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  #1  
Alt 26.01.2019, 21:10
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Alter Stassfurter Alter Stassfurter ist offline
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Standard Osteosarkom im hohen Alter?

Hallo, ich war vor Jahren schon mal hier und muss nun wieder um Rat fragen.
Mein alter Herr (82) ist in einem Zustand, der mir nur sehr wenig Hoffnung lässt. aber von vorn. Daddy ist 82, hat inzwischen 3 Stands Altersdiabetes und COPD. Nun stellte er an sich selbst Zeichen von Osteosarkomen fest. Er wollte mit mir nicht darüber reden, aber dann doch. Er zeigte mir Auswüchse an seiner Hand die vorher nicht da waren und das war wohl nicht das Einzige ,was er fand.Er hat sich auch selbst noch informiert und mir gegenüber geäußert, dass er sich den ganzen Kram mit Chemo und Ähnlichem ersparen wolle, seine Biologie sei eh am Ende....
Ich weiß nicht, wie und in welcher Form das Ganze streuen kann, ich kenne mich mit dem scheixx nicht aus, hab furchtbare Angst um meinen alten Herren,weil er und seine (2.) Frau (neben meiner Tochter) die einzigen verbliebenen Familienmitglieder für mich sind.Daddy und Heidi sind 42 glückliche Jahre verheiratet und er sagt, er möchte nicht, dass Heidi allein zurückbleibt. Allein meint er damit, sie ist in Thüringen im Pflegeheim und ich wohne in Sachsen-Anhalt, uns trennen ca. 150 km, was ja auch nicht jeden Tag zu managen ist. Ich habe Angst, dass uns nicht mehr viel Zeit bleibt. Es geht weißgott nicht um mögliches Erbe, es geht um eine letzte gemeinsame Zeit. Mir ist bei meinen letzten Besuchen ein starker Konditionsverlust seinerseits aufgefallen, die er auch nicht (mehr) zu verbergen versucht. Er spricht offen über das Thema Abschied nehmen und hat ganz offensichtlich schon abgeschlossen. Wie kann ich das Ganze nehmen, er sagte mir, ich solle das Thema nicht verniedlichen, als ich ihm sagte, dass meine Kondition auch nicht meinem Wunsch entspricht. Mir tun die Tränen in seinen Augen weh, wenn ich nach hause fahre. In seinen Mails sehe ich immer mehr einen Abbau dessen, was ich so von ihm kannte...Ich hänge so hilflos hier rum...
__________________
Man muss mich nicht mögen, aber man sollte mich respektieren!

Geändert von gitti2002 (26.01.2019 um 23:06 Uhr) Grund: NB
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  #2  
Alt 01.02.2019, 03:29
lotol lotol ist offline
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Standard AW: Osteosarkom im hohen Alter?

Lieber Alter Stassfurter,

ist bei dem, was Dein Vater hat, auch etwas, das man am besten "weglassen" könnte, weil man es einfach nicht braucht.
https://flexikon.doccheck.com/de/Osteosarkom

Doch er hat sowas leider nun mal, und er muß (dominant) damit umgehen bzw. damit fertig werden können.

Womit ich auch gleich bei Deiner trefflichen Unterzeile bin:
Man muss mich nicht mögen, aber man sollte mich respektieren!

Meinst Du nicht, daß auch Dein Vater dies (sinngemäß) für sich in Anspruch nehmen kann/darf?

Es ist ja seine Sache, wie er beliebt, mit Dingen umzugehen, die nur ihn betreffen.
Und nachdem er vermutlich ein paar Jahrzehnte älter ist als Du, wird er schon wissen, was er tut bzw. tun will.

Ich verstehe seine Haltung zwar auch nicht so ganz und tue mich aus der Distanz heraus sicher auch leichter als Du:
Versuch doch einfach, das zu akzeptieren, was er will/vorhat.

Und versuch auch auf dieser Akzeptanz-Basis mit Deinem Vater ganz offen sprechen zu können.
Denn offensichtlich öffnet er sich Dir zunehmend und will auch mit Dir sprechen.

Weißt Du eigentlich, was viele Väter am liebsten tun würden?
Mit vielen ca. gleichaltrigen Vätern unterhielt ich mich schon darüber.

Das Ergebnis war immer das selbe:
Am liebsten würden Väter aus ihrem Hirn eine oder mehrere CD herauskopieren können.
Um die Inhalte davon an ihre Kinder weitergeben zu können, damit die irgendwann verstehen können, wie ihre Väter "tickten".

Läuft aber halt nun mal nicht so.
Was übrig bleibt, ist nur, evtl. "Restzeiten" von Leben dazu zu nutzen, miteinander reden zu können.
So lange das noch möglich ist.

Bemüh auch Du Dich darum, das tun zu können.
Intensiv, ehrlich, aufrichtig und schonungslos.

Zitat:
Er zeigte mir Auswüchse an seiner Hand die vorher nicht da waren und das war wohl nicht das Einzige ,was er fand.Er hat sich auch selbst noch informiert und mir gegenüber geäußert, dass er sich den ganzen Kram mit Chemo und Ähnlichem ersparen wolle, seine Biologie sei eh am Ende....
Es sind ja nicht nur die Auswüchse, sondern auch daraus resultierende Beeinträchtigungen.
Wenn ich das richtig verstand, kann man das auch herausoperieren.
Ohne Chemo und den ganzen Kram.

Wie kommt Dein Vater eigentlich zu der Sichtweise, daß seine Biologie am Ende sei?
Kommt er schon "auf dem Zahnfleisch daher" oder wie oder was?

Hilf Deinem Vater bitte dabei, sich selbst wieder etwas "aufrichten" zu können.
Sag ihm dabei ruhig all das, was Du an "Niedergang" bei ihm beiläufig festgestellt hast.
Dein Vater ist ja schließlich nicht so blöd, als daß er nicht ganz genau wüßte, daß so einiges bei ihm "nachläßt".

Das ist jedoch gar nicht der Punkt:
Wenn man jemand "aufrichten" will, muß man ihm vermitteln, daß all das eigentlich gar keine Rolle spielt.

Manches dauert halt dann vielleicht etwas länger, erfordert vielleicht auch bei E-Mails nochmalige Kontrolle des Geschriebenen, bevor man es absendet usw. usw.
Bestärk Deinen Vater darin, daß er all das bei gutem Willen immer noch leisten kann.

Zitat:
Er spricht offen über das Thema Abschied nehmen und hat ganz offensichtlich schon abgeschlossen. Wie kann ich das Ganze nehmen, er sagte mir, ich solle das Thema nicht verniedlichen, als ich ihm sagte, dass meine Kondition auch nicht meinem Wunsch entspricht. Mir tun die Tränen in seinen Augen weh, wenn ich nach hause fahre. In seinen Mails sehe ich immer mehr einen Abbau dessen, was ich so von ihm kannte...Ich hänge so hilflos hier rum...
Letztlich wirst Du wohl akzeptieren müssen, wenn Dein Vater Abschied nehmen will.
Könntest ihn aber auch mal fragen, warum er das derzeit (schon und vielleicht verfrüht?) tun will.

Keine Lust mehr weiterzuleben?
Und warum?

Nichts mehr, was er noch realisieren können will?

Hat er gar keine Herausforderungen mehr, denen er sich stellen will, um sie bewältigen zu können?

Du brauchst Dich nicht großartig zu fragen, wie Du das Ganze nehmen kannst:
Nimm es wie es ist.

Und komm dabei Deinem Vater nicht mit Sprüchen daher, daß Deine Kondition auch nicht Deinem Wunsch entspricht.
Dabei muß er sich doch "verscheißert" vorkommen.
Mit entspr. Reaktion.

Frag ihn doch viel besser mal, was Du tun kannst, um seine Kondition gemeinsam mit ihm verbessern zu können.
Fordere ihn heraus, sowas auch tun zu wollen.

Helf ihm dabei und gleichzeitig damit auch Dir.


Liebe Grüße
lotol
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  #3  
Alt 03.02.2019, 12:20
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Alter Stassfurter Alter Stassfurter ist offline
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Standard AW: Osteosarkom im hohen Alter?

Hallo LOTOL, vielen Dank, für Deine Antwort.
Ich bin so erzogen worden, dass ich Jedem Respekt entgegenbringe, zuerst aber meinen Eltern.
Die Haltung meines Vaters resultiert eventuell daraus, dass er mehr weiß, als er zugeben will. Seine Sorge besteht nicht darin, was aus ihm wird,sondern,was aus seiner Heidi würde, wenn er nicht mehr für sie da sein kann. für mich als seinen Sohn steht außer Frage, seine Wünsche zu achten. Ich hab lediglich versucht, mit ihm über eventuelle Therapien zu reden. Hier fängt er aber an, zu blocken. Nicht aggressiv, aber bestimmt. Ich weiss von seiner COPD, seinen Lungenproblemen, der Gicht, den 3 Stands, Zucker...daraus resultiert für mich eine gewisse Resignation meines Vaters. Er sagte mir, "Junge, was soll ich noch vom Leben erwarten? Ich habe über 42 wundervolle Jahre mit der Heidi gehabt." Wenn ich dann sage, es könne ja auch noch etwas länger werden, "lacht" er traurig. Das schaffe er nicht mehr. Die Veränderungen in seiner körperlichen Leistungsfähigkeit lassen sich ja nicht einfach ignorieren. Die E-Mails änderten sich an dem Tag, als er mir von seiner "Entdeckung" schrieb. Ich denke, er war mental am Boden. Intellektuell ist er voll auf der Höhe,also keine Verwirrung oder Demenz zu erkennen. Wir sprechen offen über die Probleme, die sich auftun. Allerdings fahre ich nicht zu meinen Eltern, um sie an ihre Probleme zu erinnern. Meine Intention ist es, eine möglichst schöne Zeit im Familienkreis zu verbringen. Wenn ich mit meinem Vater alleine bin, im Haus, Heidi ist ja im Pflegeheim, werden schon die Probleme angesprochen, die akut sind und die es zu lösen gilt.Nur, für mich ist es ein Zeichen von Respekt, nicht immer wieder auf die körperlichen Gebrechen hinzufragen, sondern zu warten, bis der Vater sie selbst anspricht. Gelegenheit dazu gibt es leider immer öfter. Sei es, der Gehstock fällt auf den Boden,oder es gilt die Schuhe zu binden. Vater ist sehr stolz und eigensinnig. Und es wäre ihm gegenüber respektlos, ihn mit seinen 82 Jahren für unfähig zu erklären, manches selbst zu erledigen. Ich biete ihm(wann immer möglich) meine Hilfe an und freue mich, wenn er sie annimmt.

Achso, Therapie / Operation... Vater machte klar, eine Operation in seinem Alter, seinem Gesundheitszustand, ist ausgeschlossen.

LG CD
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  #4  
Alt 06.02.2019, 03:31
lotol lotol ist offline
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Standard AW: Osteosarkom im hohen Alter?

Lieber Alter Stassfurter,

es ist immer eine recht schwierige und auch individuell unterschiedliche Sache, wie man innerfamiliär miteinander umgeht.

Dazu bedarf es gewisser "Feinfühligkeiten", zu denen man als Außenstehender konkret leider rein gar nichts sagen/raten kann.

Es besteht natürlich zwischen Eltern und Kindern auch immer eine Diskrepanz an Lebenserfahrungen.
Die manche Eltern dazu veranlasst, aus ihren Erfahrungen evtl. falsche Rückschlüsse zu ziehen.
Umgekehrt gilt das natürlich genau so.

Zitat:
Die Haltung meines Vaters resultiert eventuell daraus, dass er mehr weiß, als er zugeben will. Seine Sorge besteht nicht darin, was aus ihm wird,sondern,was aus seiner Heidi würde, wenn er nicht mehr für sie da sein kann. für mich als seinen Sohn steht außer Frage, seine Wünsche zu achten. Ich hab lediglich versucht, mit ihm über eventuelle Therapien zu reden. Hier fängt er aber an, zu blocken. Nicht aggressiv, aber bestimmt. Ich weiss von seiner COPD, seinen Lungenproblemen, der Gicht, den 3 Stands, Zucker...daraus resultiert für mich eine gewisse Resignation meines Vaters. Er sagte mir, "Junge, was soll ich noch vom Leben erwarten? Ich habe über 42 wundervolle Jahre mit der Heidi gehabt." Wenn ich dann sage, es könne ja auch noch etwas länger werden, "lacht" er traurig. Das schaffe er nicht mehr. Die Veränderungen in seiner körperlichen Leistungsfähigkeit lassen sich ja nicht einfach ignorieren. Die E-Mails änderten sich an dem Tag, als er mir von seiner "Entdeckung" schrieb. Ich denke, er war mental am Boden.
Ich weiß nicht so recht, was das bedeuten soll:
Da sprichst Du mal davon, daß Dein Vater mehr weiß als er zugeben will und dann von "Entdeckung" von ihm, nach der sich etwas veränderte.

Worum genau geht es dabei?
Hast Du das Deinen Vater schon mal klipp und klar gefragt?

Falls nicht, kann ich Dir nur raten, das schnellstmöglich zu tun.
Damit Du es nicht irgendwann bereuen mußt, das nicht getan zu haben.

Um es mal ganz unverblümt zu formulieren:

1) Wenn jemand "abgekratzt" ist, ist damit auch jede Chance "vertan", um noch irgendwas klären zu können.

2) Es gibt Unterschiede zwischen Generationen darin, worüber die jeweils bereit sind, überhaupt reden zu wollen.

Jüngere Generationen haben diesbzgl. m.E. eine gewisse "Bringschuld" darin, "verhärtete" Positionen älterer Generationen "aufweichen" zu müssen.
Ungefähr so nach dem Motto:
"Steter Tropfen höhlt den Stein".

"Bohr" also bei Deinem Vater unermüdlich nach.
Konfrontier ihn mit Deinen Fragen, die nur er Dir beantworten kann.

Ansonsten ist es ja schön und gut, daß Dein Vater 42 wundervolle Jahre mit seiner Heidi verleben konnte und durfte.
Fast wäre ich geneigt dazu, zu sagen, daß dies ein beneidenswerter Ausnahmefall zu sein scheint.

Ist jedoch momentan hier nicht das Thema.
Rein arithmetisch ergibt sich aus 82-42 = 40.

Welche Interessen hatte Dein Vater in den 40 Jahren vor Heidi?
Und konnten diese Interessen durch Heidi wirklich komplett verdrängt worden sein?

Sowas kann ich mir wirklich nicht vorstellen.
Weil uns unser Leben eine ganze Menge unterschiedlich gelagerter "Glücks-Empfindungen" zu bieten vermag.
All das nur auf eine partnerschaftliche zu reduzieren, ist für mich unvorstellbar.

Wenn Dein Vater meint, er könne etwas nicht mehr schaffen, dann akzeptier das.
Frag ihn dabei aber auch gleichzeitig, was er sich noch zutraut, schaffen zu können.

Und dann unterstütz ihn dabei, das auch "durchziehen" zu können.
Halt dabei Deine Ansichten dazu bitte nicht im Verborgenen.
Sondern sag Deinem Vater, was Sache ist.

Damit er lernen kann, damit bestmöglich umgehen zu können.

Manchmal denke ich, daß sich zwischen den Generationen die Dinge umkehren:
Unsere Eltern ziehen uns aus dem Nichts heraus groß und wir Kinder begleiten unsere Eltern dann in das Abgleiten in das Nichts.

Ersteres ist progressiv und Letzteres degressiv.
Ist an sich das Normalste auf unserer Welt.
Können wir alljährlich auch in der Natur beobachten:
Das ewige "Kommen" und "Vergehen".

Darum muß man nicht unbedingt recht viel Aufhebens machen.
Sondern eher versuchen, es so hinzunehmen, wie es ist:
Vorbestimmt durch die Natur.
Auch bei uns menschlichen Säugetieren.

Liebe Grüße
lotol
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  #5  
Alt 06.02.2019, 16:39
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Standard AW: Osteosarkom im hohen Alter?

Hallo Lotol :-)
Mein Vater weiss sicherlich mehr um seine Erkrankungen, als er mir gegenüber zugeben will. Er hat mir im Groben erzählt, was es bisher durch hat und das ist aus meiner Sicht recht umfangreich.
seine Ausdrucksform in den Mails änderte sin in der Mail, als er mir von seiner letzten "Entdeckung" schrieb, dem Osteosarkom. Das hat ihn sicherlich verändert. Bei meinem letzten Besuch war er wieder gelöst und easy drauf, soweit es ging.
Von seinen Erkrankungen erzählte er mir ja erst, als ich ihn darauf ansprach, und wissen wollte, warum er gerade jetzt einen Klärungsbedarf in Sachen Erbe und dem ganzen Zeug drumherum sieht.
Ich stelle meinem Vater schon Fragen, aber so, dass er sich nicht unter Druck gesetzt fühlt. Wenn er nicht reden will , respektier ich das und freu mich einfach, in seiner Nähe sein zu können, seine Gesellschaft zu genießen.
Mein Vater hat knochenharte Zeiten hinter sich und durfte die letzten 42 Jahre mit einer, so, wie ich die Heidi kennenlernte,wundervollen Frau verbringen. Ich selbst wuchs bei meiner leiblichen Mutter auf,die vor 5 Jahren an der Eisenspeicherkrankheit verstarb. Mein Vater und ich fanden leider erst wieder im letzten Jahr zusammen, da ich sehr lange in Europa auf Montage war und sich auch sonstige Widrigkeiten einem früheren Wiedersehen entgegenstellten. Aber, das nur am Rande.
Ich würde gern mehr Zeit mit Vater und Mutti Heidi verbringen, bin aber 160 Km entfernt als Instandhalter in Schichten tätig.
Mein Vater und Heidi haben alles erreicht, was sie wollten und sich leisten konnten. Nun sind sie darauf bedacht, möglichst viel ihrer letzten, kostbaren Zeit zusammen und miteinander zu verbringen...
Ein Satz meines Vaters lautet:" Das Leben endet tödlich!" Womit er wohl nicht ganz Unrecht hat. Liebe Grüße CD
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  #6  
Alt 09.02.2019, 02:21
lotol lotol ist offline
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Lieber Alter Stassfurter,

Zitat:
Ich würde gern mehr Zeit mit Vater und Mutti Heidi verbringen, bin aber 160 Km entfernt als Instandhalter in Schichten tätig.
Mein Vater und Heidi haben alles erreicht, was sie wollten und sich leisten konnten. Nun sind sie darauf bedacht, möglichst viel ihrer letzten, kostbaren Zeit zusammen und miteinander zu verbringen...
Ein Satz meines Vaters lautet:" Das Leben endet tödlich!" Womit er wohl nicht ganz Unrecht hat.
Entfernungs-Umstände und sonstiger Sums mögen noch so widrig sein:
Versuch bitte, Treffen so oft als möglich realisieren zu können.

Damit Du Dich nicht eines Tages fragen mußt:
Hätte ich bei etwas mehr gutem Willen nicht auch noch mehr Treffen zustande bringen können?

Natürlich wissen Dein Vater und auch Du, daß das Leben unweigerlich tödlich enden wird.
Bei Deinem Vater dürfte jedoch die Zeitspanne bis dahin erheblich geringer sein als bei Dir.

Nutz also die knappe "Zeit Deines Vaters", die ihm nur noch zur Verfügung steht, um sich Dir "öffnen" zu können.
So weit er das zu tun beliebt.

"Öffnungen" älterer Generationen kann man nicht erzwingen.
Aber die Konstellationen dafür "günstig" gestalten.

Viel Erfolg dabei.

Liebe Grüße
lotol
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  #7  
Alt 10.02.2019, 20:17
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Liebe(r) Lotol , ein Genom geht aus Deinen Schreiben an mich bisher nicht hervor, das wird so gewollt sein
Ich besuche meine Eltern,sooft es eben geht, nur, spielt das Arbeitsleben eben auch eine Rolle und ich kann durch meine Schichten nicht immer los, wann und wie ich will. Sooft ich kann, nehme ich auch meine Tochter mit, aber auch hier gibt es Einschränkungen. Da es für sie eine psychische Belastung ist, kann ich Besuche bei meinen Eltern nicht so sehr in die Länge ziehen, wie ich es gerne würde und wie es meine Eltern gern hätten. Auch bemerke ich, wie sehr die Besuche meine Eltern selbst anstrengen, ohne, dass sie es verlauten ließen. Aber die Beobachtungen geben mir leider Recht. Es sind so die kleinen Dinge die mir sagen, so schade es ist, aber es wird Zeit zu gehen. Dann geht's eben wieder auf die Heimreise, in der Hoffnung, dass es nicht so lange dauert,bis zum nächsten Mal. Übernachtungen sind leider nur bedingt möglich, da meine Eltern nicht (mehr) auf längeren Besuch eingerichtet sind und es auch aus anderen Gründen eher hinderlich wäre. Naja, ich bin eben sooft es eben geht in Thüringen, diesmal wieder ein etwas längeres Wochenende, weil ich am Montag einige Termine mit dem Vater hab, die sich nur an Werktagen erledigen lassen... Gut, dass wir dann mobil sind und nicht auf die Öffis angewiesen, das ist ja ne Tortur Ich freu mich schon auf den nächsten Montag und hab gleichzeitig Angst, wiedermal Dinge zu erfahren, über den Gesundheitszustand meiner Eltern...Stichwort Beobachtung zur Diagnosesicherung..... Liebe Grüße CD

Edit... nun weiss ich, dass Du ein Mann bist, hab mich kurz in Deine anderen Beiträge eingelesen :-)
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Geändert von Alter Stassfurter (10.02.2019 um 20:21 Uhr) Grund: Edit
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  #8  
Alt 13.02.2019, 03:20
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Lieber Alter Stassfurter,

Zitat:
Liebe(r) Lotol , ein Genom geht aus Deinen Schreiben an mich bisher nicht hervor, das wird so gewollt sein
Ich besuche meine Eltern,sooft es eben geht, nur, spielt das Arbeitsleben eben auch eine Rolle und ich kann durch meine Schichten nicht immer los, wann und wie ich will. Sooft ich kann, nehme ich auch meine Tochter mit, aber auch hier gibt es Einschränkungen. Da es für sie eine psychische Belastung ist, kann ich Besuche bei meinen Eltern nicht so sehr in die Länge ziehen, wie ich es gerne würde und wie es meine Eltern gern hätten. Auch bemerke ich, wie sehr die Besuche meine Eltern selbst anstrengen, ohne, dass sie es verlauten ließen. Aber die Beobachtungen geben mir leider Recht. Es sind so die kleinen Dinge die mir sagen, so schade es ist, aber es wird Zeit zu gehen.
Unter Genom verstehe ich wohl etwas anderes als Du.
Spielt es denn für Dich eine Rolle ob ich hier nun "fraulich" oder "männlich" argumentiere?

Nur Letzteres vermag ich zu tun.
Doch neben meiner Frau sowie Freundinnen kenne ich insgesamt genug Frauen, die mindestens genau so gut wie ich knallhart bis makaber argumentieren.
Weshalb sie mir auch alle "irgendwie an's Herz gewachsen" sind.

Bei allen Besuchs-Restriktionen, die Du nun mal hast:
Wäre es nicht besser, Deine Tochter davon "abzukappen"?

Sie gar nicht mitzunehmen, damit Du Dich Deinen Eltern zuwenden kannst, bis die Dir signalisieren:
Es wäre an der Zeit, daß Du wieder "abhaust".

Dabei brauchen wir uns doch nichts vorzumachen.
Denke, wir beide sind alt genug, um ermessen zu können, wie sehr nachfolgende Generationen derlei Besuche "anöden".

Weil sie gar nicht den persönlichen Bezug haben können, den Kinder zu ihren Eltern haben.

Denk bitte einfach mal darüber nach, wie Du Deine Tochter zeitweise "abkappen" kannst.
Vorausgesetzt, sie wünscht sich das.

Es sind immer die "Feinheiten", die man "ausloten" muß, um allseits befriedigend weiterkommen zu können.

Liebe Grüße
lotol
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