Krebs-Kompass Forum  


Zurück   Krebs-Kompass Forum > Krebsarten > Schilddrüsenkrebs

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
  #1  
Alt 12.11.2013, 19:12
Alex77 Alex77 ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 12.11.2013
Beiträge: 3
Unglücklich Kalte Knoten - jetzt OP? Angst vor Krebs

Hallo zusammen!

Ich habe zwar noch nicht die Diagnose Krebs bekommen, aber das Thema stand gestern schon im Raum. Und um mich weiter zu informieren, habe ich mich hier bei euch angemeldet - in der Hoffnung trotzdem einige hilfreiche Antworten zu bekommen.

Kurz zu mir: bin 36 Jahre alt und weiblich. Ich habe aufgrund einer HWS-Verletzung schon seit 11 Jahren immer wieder gesundheitliche Probleme (inzwischen Erwerbsminderung von 50%). Seit 2011 habe ich eine Magenentleerungsstörung ohne auffindbare Ursache und seit Januar diesen Jahres eine Jet-PEG-Sonde. Bei der Sondenanlage gab es leider Komplikationen, so dass ich noch eine Bauchfellentzündung bekam und gerade noch rechtzeitig wurde ich notoperiert. Seitdem habe ich immer wieder Probleme mit meinem Bauch, hatte massive Verwachsungen und bin schon 2x nachoperiert worden. Zur Zeit habe ich immer noch sehr starke Schmerzen im Bauch, für die keine klare Ursache gefunden werden kann. Bin bei einer Schmerztherapeutin in Behandlung und muss 3x/Tag BtMs nehmen.

Jetzt aber zu meinem Schilddrüsen-Problem:
Im Sommer wurde ich vom Kardiologen zum Endokrinologen geschickt. Ich bin da immer umgekippt und es sollte nach der Ursache gesucht werden (inzwischen wurde kardiologisch was gefunden und ich entsprechend behandelt, seitdem ist wenigstens das weg).

Der Endokrinologe nahm Blut ab und machte eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse. Dabei meinte dann zu mir, meine Schilddrüse wäre leicht vergrößert und er hätte zwei Knoten in der linken Seite der Schilddrüse entdeckt und dieser müsse weiter abgeklärt werden. Eine Szintigraphie konnte leider erst 8 Wochen später gemacht werden, weil der erste Termin zu nah an einer gehabten CT-Untersuchung mit Kontrastmittel war und beim zweiten Termin war ich wegen einer anderen Sache im Krankenhaus.

In der Zwischenzeit hatte ich vom Endokrinologen schon einen Zwischenbefund bekommen. Darin stand als Diagnose:
"Diagnosen: - Struma nodosa; - Euthyreote Stoffwechellage; [...]" und bei der Beschreibung der Sonographie: "Weitgehend homogenes Schilddrüsenparenchym mit einem Nodulus rechts mit einer Größe von 6x5 mm sowie linksseitig mit einer Größe von 8x4x10 mm und 16 x 13 mm. Dorsokaudal zeigt sich ein größerer Knoten mit einer Größe von 22x17x22 mm. Die Durchblutung ist normal. Volumen rechts 8 ml, links 6 ml (+ zusätzlicher Knoten kaudal links)."

Die Blutwerte waren fast alle in Ordnung, insbesondere die Schilddrüsenwerte (Freies T3 3.7 ng/l (2.6-5.1), freies T4 11.4 pg/ml (9.1-19,1), TSH Thyreoidea-stimul. Horm.0.64 µlU/ml (0.27-4.20), Cortisol im Serum 11.1 µg/dl(6.0-19,0), FSH Follikel-stimul. Hormon 2.8 mlU/ml, DHEAS 151 µg/dl (35-430), Adrenocorticotropes Hormon 22,6 pg/ml (7.2-63.0), Metanephrin in EDTA-Plasma 39 ng/l (< 90), Normetanephrin in EDTA 27 ng/l (< 180), LH 5.4 mlU/ml, Oestradiol 212pg/ml, Prolactin 24.5 ng/ml (4.8-23.3), DHEA 10.1 ng/ml (0.8-10.5), IGF-1 319 ng/ml(109-284)
Schilddrüsenantikörper: Anti-TPO (MAK) 19.2 lU/ml (< 35.0), Anti-Thyreoglobulin (TAK) 29 lU/ml (< 40)) . Nur zwei Werte waren leicht erhöht, die er dann nochmal kontrollieren wollte.

Der Brief ergab also, dass da nicht nur 2 Knoten waren, sondern sogar 4 und der eine ja sogar recht groß ist (22 mm).
Die Szintigraphie war also vor 2 Wochen und gestern hatte ich dann den Termin beim Endokrinologen um den Szintigraphiebefund zu besprechen.

Der Arzt sagte mir, dass es sich bei mir in der Schilddrüse um kalte Knoten (hypofunktionelle Knoten) handeln würde, das hätte die Szintigraphie ergeben. Er meinte, er wolle mir gerne nochmal Blut abnehmen, um nochmal die Schilddrüsenwerte zu bestimmen und nochmal die letztes mal leicht erhöhten Werte kontrollieren. Außerdem wolle er den Schilddrüsen-Tumormarker bestimmen. Da habe ich ja schon das erste mal aufgehorcht.

Dann sagte er, dass er gerne auf jeden Fall noch mal eine Ultraschalluntersuchung machen würde und ob ich damit einverstanden wäre, wenn er den einen Knoten punktieren würde. Während der Ultraschalluntersuchung meinte er zwischendurch mal, dass er eher davon ausgeht, dass es nicht bösartig ist, aber genau könne er das so leider nicht sagen - das hörte sich für mich so an, als ob er sich da nicht wirklich sicher wäre...

Nach dem Ultraschall fragte er dann nochmal, ob ich mit einer Probenentnahme einverstanden wäre, denn man müsse zumindest den größten Knoten genauer untersuchen. Dann hat er mir auch jeden Schritt immer sehr gut erklärt. Nach der ersten Probe fragte er dann, ob er sicherheitshalber auch noch eine zweite entnehmen dürfe. Natürlich hatte ich auch da nichts dagegen, zumal die erste auch recht gut auszuhalten war, das tat wirklich kaum weh und war wirklich nicht schlimm (die zweite tat etwas mehr weh und heute juckt die Einstichstelle wie verrückt).

Danach erklärte er mir dann, dass man bei kalten Knoten eben durch diese Probenentnahme immer bestimmen müsse, ob die Knoten gut- oder bösartig sein, denn kalte Knoten könnten zu einem geringen Prozetsatz bösartig sein. Aber auch wenn die Histologie einen negativen Befund geben würde, könne man nicht zu 100% sicher sein, dass nichts ist, sondern nur zu 90-95 %. Wenn das Ergebnis eine Bösartigkeit wäre, dann müsse man auf jeden Fall operieren. Aber auch im anderen Fall würde er mir aufgrund meines noch relativ jungen Alters auf jeden Fall zu einer OP raten. Bei älteren Menschen (so ab 70 Jahre) würde man das nicht mehr unbedingt machen, sondern nur beobachten, aber bei mir würde er eigentlich zur OP raten. Aber das müsse ich natürlich selber entscheiden. Eine medikamentöse Behandlung würde bei meinem Befund nicht in Frage kommen...

Ich konnte ihm anmerken, dass es ihm nicht leichtfiel, mir das zu sagen. In dem Moment war ich auch ziemlich vor den Kopf geschlagen und irgendwie war mein Kopf ganz leer. Mit so einem Befund hatte ich nicht gerechnet, zumal ich ja auch keine Beschwerden habe und das eigentlich nur ein Zufallsbefund war. Das merkte er auch und meinte, ich sollle mir das alles in Ruhe überlegen. Am Donnerstag oder Freitag hätte er das Ergebnis der Biopsie und dann will er mich anrufen und dann mit mir alles weitere besprechen. Wenn er meint, dass eine OP das Beste wäre, dann würde ich das natürlich wohl auch machen lassen. Er meinte auch, man würde dann die drei Knoten links entfernen, den kleinen rechts würde man eher nur beobachten und nicht operieren.

Jetzt, wenn ich das alles so sacken lasse und drüber nachdenke, bekomme ich schon etwas Angst, dass es Krebs ist.
Und jede Menge Fragen fallen mir ein:

Wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass so ein kalter Knoten bösartig ist? Weiß das hier jemand (im Netz findet man so viele verschiedene Angaben)?
Und wenn der jetzt nicht bösartig sein sollte, gibt es da Zahlen, wie oft sowas dann irgendwann bösartig wird? Und wie lange das bis dahin dauert?

Dass bei einem auffälligen Biopsiebefund möglichst schnell operiert werden sollte, kann ich mir vorstellen. Aber wie ist das, wenn bei der Biopsie erstmal keine Auffälligkeiten gesehen werden? Sollte man sich dann wirklich sicherheitshalber operieren lassen? Und wie lange kann/könnte man dann warten?
Und wird dann die ganze SD-Seite entfernt oder nur die Knoten?

Ich hatte heute wegen einer anderen Sache noch einen Termin bei einem Chirurgen, der mich im Sommer am Bauch operiert hatte und von dem ich auch weiß, dass er auch Schilddrüsen operiert (steht auf der Internetseite der Klinik als sein Schwerpunkt). Ihn habe ich auch auf eine mögliche OP angesprochen und er meinte, dass er das ohne Probleme machen könne, sowas würde er häufig machen und die hätten dort in der Klinik z.B. auch Geräte zum Neuromonitoring etc.

Ich bin jetzt total unsicher, ob ich eine OP machen lassen soll (falls das Biopsieergebnis gut ist) und wenn ja, wo. Ob an der Uniklinik wo der Endokrinologe ist (ca. 80 km entfernt) oder an der anderen Klinik, die nur 20 km entfernt ist, wo ich den Chirurgen schon kenne und bei dem ich mich auch gut aufgehoben gefühlt habe. Allerdings habe ich bei dem Endokrinologen auch ein gutes Gefühl.

Ich hatte so gehofft, dass ich endlich mal ein gutes Ergebnis bekommen würde. Ich bin dieses Jahr schon 3x operiert worden. Mit den Folgen habe ich schon genug zu kämpfen - und jetzt auch noch das...

Wie war das denn bei euch so? Hatte vielleicht jemand von euch einen ähnlichen Befund? Was würdet ihr machen oder wie habt ihr euch entschieden?

Morgen oder übermorgen werde ich das Ganze auch mal mit meinem Hausarzt besprechen, aber mir gehen so viele Fragen im Kopf herum... vielleicht könnt ihr mir die eine oder andere ja beantworten. Danke (und sorry, dass es so lang geworden ist)!

LG, Alex
Mit Zitat antworten
  #2  
Alt 13.11.2013, 11:19
mecki48 mecki48 ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 13.11.2013
Beiträge: 4
Standard AW: Kalte Knoten - jetzt OP? Angst vor Krebs

Hallo,
ich habe mich für die Antwort extra registriert-es war mir wichtig.
Ich hatte 1991 mehrere kalte Knoten und fühlte mich nicht mehr leistungsfähig, Druckgfühl am Hals und Probleme mit der Stimme. Schilddrüsenwerte ok, Feinnadelbiopsie negativ.....
Mein damaliger Internist meinte ich bin entweder hysterisch oder im Wechsel :-/
Ich ging dann ohne Überweisung an eine renomierte Schilddrüsenabteilung.
Sofortiger Termin da ich einen sehr hohen Tumormarker hatte.
Operation, danach Gratulation weil der Schnellschnitt intraoperativ negativ war.
5 Tage später Feinschnitt positiv - foll. Schilddrüsencarcinom , Gefäßdurchbrechend..........
2. Operation einen Tag später, Radiojodtherapie - es geht mir (nach Gewichtsproblemen ) jetzt wieder sehr gut, habe zw. immer gearbeitet, meiner Kinder aufgezogen, war sportlich sehr aktiv....
Die letzten Jahre nach Umstellung der Medikation schwere Gelenksprobleme, Panik, usw.... Nachdem ich aber stur bin und mich auf grund meines berufes gut auskenne- wieder Umstellung auf eine fT3/fT4 Kombimedikation - mir gehts wieder blendend.
Also besser wirklich gut abklären - der rest ist nicht so schlimm - immerhin ist es bei mir 22 Jahre her.
Kopf hoch
Mecki
Mit Zitat antworten
  #3  
Alt 13.11.2013, 20:45
pelzl pelzl ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 08.09.2009
Beiträge: 98
Standard AW: Kalte Knoten - jetzt OP? Angst vor Krebs

Zu SD Krebs kann ich bichts sagen...dafuer habe ich, was gastrointestinale Bewegungsstoerung angeht, sehr viel Erfahrung.
Bei mir ist die Motiltaet des gesamten Magen Darm Trakts gestört (CIPO).

Jedenfalls, was fuer dich vll interessant sein könnte: wurdest du schon mal auf Antikörper im Zusammenhang mit deiner Gastroparesis gestestet? Du schreibst, es gibt bisher keine erkennbare Ursache...wurden schon einmal Untersuchungen bzgl. Autonomer Neuropathie gemacht?
Um den Kreis zu einem möglichen SD Krebs zu schließen: es gibt eine sogenannte paraneoplastische autonome Neuropathie, die sich dann u.a. in Gastroparese etc aeussert.
Auch deine Bauchschmerzen könnten dazu passen...lies einfach mal ein wenig unter dem Stichwort nach, am besten in Englisch ((paraneoplastic)autonomic neuropathy)- da kommt mehr, weil diese Erkrankungen in Deutschland nicht sehr bekannt sind

Geändert von pelzl (13.11.2013 um 20:47 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 14.11.2013, 17:56
uli1904 uli1904 ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 14.11.2013
Beiträge: 1
Standard AW: Kalte Knoten - jetzt OP? Angst vor Krebs

Hallo Alex, bei mir sind bei einer Routineuntersuchung 2005 2 kalte Knoten (beidseitig) entdeckt worden. Anschließende Szintigraphie und Biopsie blieben o.B. Ich habe dann zunächst ein Jod u Hormonpräparat eingenommenen, nebst regelmäßiger Kontrolle der SD Werte und Ultraschall. In Laufe der Jahre kam ein weiterer Knoten hinzu, die SD ist insgesamt gewachsen und auch die Knoten haben sich trotz Medikamenteneinnahme langsam aber stetig vergrößert. Während seit 2011 mein Internist zu einer OP riet, hat mein Hausarzt bis vor kurzem eine Beobachtung empfohlen. Vor 3 Wochen riet er mir allerdings nach einer Kontrolle zu einer 2. Meinung, die mich ins örtliche SD Zentrum des KH führte. Sowohl die dortige Fachärztin in der SD Sprechstunde als auch der Chefarzt in einer weiteren Beratung haben sich für eine OP ausgesprochen. Diese erfolgte dann letzten Montag, also am 11.11.2013 - die SD wurde komplett entfernt. Die Tage zuvor hatte ich richtig Angst, teilweise sogar schon Panik-Attacken, nachdem ich im Internet gelesen hatte, was so alles schief gehen kann. War aber absolut kein Problem, (ein wenig Kopfschmerzen und ein Gefühl wie von Angina im Hals), ich bin gestern morgen entlassen worden, Histologie o.B., mir geht es gut, und ab morgen schlucke ich wieder Hormonetabs, nun in höherer Dosierung.
VG Uli
Mit Zitat antworten
  #5  
Alt 25.11.2013, 19:52
Alex77 Alex77 ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 12.11.2013
Beiträge: 3
Standard AW: Kalte Knoten - jetzt OP? Angst vor Krebs

Hallo zusammen!

Vielen Dank für eure Antworten. Ich habe sie leider erst jetzt gesehen, da ich leider nicht eingestellt hatte, dass ich bei neuen Antworten informiert werde.

In der Zwischenzeit sieht es jetzt so aus, dass ich wohl nächste Woche operiert werde.

Leider hat die Feinnadelbiopsie kein bzw. nicht das gewünschte Ergebnis gebracht. Es waren keine Schilddrüsenzellen erkennbar, nur ein wenig entzündetes Gewebe.

Mein Endokrinologe hatte mich vergangenen Montag angerufen und mir das Ergebnis mitgeteilt. Er meinte aber dennoch, dass ich mich schnellstmöglich operieren lassen solle, da die Sonographie auffällig gewesen wäre.

Heute habe ich nun den Befundbericht zu der Sono und der Biopsie bekommen. Demnach habe ich jetzt sogar 5 Knoten. Im letzten Bericht war nur von 4 Knoten die Rede. Wenn der Arzt nicht irgendwie unterschiedlich gemessen hat, sind die Knoten auch teilweise noch minimal seit der letzten Untersuchung Ende September gewachsen.

Im Brief steht:
"Links kaudal zeigt sich ein echoärmerer Knoten mit einer Größe von 22 x 18 x 20 mm. Dieser Knoten zeigt eine verstärkte Randperfusion. Ventrokranial hiervon ein weiterer Knoten mit einer Größe von 16x12 x 12 mm. lm lsthmus sind zwei Knoten mit einer Größe von 9x6 und 9x8x12mm nachweisbar. Rechtsseitig zeigt sich ein kleiner Nodulus mit einer Größe von 6 mm. Volumen rechts 7 und links 6 ml. Keine Lymphknotenschwellungen. Keine vergrößerte Nebenschilddrüse sichtbar."

Weiß vielleicht jemand von euch, was in diesem Zusammenhang "echoarm" und "verstärkte Randperfusion" bedeutet?
Ich habe schonmal ein bißchen dazu gegoogelt und habe da gefunden, dass echoarme Knoten eher bösartig sind. Ist das so richtig? Das wäre ja nicht so gut...

Wie groß waren eigentlich so eure Knoten? Denn ich finde, dass 22x18x20 mm schon recht groß ist. Und auch 16x12x12 ist ja nicht gerade klein... Könnte dadurch eigentlich auch so ein Kloßgefühl kommen? Ich habe das eigentlich bisher immer auf meinen Reflux geschoben.

Als Therapieempfehlung steht dann im Brief:
"Wie in meinem letzten Aztbrief ausgeführt, liegt bei lhnen eine Struma nodosa vor, Szintigraphisch zeigt sich ein hypofunktioneller Knoten links kaudal. Dieser Knoten zeigt eine verstärkte Randperfusion. lch habe den Knoten feinnadelpunktiert. Aufgrund insgesamt unzureichenden Untersuchungsmaterials ist eine Dignitätsbestimmung nicht möglich. Aufgrund des echoarmen Knotens, der szintigraphisch hypofunktionell erscheint und sonographisch eine verstärkte Randperfusion aufweist, empfehle ich eine Operation. ... lch empfehle eine Hemithyreoidektomie links mit lsthmusresektion (da dort Knoten vorhanden sind). Rechtsseitig ist nur ein kleiner Nodulus sichtbar. Es kann sicherlich vertreten werden, dass nur eine Hemithyreoidektomie linksseitig durchgeführt werden sollte, lch betone, dass es bei den kleinen Knoten rechtsseitig im Verlauf zu einer Rezidivstruma nodosa mit möglicher erneuter Operation im Verlauf lhres Lebens kommen kann."

Alles in allem hört sich das für mich nicht so gut an. Allerdings soll ja offensichtlich nur die halbe Schilddrüse entfernt werden und nicht die Ganze. Das ist ja auch schon was...

Morgen habe ich nun einen Termin bei einem Chirurgen in einer Klinik bei uns in der Nähe (20 Min. Zugfahrt), der mich schon im Sommer am Bauch operiert hat. Er operiert auch (laut eigenen Angaben und laut seiner Internetseite Schwerpunktmäßig) Schilddrüsen. Bei ihm habe ich also einen Termin zur OP-Vorbesprechung. Zu diesem Arzt hätte ich großes Vertrauen. Und auf der Station war ich auch mit der Betreuung und Behandlung zufrieden. Mal sehen, was er morgen so sagt... Der Vorteil bei dieser Klinik wäre auch, dass meine Schmerztherapeutin auch dort wäre.

Und am Donnerstag habe ich dann noch einen Termin bei einem zweiten Chirurgen. Der ist an der Uniklinik an der auch mein Endokrinologe ist. Der Endokrinologe sagte mir, dass er sich selber ohne Bedenken von ihm operieren lassen würde. Allerdings ist diese Klinik deutlich weiter entfernt (ca. 1 1/2 Std. Zugfahrt eine Strecke). Und die chirurgische Abteilung hat ziemlich schlechte Bewertungen im Internet. Aber dort sind eben alle Vorbefunde erhoben worden und dort ist eben auch der Endokrinologe.

Aber ich werde mir beide Chirurgen mal ansehen/anhören und dann entscheiden, wo ich das bessere Gefühl habe. Mein Hausarzt meinte, dass beide Kliniken von der Qualität gleichwertige Ergebnisse liefern würden und dass ich die Entscheidung wirklich ohne Bedenken nach eigenem Gefühl treffen könnte.

@mecki48: Danke, dass du dich extra angemeldet hast und mir deine Erfahrungen geschildert hast. Trotzdem habe ich ganz schön Angst vor der OP.

@pelzl: Danke für deinen Hinweis bzgl. der Gastroparese. Ich werde mir das mal durchlesen. wobei ich in dieser Hinsicht schon neurologisch untersucht und abgeklärt wurde. Und der Gastroenterologe meint immer noch, dass es wahrscheinlich durch Nebenwirkungen meiner Medikamente für die HWS ausgelöst wurde.

@uli1904: Ich hoffe, du hast dich gut von deiner OP erholt! Danke auch dir für die aufmunternden Worte. Aber ich habe schon ziemlich Angst vor der OP insbesondere im Hinblick auf meine Stimmbänder. Ich bin nämlich auf meine Stimme auch beruflich angewiesen und auch meine musikalischen Tätigkeiten würden drunter leiden. Ich gebe nämlich Querflötenunterricht (private Musikschule) und spiele im Orchester die 1. Flöte, außerdem singe ich...

Danke und viele Grüße
Alex
Mit Zitat antworten
  #6  
Alt 26.11.2013, 17:42
mecki48 mecki48 ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 13.11.2013
Beiträge: 4
Standard AW: Kalte Knoten - jetzt OP? Angst vor Krebs

Hallo,
ich hatte mehrere verschiedene Befunde .....
Am Ende waren es dann 4 Knoten :
5x2 mm genannt Knötchen
2x2 cm
3x2 cm
5x 2cm
Wie schon geschrieben Feinnadelpunktion negativ, Schnellschnitt negativ und Feinschnitt sogar gefäßdurchbrechend follikuläres Carcinom.
Hast du jetzt einen Tumormarkerwert ? Calcitonin oder Thyreoglobulin ?
Bei mir wurde erst auch nur mehr als die Hälfte entfernt und dann 5 Tage später der Rest :-(
Perfusion ist die Durchblutung.
Ich würde wirklich in eine Klinik gehen die auf SD spezialisiert ist - operiert wurde ich wegen anderer Probleme (Gerinnung) an der Uni-Klinik wegen der Blutbank. Wurde dann nach der Diagnose wieder Rücküberstellt und die Spezialisten machten weiter.
Trotzdem ich einen wirklich hervorragenden Operateur hatte war eine kurzzeite Stimmbandlähmung vorhanden (da auch eine Nebenschilddrüse entfernt wurde) . Die war nach ca einem Jahr komplett weg (Ausage des HNO-Arztes) aber bei Verkühlungen/Allergiezeit usw habe ich auch jetzt noch Probleme. Es schwillt halt sehr schnell an. Die Stimme war nicht mehr so belastbar ( ich mußte beruflich auch viel sprechen).
Aber das ist in den Griff zu bekommen - wichtig ist jetzt nur mal eine schnelle Klärung !
Ich bin (und mache es immer noch) zur Klinik 180 km gefahren, habe dort auch die Kontrollen gemacht und nachdem ich versucht habe nach so vielen Jahren die Betreuung vor Ort zu machen kam es zur erwähnten Therapieänderung die mir 5 nervenaufreibende Jahre geschenkt hat . Jetzt fahre ich wieder in meine ehemalige Heimat und es klappt bestens.
Alles Gute und melde dich wie es weitergeht.
Mit Zitat antworten
  #7  
Alt 01.12.2013, 00:05
Alex77 Alex77 ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 12.11.2013
Beiträge: 3
Standard AW: Kalte Knoten - jetzt OP? Angst vor Krebs

Hallo!

So, die Entscheidung zur OP ist gefallen. Am Montag werde ich operiert. Die Voruntersuchungen und Aufklärungen sind schon alle gelaufen, so dass ich auch erst am Montag direkt zur OP ins Krankenhaus muss.

Ich habe mich jetzt letztendlich doch für das näher gelegene Krankenhaus entschieden. Nach dem Termin zur Vorbesprechung hatte ich dort ein sehr gutes Gefühl. Der Chefarzt, zu dem ich großes Vertrauen habe, wird zwar die OP nicht selber machen, sondern ein Oberarzt, aber der Chefarzt sagte mir, dass dieser Oberarzt sogar mehr Schilddrüsen mache als er selber und dass er sich von diesem ohne Bedenken an der SD selber operieren lassen würde.

Und da es bei dem Termin an der Uniklinik furchtbar chaotisch war und ich das alles nur katastrophal fand habe ich mich für die andere Klinik entschieden.

Jetzt zittere ich dem Montag entgegen und hoffe, dass auch alles gut geht...

@Mecki: die Tumormarker waren beide negativ, also gute Werte. Aber auch der eine Chirurg meinte, dass es vom US-Befund durchaus sein könnte, dass mindestens einer der Knoten bösartig ist.

Viele Grüße, Alex
Mit Zitat antworten
  #8  
Alt 01.12.2013, 19:35
mecki48 mecki48 ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 13.11.2013
Beiträge: 4
Standard AW: Kalte Knoten - jetzt OP? Angst vor Krebs

Alles Gute für die Operation - es ist nicht so schlimm!
Auch soll dich die eventuellen anfänglichen Promleme beim Essen und Sprechen nicht belasten! (immer geradeaus Gucken beim Schlucken hat mir eine langgediente Schwester gesagt und es war wirklich leichter). Es wird schnell besser und ich habe gemerkt, daß das Schlimmste immer die Nerven waren - drüberatmen hilft.
Die Daumen sind gedrückt!!
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen


Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
 
Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 03:31 Uhr.


Für die Inhalte der einzelnen Beiträge ist der jeweilige Autor verantwortlich. Mit allgemeinen Fragen, Ergänzungen oder Kommentaren wenden Sie sich bitte an Marcus Oehlrich, bei technischen Kommentaren an den Webmaster. Diese Informationen wurden sorgfältig ausgewählt und werden regelmäßig überarbeitet. Dennoch kann die Richtigkeit der Inhalte keine Gewähr übernommen werden. Insbesondere für Links (Verweise) auf andere Informationsangebote kann keine Haftung übernommen werden. Mit der Nutzung erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen an.
Powered by vBulletin® Version 3.8.7 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2018, vBulletin Solutions, Inc.
Gehostet bei der 1&1 Internet AG
Copyright © 1997-2014 Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V.
Impressum: Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V. · Eisenacher Str. 8 · 64560 Riedstadt / Postanschrift: Postfach 130435 · 64243 Darmstadt / Vertretungsberechtigter Vorstand: Marcus Oehlrich / Datenschutzerklärung
Spendenkonto: Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V. Spendenkonto Nr. 17252500 · Volksbank Darmstadt-Südhessen eG · BLZ 508 900 00 · IBAN DE23 5089 0000 0017 2525 00 · BIC: GENODEF1VBD