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Alt 01.12.2017, 15:02
rosenrot12 rosenrot12 ist offline
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Beiträge: 1
Standard HNPCC/ Lynch-Syndrom - Pränataldiagnostik

Hallo ihr Lieben,

kurz zu mir: vor 3 Jahren (mit 29) wurde bei mir ein Dickdarmtumor festgestellt und zum Glück noch rechtzeitig entfernt (rechtsseitige Hemikolektomie). Im Anschluss wurde mir durch meinen Humangenetiker die Diagnose HNPCC / Lynch Syndrom (im MSH2 Gen) mitgeteilt. Das war natürlich nicht nur für mich sondern auch für meine Familie und meinen Partner ein großer Schock.
Das Langzeitrisiko für Dickdarmkrebs liegt bei dieser Erbkrankheit bei ca. 75% und für Gebärmutterkrebs bei ca. 40-60%.
Seitdem habe ich regelmäßige jährliche Vorsorgeuntersuchen (Koloskopie, gyn. Untersuchung, Blutabnahme, Allgemeine Untersuchung).

Nun bin ich im 3. Monat schwanger. Leider kann ich micht nicht so richtig über diese Tatsache freuen, obwohl ich mir gerne Kinder wünsche. Da ich familiär sehr vorbelastet bin (Opa: Da-Krebs; Mutter: 1x Geb-Krebs, 2x Da-Krebs; Tante 1: Da-Krebs; Tante 2: Geb-Krebs, Brust-Krebs; Cousin: Da-Krebs mit 26J) sind meine Sorgen auch größer.
Ich habe Angst meinem Kind diesen Gendefekt zu vererben und ihm diese "Bürde" aufzuerlegen.
In Deutschland ist es leider nicht möglich den Fötus auf diesen Gendefekt hin zu untersuchen (streng verboten: § 15 Abs. 2 GenDG).
Ich würde aber gerne mein Kind bzw. mein Ungeborenes daraufhin untersuchen lassen - im Ausland ist das anscheinend kein Problem.

Oder sehe ich das alles zu "schwarz-weiß"? Hat jemand bereits ähnliche Erfahrungen gemacht bzw stand vor der selben Entscheidung?

Über Rückmeldungen würde ich mich sehr freuen!!

Viele Grüße
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