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  #1  
Alt 21.09.2011, 13:37
missfesch missfesch ist offline
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Standard bronchialkarzinom - hilflos

hallo zusammen,

ich bin ganz neu hier.
seit meine mutter vor 2wochen ins krankenhaus kam, wg eines perikardergusses mit 1,5l flüssigkeitsansammlung, habe ich mich mit den möglichen ursachen auseinandergesetzt. auch mit dem thema krebs - weil das zu85% als ursache angegeben wird. vorallem mamma ca oder bronchial...
so wurde ich hier zum mitleser. ich finde euch und eure offenheit und euren mut und kämpfergeist beeindruckend!!!
ich weiß nicht, ob ich sagen soll leider oder zum glück...weiß ich nicht viel darüber.
denn so konkret trafen nie krebserkrankungen, in meinem leben, auf mich.
ich bin 26jahre alt verheiratet und mutter 2er kleiner mädchen. beide unter 2jahren. meine mutter ist 53jahre jung und war bis zu dem tag bevor sie wegen des perikardergusses eingeliefert wurde fit!!
nun war ich letzte woche jeden tag bei ihr und dienstags war ich danach noch bei meinem vater. er war mit mir dort, als er von der toilette zurück ins zmmer meiner mutter kam war ihm schlecht, deshalb fuhren wir heim. ich dachte mir nichts dabei. er fragte ob mein mann mich bei ihm abholen könne weils ihm so übel wäre. da dachte ich mir noch nichts, weil mein vater dazu neigt nichts zu essen wenn er im stress ist, da dachte ich jaja das sind die konsequenzen. aber als er mich bat mit hoch zu kommen wusste ich, er kennt den grund und dieser ist krebs. denn krebs ist immer die angst die meine eltern ihr leben lang begleitet. bei meinem vater gab es schon 2 verdachtsfälle die sich nicht bestätigten. oben angekommen sagte er mir, er wüsste was sie hat..er fing an zu weinen. er sagte: es ist krebs. ich fragte wo..er sagte: lunge. ich musste mich zusammenreißen, denn wenn die mama weint versteht das eine noch nicht 2jährige kaum. ich versuchte ihm mut zu machen sagte meine mama sei stark sie würde zu den ausnahmen gehören...
aber er fing an und sagte...die lymphe seien verändert..es sei von einer streuung auszugehen. er sagte: ein kampf gegen windmühlen würde keiner schaffen. er brach zusammen. und leider musste ich gehen, da die kinder ins bett mussten und noch die planung der beerdigung des opas am nächsten tag für mich anstand.
meine mutter wusste noch nichts! wir wollten warten bis alles untersucht ist und fest steht um dann auch folgefragen beantworten zu können.
es gab ein 2. ct ultraschalle blutuntersuchungen usw.
gestern nach einer woche unerträglichen schauspiels der tag x. meine mutter sollte es erfahren. die untersuchungen waren abgeschlossen.
ich dachte mir schei** und gut gleichzeitig. endlich kann man der schlampe einen namen geben. mein vater ist den ganzen tag bei ihr ...sie schauten tv. die minuten brannten mit jedem sekundenschlag in seinem herzen als es auf den termin zuging. der arzt kam dann mit 20min verspätung und sagte meiner mutter, sie habe ein bronchialkarzinom, auf dem rechten lungenflügel mittig, die lymphe seien verändert, in der flüssigkeit der perikardergusses seien tumorzellen gewesen. es sei schnellwachsend und es sei wohl vor ca 3-4monaten losgegangen. kein wort über metastasen oder große...
ich frage mich ob man dies nicht auf dem 2. ct hätte sehen können müssen?
wie gehen die denn bitte auf die suche nach metastasen?
und wenn ich mal ganz blöd vergleiche mit dem ultraschall in der schwangerschaft da kann man mittels hilfslinien auch größe und gewicht des kindes bestimmen, was ist dann bitte mit dem tumor?
nun steht heut ein mrt an - was wird da gemacht und warum? ich versteh das ärztegefasel nicht und bei so viel input reagiert mein kopf wie ein schwamm, speichert jeden mist und der rest geht durch
am donnerstag eine bronchoskopie und eine biopsie gleichzeitig, ob das mit der biopsie noch offen ist weiß ich nicht, das ging alles so schnell. aber sie sprachen davon es unter narkose zu machen und gleichzeitig...
kann das sein? oder hab ich da was total falsch verstanden?
ich werde verrückt mit all den andeutungen und dem warten. meine mama tut mir so leid. sie hat solche angst. ich seh in ihren augen nur angst und trauer. das schlimme ist, dass ich nicht so bei ihr sein kann wie ich will..denn die zwei kleinen werden verrückt bei dem ganzen stress. mein mann muss arbeiten, was man leider nicht mal eben ein jahr lassen kann. da es auf std basis ist geht es nichma einfach so. zudem betreut mein mann nach dem todesfall des opas seine oma. die hat ihren lebensinhalt verloren, denn nach einer schweren demenzerkrankung drehte sich alles 10jahre lang um ihn.
über 50jahre liebe bis zur letzten sekunde. die muss auch hilfe bekommen, wir sind die einzigen angehörigen.
zu viele baustellen und ich fühle mich so machtlos. ich bin sonst die die stark ist und die zügel in die hand nimmt, auch für andere, aber wie soll ich auf so vielen kutschen gleichzeitig lenken!?!
am schlimmsten ist es meine mutter so allein und ängstlich zu wissen und zu sehen, dass es meinem vater fast noch schlechter geht als ihr.

aber es geht hier nicht um mich!!! ich wüsste gern von erfahrungen anderer, mit ähnlichen anzeichen wie bei meiner mutter. wie wurde gehandelt. was für untersuchungen und behandlungen und therapien usw. worauf muss ich achten(ich bin gern eine fragende nervensäge bei den ärzten und scheue mich nicht auch mal einen vorschlag zu machen), wie kann ich ihr helfen... was hat euch mut gemacht?!?wieviel zeit brauchen die untersuchungen? welche sind schmerzhaft? welche bücher haben euch mut gemacht?
oh gott fragen über fragen...
ich will sie nicht verlieren und sie will nicht gehen müssen. sie will leben! sie hat nichts gemerkt. sie ist 4tage vor der einlieferung noch durchs watt marschiert und in den matsch gefallen...denn meine eltern aren 3wochen im norden.

wisst ihr was zum kübeln ist!?
als sie einen tag vor dem diagnosegespräch beim vt war sprach der kerl sie mit ihrer diagnose an: da ist ja das bronchialkarzinom. und sie sollte nichts wissen bis es fest steht. da sagte sie ihm quatsch ich hab was am herzen.
selbst wenn jmd schon weiß was man hat ..so redet man nicht mit einem menschen. ich sag ja auch nicht ach da kommt doc adipositas.eine frechheit!!!wenn ich wüsste wer das genau war und wenn ich die zeit und kraft dazu hätte würde ich dm lächelnd gegenübertreten .....

so genug des kummers und des frusts es ist zeit fürs mittagessen für die kleinen!!!

ich hoffe ich belästige euch nicht mit meiner verwirrten schreibselei und hoffe ich bekomme ein paar antworten!

ganz liebe grüße
die hilflose tochter

(habe mein superheldenmäntelchen an der kliniktür verloren, wer es findet gibt es bitte ab)

Geändert von Anhe (22.09.2011 um 13:33 Uhr) Grund: Unangemessene Ausdrucksweise
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  #2  
Alt 21.09.2011, 14:19
andrea44 andrea44 ist offline
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Lächeln AW: bronchialkarzinom - hilflos

Hallo
Es tut mir so leid für Dich.
Deine Anmeldung hier im Forum wird Dir sehr helfen.
Es gibt hier soviel verschiedene Verläufe der SCH...krankheit,die ganz viel Mut machen.Lies mal bei Adeno inoperabel von mouse,das gibt ganz viel Mut .
Und mein Rat an Dich,suche nicht soviel im Internet,da sind soviel Berichte,die nur Angst machen .
Leider kann ich Dir nicht soviel helfen,weil ich selbst erst seit August von meinem Krebs weiß und hier im Forum bin.
Folgende Untersuchungen wurden bei mir für das ,,Staging,, gemacht:
Ct , Mrt des Kopfes , Knochenzyntygramm , Broncheskopie mit Gewebeentnahme aus dem Lymphknoten am Hals , irgentwas mit ultraschall durch die Speiseröhre.
In der Zeit haben mir hier alle sehr viel Mut gemacht.
Dann das Ergebnis , inoperabel.Mein Gedanke war,das wars...
Jetzt wurde mir erklärt,auch ohne OP sind die Chancen groß.
Das Staging sagt aus wo man steht und wie man so mit dem größten Erfolg behandelt werden kann.Da soll es Richtlinien geben.
Vielleicht konnte ich Dir im Moment etwas helfen, bis die anderen antworten.
Ich wünsche Dir und Deiner Familie ganz viel Kraft und KOPF hoch
liebe Grüße Andrea
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  #3  
Alt 21.09.2011, 15:55
missfesch missfesch ist offline
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Standard AW: bronchialkarzinom - hilflos

hey andrea ich danke für die antwort,
ich finde das forum echt super.
nrigends sonst bekommt man bei der scheiße so viel positives zu lesen.
hier jammert keiner, zwar wird man leid und trauer los aber versinkt nicht darin.
viel hoffnung und ehrliche worte findet man. grandios.
ich merke selber dass ich da einen unüberschaubaren roman verfasst habe
aber gut, der mensch tu was der mensch tun muss.
es gibt jetzt schon gute neuigkeiten - wie ich finde.
mein vater rief an, er ist natprlich seit heute früh bei meiner mama.
als er kaffee holen ging traf er den arzt auf dem flur.
mein vater machte sich sorgen wg metastasen bzw. dem befall anderer organe.
das lies ihm keine ruhe, weil dazu trotz pet untersuchung nichts gesagt wurde.
er schnappte sich den arzt und fragte ganz gezielt nach dem befall anderer organe und der arzt sagte: NEIN!

dann fragte mein vater ob es begründeten und faktischen grund zur hoffnugn geben würde und nicht nur die hoffnung eines kämpferherzens und er sagte:
ja in jedem fall!!

ihr glaubt nicht wie ich mich freue.
ich war im leben nie so traurig wie die letzten tage.
aber ich hab mich auch noch nie so gefreut (abgesehen der geburten meiner kinder..-aber das is nich vergleichbar)

das feier ich jetzt mit mir allein und freu mir n loch in den bauch
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  #4  
Alt 21.09.2011, 18:11
Erika E Erika E ist offline
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Standard AW: bronchialkarzinom - hilflos

Liebe " missfesch "

auch wenn der Grund kein Guter ist, : Herzlich Willkommen hier bei uns .

eine Mama ist noch sehr jung, es tut mir aufrichtig leid für sie und Euch .
Eine harte zeit kommt auf Euch zu, man muß viel Geduld aufbringen und sich mit der Situation auseinandersetzen.
Hilfe gibt es evtl. bei einem Onko Psychologen im Kr H , auch für Deinen Vater . alle Untersuchungen sind notwendig um die Diagnose exakt zu bestimmen und die folgende Therapie festzulegen.
Man muss sich an Wartezeiten überall gewöhnen, mit den Ängsten klar kommen und lernen , daß nichts, aber auch gar nichts mehr so ist wie es war.

Schön wenn Du Deinen Eltern zur Seite stehen kannst, es wird Dich aber viel kraft kosten. Dein Leben darf hierbei nicht auf der Strecke bleiben.
Wir sind keine Ärzte, können aber unsere Erfahrung weitergeben .

Ich wünsche Euch alles Liebe , Erika E
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  #5  
Alt 22.09.2011, 17:18
Jiska Jiska ist offline
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Standard AW: bronchialkarzinom - hilflos

Liebe missfesch,

auch von mir ein freundliches Willkommen im Forum.

Ich habe Deinen Bericht gelesen und finde es furchtbar, dass ihr so hart von dieser schrecklichen Krankheit betroffen seid.

Das Deine Mutti die Situation falsch wahrnimmt bzw. das sie die Diagnose verdrängt, ist gar nicht so selten. Meine Freundin war da auch so.

Für Deine Mutti ist es das Herz und fertig. Das ist ja schon schlimm genung. Krebs? Nein, dass bekommen die Anderen.

Für viele Menschen ist es so ersteinmal einfacher. Alles braucht seine Zeit.

Ich wünsche Euch alles Gute und viel Kraft.
__________________
Jiska
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  #6  
Alt 23.09.2011, 10:25
sylwie sylwie ist offline
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Standard AW: bronchialkarzinom - hilflos

AW: Nicht Kleinzelliges Lungenkarzinom und Lymphe
hallo andrea,ich habe dieses forum durch zufall entdeckt und bin begeistert
ich hoffe das mir auch jemand antworten auf meine fragen geben kann.
also bei meinem vater,er ist 64 jahre,wurde vor zwei wochen lungenkrebs festgestellt.ein 3cm x 1,5cm tumor am rechten lungenflügel bösartig,mit befallenen lymphknoten am linken lungenflügel.nun muss er in ca.2 wochen nach hamburg ins krankenhaus,dort wird nochmal ein pet-ct gemacht um weitere metastasen auszuschleißen.ich habe eine scheiß angst um meinen vater
habe mich ja nun schon viel im internet informiert über die stadien und so,ich nehme mal an es handelt sich um ein nicht-kleinzelliges karzinom T2N3M0,
M0 nur wenn bei dem pet-ct nichts anderes mehr gefunden wird.

ich weis nun einfach nicht mehr wie es weiter gehen soll und ob mein vater überhaupt eine chance hat.

ich würde mich über antworten wirklich sehr freuen

DANKE
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  #7  
Alt 23.09.2011, 11:03
andrea44 andrea44 ist offline
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Standard AW: bronchialkarzinom - hilflos

Hallo Sylwie
Das tut mir so leid für Dich und Deinem Vater.
Aber in diesem Forum bist Du wirklich sehr gut aufgehoben.
Selbst bin ich erst 4 Wochen betroffen und in diesem Forum.
Hier kann man fragen,seine Sorgen loswerden und das schöne ist,man bleibt nicht ohne Antworten und fühlt sich verstanden.
Ich kann Dir noch nicht viel zu allem sagen.
Das Stadium erfahrt Ihr erst am Ende aller Untersuchungen,such lieber nicht,das macht Dich nur fertig...
Mein erster Gedanke war ,das ist das Ende.....
Dann habe ich soviel liebe,gute und für mich wichtige Antworten bekommen.
Nicht nur auf Statistiken hören,jeder ist anders.
Selbst lese ich ganz viel im ,,Adeno , inoperabel,,von mouse.
Schau mal wieviele schon solange mit dem Sch....krebs leben und kämpfen...oder auch geheilt sind
Ich wünsche Dir und Deinem Vater ganz viel Kraft und Alles GUTE
Andrea
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  #8  
Alt 23.09.2011, 15:32
sylwie sylwie ist offline
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Standard AW: bronchialkarzinom - hilflos

Hallo Andrea,
vielen Dank das du geantwortet hast.du hast recht wenn ich im internet gucke bekomme ich noch mehr angst.ich muss halt noch abwarten auf das pet-ct.
dir wünsche ich von ganzem herzen alles gute

sylwie
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  #9  
Alt 23.09.2011, 11:06
Jiska Jiska ist offline
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Standard AW: bronchialkarzinom - hilflos

Hallo sylwie,

vielleicht ist es ratsam einen eigenen Faden im Angehörigenforum aufzumachen und dort Deine Fragen und Sorgen zu schreiben.

Das wäre übersichtlicher und jeder Besucher/Leser wüßte, schon anhand des Titels, um was es geht.

Liebe Grüße und alles Gute für Euch
__________________
Jiska
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  #10  
Alt 23.09.2011, 21:43
missfesch missfesch ist offline
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Standard AW: bronchialkarzinom - hilflos

undine,

danke für deine antwort.
und ich bin so verwirrt und tippe drauf los. tut mir leid mit dem "fadenverlust" bei meinen texten.

ich war heue bei meiner mama. sie haben das mrt abgesagt. keiner weiß warum. ständig verschieben die untersuchungen. und keiner weiß weshalb.
sie sollte von der kardio auf die pleumo kommen - gestern oder heute. da wartet man und wartet und nichts. und wieder kann keiner sagen warum.
naja oder meine mama möchte es mir nicht sagen.

ich werde verrückt. ich darf keine infos mehr vom arzt bekommen und meine mama will keine. dh ich werde nichts über die einstufung des tumor erfahren.
nichts über befall von lymphen und knochen. einfach nichts. ich werde keinerlei einblick haben in die chancen.
ich habe so viele sachen im kopf schwirren und sorgen. ich möchte so gern was tun so gern helfen. aber...ich kann nichts tun und es fühlt sich wenigstens so an als könnte ich meinen beitrag leisten indem ich aufheiter infos suche usw. wenn ich mehr weiß kann ich positive erfahrungen anderer berichten usw. aber...so gehts nicht.

ich habe solche angst. und es ist so schlimm ihre angst zu sehen.
es gefällt mir nicht, dass die mit der chemo anfangen wollen bevor das ergebnis der bronchoskopie da ist!!!
das gefühl der hoffnung zu verlieren ist so grausam. ich war so froh als es hieß es wäre nur auf einem lungenflügel und als es hieß andere organe wären nicht befallen..und jetzt. sieht alles anders aus. eher schlecht.

erst hieß es nach der bronchoskopie würde man wissen ob man bestrahlt operiert oder chemo..oder kombis nimmt. und einen tag später - heißts der ist zu groß, es war klar dass ne op nicht in frage kommt und auch keine bestrahlung. ja aber warum sagen die das denn zuvor?
die größe muss doch auf den ct's schon sichtbar gewesen sein.
ist ja nicht so als hätten die das nur ein einziges mal so erwähnt.
das schlimme ist, dass all diese verwirrung meiner mama egal ist.
die sagt, sollen die mal machen. ich will nichts wissen, die sollen tun was zu tun ist.

ich bin gern vorbereitet wenn es so aussieht, dass sie sterben muss...ich wüsste gern ob die oma die taufe der kleinen im november mitmachen kann.
ob sie überhaupt nochmal das klinikum verlassen darf/kann/will.

um es auf den punkt zu bringen. ich versteh dass sie als mutter mich schonen will. aber sie als meine mutter müsste wissen, dass ich dinge gern "vorbereite" sacken lasse...und auch dass ich erwachsen bin und geistig gleichberechtigt. ich fühle mich verantwortlich als kind das beste für meine mutter herauszuholen - aber wie ohne etwas zu wissen.

ich will sie nicht verlieren und sie will nicht gehen müssen.
sie stand kurz vor der frührente hat mit meinem papa für ein wohnmobil gespart und wollte dann wenn sie in rente sind alle möglichen fahrten machen.
vorallem nochma in die sonne und ans meer.
zudem hat sie sich so gefreut doch oma zu werden - sie sagte noch zum glück bin ich so jung oma geworden, dann kann ich noch auf deren hochzeit tanzen...das haus ist noch nicht bezahlt...der garten mitten im umbau gewesen. das leben - ihr leben darf nicht mittendrin enden!!!
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  #11  
Alt 25.09.2011, 14:58
Erika E Erika E ist offline
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Standard AW: bronchialkarzinom - hilflos

Liebe " missfesch "

gerne glaube ich Dir daß Du alles wissen möchtest, mithelfen etwas tun dass es der Mama besser geht, planen oder auch Gewissheit haben.
Leider geht das nicht .
Wir haben eine Erkrankung bei der fast alles möglich ist , der Verlauf ist vielmals ähnlich , selten gleich .
Es gibt Statisiken , vergiss sie, es sind nur Statistiken ----

Vorbereitet sein, das mußt Du , von nun an immer - auf alles.

Wenn Deine Mutter keine Information haben möchte, Du keine Auskunft bekommen sollst , so mußt Du das respektieren, auch wenn Du es nicht verstehen kannst.

Niemand wird Dir sagen können wie lange die Oma für Deine Kinder noch lebt, ob u wann sie nach Hause darf , wie die Therapie wirkt , mit welchen Nebenwirkungen zu rechnen ist.
Wenn die Chemo ohne das Ergebnis der Brochoskopie begonnen wird so ist das sicher in Ordnung, je schneller sie wirkt umso besser .

Etwas Besseres kann ich hier nicht beitragen und Du wirst viel Kraft brauchen , Deine Mama aber noch mehr.

Liebe Grüße Erika E
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  #12  
Alt 27.09.2011, 00:22
missfesch missfesch ist offline
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Standard AW: bronchialkarzinom - hilflos

hallo ihr krieger

ja ich werde mich in gedukd üben müssen. phu.
also meine mama kommt morgen nach haus.
nachdem die endlich mit allen untersuchungen fertig sind.
mrt wurde 3mal aufgeschoben und ct 2mal bronchoskopie 1mal- unmöglich finde ich das. vorallem wenn die sagen es sei "schnellwachsend" ...die sagten das würde seit 4monaten +/- wachsen...und nun hieß es letzte woche, diese wpche würde die chemo losgehen und heute hieß es - sie können heim, wenn ergebnisse da sind werden sie in einer konferenz besprochen und dann gehts in 3wochen ca los. hallo? 3wochen??? das ding hat es in 4monaten auf "fortgeschritten" geschafft - jetzt war sie 14tage im kh. dh bis die anfangen ist mehr als ein monat vergangen!!!
da könnt ich gelinde gesagt "ko****"
aber meiner mama gehts gut - wenn man nicht wüsste, dass sie krank ist..würds keiner merken. heute sind wir 1,5std spaziert und 40stufen treppen rauf - sie war als erste oben!
und mein vater schafft die rauchentwöhnung sehr sehr gut bisher.

ich ärger mich immer noch über den arzt der erst sagte - es ist zentral auf dem rechten lungenflügel (das sagte er 3mal) und dann sagte er "da gabs wohl probleme über die stille post, vorn ging was rein was hinten falsch raus kam" halten die einen für doof??? muss man studiert haben um rechts von links unterscheiden zu können. manchmal wünscht ich ich wäre kein medienfutzi sondern hätte medizin studiert...

ich hasse diese augenwischerei von denen und dass man denen alles aus der nase ziehen muss.
zudem hat man meiner mutter nur gesagt, was sie hat und punkt. wie wäre es gewesen zu sagen was getan werden kann und muss!?

kennt jmd eine alternative zur behandlung im klinikum aachen? da is es wg des perikardergusses die kardilogische gewesen. hat jmd was zur onkologie zusagen!? oder kann mir eine alternative im raum aachen nennen???

ganz liebe grüße und eine gute nacht an alle!

achja das gute ist, der perikarderguss ist weg! und es kam keine flüssigkeit nach

Geändert von Anhe (27.09.2011 um 07:13 Uhr) Grund: Unangemessene Ausdrucksweise
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  #13  
Alt 29.10.2011, 23:38
Wirgebennichtauf Wirgebennichtauf ist offline
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Standard AW: bronchialkarzinom - hilflos

Hallo sylwie,

ich habe gerade deinen beitrag gelesen .... ich stecke auch in der gleichen situation .. DEIN E Angst kann ich sehr gut nachempfinden . Das Forum ist super .. super leibe Menschen die einem MUT machen NICHT aufzugeben und den MUT weiterzugeben an die Betroffenen ....

ich schreibe gerade in anderen Thread mit Andrea44 und missfrech und anderen . und tauschen uns aus ... Es tut einfach Gut ....


also meld dich wann mir du magst !!! ...


drück dich ganz lieb und viel KRAFT WÜNSCHE ICH EUCH

lg Nanni
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  #14  
Alt 07.03.2012, 16:09
missfesch missfesch ist offline
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Frage AW: bronchialkarzinom - hilflos

Hallo ihr lieben

Ewig kam ich nicht dazu mich zu melden - ich fühl mich deshalb schrecklich. Vorallem da unsere liebe Andrea von ins gegangen ist ...
Ich kann leider nichts gutes berichten ..
Nachdem die erste chemo anschlug (auf den haupttumor)
Wuchsen die Metal (3lymphe und eine in der Lunge)
In den Lymphen staute sich Wasser Gesicht Hals Brust waren bis zur Unkenntlichkeit geschwollen.
Es wurde die chemo abgebrochen und 30mal notbestrahlt.
Seit Januar wurde also bestrahlt seit dem kein c't mehr
Man sieht aber wie sie abbaut ...speiserohre und Mund sind von der Bestrahlung so angegriffen dass sie nichts essen kann.sie atmet flach hustet viel kann nicht bis kaum reden und kann nicht mehr laufen ...
Warum weiß keiner
Hat jmd ähnliches erlebt!?
Wir bereiten und auf das schlimmste vor.
Wir Glauben nicht dass sie die aktuelle behandlungsoause schafft ..ab april sollte es tarceva geben..
Heute warte ich auf den Anruf meiner Familie sie mir sagt wie es weiter geht denn mein Vater ist am Ende und sucht Rat bei den Ärzten ...
__________________
15.9.2011 kh wg perikarderguss
20.9.2011 diagnose
nicht-kleinzelliges bronchialkarzinom bei meiner mutter, 1,5 x 2,5 cm, inoperabel, nicht bestrahlbar, keine knochen oder anderen organe befallen.

10.10.2011 chemobeginn - bisher keine beschwerden


leider habe ich keine genauern angaben, da sie uns schonen will und sich selber nicht ängstigen will - ihr wunsch ist mir befehl!
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  #15  
Alt 06.04.2012, 04:02
Tina71 Tina71 ist offline
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Standard AW: bronchialkarzinom - hilflos

Liebe Missfesch,
ich lese in deinen Beiträgen so große Sorge und vor allem eine starke Angst heraus, die Mama zu verlieren - ganz natürlich bei dieser Erkrankung. Ich war vor vier Jahren in der gleichen Situation, nur andere Krebserkrankung ( Eierstockkrebs ). Meine Mutter entschied auch irgendwann, dass die Ärzte nur noch mit ihr sprechen sollten - vielleicht, weil sie spürte, dass ich auch in einem aussichtslosen Kampf für sie weiter kämpfen wollte ? Erst viel später habe ich verstanden, dass es IHR Kampf war und dass nur sie fühlen konnte, ob die Kraft vorhanden ist, weiter zu machen... manchmal nützt der Wille allein nichts. Das Loslassen fiel mir furchtbar schwer, ich wollte sie mit aller Kraft behalten. Ein viertel Jahr vor ihrem Tod beschloß sie, keine weitere Chemo mehr zu machen und zwei Wochen vor ihrem Tod sagte sie mir,"es sei in Ordnung, wenn sie bald geht, sie hätte ein volles und schönes Leben gehabt" und ich sagte ihr, dass es doch aber noch zu früh sei und ich sie nicht verlieren möchte.
Aus heutiger Sicht denke ich manchmal,habe ich viel wertvolle Zeit vertan, zu versuchen, diese fortgeschrittene Erkrankung "kontrollieren" zu wollen und letztlich irgendwie darauf zu warten, dass sie wieder gesund wird.
Was du schreibst, erinnert mich daran. Alles wissen wollen, schauen, ob es nicht doch eine Möglichkeit gibt, ein Wunder ! Dabei hätte ich die Zeit, die wir hatten, einfach noch mehr nutzen sollen, um einfach bei und mit ihr zusammen zu sein, über verschiedene Dinge, nicht die Krankheit, zu sprechen. Du schreibst, du kannst nicht einfach über dies und das reden mit ihr, wenn du nicht genau weißt, was los ist. Das dachte ich auch - aber dann gibt man dem Krebs einen unendlichen Raum und das Leben verliert in DEM Moment an Qualität. Vielleicht spürt deine Mutter, dass es keine Heilung geben kann ? Und möchte ihre Zeit, die sich noch hat, leben und nicht vergeuden, in dem der Krebs permanent in den Mittelpunkt gerückt wird ? Deshalb möchte ich dir sagen, nutze die Zeit, die du mit deiner Mutter hast, egal wie lange das sein wird. Verausgabe deine Kraft nicht, indem du versuchst, alles zu kontrollieren, du wirst sie damit wahrscheinlich nicht retten können. Und wer weiß- vielleicht hat deine Mutter mit dem Arzt gesprochen und weiß, wie es um sie steht ? und möchte dich und deinen Vater schützen ?
Ich fühle so mit dir und kann dir sonst nichts Aufmunterndes schreiben. Ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft und schicke dir viele herzliche Grüße, Tina

Geändert von Tina71 (06.04.2012 um 04:06 Uhr)
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bronchialkarzinom, perikarderguss, schnellwachsend


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