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  #181  
Alt 26.01.2007, 07:53
Nils Nils ist offline
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Standard AW: Barrett-Syndrom

Hallo Heidi!

Wie Ich Dir schon in der mail geschrieben habe, Dünndarmtyp meint einfach anstatt Plattenepithel hast Du da jetzt das Magen oder Dünndarmepithel oder auch Zylilnderepithel!

Ich schreib das hier noch mal damit nachfolgende Leser die einen ähnlich unverständlichen Befund von Ihrem Arzt bekommen wissen worum es geht!

Das Zylinderepithel im Ösophagus ist das irreversible Barrettgewebe!

Bis bald und für uns alle "Lebet lang und in Frieden"

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  #182  
Alt 29.01.2007, 09:34
Thorsten44 Thorsten44 ist offline
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Standard AW: Barrett-Syndrom

Hallo Heidi,

schade dass Deine Hausärtin nicht ganz offen ist, das fördert nicht gerade das Vertrauen. Ausheilen kann allenfalls eine Speiseröhren-Entzündung, der Barrett wird allenfalls durch konsequente Behandlung etwas kleiner,aber ganz weg nicht.....

Ich würde mich an deiner stelle gar nicht so extrem einschränken, der Eisbecher und andere Leckereien sollten immer noch drin sein. allerdings sehe ich es so, dass die Diagnose "Barrett" doch einiges geändert hat. Vor allem die Unbeschwertheit ist natürlich weg, das erhöhrte Entartungsrisiko ist natürlich immer im Hinterkopf und schürt Ängste. Schätz mal,das geht jedem so.

Ich habe dazu noch das Problem, dass ich rauche, mind. 20 Ziggis tägl., und das sollte man absolut besser nicht tut, aber ich kanns einfach nicht lassen.

Mna sollte sich vielleicht an folgende Regeln halten,das würde das Risiko minimieren:

- Gewicht unter Kontrolle bringen, denn Übergewicht verschlechtert den Reflux,da der Druck auf den (defekten) Verschluss erhöht wird.
- mind. 1x / Jahr zur Kontrolle mit Biospie
- nicht rauchen und keinen hochprozentigen Alkohol
- keine allzu grossen und späten Mahlzeiten
- Wenn möglich Bett am Kopfende hochlagern damit nachts nichts zurückflissen kann...
- PPIs einnhemen, ggf. in Kombination mit Antazida( z.B. Maloxaan)

Wenn man das alles schafft, ist viel gewonnnen. Hinzu kommt, man sollte sich ersnthaft überlgegen, ob man nicht doch eine Ablation mit anschl. Fundoplicatio machen lässt.

Viele Grüsse
Thorsten

Geändert von Thorsten44 (29.01.2007 um 09:39 Uhr)
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  #183  
Alt 30.01.2007, 07:54
Nils Nils ist offline
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Standard AW: Barrett-Syndrom

Hallo noch mal an alle die das Lesen!
Bitte fragt Eure Ärzte wirklich mal danach ob man nicht das Barrettgewebe abladieren kann! Es gibt wirklich gute Ergebnisse in Studien das die Rezedivrate nur bei ca 50% liegt, wenn man noch anschliessend eine Fundoplikatio macht ist das Rezedivrisiko vielleicht bei 5% soweit mir bekannt ist! Es kann nicht sein das viele von uns Psychopharmaka nehmen und kein normales Leben mehr führen können, aufgrund der ständigen Angst. Und die ständigen Aussagen der Ärzte das Risiko ist minimal und Sie müssen halt mit Ihm leben, Sie können ja auch vom Auto überfahren werden regt mich mittlerweile mehr als auf! Es gibt für uns momentan eigentlich nur eine Möglichkeit und das ist die EMR, oder in Ulm wegen der hohen Erfahrungswerte nur dort die APC und in Wiesbaden die PDT! Wir dürfen und sollten uns nicht mehr vertrösten lassen und wirklich mal Druck bei den Professoren/innen und Ärzten/innen machen und frei entscheiden dürfen was für ein und welches Risiko wir für uns eingehen! Wir sind doch mündige Bürger oder nicht, und jeder Mensch hat doch das Recht frei für sich zu entscheiden welchen Schritt er tut, steht nicht soetwas in unserem Grundgesetz?

Ich würde mich gerne Freuen wenn Ihr Eure behandelnen Ärzte fragt und die Ergebnisse hier Veröffentlicht!

Euer Nils, der mittlerweile wegen Cancerophobie in Behandlung gehen musste und von einer Psychaterin starke Medikamente bekommt, meine Psyche ist einfach zusammengebrochen und das ist mir zum aller ersten Mal in meinem Leben passiert, Ich kann nicht mehr und bin kaputt! Warum musste das bei mir soweit kommen, Ich weiss es nicht, es ist mir eigentlich peinlich das hier zu schreiben, aber es muss vielleicht auch mal raus, vielleicht geht es anderen ja auch so. Es ist so erniedrigend wenn man nicht mehr Herr im Eigenen Haus ist und das Unterbewusstsein die Macht übernommen hat, Ich breche häufig mit Angstzuständen zusammen und meinem Job wurde auch ein Ende gesetzt, leider! Solange man funktioniert ist alles in Ordnung aber wehe dem der mal Krank wird! Tut mir leid aber das musste mal raus!

Bis bald Nils!
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  #184  
Alt 30.01.2007, 19:20
Murtnec Murtnec ist offline
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Standard AW: Barrett-Syndrom

Hallo Nils!
Ich habe den Arzt heute gefragt, aber er sagte nur, das würde nicht gemacht, wäre auch sehr aufwändig, Risiken zu groß. Nur bei Krebsbefund!

Da du einige Spezialisten kennst, die du bestimmt auch schon danach gefragt hast, fällt mir im Moment nichts ein, was ich dir raten kann.

Das es dich psychisch so mitnimmt, tut mir sehr leid.

Ich bekomme jetzt innerhalb der nächsten 6 Wochen 10 mal Akupunktur
für den Magen und die Speiseröhre.

Bin sehr gespannt, ob ich eine Wirkung merke oder sich bei der nächsten Gastro etwas positiv verändert zeigt.

Wenn ich Beschwerden habe, Schmerzen oder Druckgefühl, versuche ich bewußt dorthin zu atmen und positive Gedanken an die Stelle zu schicken.
Das entspannt und vielleicht bewirkt es auch etwas positives.

Die Ängste werden immer mal wieder present sein, mal stärker, mal schwächer!
Ich glaube nicht, das wir unsere Ängste betäuben können, höchstens verdrängen.
Aber das ist ungesund.
So lange unsere Refluxkrankheit keinen Krebs hervorbringt, so lange müssen wir vorbeugen, danach leben.
Angst ist noch nicht angesagt, lähmt nur, so lange wir aktiv etwas tun können, geht es mir einigermaßen gut dabei.

Bald trinken wir einen drauf,
Kopf hoch! Am Ende ist das Leben immer tötlich, aber wir machen in der Zwischenzeit das beste draus.

Bis bald! Heidi
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  #185  
Alt 31.01.2007, 11:24
Nils Nils ist offline
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Standard AW: Barrett-Syndrom

Hallo Heidi!
Wenn Ich wieder in Deutschland bin und meine Doktorarbeit schreibe werde Ich bestimmt Zeit finden für ein oder zwei Bier im Ruhrgebiet! Vielleicht können wir dann wirklich mal ein Barrett-Wochenende in einer Jugendherberge machen oder so, oder in einem Hotel, je nachdem, dann fragen wir noch Thorsten und Astrid und die Anderen!
Bis bald Nils!
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  #186  
Alt 01.02.2007, 08:01
Murtnec Murtnec ist offline
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Standard AW: Barrett-Syndrom

Hallo!

Das wär toll, ich bin dabei!

Aber erst einmal muß ich noch 4 Nachtschichten überstehen.
Ich arbeite zur Zeit Nachts auf 2 Stationen, wo der Noro Virus rumgeht.
30 Patienten mit Durchfall und Erbrechen, 5 Schwestern sind schon erkrankt.

Mir ist übel, aber mehr nicht.
Ich kann diese Ausscheidungen bald nicht mehr ertragen.
In fast jedem Zimmer stinkt es danach.

Dazu die Müdigkeit, ich wünschte, es wäre schon der 6.2. und ich hätte die
Dienste um.
Ich hoffe nur, das ich den Virus nicht abbekomme, sonst geht hier zu Hause bald nichts mehr.
Wer soll die Kids versorgen, die Tiere, den Haushalt.
Drückt mir die Daumen, das mein Magen-Darm Bereich ohne weitere Schäden bleibt.

Ich habe seid der Barrett Diagnose schon 3 kg abgenommen.
Schönen Tag noch! Heidi (die Müde)
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  #187  
Alt 01.02.2007, 15:33
Benutzerbild von Jens1964
Jens1964 Jens1964 ist offline
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Pfeil AW: Barrett-Syndrom

Hallo zusammen,

bei mir wurde letztes Jahr der "Short-Barrett" diagnostiziert.
Ich bin 43 Jahre alt. Diese Diagnose war erst einmal ein wahnsinniger Schock für mich.
Mein Arzt hat mir geraten, ab sofort auf Nikotin, Kaffee und Alkohol zu komplett zu verzichten.
O.K. geraucht habe ich ja noch nie - da hatte ich kein Problem. Kaffee habe ich "literweise" zu mir genommen. War aber konsequent und bin dann auf Tee umgestiegen, was mir äußerst schwer viel. In den ersten Wochen hatte ich Kopfschmerzen vom "Entzug", doch mittlerweile habe ich kein Probelm mehr damit. Mir fehlt der Kaffee auch nicht mehr. Manchmal trinke ich ein "koffeeinfreien" Cappu.
Ich war ein absoluter "Rotweinliebhaber" doch seit einem Jahr trinke ich keinen Tropfen mehr. Aber ich muß zugeben, ab und zu würde ich gerne mal ein Glas trinken. Doch bisher war ich sehr konsequent.

Mal eine Frage an Euch. Ist die absolute Abstinenz angesagt - oder wie haltet Ihr das so mit den Essen und Trinken.

Mich würde mal Eure Meinung interessieren.


Gruß Jens
__________________
***wer liebe lebt, wird unsterblich sein***
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  #188  
Alt 01.02.2007, 19:52
Nils Nils ist offline
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Standard AW: Barrett-Syndrom

Hallo Jens!
Ich war heute noch mal bei einem Spezialisten der WashU in St. Louis, und der hat mir nur folgendes nochmal eindeutig gesagt: Alkohol ist schlimmer als Rauchen, seiner Meinung nach und Ich sollte das komplett einstellen, keine Zitrusfruechte und Saefte mehr, keine Kohlensaeurehaltige Getraenke, Kein Kaffee, was mir sehr schwer faellt, nicht vor dem Schlafengehen etwas Essen oder Trinken (2-3 Stunden vorher), den Kopf hochlagern, abnehmen, Diaet halten, keine Pfefferminze und Schokolade also die allegemeinen Refluxregeln!
Ausserdem hat er mir gesagt das wir unsere PPIs ca 30 min vor dem Essen nehmen sollten, H2 Blocker haben das Probleme das der Koerper sich dran gewoehnt und die spaeter garnicht mehr wirken, abends noch ne Maalox ist nicht verkehrt aber braucht man sehr wahrscheinlich nicht! Er hat mir jetzt 2 x 40 mg Zegerid aufgeschrieben was noch zusaetzlich neben der PPI Wirkung, eine Antazide Wirkung hat, Ich weiss nicht unter welchem Namen man das in Deutschland kriegt!
Achso zu Deiner Frage, andere Aerzte haben mir gesagt zwei mal die Woche vielleicht nen Liter Bier ist okay aber nicht Rauchen, die Aussagen wiedersprechen sich haeufig in Nuancen, Ich trinke zwei mal die Woche mein Bier aber nichts hoeher prozentiges, auf keinen Fall haben mir alle Professoren hier geraten! Rauchen habe Ich aufgehoert, habe aber ab und zu noch Rueckfaelle!


Ich werde demnaechst noch mal eine Kontrollendoskopie machen, Ende Februrar, Ich werde Euch dann schreiben wie das Ergebniss war!

Hallo Heidi!
Das mit dem aus der Scheisse rausholen kenne Ich vom Zivildienst war extrem manchmal Ich fuehle richtig mit dir mit, wenn Du das 7 mal und mehr an einem Tag hast dann bist du kurz vor dem Zusammenbruch, und dann noch das Uebergeben und die anderen Ausscheidungen, es war eine Erfahrung fuer mich! Aber eins sage Ich euch allen fuer den Scheiss wird man als Pflegepersonal mit einem Hungerlohn bezahlt, und die jungen Aerzte die 24-36 Stunden Schichten schieben und Dich dann als Zombie operieren die kriegen auch nicht viel!

Allen Viel Glueck und geht haeufiger zu den Kontrollen und lasst das mit der Anfaerbemethode oder Laserlicht machen!

Bis bald Euer Nils!
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  #189  
Alt 02.02.2007, 20:47
Murtnec Murtnec ist offline
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Standard AW: Barrett-Syndrom

Hallo Jens!
Gerade der Verzicht auf Kaffee ist mir auch schwer gefallen.
Literweise Kaffee, so war es auch bei mir.
Am 18.1. bekam ich während des Sturms Kyrill am Telefon die Diagnose "Short Barrett" mitgeteilt.
Seiddem habe ich sowohl auf Kaffee, als auch auf Rotwein und Schokolade verzichtet.
Ich hatte nur 2 Tage Kopfschmerzen, dann ging es gut.
Leider mag ich keinen Tee, also gibt es jetzt nur noch Wasser (still) oder mal etwas Saft dazu, Schorle auch mit stillem Wasser.
Ich trinke aber viel weniger als vorher, es schmeckt einfach nicht so gut.

Hallo Nils!
Das wickeln und Ausscheidungen wischen finde ich weniger schlimm, als die Sorge vor der eigenen Ansteckung.
Brechdurchfall ist sicher nicht förderlich, wenn man in dem Bereich eh schon alles entzündet hat.

Ab heute Abend muß ich noch 4 Nächte arbeiten.
Selbst wenn die Symptome bei den Patienten abgeklungen sind, sind sie noch eine Woche ansteckend.
Vor jedem Zimmer muß ich mir Schutzkittel, Mundschutz, Haube, Handschuhe
und Schuhüberzieher anziehen,
das nervt schon, aber ich zieh das durch.
Der Virus soll sich ja nicht noch weiter ausdehnen.

Zur Bezahlung!
Für 74 Stunden Nachtdienst im Monat bekomme ich 600€ ausgezahlt (Netto bei Steuerklasse 5).Mal etwas mehr, mal etwas weniger.


Hallo Thorsten!
Schieb es nicht so lange vor dir her. Die Angst wird dadurch nicht kleiner!

Liebe Grüße an euch alle!

Heidi

Geändert von Murtnec (02.02.2007 um 20:50 Uhr) Grund: Ein Satz war falsch plaziert
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  #190  
Alt 03.02.2007, 00:09
Barretter Barretter ist offline
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Standard AW: Barrett-Syndrom

Hallo zusammen,
ich bin auf Empfehlung von Niels in diesem Trade.
Bei vielen ist die nackte Angst zu spüren.
Vielleicht hilft es Euch weiter.
Ich (55) habe seit dem Studium Probleme mit dem Sodbrennen. Teilweise in Stresssituationen sehr stark mit Erbrechen. Schon in den jungen Jahren wurde ein Zwerchfellbruch festgestellt, aber nichts unternommen. Damit bin ich auch so alt geworden. Vor 12 Jahren hatte ich mal Schluckbeschwerden, der Magen wurde u.A. geröntgt (Brei Schlucken) - nichts, danach wurde nach weiteren Untersuchungen eine leicht vergrößerte Schilddrüse als Ursache festgestellt. Ab 2000 habe ich neben meinem Job noch als Berater für einen großen Maschinenbauer gearbeitet, zwar gut verdient (bedeutend weniger als Eichel, der lachende 3.), aber dabei meine Gesundheit unendlich geschadet. Donnerstags durch Deutschland geflogen, Freitag / Samstag dort gearbeitet (dafür Urlaub genommen) und zurück Sonntag zusammengefasst, gemailt und Montag wieder normal gearbeitet. Das mindestens einmal im Monat. In Stresssituationen war mind. 1/2 Flasche Wein nötig. Damit habe ich Gott sei Dank 2002 auf gehört, von da ab bedeutend gesünder gelebt und es hat sich auch mein Sodbrennen erheblich reduziert.
Wie ich schon erwähnt habe, wenn ich jetzt auf Grund meiner jährlichen Vorsorgeuntersuchung nicht durch Zufall mal an einem anderen Internisten gekommen währe, hätte es die Gastroskopie nie gegeben - ich hatte kaum noch Beschwerden. Somit wüsste ich auch heute nichts von Barrett. Wäre vielleicht auch besser gewesen, denn wer weiß wie viele Jahre ich das schon habe. 10 - 20 - 30 ?? - ohne Krebs!!

Als bitte Ihr jungen Spunds keine Panik!!

Zur Homöopathie: Ich verspreche mir sehr viel davon, den hierbei wird der Mensch als ganzes betrachtet. Mein Arzt hat gute Hoffnung es in Griff zu bekommen. Er war erfreut, dass dieses Barret so gut vermessen wurde, so dass bei der nächsten Spiegelung eine hoffentlich eintretende positive Veränderung erkannbar sein wird.

Ich nehme jetzt erst einmal die nächsten 4 Wochen die PPi zusammen mit dem homöopathischen Mittel, um die Entzündung der Speiseröhre weg zu bekommen. Danach soll ich mich wieder bei Ihm melden, mal sehen was er mir dann verordnet.

Zwischenzeitlich werde ich keinen hochprozentigen Alkohol mehr trinken - und ich hoffe auch kein Süßes mehr (bin manchmal süchtig danach).
Wichtig ist auch noch ca. 2-3 kg ab zu nehmen und eine weitere Empfehlung ist, mehr für die Bauch- Rückenmuskeln zu tun, um den ganzen Bereich stabiler zu bekommen.
Aber zu sehr sollte man sein Leben auch nicht einschränken. Mein Internist sagt, dass ist der richtige Weg, da nicht bekannt ist, was die genauen Ursachen sind. Kann auch von der Galle kommen?

Soviel zu meinem Lebensweg. Obwohl ich mit dem Long Barrett die schwerere
Form habe, möchte ich Euch Mut machen das Leben zu sehr zu versauen. Die Einstellung von Heidi gefällt mir schon besser!


Gruß Klaus
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  #191  
Alt 03.02.2007, 06:41
Thorsten44 Thorsten44 ist offline
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Standard AW: Barrett-Syndrom

Hallo Klaus,

na da kann man nur sagen: Willkommen im Club. Aber da kann man mal wieder sehen, wie tückisch das Barrett doch ist. Man hat damit WENIGER Beschwerden - sprich Sodbrennen, weil ja sie Schleimhaut magenähnlich geworden ist - ein an sich natürlicher Vorgang. Trotzdem tückisch. Man gut, dass es bei Dir noch frühzeitig entdeckt worden ist....

Ich meine auch mal, jeder muss für sich seinen Weg finden, damit zurecht zu kommen. Homöopathie ist sicher auch eine Möglichkeit, zumal allein der Glaube daran hilft ja auch schon.....Ich hab noch diverse Probleme mit der Diagnose, weil ich einige Risikofaktoren (z.B. Rauchen) nicht ausschalten kann. Auch süsses mag ich zu gerne. (Achte aber trotzdem auf mein Gewicht). Hinzu kommt die Angst vor Spiegelungen und vor allem den Ergebnissen. Ich arbeite aber daran....

Ich meine auch, man sollte sich auch nicht zu stark einschränken, z.B. auf Kaffee kann und will ich auf keinen Fall verzichten, ebensowenig wie z.Zt. auf Zigaretten....

Viele Grüsse
Thorsten
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  #192  
Alt 03.02.2007, 19:49
Murtnec Murtnec ist offline
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Standard AW: Barrett-Syndrom

Hallo an alle!

Ich hatte gestern ein Gespräch mit unserer Gleichstellungsbeauftragten im Krankenhaus.
Habe ihr vom Barrett erzählt und sie sagte mir, nachdem sie in einer Liste nachgeschaut hat, das ich dafür 10 bis 30 % bekommen kann.
Ich arbeite jetzt also an einem Schwerbehindertenausweis.

Hört sich blöd an, bis 50% bringt das auch nicht viel, der Arbeitsplatz bleibt aber wegen der Gleichstellung sicherer, auch gibt es bei langen Krankzeiten
weniger Probleme.
Da ich ja auch eine Verdrehung in der Wirbelsäule (Skoliose) habe, fange ich jetzt an, % zu sammeln.

Fühle mich zwar nicht behindert, aber Einschränkungen habe ich durch die Erkrankung schon.

Nach der ersten Kontrollgassi, wenn der Befund erneut bestätigt wird, werde ich einen Antrag mit ihr zusammen ausfüllen, ans Versorgungsamt schicken.

Vielleicht ist das ja auch eine hilfreiche Info für euch!

Gruß! Heidi

Merkwürdig, auch bei ganz kleinen Portionen habe ich jedesmnal lange Zeit danach Aufstoßen, aber nicht sauer.
Das hatte ich vorher nicht. Hängt das mit den Medis zusammen?

Ach ja, 4 kg habe ich schon abgenommen seid dem 18.1.

Gruß! Heidi
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  #193  
Alt 04.02.2007, 04:03
Nils Nils ist offline
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Standard AW: Barrett-Syndrom

Hallo Klaus!
Das mit dem Barrett ist so ne Sache! Erstmal die Hiatushernie oder auch der Bruch im Zwerchfell ist angeboren, deshalb kommt es zum Reflux! Und auch das Barrett ist vererbt, d. h. das es gleich zum Beginn der Krankheit auftritt und nicht nach jahrenlangen Reflux! Deshalb ist es gut zu hoehren das Du schon seit ca 30 Jahren damit lebst und nichts passiert ist! Viele Refluxpatienten werden nie Barrett kriegen weil Sie keine genetische Veranlagung dazu haben, also haben wir einfach nur tierisches Pech gehabt, das uns das in die Wiege gelegt worden ist! Obwohl Ich grosse Angst vor dem Krebs habe finde Ich es erstaunlich das anscheinend 14% der Bevoelkerung zum Ende Ihres Lebens hin Barrett haben, jedenfalls haben das Studien der de Mayo Klinik in den USA und auch in Deutschland herausgefunden und nicht jeder davon hat den Krebs letztendlich gekriegt, das ist positiv! Ich werde trotzdem versuchen mir den Barrett abladieren zu lassen und danach eine Fundoplikatio zu machen, Ich verspreche mir davon ein paar mehr Jahre Lebenszeit! Ich weiss Ich kann auch morgen vors Auto laufen, aber Ich denke halt so! Ich werde Euch dann wohl erst wieder nach meiner Biopsie Ende Februrar schreiben, aber Ich gucke immer in meine Mailbox wenn jemand Fragen hat oder mich braucht Ich bin immer zu erreichen!

Viel viel Glueck Euch allen, und geht regelmaessig zur Endoskopie,
Euer Nils!
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  #194  
Alt 04.02.2007, 13:28
Barretter Barretter ist offline
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Beiträge: 3
Standard AW: Barrett-Syndrom

Hallo Niels,
überlege Dir das mit den Operationen gut. Im Internet gibt es viele Beispiele dazu und leider ist wohl auch nicht zu garantieren, dass sich beim Abtragen der Barrettschleimhaut die Krebsgefahr verringert. Es sollen die Informationen in der verbleibenden Schleimhaut bleiben und noch zu Krebs führen können, was dann aber nicht mehr so einfach zu erkennen ist, wie mit der Schleimhaut. Ein weiteres, nicht zu unterschätzendes Risiko ist das Operationsrisiko. Ich habe Berichte von Patienten gelesen, die nach kurzer Zeit erhebliche Probleme hatte und wo es nicht lange gehalten hat.
Sehen wir es doch mal realistisch:[LIST=1][*]Noch gibt es keine optimale Behandlungsmethode[*]Das Risiko einer Entartung ist gering - mich würde einmal das Risiko eines Rauchers an Lungenkrebs zu erkranken interessieren?[*]mit der Magenspiegelung sind wir im feinmaschigen Untersuchungsnetz[*]wenn man schrittweise etwas gesünder lebt (sowie auch sonstige, schon oft beschriebene, Schritte beachtet), sollte auch der Reflux in Griff zu bekommen sein.
Machen wir uns doch nichts vor. Ein wichtiger Punkt bei der Entstehung war die ungesunde Lebensweise und zu viel Stress (zu mindestens bei mir). Das in den Griff zu bekommen lässt auch andere Krankheiten abprallen.
Dabei muss man sich nicht selbst aufgeben und kleine Süden sollten nach wie vor drin sein. So betrachte ich es.
Beispiel: Gestern waren wir zum Wild Essen eingeladen - leider nur Abends.
Es hat sehr gut geschmeckt - ich habe nicht so viel wie sonst gegessen - was mir auch besser bekam. Auf den anschließenden Cognac habe ich verzichtet, was mir auch nicht schwer viel. Auf die 3 Glas guten trocknen Rotwein nicht. Nach dem Essen sind wir die 3/4 Stunde nach Hause gelaufen, was beiden gut bekam und gut für die Verdauung war.
Mir ist es sehr gut bekommen, ich brauchte keine zusätzlichen PPI.
Dort habe ich nur mit den Bemerkungen, dass ich eine entzündete Speiseröhre habe und auf hochprozentigen Alkohol verzichten muss, verwunderte Gesichter besänftigt. Alle haben es verstanden, mehr geht das Umfeld nichts an. Ich brauche keine mitleidigen Sprüche.
Es heißt nur aufpassen und keine Psychomacke kriegen. Das Leben kann trotzdem noch schön sein.
Ob die Homöopathie bei mir unterstützend dazu beiträgt es etwas ein zu dämmen, werde ich sehen. Als letztes würde ich mich operieren lassen, zumindest solange es keinen gesicherten Erfolgt gibt.
Wir können es mit diesen Schritten und der Änderung der Lebensweise probieren, da wir feinmaschig untersucht werden und es nicht schon Krebs mit der Gefahr einer rasanten Fortschreitung ist.
Obwohl einige Panik bekommen - beachtet bitte - damit betreibt man kein russisches Roulett, sondern versucht es nur alternativ.

Also nicht den Kopf hängen lassen und keine Panik.

Gruß Klaus
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  #195  
Alt 06.02.2007, 22:00
Thorsten44 Thorsten44 ist offline
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Standard AW: Barrett-Syndrom

Hallo zusammen,

@Klaus, Raucher haben ein 30 mal höheres Risiko an Krebs zu erkranken als Nichtraucher, also ist das in etwa so gross wie beim Barrett.....

Ich finde Deine Einstellung gut, ich kann allerdings auch verstehen, wenn jemand eine Ablation mit anschl. Fundoplikatio machen will. In Deutschland ist es aber gar nicht so einfach, einen Arzt /Klinik zu finden, der das (vorbeugend) macht, wenn noch keine Dysplasien (High Grade) oder bereits Krebszellen vorhanden sind. Zum einen muss dann die Ablation wirklich das gesamte Barrett abtragen, nichts darf übrig bleiben (und das auch noch schonend, nicht das die speiseröhre perforiert wird) zum andern muss die Fundoplicatio auch gut gemacht werden (nicht zu eng oder zu weit). Ein OP-Risko bzw. Narkoserisiko ist natürlich immer dabei. Und es ist noch nicht in Studien erwiesen, ob tatsächlich das Krebs-Risko dadurch sinkt.

Die Fachleute streiten sich noch über die richtige Behandlung bei Barrett, die Internisten meinen, PPIs reichen aus, einige sagen sogar, wenn kein Sodbrennen da ist, sollte man gar nichts einnehmen. Nur alle 2 Jahre zur Kontrolle. Die Chirurgen raten dagegen zur OP, was verständlich ist.

Man sollte das Risko realistisch einschätzen, und das ist eben 0,5 % / Jahr, also in 99,5 % aller Barrett Fälle passiert nichts. Wenn man dann noch sich an die Reflux Therapie (PPI, Geichtskontrolle, Ernährung, jährliche Spiegelung) hält, kann man es noch weiter minimieren.

Ich persönlich neige allerdings momentan eher dazu, nach allem was ich gelesen habe,dass eine Ablation mit Fundoplicatio doch die beste Lösung ist. Vor allem, wenn man noch nicht so alt ist. Allerdings habe ich generell enorme Angst vor OPs, das hält mich davon ab, das in Angriff zu nehmen.

Viele Grüsse
Thorsten

Geändert von Thorsten44 (06.02.2007 um 22:02 Uhr)
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