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  #46  
Alt 29.07.2010, 15:19
sunflower77 sunflower77 ist offline
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Standard AW: Glioblastom - alles furchtbar

liebe angie

ich glaube auch, dass du eine sehr sehr grosse stütze bist !! vielleicht fühlst du dich, dass du nicht helfen kannst, oder die kinder die hilfe nicht annehmen wollen oder können...

aber ich bin mir sicher, dass es ihnen enorm gut tut, dass du da bist und sie auf dich zählen können. und du ihnen auch ein bisschen die richtung angibst und möglichkeiten aufzeigst, wo sie sich hilfe holen können... nicht auszudenken, was vielleicht passieren würde, wenn du gar nicht da (gewesen) wärst ?

du bist so ein toller mensch, du hast so viel gegeben und gibst noch immer - das ist unglaublich! es ist glaube ich einfach auch sehr wichtig für die kinder zu wissen, dass du da bist...

es ist der richtige weg und sei bitte nicht enttäuscht, wenn es nicht immer so klappt, wie erwartet - ich glaube der kummer und die verzweiflung sind sehr gross bei den kindern, ich kann es nachvollziehen... aber mehr kannst du im moment nicht machen, es ist ja schon unglaublich, was du alles geleistet hast für deine freundin und ihre kinder !!
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  #47  
Alt 29.07.2010, 15:25
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HeikesFreundin HeikesFreundin ist offline
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Standard AW: Glioblastom - alles furchtbar

Ach Du Süße - danke.

Vielleicht gibt es doch eine kleine Hoffnung. Hab heute Nacht im Inet rumgesucht und evtl einen Ausbildungsplatz für die Tochter gefunden - und das auch noch in ihrem Traumberuf. Vorhin war sie mit meinem Sohn hier - und hat dann in der Praxis angerufen, ob die Stelle noch aktuell ist. IST sie!
Jetzt sind sie schnell nach Hause ne Bewerbung schreiben, die sie dann auch heute noch abgeben.

HOFFENTLICH KLAPPT DAS, das wäre vielleicht ein neuer Anfang.
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  #48  
Alt 29.07.2010, 16:24
Auntie Little Auntie Little ist offline
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Standard AW: Glioblastom - alles furchtbar

Hallo Angela,

bei uns sind sämtliche Daumen, Pfoten und Hufe gedrückt.

Viel Glück wünscht
Birgit
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  #49  
Alt 29.07.2010, 17:04
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HeikesFreundin HeikesFreundin ist offline
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Standard AW: Glioblastom - alles furchtbar

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  #50  
Alt 29.07.2010, 20:35
sunflower77 sunflower77 ist offline
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Standard AW: Glioblastom - alles furchtbar

vielleicht ist das ein bisschen "bestimmung"... der anfang von einem neuen weg für ihre tochter! was ihr mut und kraft gibt. so toll, ich freu mich sehr für sie/euch... und jetzt hoffen und daumen drücken ! ist doch schon schön, dass sie die motivation hat, sich da zu bewerben, oder ?

daran kannst du dich freuen, das ist vielleicht ein zeichen, dass es mal ein bisschen "auf-" oder "vorwärts" geht ? obwohl ihr nicht wisst, was morgen kommt, aber das sind doch schon mal tolle neuigkeiten !!
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  #51  
Alt 11.09.2010, 10:30
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HeikesFreundin HeikesFreundin ist offline
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Standard AW: Glioblastom - alles furchtbar

Nach längerer Zeit mal wieder ein Update ...

Leider hat es mit der Lehrstelle dann doch nicht geklappt (warum auch immer), aber ich hab wohl nen neuen Job. War inzwischen 3 Tage zur Hospitation.
Schaun wir mal.
Witzigerweise (wobei witzig das falsche Wort ist) haben die Dame, mit der ich zusammenarbeiten würde und ich uns angeguckt und wußten beide: die kenn ich irgendwoher.

Gestern nun fanden wir heraus, woher.

Wir kennen uns aus dem Hospiz - denn auch sie hat zur selben Zeit, als ich täglich von morgens bis abends bei Heike war, dort auch ihre Freundin begleitet ... Manchmal fügen sich schon komische Situationen, oder?
Soll wohl so sein.

Die Kinder ......... naja.
Es gibt, wie auch vor dem Tod von Heike, 2 Lager.
So sehr ich mich auch bemüht habe, in der Zeit des Sterbens von Heike aus diesen 6 Menschen eine "Familie" zu machen - es ist wohl im Nachhinein doch gescheitert. Dabei sah alles so gut aus. Sie hielten zusammen, waren sich nah - eine Familie eben.

Nun ist es wohl so, dass die Tochter, denen die Geschwister all ihr weniges Geld für den Grabstein anvertraut hatten (sie haben dafür zusammengelegt)
das Geld anderweitig ausgegeben hat ... wahrscheinlich hat sie die Älteste unterstützt, die immer jammert, wie pleite sie doch ist, mich aber dann als "Frisches Goldmitglied" auf einer Internetseite kontaktet ....
Nun gut.

Der Vater der Kinder wollte die Anzeige übernehmen - das hat er selbst vorgeschlagen - ungefragt.
Auch als die Anzeige entworfen war hat er nochmals gesagt:"Ja, so ist sie gut und ich bezahle das".

Man glaubt es kaum: JETZT sagt er: nö, die bezahle ich nicht und seine Tochter, die das alles in Auftrag gegeben hat bemerkt nicht einmal, dass ihr eigener Vater sie beschei**t, denn sie ist Auftraggeber und sie wird es eh zahlen müssen. Alle anderen sind jetzt die Bösen.
Netterweise hatte sie meiner Schwiegertochter dann die komplette Bestattungsmappe in den briefkasten getan mit einem Anschreiben dazu, dass meine Schwiegertochter nun ALLES übernimmt. Gott sei dank hat sie das nicht unterschrieben, sondern ihr die Mappe wieder zurückgebracht.

Naja, ich dachte mir gleich dass da irgendwas nicht stimmt ... und rief also beim Bestatter und beim Steinmetz nochmal an und erfuhr eben, dass noch nicht alles bezahlt sei - obwohl das Geld da war ...
Das macht mir etwas Bauchschmerzen, denn es sind noch ca 700 Euro offen - das Geld, was die Kinder gemeinsam gespart hatten ...

Ja, auch so kann es innerhalb von Familien gehen. Schlimm.

Jetzt werde ich mir erstmal den Vater zur Brust nehmen (müssen) ...

Statt sie alle zu unterstützen spaltet er sie in 2 Lager.

Mich ärgernde Grüße,
Angie
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  #52  
Alt 25.09.2010, 20:23
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HeikesFreundin HeikesFreundin ist offline
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Standard AW: Glioblastom - alles furchtbar

... gestern konnte ich nicht schreiben, war den ganzen Tag in Gedanken bei dir ... Bilder, Szenen, Situationen - gestern waren sie wieder sehr präsent.

4 Monate sind nun schon vergangen und es kommt mir immer noch vor wie ein Albtraum ...

Ich vermiss dich, Heike, Dein Lachen, Dein Weinen - unsere gemeinsame Zeit.

Hoffentlich gehts dir gut da, wo du jetzt bist.

Ach, alles scheiße ...
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  #53  
Alt 26.09.2010, 17:51
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HeikesFreundin HeikesFreundin ist offline
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Standard AW: Glioblastom - alles furchtbar

Passt grad gut ...

Wie sieht der Himmel aus, der jetzt über dir steht?
Dort wo die Sonne, im Sommer nicht untergeht
Wo fängt dein Himmel an, und wo hört er auf?
Wenn er weit genug reicht macht dann das Meer
zwischen uns nichts mehr aus?
Du fehlst mir, oh du fehlst mir

Alle Uhren auf Anfang, ich kann nich' mehr sehn.
Seit ich dich getroffen hab, bleibt mein Herz manchmal stehn -
Manchmal.


aus: Philipp Poisel http://www.youtube.com/watch?v=Lhf4tkhhjPU&NR=1
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  #54  
Alt 10.10.2010, 23:24
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HeikesFreundin HeikesFreundin ist offline
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Standard AW: Glioblastom - alles furchtbar

Ich zieh durch die Strassen
der Regen ist kalt
mein ständiger Begleiter
ist die Einsamkeit
und ich frag mich, wie weit muss ich gehn
um das Schicksal zu wenden ......?

Spiel mir noch einmal das Lied,
dass so traurig beginnt
sing mir den Teil nochmal vor
wo das Gute am Ende gewinnt.

Ich hab nichts mehr zu verliern
nur den Glauben an mich selbst
also hau ich einfach ab hier
weil mich nichts mehr hält ...
Wie weit muss ich gehn, um das Schicksal zu wenden ......?

Spiel mir noch einmal das Lied,
dass so traurig beginnt
sing mir den Teil nochmal vor
wo das Gute am Ende gewinnt.

Ich höre so gerne das Lied
von einem der durch die Strassen zieht
der alles verliert und verschwindet
und dann doch noch am Ende sein großes Glück findet.

Spiel mir noch einmal das Lied,
dass so traurig beginnt
sing mir den Teil nochmal vor
wo das Gute am Ende gewinnt ....


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

... um die Welt würde ich gehn, um das Schicksal für Dich und andere zu wenden ...

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

http://www.youtube.com/watch?v=29R7kimIQJ4
__________________
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  #55  
Alt 11.10.2010, 19:05
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hohesonne hohesonne ist offline
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Standard AW: Glioblastom - alles furchtbar

Danke, liebe Angie....ist so schön traurig....
__________________
Manchmal wollt ich fast verzagen und ich glaubt ich trüg es nie. Und dann hab ich's doch getragen. Aber fragt mich bloß nicht wie.
H.Heine

Mein Mann: Zustand nach Hirntumor OP 2001,
Chemo, Bestrahlung. Jetzt Spätfolgen und Folgeschäden von der Hirnbestrahlung
Zustand nach Schlaganfall 2001
Herzkrank
Lebt seit 2015 in einem Pflegeheim
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  #56  
Alt 16.10.2010, 14:01
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HeikesFreundin HeikesFreundin ist offline
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Standard AW: Glioblastom - alles furchtbar

Ich wünschte, dass der Himmel ein Telefon hätte,
so könnte ich Deine Stimme wieder hören.
Ich dachte an Dich heute, aber das ist nichts Neues.
Ich dachte gestern an Dich und alle Tage davor auch.
Ich denke an Dich im Schweigen, ich spreche häufig Deinen Namen.
Alles, was ich habe, sind Erinnerungen und ein Bild in einem Rahmen.*
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  #57  
Alt 22.10.2010, 03:21
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HeikesFreundin HeikesFreundin ist offline
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Standard AW: Glioblastom - alles furchtbar

Bin so schlaflos heute ... und wütend bin ich!

Denke darüber nach wie der 22. Mai war, wie es Dir ging ... 2 Tage später hast Du die Augen zugemacht ... für immer.

Das sind nun schon 5 Monate ...

Ich bin so wütend irgendwie - nicht darauf dass Du nicht mehr da bist, denn ich gönne Dir Deine Ruhe von Herzen und außerdem bist du nicht weg, sondern nur Dein schwacher kranker Körper ist nicht mehr greifbar - auch schlimm genug.

In einer Woche muss ich eine 1monatige Massnahme der DRV Bund beginnen - ich MUSS!

Dabei hätte ich so viel Wichtigeres zu tun, aber ich habe keine Wahl.
Man hat einfach keine Wahl, auch wenn man lebt ...

Lieber als diese bekloppte Massnahme zu machen würde ich woanders hinfahren, um einem Menschen beizustehen und für ihn da zu sein, der in gleicher Situation ist wie Du es gewesen bist.

Ich würde verdammt noch mal hinfahren, wenn man mich nur ließe.

Aber von wem kann man Verständnis erhoffen?

Es gibt so viel Not - ich würde sie ein klein wenig zu lindern versuchen, damit wenigstens die Einsamkeit dieses Menschen nicht so schlimm ist und er etwas Halt findet in dieser für ihn so schweren Zeit und jemand da ist der ihm etwas Herz, Wärme und Nähe schenkt.
Aber man darf Not nicht lindern, es gibt 1000 Regularien in dieser Mühle, in die man sich einzufügen hat.

Wenn man mich ließe ... ich würde mir meine Unterstützung vom Staat schon "verdienen" mit Aufgaben die niemand sieht und wahrhaben will ....

Lilli, wenn man mich ließe, dann wäre ich schon längst bei Dir.
Ich hätte einfach geklingelt und wäre einfach da - auf unbestimmte Zeit.

So, wie ich bei Dir gewesen bin, meine tapfere und liebe Freundin.

Traurige und nachdenkliche Grüße ...
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  #58  
Alt 22.10.2010, 13:37
sunflower77 sunflower77 ist offline
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Standard AW: Glioblastom - alles furchtbar

liebe angie

du bist immer so selbstlos, für andere da - wunderschön. findest immer liebe und aufbauende worte - hast kraft für andere, hilfst wo du nur kannst...

ja, wenn du bei lilli sein könntest, das wäre wunderbar !! ich leise eure zeilen und sie stimmen mich sehr traurig!! wozu das alles... :-( es macht wütend und enttäuscht..

ich weiss gar nicht was schreiben - auch nur, dass ich mir so sehr wünsche, dass niemand mehr von dieser krankheit heimgesucht wird ! ich wünsche euch allen so viel kraft und alles liebe... es ist noch immer ein langer weg.

herzlich, chris
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  #59  
Alt 22.10.2010, 15:50
Lilli44 Lilli44 ist offline
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Standard AW: Glioblastom - alles furchtbar

Angie,ich weiß,das du mich meinst,ich danke dir,ich danke dir für deine offene Worte,und deinen Willen mir beistehen zu wollen,ich schätze das sehr.

Angie,ich würde mir wünschen,du denkst ein wenig mehr an dich,denn deine Traurigkeit und Wut ist deutlich spürbar in deinen Zeilen.
Du machst die Erfahrung,wie wir sie alle immer wieder machen werden,das das Leben weiterläuft,so als wäre nie deine Freundin von uns "gegangen".
Das Leben fragt nicht dannach ob man noch trauert,oder nicht,es ist egal,wen man gern beistehen möchte oder nicht,das Leben läuft einfach weiter.
Für dich ist diese Tatsache derzeit unverständlich,denn du trauerst sehr um deine "Freundin"die dir viel bedeutet hat.Und ganz sicher hat deine Freundin gespürt,wieviel sie dir bedeutet,und nicht umsonnst konntes du selbst dabei sein,als deine Freundin für immer die Augen schloss.
Ich wünschte ich könnte dich jetzt in den Arm nehmen und sagen,das alles wieder gut werden wird,das die zeit des Trauerns einmal nicht mehr so weh tuen wird.
Du bist eine bewundernswerte Frau,die sich so Gedanken macht um das leid der anderen hier,du würdes jeden der "Krebs"hat am liebsten das Dingen herausreißen damit alle gesund werden und niemand mehr leiden muß.
Aber leider Angie geht das nicht,wir müßen aktzeptieren,das der Krebs immer wieder zuschlagen wird.
Und das du die "maasnahme"da mitmachen sollst,das wird auch etwas gutes haben,dur wirst abgelenkt sein,und wirst im "Leben"sein.

Und ja Angie,dich würde ich mir als "Freundin"vorstellen können,bei dir hätte ich keine Angst,wenn ich einmal "gehen "muß.


Lilli44
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  #60  
Alt 23.10.2010, 01:51
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HeikesFreundin HeikesFreundin ist offline
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Standard AW: Glioblastom - alles furchtbar

Ach, Du liebe Lilli. Ja, ich meine Dich .
Und in manchem was Du schreibst hast Du auch recht.

Natürlich ist es so, dass ich jedem gerne diesen Scheiß-Krebs rausreißen würde, aber ich bin mir sehr bewußt, dass das nicht geht und ich die Welt nicht werde retten können.

Meine Wut ist eine andere - sie gehört in die Vergangenheit.
Es macht mich wütend, dass ich in einer so blöden Lebenssituation bin, die mir die Hände bindet und mich abhängig sein läßt ...

Wäre "unser Thema" früher nicht passiert wäre ich vielleicht heute
in einer Beziehung, wäre vielleicht etwas abgesichert und könnte sagen:
"Ich bin mal weg, weil ich etwas Wichtiges tun möchte"
und ich könnte mich einfach in den Zug setzen und zu Dir fahren
und es wäre kein Problem, weil dann hier nicht alles zusammenbräche.

Wie viele Hausfrauen, die nicht arbeiten müssen, weil sie auch so ihr Auskommen haben haben diese Freiheit?
Diese Freiheit wünsche ich mir auch so sehr!!!

Aber dadurch was damals ........ bin ich zu einer solchen Beziehung nicht fähig und mir wird gerade jetzt wieder schmerzlich bewußt, wie weit die Kreise
dieser früheren Geschichte sich ziehen ... und meine Wut gehört dem, der das mit mir getan hat und ich fühle mich in einem Leben gefangen was ich nicht haben möchte.

Ich möchte wenigstens tun können und entscheiden können was mein Herz mir sagt, ohne das dadurch droht dass wir unser Dach über dem Kopf verlieren.

Ist es nicht eine Strafe, wenn es so ist, nur weil man für jemanden etwas Schlimmes einen ganz ganz winzigen Hauch erträglicher machen möchte???

In meinem Leben habe ich schon so viel Leid und Elend gesehen um das sich niemand gekümmert hat.

Ich hätte gern die Freiheit zu sagen: ich kümmere mich, weil ich mich kümmern möchte.

Es ist nicht erst seitdem ich hier bin so, dass ich oft denke ich sei für eine solche Gesellschaft nicht geschaffen.
Man kann so viel tun - wenn man nur ein wenig von dieser Freiheit hätte ...
die einem nicht gelassen wird.
.... ich will nicht ungerecht sein, denn als das mit Heike war da hat man mir etwas Freiraum eingeräumt und meine Akte nochmal ganz nach unten gelegt.

Seither wünsche ich mir, meine Akte würde dort für immer liegen bleiben.
man würde mir mein weniges Geld einfach zahlen und ansonsten vergessen dass es mich gibt ... dann könnte ich dort hingehen wo ich gerne sein möchte und tun, was mir wichtig erscheint.

Aber das Leben ist kein Wunschkonzert und dennoch wünsche ich mir schon immer, ich könne in diesem Wunschkonzert nur eine kleine eigene Note sein, deren Klang anderen etwas Freude schenkt, Wärme und ihnen etwas Halt gibt und das Gefühl nicht mehr allein zu sein ...


In Freundschaft für Dich,
Angie
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