 jahre übersteigende hormontherapie sogar kontraindiziert sein kann (erhöhte tumorwahrscheinlichkeit, von anderen nebenwirkungen ganz abzusehen (ja, ich habe es mit einem auge bereits).

könnt ihr mir etwas aktuelles dazu sagen? nimmt hier jemand explizit länger tamo/femara, ist es in deutschland immer noch up to date und von guten ärzten empfohlen (bei mir war es eine uniklinik vor 2 jahren).

besten dank!
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  #2  
Alt 03.09.2009, 08:03
Ilse Racek Ilse Racek ist offline
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Standard AW: tamoxifen / femara länger als 7 jahre?

@heidelbeere

das mit der KontraIndikation steht im Raum - ich habe allerdings keine verlässlichen Aussagen darüber bekommen

Bei mir war das spruchreif, als ich nach 2 1/2 Jahren Tamoxifen, 2 1/2 Jahren Aromasin und fast 2 Jahren Femara dahingehend verschiedene Ärzte in meine Überlegungen einbezogen habe.
Ein entscheidendes Gespräch bot sich an, als ich mal wieder Nachsorge hatte und dort - wie so oft bei der bekannten Fluktuation im Brustzentrum - zwei junge Ärztinnen sich die Zeit für Überlegungen nahmen

Die vorher zuständigen NachsorgeÄrzte waren (in 6 Jahren nacheinander befragt) sehr unterschiedlicher Meinung oder hatten sich erst gar nicht richtig mit entprechenden Überlegungen befasst

Auch in der "Praxis für Frauenheilkunde" in Hanau, in der ich meine üblichen Gynäkologischen Termine mache, war man unterschiedlicher Auffassung...

Ich habe nun seit 3. Juli diesen Jahres die AHT ersatzlos gestrichen und immer noch ein eigenartiges ängstliches Gefühl.... so, als ob ich freiwillig auf Unterstützung verzichten würde :


__________________
Ilse
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  #3  
Alt 16.10.2009, 19:40
womyn womyn ist offline
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Standard AW: tamoxifen / femara länger als 7 jahre?

Hallo,
mir hat eine Ärztin als plflanzliches Mittel Indol-3-Cabinol empfohlen.
kann man wohl nur annährend mit eine AHT vergleichen, ist aber wenigstens ein körpereigener Stoff und ist besser verträglich. Ich bin es am ausprobieren seit 2Wochen.

liebe grüße
sira
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  #4  
Alt 29.10.2009, 19:33
Moni38 Moni38 ist offline
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Standard AW: tamoxifen / femara länger als 7 jahre?

Hallo an Alle!!

Eure Schicksale bewegen mich sehr! Ich selber bin Gott sei Dank gesund! Aber der Brustkrebs hat bei meiner Schwester zugeschlagen! Sie ist 43 und sitzt zudem seit 28 Jahren nach einem Verkehrsunfall im Rollstuhl.
Mit dieser Krankheit in der Familie nun konfrontiert zu sein, weckte in mir ein Wissensdurst weil ich meiner Schwester helfen will!

Aber was mich am meisten erschreckte!!! Was steht für FEC-Chemo? Was heisst diese Abkürzung??
F steht für Fluorouracyl, dass ist ein DNA-Gift
E steht für Epirubicin, ebenfalls ein Zellgift und
C steht für Cyclophosphamid=Stickstofflost, bekannt als tödliches Giftgas, erfunden für die Kriegsführung im ersten Weltkrieg!!!!

Ich will niemandem den Mut nehmen, aber dazu beitragen ein Stück Wahrheit ans Licht zu bringen! Jeder sollte doch wissen was seinem Körper verabreicht wird, oder werden sollte. Zudem hat diese Chemo nach FEC-Schema nicht mal eine Zulassung!! Diese Behandlung läuft als Experiment!!

Meine Schwester wurde kurz nach der OP fast genötigt die Chemo zu machen. Aber aufgrund der Behinderung meiner Schwester verzichtete sie darauf, da sie eher an der Chemo stirbt als an Krebs. Zudem wissen wir aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit, dass dieser atomare Kahlschlag (Chemo) im Körper keine Heilung, sondern nur Lebensverlängerung ist!

Meine Schwester macht jetzt eine Therapie mit dentrischen Zellen bei Dr. Kübler in München, der seine Methode seit 1992 patentiert hat! Somit sind jegliche Behandlungen von anderen Ärzten nicht dieselbigen!!! Dass ist wichtig!!!

Ich habe grosse Hoffnungen, da es ihr nun während der Therapie sehr gut!
Zudem wurde sie von Dr. Kübler mit Hilfe eines Arztkollegen vor TAMOXIFEN verschont! Widerrum ein Medikament dass die Östrogene blocken soll und woanders krebserregend wirkt!!! Dr. Kübler hat den Hormonhaushalt mit einem nebenwirkungsfreien Medikament auf optimale Werte gebracht, so dass keine Metastasenbildung stattfinden kann!

Ich könnte jetzt noch vieles vieles mehr schreiben, aber zuviel für hier!

Vielleicht konnte ich jetzt jemandem eine Information geben, der nach Alternativen sucht!!

Ich wünsche allen viel Glück für die Zukunft!
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  #5  
Alt 30.10.2009, 07:53
Ilse Racek Ilse Racek ist offline
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Rotes Gesicht AW: tamoxifen / femara länger als 7 jahre?

Hallo Moni

vielleicht war Deine Schwester in einem Brustzentrum, in dem PatientInnen zur Chemo "genötigt" werden - das tut mir sehr leid


Als ich Ende 2002 "meinen Knoten" selbst entdeckte und sofort relativ vorbildlich in die Diagnose-Mühle geriet, wurde mir (nach der OP) in kurzen Worten die Prognose geschildert und ich habe mich SELBST auf Empfehlung der Fachärzte recht schnell für den schulmedizinischen Weg entschieden.

Dass Chemotherapie kein Spaziergang ist, wußte ich vorher....

.... und wenn Du Dir die Zeit nimmst und Dich hier im Forum ein wenig schlau machst wirst Du sehen, dass die meisten Betroffenen gut informiert und relativ pragmatisch handeln.

Uns Krebs-Erkrankten sagst Du wirklich nichts Neues, wenn Du auflistest, dass Chemo die Anwendung von GIFTEN bedeutet


Gleichwohl ist es natürlich eine wichtige Entscheidung; allerdings: Im Brustzentrum Hanau beispielsweise wird - meines Wissens - niemand zur Chemotherapie "genötigt".


In meinem relativ großen Betroffenen-Bekanntenkreis kann ich allerdings (leider) auch Vergleich anstellen, wie und ob die schulmedizinische oder die "sanfte" Therapie Erfolg hatte :


Dir und natürlich insbesondere Deiner Schwester wünsche ich nun ganz herzlich alles erdenklich Gute


__________________
Ilse
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  #6  
Alt 30.10.2009, 08:23
womyn womyn ist offline
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Standard AW: tamoxifen / femara länger als 7 jahre?

Ich habe grosse Hoffnungen, da es ihr nun während der Therapie sehr gut!
Zudem wurde sie von Dr. Kübler mit Hilfe eines Arztkollegen vor TAMOXIFEN verschont! Widerrum ein Medikament dass die Östrogene blocken soll und woanders krebserregend wirkt!!! Dr. Kübler hat den Hormonhaushalt mit einem nebenwirkungsfreien Medikament auf optimale Werte gebracht, so dass keine Metastasenbildung stattfinden kann!

Hallo Moni31,

was ist das denn für ein nebenwirkungsfreies Medikament das den Hormonhaushalt reguliert?

grüße
sira
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  #7  
Alt 09.11.2009, 03:43
clarissa66 clarissa66 ist offline
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Standard AW: tamoxifen / femara länger als 7 jahre?

Femara wurde nach der frühzeitiger Eröffnung der MA17-Studie auch in Deutschland für die EAT (erweiterte adjuvante Therapie) zugelassen. Frühzeitige Entblindung und Eröffnung: nach 2,5 Jahren traten bei den Patienten in der Femara-Gruppe signifikant weniger Rezidive (lokal, kollateral, Metas) auf, die Ethik-Komission hat dann nicht mehr für ethisch gefunden, Placebo Patienten weiterhin nicht aufzuklären. Danach hat ein Großteil der Placebo-Gruppe sich auch für die Therapie entschieden. Natürlich hat Femara auch Nebenwirkungen (Osteoporose), dagegen :jährlich einmal Zometa.

http://www.tellmed.ch/include_php/pr...hp?file_id=605

Mehr als 50 % der Rezidive treten nach den ersten 5 Jahren auf.

Femara MUß auch für die EAT von allen Krankenkassen übernommen werden!!

Viel Sport, und ein anti-Krebs-Diät (ketogenes Diät) ist hat auch starke schützende Wirkung !!

Geändert von clarissa66 (09.11.2009 um 14:06 Uhr)
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  #8  
Alt 09.11.2009, 12:46
clarissa66 clarissa66 ist offline
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Standard AW: tamoxifen / femara länger als 7 jahre?

Noch eine Ergänzung: die Wirkungsweise von Aromatasehemmern ist anders als bei TAM, und die anderswo auftretende Tumoren wurden bei TAM beobachtet.
Schlimme mögliche Nebenwirkung bei Aromatasehemmern: wegen der vollständigen Östrogensupression kann - wegen Hormonmangel- später Alzheimer (Demenz) auftreten, muß aber nicht. (östrogene schützen die Gehirnzellen). Deswegen ist wichtig das "für" oder "gegen" sorgfältig im Einzelfall abwegen, und entsprechend handeln. Bei hohem Rezidivrisiko würde ich dafür, bei niedrigem dagegen mich entscheiden. Lymphknotenmetastasen sind aber hohes Rezidivrisiko.

LG

Klara

(meine Mutter hatte vor 7 Jahren Brustkrebs, mit niedrigem Risiko, sie hat sich gegen eine EAT entschieden. Jetzt, nach 7 Jahren Rückfall, eine andere, sehr agressive Tumorart (er+, g3, her3+. Nach unseren jetztigen Kenntnissen hatte sie doch ein hohes Risiko, weil sie auch Diabetes hat.)

Geändert von clarissa66 (09.11.2009 um 14:14 Uhr)
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  #9  
Alt 19.12.2009, 07:44
Faro11 Faro11 ist offline
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Standard AW: tamoxifen / femara länger als 7 jahre?

Hallo,

bei mir ist es so, daß ich seit 5,5 Jahren TAMOXIFEN nehme. Jetzt steht ein Wechsel auf FEMARA an. Wie habt Ihr die Nebenwirkungen, den Unterschied der Medikamente, wahrgenommen und empfunden?
__________________
__________
Viele Grüße
Faro11
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  #10  
Alt 17.02.2010, 02:46
Roste Roste ist offline
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Frage AW: tamoxifen / femara länger als 7 jahre?

Hallo Moni

Kannst du vielleicht mehr über die Therapie von Dr.Kübler erzählen.
Ich möchte mit meiner Mutter zu ihm Sie hat ein Bronchialcarzinom mit Lebermetastasen.Ich muß ihm erst unterlagen schicken da wir 800km entfernt wohnen.Er ist unsere letzte hoffnung:
Hoffe er kann deiner Schwester helfen

LG Roste
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