Krebs-Kompass Forum  


Zurück   Krebs-Kompass Forum > Spezielle Nutzergruppen > Forum für Angehörige

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
  #1  
Alt 13.09.2014, 16:02
pegasus52 pegasus52 ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 13.09.2014
Beiträge: 2
Standard Magen- und Speiseröhrenkrebs

Meine Schwiegermama ist an Magen- u. Speiseröhrenkrebs erkrankt (diagnose Anfang 2014). Eine OP ist nicht mehr möglich. Inzwischen wurde 3 x die Speiseröhr gedehnt, das letzte Mal am 10.09.2014. Die 1. Dehnung hat bereits der Gastrologe bei der Magenspiegelung gemacht, er hat sofort gesagt (auch das er bereits bei Schilderung der Symtome von Krebs ausging) das es Krebs ist. Einmal stand es so schlecht (die roten Blutkörperchen waren so reduziert, dass sie sofort ins Krankenhaus musste und Bluttransfusionen brauchte, die Ärzte sagten das es sehr knapp war. Woher?? die Ärzte meinten evtl. hätte der Krebs geblutet (sie hatte ja total schwarzen Stuhlgang), aber genau wäre es nicht festzustellen. Außerdem hat sie inzwischen über 40 kg abgenommen und nimmt weiter ab.
Sie kam wieder heim und war oder ist gut drauf (sie macht wieder fast alles selbst). Jetzt ist sie seit Tagen total gelb (am Anfang waren es nur die Augen, aber inzwischen auch die Haut). Aber nach Aussage der Ärzte sind die Leberwerte gut (meinen sie gut im Sinne von den Umständen entsprechend oder gut).
Was uns auch Sorgen macht, ist die Belastung durch ihren schwer demenzkranken Mann (der auch durch viele Schlaganfälle, der letzte ende August 2014, in der Koordination und der Motorik extrem eingeschränkt ist.
Die Ärzte meinen sie muss sich was einfallen lassen, weil sie eigentlich alle Kraft für sich braucht. Vielleicht hilft ihr aber auch, dass er sie braucht?
Wir machen uns Sorgen. Wie wird es mit ihr weiter gehen? Wie lange wird es ihr noch gut gehen? Die Ärzte meinten wahrscheinlich nicht mal ein Jahr, das wäre ja fast um. Der Krebs hat sich vergrößert und sie soll jetzt doch noch einmal eine andere Chemo (sie hatte jetzt Tabletten, die scheinbar neu sind, da sie die 1. Chemo überhaupt nicht vertragen hat) bekommen, weil die Tabletten scheinbar nicht ausreichen. Metastasen waren ja auch an der Lunge, aber die wären Superklein.
Mit Zitat antworten
  #2  
Alt 13.09.2014, 23:18
DasFröschle DasFröschle ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 07.05.2012
Ort: Ulm
Beiträge: 11
Standard AW: Magen- und Speiseröhrenkrebs

Liebe(r) Pegasus,

Erst mal herzlich willkommen, auch wenn der Anlass mehr als bescheiden ist.

Eine Gelbsucht ist nicht zwangsläufig auf die Leber zurück zu führen. Wenn der Tumor die Gallengänge um- bzw. verschließt, kann das Billirubin nicht mehr abfließen und verursacht eben diese Gelbfärbung. In eurem Fall ist es aber m.E. schon ein Indiz dafür, dass der Tumor wächst, wohin genau lässt sich mittels MRT feststellen.

In wie weit bekommt Deine Schwiegermutter denn bislang Unterstützung? Das gemeine an Tumoren im Magen-Darm-Bereich ist einfach, dass sie sehr schnell zu einem massiven körperlichen Abbau führen können. Deshalb würde ich euch raten, schon jetzt den Kontakt zu einem ambulanten Pflege- bzw. Palliativdienst zu suchen. Dass die Schwiegermutter ihren Mann weiter versorgt ist zwar bewundernswert, angesichts ihrer schweren Erkrankung dürft ihr sie dennoch nicht alleine lassen. Evtl. einfach mal den Hausarzt direkt auf palliative Versorgung ansprechen und auch die Pflege vom Schwiegervater nicht außen vor lassen. Häufig haben die langjährigen Ärzte da die besten Ideen.

Lg,
das Fröschle
Mit Zitat antworten
  #3  
Alt 14.09.2014, 14:59
pegasus52 pegasus52 ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 13.09.2014
Beiträge: 2
Standard AW: Magen- und Speiseröhrenkrebs

Hallo und vielen Dank für die Antwort.
Nach ihrem ersten Krankenhausaufenthalt, wurde das Insulinspritzen an einen Pflegedienst übergeben, da von uns keiner darin richtig fit ist und außerdem meckert mein Schwiegervater nicht mehr, seit es fremde Personen machen
Wir stehen den Beiden ja zur Seite (wir schneiden auch immer mal wieder das Thema Heim an), aber wir können uns nicht über den Kopf meiner Schwiegermama hinweg setzen. Sie meint sie kann das weiter machen
Die Beiden sind auch total aufeinander fixiert, seit sie so schwer krank ist hat sich sein Zustand auch verschlimmert, die Angst ist überall gegenwärtig.
Es ist schlimm zu zu sehen, wenn er ihr ganz unbeholfen den Rücken streichelt oder nach ihrer Hand sucht.
Sie macht sich Gedanken was mit ihm passiert, wenn sie den Kampf verliert. Wir beruhigen sie indem wir ihr immer wieder sagen, dass wir uns um ihn kümmern werden, obwohl wir selbst nicht wissen wie das gehen soll, weil er dann mit Sicherheit total abbauen wird. Seit er krank ist (nach einem großen Schlaganfall 1984) macht sie ja alles und es war für sie eine Katastrophe plötzlich Hilfe zu brauchen, aber ich glaube es hat auch geholfen dass sie kämpft um wieder alles alleine machen zu können. Sie hat gezielt nach und nach alles wieder in die eigenen Hände gezogen. Das einzige was sie gelassen hat (das Insulinspritzen des Pflegedienstes weil sie gemerkt hat, dass ihre Hände ab und zu zittern und sie Angst hat ihm weh zu tuen und wir kaufen weiterhin alles schwere ein) Wenn ich dann Babysitter bei meinem Schwiegervater mache, weil mein Mann mit seiner Mama ins Krankenhaus zu Untersuchungen fährt, mache ich dann mal Arbeiten die sie nicht mehr wirklich kann (Betten neu beziehen, Staubsaugen, Gardinen waschen u.s.w.) Vor der Erkrankung sind wir jeden Samstag dort gewesen, haben gegessen, Karten gespielt und unterhalten, jetzt gehen wir lieber Son´ntags zum Kaffe hin (sie hat Samstag für usn gekocht, obwohl sie Fleisch, Zwiebeln u.,s.w. nicht riechen kann, oder sich ekelt. Wir haben immer gesagt, mach das was du essen kannst, oder lass die Zwiebeln doch weg, sie sagt dann schmeckt es ja nicht, also gehen wir jetzt zum Kaffee weil beim Kuchen backen wird es ihr ja nicht schlecht, aber da haben wir sie auch schon so weit, daß sie mal Kuchen kauft.
Aber was ihren Mann betrifft, da geht nichts. Aber wie gesagt die Beiden sind über 60 Jahre zusammen davon 54 Jahre verheiratet und ich glaube dass das auch der Grund für sie ist, gegen den Krebs anzukämpfen. Ein Heim würde auch wahrscheinlich nicht viel ändern, weil sie mit Sicherheit den ganzen Tag bei ihm im Heim sitzen würde. Als er jetzt wegen einem neuen Schlaganfall ein paa Tage im Krankenhaus war, war sie jeden Tag von morgens ca. 10 Uhr bis abends ca.20 Uhr bei ihm. Ein Heim würde sie nur machen wenn beide dort unterkommen, aber dann wären ja die Probleme die gleichen weil sie ja dann auch weiterhin die nervliche Belastung hätte.
Wir wissen auch nicht weiter, machen uns vor Sorgen verrückt und haben Angst.
LG
Sigrid
Nach dem letzten CT (am 02.09.14) hies es erst der Tumor hat sich nicht verändert und beim Krankenhausaufenthalt am 10.u.11.09.14 (erneute dehnung der Speiseröhre) hies es dann, der Tumor ist größer geworden und hat sich irgendwie nach der Seite verschoben. Deswegen ja dann eine andere Chemo, weil die Chemotabletten die sie die ganze Zeit genommen hat, scheinbar nicht stark genug sind. Der Pflegedienst den wir haben, ist auch irgendwie an eine Palliativstation angeschlossen, wurde auch schon mit denen angesprochen.
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Stichworte
krebs, magenkrebs, speiseröhrenkrebs


Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
 
Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 04:36 Uhr.


Für die Inhalte der einzelnen Beiträge ist der jeweilige Autor verantwortlich. Mit allgemeinen Fragen, Ergänzungen oder Kommentaren wenden Sie sich bitte an Marcus Oehlrich, bei technischen Kommentaren an den Webmaster. Diese Informationen wurden sorgfältig ausgewählt und werden regelmäßig überarbeitet. Dennoch kann die Richtigkeit der Inhalte keine Gewähr übernommen werden. Insbesondere für Links (Verweise) auf andere Informationsangebote kann keine Haftung übernommen werden. Mit der Nutzung erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen an.
Powered by vBulletin® Version 3.8.7 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2018, vBulletin Solutions, Inc.
Gehostet bei der 1&1 Internet AG
Copyright © 1997-2014 Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V.
Impressum: Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V. · Eisenacher Str. 8 · 64560 Riedstadt / Postanschrift: Postfach 130435 · 64243 Darmstadt / Vertretungsberechtigter Vorstand: Marcus Oehlrich / Datenschutzerklärung
Spendenkonto: Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V. Spendenkonto Nr. 17252500 · Volksbank Darmstadt-Südhessen eG · BLZ 508 900 00 · IBAN DE23 5089 0000 0017 2525 00 · BIC: GENODEF1VBD