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  #1  
Alt 10.06.2008, 17:42
Maria K. Maria K. ist offline
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Standard Lebermatastasen nach Brustkrebs

Hallo,

wer hat Erfahrung mit Lebermetastasen (Therapien und Erfolge)?

Bei mir wurden sie jetzt diagnostiziert. Hatte 2000 Brustkrebs und im Jahr 2002Knochenmetastasen.

Liebe Grüße

Maria
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  #2  
Alt 10.06.2008, 19:03
Elli Elli ist offline
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Standard AW: Lebermatastasen nach Brustkrebs

Hallo Maria,

na dann willkommen m Club. Habe selber Lebermetas nach BK und befinde mich mal wieder mitten in eine Chemo.
Darf ich fragen,wie Deine ebermetas entdeckt worden sind. Hattest Du Beschwerden, oder war es bei einer Nachsorgeuntesuchung? Sorry,bin ja gar nicht neugierig (grins).

Also meine Metas wurden 2006 im Rahmen der dreimonatigen Nachsorge gefunden. Mein Doc hat mich dann sofort zum Ct bezw. zum MRT geschickt und alles genau abklären zu lassen. Ich bekam dann 7 Zyklen Xeloda und Navelbine. Habe das ganze gut vertragen. Zwischendurch folgten dann immer wieder Velaufskontrollen mittels MRT.Mitte vorigen Jahres war er mit dem Velauf nicht mehr so ganz zufrieden,und die Chemo wurde umgestellt. Es gab dann 4 Zyklen Taxotere und Xeloda. Auch dies war für mich ohne großen Nebenwirkungen. Im Oktober wurde mir dann vom Radiologen gesagt,das die Metas so gut wie nicht mehr nachweisbar sind. Habe mich natürlich riesig gefreut.m Februar (wieder Verlaufskontrolle),dann die Ernüchterung. Die Metas wren wieder da. Diesmal wurde mir eine Readiofrequenzablatio vorgeschlagen. Habe die auch dann im April gemacht. Dort wurden unter CT Kontrolle dann 2 Metas "verkocht". Den Rst haben die Radiologen nicht gefunden.Hab mich natürlich wahnsinnig "gefreut". Naja und im Moment gibts halt wieder ne Runde Chemo (Mitoxantron),da die Biester sich nicht wirklich verabschieden wollen.
Aber troztallem gehts mir gut.Der Radiologe in Aachen ,meinte jetzt eine SIRT mache lassen. Aber da hat mein Onko im Moment noch keine Ohren für. Also gibts mal wieder ne Runde Cocktails.
Liebe Maria,ich denke Du solltest nicht den Kopf hängen lassen. Lebe doch auch schon fast 2 Jahre mit Lebermetas ,und das eigentlich recht gut,und habe noch vor einige Jährchen rum zu kriegen.
So ,jetzt habe ich Dich aber genug vollgesülzt.

Liebe Grüsse
Elli
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  #3  
Alt 11.06.2008, 20:11
Maria K. Maria K. ist offline
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Standard AW: Lebermatastasen nach Brustkrebs

Hallo, Elli!

Danke für deine Antwort. Nein, den Kopf hängen lassen werde ich nicht.
Aber es war schon eine ernüchternde Nachricht.
Diagnostiziert wurden die Metastasen bei einer Kontrolluntersuchung bei meiner Frauenärztin. Mein Hausarzt hatte sie leider einen Monat vorher übersehen. Anschließend wurde meine Leber punktiert. Nun warte ich auf das Ergebnis der Tumorkonferenz. Haben meine Metastasen gewisse Rezeptoren, dann kann eine gezielte Chemo gegeben werden.
Montag gehe ich zu meinem Onkologen um alles genau zu besprechen.
So geht es mir sehr gut. Habe auch keine Schmerzen.

Dir weiterhin viel Kraft bei der Chemo, werde mich wieder melden und Dir weiter berichten.

Bis dahin - liebe Grüße

Maria
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  #4  
Alt 12.06.2008, 08:03
Elli Elli ist offline
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Standard AW: Lebermatastasen nach Brustkrebs

Liebe Maria,

vielen Dank das Du Dich noch mal melden willst und dann Bericht erstattest.

Drücke Dir für Montag mal alle Daumen,das eine für Dich akzeptable Therapie gefunden wird,und Du die Biester in die Wüste schickst.

Liebe Grüüsse
Elli
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  #5  
Alt 17.06.2008, 21:06
Maria K. Maria K. ist offline
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Standard AW: Lebermatastasen nach Brustkrebs

Hallo Elli,

melde mich erst heute, da ich gestern ziemlich fertig war.
Donnerstag in einer Woche bekomme ich Taxol. Wie oft und sonstiges Genaues muß ich dann noch erfragen. Mir war gestern nicht danach.
Wollte nichts wissen. Die Metastasen sind nicht verändert, sondern haben
noch den gleichen Status wie Primärtumor, Hormonabhängig und HER 2 negativ.
Vermute die Haare werde ich wieder los. Ich hatte ein Jahr Chemopause.
Davor fast 5 Jahre durchweg Woche für Woche Chemo. Taxol, Navelbine usw. .... War das Ganze verd... leid. Die Metastasen in den Knochen sind dadurch nicht verschwunden.

Nun wollen wir mal sehen, ob es bei der Leber klappt.

Bei mir sind die Metastasen auch nicht zusammen, sondern viele kleine.
Aber für die Behandlung soll das angeblich egal sein.

Ich sage Dir vielen Dank für Deine Zeilen und wünsche Dir weiterhin eine
einigermaßen verträgliche Chemo.


Liebe Grüße

Maria
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  #6  
Alt 18.06.2008, 01:15
Elli Elli ist offline
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Standard AW: Lebermatastasen nach Brustkrebs

Hallo Maria,

kann mir schon vorstellen,das Du die ganze Sache verd... leid bist. Ging mir vor kurzem auch so.
Irgendwie war die Luft raus. Wünsche mir manchmal auch nur ein Jahr Atempause um wieder Kraft zu schöpfen. Aber diese verdammten Biester lassen es einfach nicht zu.
Denke mal das es egal ist,da die Metas verteilt sind. Sind bei mir auch so. Die Biester haben sich über die gesamte Leber ausgebreitet. Darum auch die Chemo.Die wirkt systemisch.
Mein Onko hat mir erklärt,das damit alle Zellen erreicht werden. Zumindest diejenigen,die sich nicht irgenwo versteckt halten,und so intelligent sind,nicht von den "Cocktail" zu kosten.Hoffe aber weiterhin auf die Dummmheit der Krebszellen,das sie sich mal so richtig den Bauch vollschlagen,und dann elendig zu Grunde gehen.Denn Du weißt doch : " Die Dummen sterben nicht aus".Gilt bestimmt auch irgendwann für diese Biester.
Gebe die Hoffnung jedenfalls nicht auf.
Hoffe das mal das es bei mir nächste Woche Mittwoch weiter geht. War nämlich letzte woche Mittwoch zur Blutabnahme,und stand seit Donnerstag unter Hausarrest. Meine Leukos waren auf 400 gefallen. Hat mich aber nicht davon abgehalten,zur Enlassfeier meiner Tochter zu fahren. Habe das meinem Doc natürlich nicht erzählt.Heute morgen kam die Nachricht das die Leukos wieder bei 1700 stehen. Gehe einfach mal davon aus,das der Wert bis Diensttag noch besser wird,und am nächsten Mittwoch die nächste Party steigen kann.
Wünsche jetzt erstmal eine gute Nacht.

Liebe Grüsse
Elli
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  #7  
Alt 18.06.2008, 21:36
Maria K. Maria K. ist offline
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Standard AW: Lebermatastasen nach Brustkrebs

Hey Elli,

kann ich gut verstehen, daß du den Hausarrest nicht eingehalten hast.
Hoffe, hattest Freude - auch so etwas hilft die Leukos auf Vordermann
zu bringen! Strenge dich an, damit die Party Mittwoch steigt. Denke an
Dich. Bis bald.

Maria
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  #8  
Alt 26.06.2008, 22:10
Maria K. Maria K. ist offline
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Standard AW: Lebermatastasen nach Brustkrebs

Hallo Elli,

konntest Du Deine Chemo bekommen?

Ich war heute beim Onkologen. Meine Therapie besteht aus Cyclophospamid und Epirubicin. Beginnen werde ich am 11.07. Gehe gleich morgen wegen meiner neuen Haarfrisur zur Krankenkasse.
6 Zyklen sind in 3wöchigem Abstand geplant. Ziel ist es, die Metastasen zu stoppen. Wenn sie verschwänden, hätte ich viel Glück gehabt. Mal abwarten was die Metastasen zu diesem Mix sagen.

Ich finde es toll, wie Du Dein Leben im Griff hast. Hoffe ich gewöhne mich auch wieder an die "Chemo-Zeit".

Liebe Grüße

Maria
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  #9  
Alt 28.06.2008, 01:24
Elli Elli ist offline
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Standard AW: Lebermatastasen nach Brustkrebs

Hallo Maria,

na klar ,konnte ich zur Party antreten. Habe doch in all den Jahren noch nie einen Termin abgesagt!!!
Meine Leukos waren wieder auf fantastische 5200 geklettert. Die Dinger wissen,was ich von ihnen erwarte. Beim Kardiologen war ich auch noch,aber auch von der Seite gibts keine Einwände gegen die Chemo.

Puh,die EC hatte ich damals auch. Habe ich eigentlich ganz gut vertragen,zumal ich gleich Begleitmedis gegen die Übelkeit bekommen habe.Das KH hat mir damals Zofran gegeben,und so ging es mir eingentlich ganz gut. Klar die Haare haben sich verabschiedet und das war damals ganz,ganz schlimm für mich.Inzwischen lasse ich jetzt schon zum vierten Mal Haare,und es ist immer noch "komisch". Hast Du Dir denn schon eine schicke Frisur ausgesucht ? Ich habe immer noch meinen ersten Fiffi auf dem Badezimmerschrank stehn. Trage ihn aber nicht mehr.Das Ding regt mich eingentlich nur auf. Entweder renne ich zu Hause "oben Ohne" oder der Öffentlichkeit eben mit Tuch. Meine Haare verabschieden sich zur Zeit so gaaaaanz langsam. Will damit sagen,wenn ich mal durchs Haare gehe,dann habe ich immer ein paar in der Hand. Sind zwar nur die "grauen Highligths",aber da ich sehr viele graue Highlights habe,wird es vermutlich bald kritisch.Aber inzwischen habe ich mich wieder mit dem Gedanken "angfreundet" .Denke mal wenn es dann nächste Woche wieder ernst wird,hoffe ich mal das ich auch das wieder mit "Anstand und Würde" über die Bühne kriege.

Ach Maria,wünsche Die so sehr,das Du die Biester endgültig in die Wüste schickst.
Denke mal die EC ist schon ein super Mittel.Weißt Du,mein Onko "zaubert" immer wieder etwas neues aus dem Ärmel. Denke mal,das ich immer wieder zur "Party" antreten werde und dann immer neue Cocktails "genießen darf".Aber solange es immer noch irgendwas gibt,was die Biester zumindest stoppt,bin ich eingentlich schon recht zufrieden.Zumal meine Lebensqualtät nicht leidet.Und sas mit dem "Haare lassen",packe ich auch wieder.
Genau wie Du. Ware doch gelacht. Bei uns Powerfrauen. Das soll uns doch erstmal "Normal Frau" nachmachen.Oder was meinst Du ???

So,jetzt wünsche ich Dir ein schönes Wochenende.

Liebe Grüsse
Elli
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  #10  
Alt 14.07.2008, 10:45
Benutzerbild von Tamina
Tamina Tamina ist offline
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Standard AW: Lebermatastasen nach Brustkrebs

Hallo,


leider wurden bei mir jetzt auch 2 Lebermetastasen gefunden, 1,3 cm groß.

Am Dienstag habe ich erst einen Termin bei der Gynäkologin, die mich wahrscheinlich zum Onkologen schickt.

Mir wurde erst Ende September dank eines Rzidivs im Narbengewebe die Brust abgenommen und mit Diep Flap wieder aufgebaut.

Vor 2 Wochen sollte die Korrektur erfolgen, die aber abgelehnt wurde, weil da schon per CT feststand, es stimmt was nicht mit meiner Leber.

Seit Freitag nach dem MRT, heißt es Lebermetas, ich stehe unter Schock.

So weit ich gelesen habe, kann man bei einzelnen Metas noch operieren, was ich gerne überprüfen lassen würde, weiß aber nicht wo.

Hier in den Foren habe ich keine Antwort bekommen auf meine Anfrage hin.
Tappe also noch im Dunkeln.

Weiß noch gar nicht wie es jetzt weitergehen soll.

Da ich alleine lebe und keiner für mich sorgen kann, macht mir das Angst was ich bis jetzt hier gelesen habe.

Liebe Maria, da deine Zellen hormon positiv sind, warum hat man da nicht eine Antihormontherapie erst einmal vorgezogen?

Mein Primärtumor war auch hormon positiv.

Wenn ich daran denke nur noch 2 Jahre, wird mir schlecht. Hatte noch so viel vor.

Liebe Grüße

Tamina.
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  #11  
Alt 14.07.2008, 22:52
Elli Elli ist offline
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Standard AW: Lebermatastasen nach Brustkrebs

Hallo Tamina,

klinke mich auch hier frecherweise einfach mal ein.

Wie kommst Du darauf ,das es nur noch zwei Jahre sind?
Mensch lass Dich bloß nicht verrückt machen. Weder von Ärzten noch von Statistiken.

Weißt Du,wenn die Statistiken irgendwie stimmmen würden,dann würde es mich mit sicherheit nicht mehr geben.Aber ich bin noch immer sehr lebendig.
Ich habe mir einfach vorgenommen,alle Statistiken Lügen zu strafen. Ist mir bisher ja auch ganz gut gelungen.
Also pfeiff auf die Statistik oder auf irgendwelche Aussagen.
Du wirst mit Sicherheit uralt!!!

Konnte mir diesen Beitrag nicht verkneifen.bitte nicht böse sein.

Liebe Grüsse
Elli
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  #12  
Alt 15.07.2008, 04:32
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Tamina Tamina ist offline
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Standard AW: Lebermatastasen nach Brustkrebs

Liebe Elli,

es ist der Schock der einen erst einmal aus der Bahn wirft, bis man sich wieder aufgerappelt hat.

Hoffe, ich fange mich wieder.

Liebe Grüße

Brigitte
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  #13  
Alt 15.07.2008, 10:03
BiggiS BiggiS ist offline
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Standard AW: Lebermatastasen nach Brustkrebs

Zitat:
Zitat von Elli Beitrag anzeigen
Hallo Tamina,

klinke mich auch hier frecherweise einfach mal ein.

Wie kommst Du darauf ,das es nur noch zwei Jahre sind?
Mensch lass Dich bloß nicht verrückt machen. Weder von Ärzten noch von Statistiken.

Liebe Grüsse
Elli
HalloTamina und Elli,
habe still mitgelesen aber nun möchte ich mich bei Elli bedanken,
deine Worte geben auch mir Kraft.
Ich habe Angst um meine beste Freundin.
Bei ihr wurde der Leberkrebs im Mai festgestellt .
Vor über 10 Jahren erkrankte sie an Brustkrebs.Bei jeder Kontrolluntersuchung war das große Zittern angesagt.
Dann tat ihr die Hüfte weh und ich hab sie gedrängt zum Arzt zu gehen.
Ich dachte an Einlagen für die Schuhe.
Dann die schreckliche Diagnose :Knochenkrebs
Es gab Bestrahlung!!
Ein Jahr später dann die Nachricht Leberkrebs!!!!!
Ich kann es nicht fassen, ich will sie nicht verlieren.........

Darum bedanke ich mich für die hoffnungsvollen Worte.
Ich wünsche dir auch weiterhin viel Kraft.


@ Tamina,Dir wünsche ich natürlich auch die Kraft die schweren Zeiten zu überstehen und ich wünsche dir Freunde die für dich da sind

Liebe Grüße Birgit



PS: Ich mußte das einfach schreiben
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  #14  
Alt 15.07.2008, 11:11
Elli Elli ist offline
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Standard AW: Lebermatastasen nach Brustkrebs

Liebe Tamina,

kann verstehen,das einen solche Diangose völlig aus der Bahn wirft.

War ja nun bei mir auch so. Mt meinen Knochenmetas kam ich eigentlich ganz gut zurecht. Es waren ja "nur " die Knochen .Bitte versteh das jetzt nicht falsch.Aber bei meien Lebermetas war ich auch ganz schön durch den Wind.
Habe mir aber einfach vorgenommen,mich von dieser Krankheit nicht unterkriegen zu lassen.Hast Du denn keien Freunde ,die dich in dieser Zeit unterstützen. Mit Freunden meine ich Menschen,mit denen Du lachen,aber auch weinen kannst. Die Du nachts um drei anrufen kannst,wenn dir danach ist und die einfach da sind,wenn Du sie brauchst.

Gut,ich habe meine Familie,meinen Mann und die Kids,die mich unterstützen.Aber auch Freunde,die mich und auch uns unterstützen.Vielleicht gibt es Deinem Leben noch irgendwo einen Menschen,von dem du lange nichts mehr gehört hast,und Du traust dich nciht Ihn anzurufen.
Weißt Du bei mir war es so. Ich hab eine ganz liebe Freundin. Wir sind in unserer "Sturm-und Drangzeit" durch dick und dünn gegangen. Haben im gleichen Jahr geheiratet und noch viele andere Sachen zusammen gemacht. Nur irgendwann kam die Zeit,in der wir uns aus den Augen verloren haben. Jede wusste wo die andere wohnte,aber der Kontakt schlief ein. Vermutlich hatten wir alle selber mit uns genug zu tun. Mit unseren Kindern usw.
Ich habe mir immer vorgenommen sie irgendwann anzurufen.Aber wie gesagt vorgenommen...getan habe ich es nie. Und plötzlich 2001 an meinem Geburtstag geht das Telefon (sie hatte unsere neue Anschrift und Telefonnummer von meien Eltern erfahren),und sie rief mich an. Ich hatte damals schon die Verdachtsdiagnose BK.Als wir am Telefon miteinander sprachen,war es so,als ob es die Jahe dazwischen nie gegeben hätte.Wir waren uns wieder so vertraut,als ob wir uns erst gestern das letzte mal gesehen und gesprochen hätten.In den vergangenen Jahren haben wir uns immer wieder besucht,und telefonieren regelmäßig miteinander.Wir lachen und weinen zusammen,und es tut gut.

Weißt Du,ich hatte bei der Erstdiagnose BK eine denkbar schlechte Prognose.Aber ich habe bisher alle Statistken Lügen gestraft. Für meinen Onko,bin ich sowieso ein Buch mit sieben Siegeln,und für meine Mitmenschen wohl auch. bisher habe ich alle Statistiken Lügen gestraft,und ich gehe davon aus,es auch weiterhin zu tun. Mein erklärtes Ziel ist es,75 Jahre alt zu werden. Ob ich es schaffe....keine Ahnung.Werde aber alles menschenmögliche dafür tun.
Weißt Du Tamina,für mich gehört diese Krankheit inzwischen einfach zu meinem Leben. Sie beherrscht mich nicht,aber sie ist halt einfach da. Ich habe mir ein Bild meines Lebensweges geschaffen. Mein Lebensweg ist nicht immer geade ,oft versperren große Steine meinen Weg,die ich dann aus dem Weg räumen muss.Dann geht es wieder ein Stückchen gerade und ich kann leichter gehen. Dann gibt es wiede Strecken,die sehr mühsam sind,und dann kommen wieder Strecken,die ich dann kaum zu schaffen glaube. Aber irgendwie schaffe ich es immer wieder die Steine oder Felsbrocken ,die mir im Wege liegen wegzuräumen.Und dann geht es weiter.

Ausserdem bin ich auch nicht der Meinung unheilbar krank zu sein. Auch so ein dämlicher Spruch mancher Zeitgenossen.
Wenn jemand an Diabetes erkrankt ist,dann kommt doch auch kein Mensch auf die Idee zu sagen... unheilbar krank.Sondern dann heißt es chronisch krank. Also habe ich für mich beschlossen "nur" chronisch krank zu sein. Genauso wie andere chronisch Kranke ihr Insulin oder ihre Herzmedis benötigen,so benötige ich halt immer mal wieder ne Runde Chemos.
Denn ein Diabetiker kann ohne seine Medis auch nicht überleben.Und genaus ist es bei mir.
Also ,Kopf hoch und biete der Krankehit die Stirn.Du hast doch auch schon soviel geschafft.
Die Erstdiagnose,das Rezidiv und den Wiederaufbau,der mit Sicherheit auch kein Zuckerschlecken war. Renne übrigens imer noch als Amazone durch die Welt,da ich in der Beziehung einfach ein Schisshase bin.Du siehst also,auch bei mir gibts Sachen,an die ich mich nicht rantraue!!!

So,jetzt hätte ich aber das wichtigeste bald vergessen (Chemoalzheimer lässt grüssen). Du hast doch heute Deinen Termin bei Deiner Gyn.Wünsche Dir für heute alles Gute für das Gespäch,und das Dich Deine Gyn mal ganz fest in den Arm nimmt und ein liebevolles Gespräch mit Dir führt.
Falls sie Dich zu einem Onkologen überweist,nimm es an. Ich sellber habe einen superlieben Onko,der immer noch was in Petto hat,damites mir gut geht.Er macht auch meine gesamte onkologische Nachsorge und tritt auch den "lieben"Kollegen oft auf die Füsse,wenn sie mit seinem Befund nicht konform gehen. Ohne Ihn ginge es mir mit Sicherheit heut nicht mehr so gut.Es macht die Behandlung bei mir (natürlich auch bei all seinen anderen Patienten)ganz individuell und nicht so nach Schema F.

Liebe Tamina,lass Dich drücken und versuch wieder ein bisschen positiver in die Zukunft zu schauen.

Drücke Dich mal ganz doll.


Liebe Grüsse
Elli
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  #15  
Alt 15.07.2008, 11:15
Elli Elli ist offline
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Standard AW: Lebermatastasen nach Brustkrebs

Hallo Maria,


habe von Dir schon länger nichts mehr gehört.

Wie geht es Dir? Solltest Du nicht Taxol bekommen ?Hoffe doch sehr,das es Dir soweit gut geht,und Du keine Nebenwirkungen von dem Zeugs hast.

Winke mal zu Dir rüber.

Liebe Grüse
Elli
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