Krebs-Kompass Forum  


Zurück   Krebs-Kompass Forum > Spezielle Nutzergruppen > Forum für Angehörige

 
 
Themen-Optionen Ansicht
  #1  
Alt 21.09.2011, 13:37
missfesch missfesch ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 20.09.2011
Ort: aachen
Beiträge: 72
Standard bronchialkarzinom - hilflos

hallo zusammen,

ich bin ganz neu hier.
seit meine mutter vor 2wochen ins krankenhaus kam, wg eines perikardergusses mit 1,5l flüssigkeitsansammlung, habe ich mich mit den möglichen ursachen auseinandergesetzt. auch mit dem thema krebs - weil das zu85% als ursache angegeben wird. vorallem mamma ca oder bronchial...
so wurde ich hier zum mitleser. ich finde euch und eure offenheit und euren mut und kämpfergeist beeindruckend!!!
ich weiß nicht, ob ich sagen soll leider oder zum glück...weiß ich nicht viel darüber.
denn so konkret trafen nie krebserkrankungen, in meinem leben, auf mich.
ich bin 26jahre alt verheiratet und mutter 2er kleiner mädchen. beide unter 2jahren. meine mutter ist 53jahre jung und war bis zu dem tag bevor sie wegen des perikardergusses eingeliefert wurde fit!!
nun war ich letzte woche jeden tag bei ihr und dienstags war ich danach noch bei meinem vater. er war mit mir dort, als er von der toilette zurück ins zmmer meiner mutter kam war ihm schlecht, deshalb fuhren wir heim. ich dachte mir nichts dabei. er fragte ob mein mann mich bei ihm abholen könne weils ihm so übel wäre. da dachte ich mir noch nichts, weil mein vater dazu neigt nichts zu essen wenn er im stress ist, da dachte ich jaja das sind die konsequenzen. aber als er mich bat mit hoch zu kommen wusste ich, er kennt den grund und dieser ist krebs. denn krebs ist immer die angst die meine eltern ihr leben lang begleitet. bei meinem vater gab es schon 2 verdachtsfälle die sich nicht bestätigten. oben angekommen sagte er mir, er wüsste was sie hat..er fing an zu weinen. er sagte: es ist krebs. ich fragte wo..er sagte: lunge. ich musste mich zusammenreißen, denn wenn die mama weint versteht das eine noch nicht 2jährige kaum. ich versuchte ihm mut zu machen sagte meine mama sei stark sie würde zu den ausnahmen gehören...
aber er fing an und sagte...die lymphe seien verändert..es sei von einer streuung auszugehen. er sagte: ein kampf gegen windmühlen würde keiner schaffen. er brach zusammen. und leider musste ich gehen, da die kinder ins bett mussten und noch die planung der beerdigung des opas am nächsten tag für mich anstand.
meine mutter wusste noch nichts! wir wollten warten bis alles untersucht ist und fest steht um dann auch folgefragen beantworten zu können.
es gab ein 2. ct ultraschalle blutuntersuchungen usw.
gestern nach einer woche unerträglichen schauspiels der tag x. meine mutter sollte es erfahren. die untersuchungen waren abgeschlossen.
ich dachte mir schei** und gut gleichzeitig. endlich kann man der schlampe einen namen geben. mein vater ist den ganzen tag bei ihr ...sie schauten tv. die minuten brannten mit jedem sekundenschlag in seinem herzen als es auf den termin zuging. der arzt kam dann mit 20min verspätung und sagte meiner mutter, sie habe ein bronchialkarzinom, auf dem rechten lungenflügel mittig, die lymphe seien verändert, in der flüssigkeit der perikardergusses seien tumorzellen gewesen. es sei schnellwachsend und es sei wohl vor ca 3-4monaten losgegangen. kein wort über metastasen oder große...
ich frage mich ob man dies nicht auf dem 2. ct hätte sehen können müssen?
wie gehen die denn bitte auf die suche nach metastasen?
und wenn ich mal ganz blöd vergleiche mit dem ultraschall in der schwangerschaft da kann man mittels hilfslinien auch größe und gewicht des kindes bestimmen, was ist dann bitte mit dem tumor?
nun steht heut ein mrt an - was wird da gemacht und warum? ich versteh das ärztegefasel nicht und bei so viel input reagiert mein kopf wie ein schwamm, speichert jeden mist und der rest geht durch
am donnerstag eine bronchoskopie und eine biopsie gleichzeitig, ob das mit der biopsie noch offen ist weiß ich nicht, das ging alles so schnell. aber sie sprachen davon es unter narkose zu machen und gleichzeitig...
kann das sein? oder hab ich da was total falsch verstanden?
ich werde verrückt mit all den andeutungen und dem warten. meine mama tut mir so leid. sie hat solche angst. ich seh in ihren augen nur angst und trauer. das schlimme ist, dass ich nicht so bei ihr sein kann wie ich will..denn die zwei kleinen werden verrückt bei dem ganzen stress. mein mann muss arbeiten, was man leider nicht mal eben ein jahr lassen kann. da es auf std basis ist geht es nichma einfach so. zudem betreut mein mann nach dem todesfall des opas seine oma. die hat ihren lebensinhalt verloren, denn nach einer schweren demenzerkrankung drehte sich alles 10jahre lang um ihn.
über 50jahre liebe bis zur letzten sekunde. die muss auch hilfe bekommen, wir sind die einzigen angehörigen.
zu viele baustellen und ich fühle mich so machtlos. ich bin sonst die die stark ist und die zügel in die hand nimmt, auch für andere, aber wie soll ich auf so vielen kutschen gleichzeitig lenken!?!
am schlimmsten ist es meine mutter so allein und ängstlich zu wissen und zu sehen, dass es meinem vater fast noch schlechter geht als ihr.

aber es geht hier nicht um mich!!! ich wüsste gern von erfahrungen anderer, mit ähnlichen anzeichen wie bei meiner mutter. wie wurde gehandelt. was für untersuchungen und behandlungen und therapien usw. worauf muss ich achten(ich bin gern eine fragende nervensäge bei den ärzten und scheue mich nicht auch mal einen vorschlag zu machen), wie kann ich ihr helfen... was hat euch mut gemacht?!?wieviel zeit brauchen die untersuchungen? welche sind schmerzhaft? welche bücher haben euch mut gemacht?
oh gott fragen über fragen...
ich will sie nicht verlieren und sie will nicht gehen müssen. sie will leben! sie hat nichts gemerkt. sie ist 4tage vor der einlieferung noch durchs watt marschiert und in den matsch gefallen...denn meine eltern aren 3wochen im norden.

wisst ihr was zum kübeln ist!?
als sie einen tag vor dem diagnosegespräch beim vt war sprach der kerl sie mit ihrer diagnose an: da ist ja das bronchialkarzinom. und sie sollte nichts wissen bis es fest steht. da sagte sie ihm quatsch ich hab was am herzen.
selbst wenn jmd schon weiß was man hat ..so redet man nicht mit einem menschen. ich sag ja auch nicht ach da kommt doc adipositas.eine frechheit!!!wenn ich wüsste wer das genau war und wenn ich die zeit und kraft dazu hätte würde ich dm lächelnd gegenübertreten .....

so genug des kummers und des frusts es ist zeit fürs mittagessen für die kleinen!!!

ich hoffe ich belästige euch nicht mit meiner verwirrten schreibselei und hoffe ich bekomme ein paar antworten!

ganz liebe grüße
die hilflose tochter

(habe mein superheldenmäntelchen an der kliniktür verloren, wer es findet gibt es bitte ab)

Geändert von Anhe (22.09.2011 um 13:33 Uhr) Grund: Unangemessene Ausdrucksweise
Mit Zitat antworten
 

Lesezeichen

Stichworte
bronchialkarzinom, perikarderguss, schnellwachsend


Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
 
Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 20:57 Uhr.


Für die Inhalte der einzelnen Beiträge ist der jeweilige Autor verantwortlich. Mit allgemeinen Fragen, Ergänzungen oder Kommentaren wenden Sie sich bitte an Marcus Oehlrich, bei technischen Kommentaren an den Webmaster. Diese Informationen wurden sorgfältig ausgewählt und werden regelmäßig überarbeitet. Dennoch kann die Richtigkeit der Inhalte keine Gewähr übernommen werden. Insbesondere für Links (Verweise) auf andere Informationsangebote kann keine Haftung übernommen werden. Mit der Nutzung erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen an.
Powered by vBulletin® Version 3.8.7 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2018, vBulletin Solutions, Inc.
Gehostet bei der 1&1 Internet AG
Copyright © 1997-2014 Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V.
Impressum: Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V. · Eisenacher Str. 8 · 64560 Riedstadt / Postanschrift: Postfach 130435 · 64243 Darmstadt / Vertretungsberechtigter Vorstand: Marcus Oehlrich / Datenschutzerklärung
Spendenkonto: Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V. Spendenkonto Nr. 17252500 · Volksbank Darmstadt-Südhessen eG · BLZ 508 900 00 · IBAN DE23 5089 0000 0017 2525 00 · BIC: GENODEF1VBD