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  #1  
Alt 02.02.2009, 14:10
Sven1974 Sven1974 ist offline
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Registriert seit: 02.02.2009
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Standard ...mit 28 gestorben :-(...schon fast 3 Jahre tot...Hammelburg Dr. Müller

hallo, meine Freundin ist jetzt schon fast 3 Jahre tot...wie die Zeit vergeht...Sie hatte Magenkrebs...Diagnose am 10.01.2005...unzählige Chemotherapien 5Fu und Cisplatin...hat alles nicht geholfen :-( waren im Malteser Krankenhaus in Bonn-Hardtberg....bis Sie gemerkt hat...das es da auch nichts mehr bringt...auch unzählige Pleurapunktionen...jeden 2.Tag 2-3 Liter Aszites...im Bauch und Rücken...wurden ihr ab okt. 2005 immer schmerzhaft entnommen...war bei jeder Chemo und immer bei Ihr...haben gekämpft zusammen...und die Hoffnung nie aufgegeben...dann erfuhr ich von Hammelburg und Dr. Müller...Januar 2006....Sonntags Abends...wollte Sie nicht mehr zurück nach Bonn ins Malteser Krankenhaus....wir beschlossen von Köln von zu Hause aus...nach Hammelburg zu fahren...(vorher bestätigte uns Dr. Müller...das wir jederzeit kommen könnten)...wir hatten wieder Hoffnung...
...der Zustand meiner Freundin, war schlecht...die linke Lungenhälfte war schon im Dezember kolabiert...eine Drainage hatte sie auch...es wurde nochmal eine aktuelle CT gemacht...was sehr schwierig war, weil sie kaum Luft bekam...und Aszites und Punktionen wurden immer häufiger...Sie bekam eine weiter Chemotherapie...das Medikament war wohl gerade neu zugelassen...zwar noch umstritten mit zulassung, aber Dr. Müller meinte...es sei definitiv schon zugelassen....der Zustand meiner Freundin war aber schon sehr weit fort geschritten....beatmung durch Nase, konnte sich kaum noch bewegen, Aszites...alles was sie überhaupt(wenn überhaupt noch) essen konnte....kam wieder raus...es war schrecklich...diese Ohnmacht...Ihr nicht mehr helfen zu können, als einfach nur für Sie da sein zu können...was ich auch tat, weil ich sie bis heute noch liebe...dann kam ein Ergebnis dazu...die Ärtzte sagten...Sie hätte ein Abzess über mehrer Monate schon...im Körper(im kleinen Becken)...eine Sepsis(blutvergiftung)....man müßte Sie operieren...was aber ein großes Risiko sei...Sie schaute mich an und den Arzt dr. müller und sagte nur...was ihr sonst übrig bleiben würde...und unterschrieb.
...es war schrecklich...Sie wurde zum Aufzug gefahren...und ich gab Ihr noch einen Kuss...dann wurde Sie operiert...von oben der Brust an...bis unten hin aufgeschnitten, eine spezielle Chemotherapie 42 grad wurde in den kompletten Bauchraum gespült, ein künstl. Ausgang (Dünndarm war auch schon betroffen - zum ursprünglichen Magenkrebs) wurde gemacht...und und und....Sie kam nach einigen Std aus dem Op auf Intensiv Station...Tubus Schlauch im Mund mit Pflastern zugeklebt, Künstl. Ausgang, an die Beatmungsmaschine, der Schnitt wurde vorerst nur geklammert...falls irgendwas wäre...das man direkt wieder dran kommt...jede Menge Apparate mit verschiedenen Medikamenten in Spritzen - zeitgesteuert zur abgabe....Blutplasma - blutinfusionen über ihr...eine Tracheestoma kanüle im Hals...sie wachte auf und erschreckte sich...weil Sie nicht mehr reden konnte...ich beruhigte Sie und sagte Ihr es würde nur vorrübergehend sein...Dr Müller sagte der Zustand sei kritisch...schließlich hätte er sie normal gar nicht mehr operieren wollen....sie hatte aber eine Sepsiss mit Abzess...jetzt würde es drauf an kommen...ob die Organe wieder anspringen und arbeiten...3-4 Tage vergingen...voller Hoffnung und beten...dann hat sie gekrampft und hätte wohl auch schon Metastasen im Gehirn gehabt...Sie wurde ins künstliche Koma gelegt und 2 Tage später....am 06.03.2006 um 19:11 verstarb Sie in meinem Beisein im künstlichen Koma...und Ihr lief zum Schluß nur noch Blut aus dem Mund...es war die härteste Zeit in meinem Leben...und obwohl Sie im künstlichen Koma lag...liefen Ihr rechts und links ...Ihre Tränen aus den Augenwinkeln, als ich Ihr sagte 5 min vor ihrem Tod...das ich Sie immer lieben werde, nun ist es fast 3 Jahre her...ich vermisse Sie...aber ich bin mir sicher...Sie ist immer bei mir, viele Grüße Sven aus Köln
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  #2  
Alt 02.02.2009, 17:51
Benutzerbild von mock
mock mock ist offline
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Registriert seit: 17.05.2007
Ort: Bayreuth
Beiträge: 233
Standard AW: ...mit 28 gestorben :-(...schon fast 3 Jahre tot...Hammelburg Dr. Müller

Lieber Sven,

es tut sehr weh, deine Zeilen zu lesen. Ja, du bzw. sie hat unendlich viel mitgemacht und leiden müssen. Ich habe dieses Leid leider auch schon mit eigenen Augen sehen müssen, auch mein Papa verstarb an Magenkrebs ...auch er lag zeitweise auf Intensivstation mit Lungendrainage und ihm liefen die Tränen vor Schmerzen über die Wangen...es ist furchtbar, einen geliebten Menschen sooo leiden zu sehen und ihm nicht helfen zu können!
Wie schrecklich, dass deine liebe Freundin noch sooo jung war!

Ich hoffe sehr, dass du in nicht allzu ferner Zeit den Blick wieder nach vorne richten kannst und es für dich wieder glücklichere Zeiten geben wird!

Sei lieb gedrückt (wenn ich darf!) und weiterhin viel Kraft!

Liebe Grüße
ELke
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  #3  
Alt 06.02.2009, 21:35
Corigu Corigu ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 18.11.2007
Beiträge: 31
Standard AW: ...mit 28 gestorben :-(...schon fast 3 Jahre tot...Hammelburg Dr. Müller

Lieber Sven , auch ich habe meinen Mann letzten August ( er war 42 ) an Magenkrebs verloren , ich weiß wie Du Dich fühlst und man möchte soviel sagen , aber es ist nutzlos...denn nichts bringt uns unsere Liebe wieder zurück...ich fühle mit Dir
liebe Grüße
Corigu
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