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  #1  
Alt 12.06.2008, 16:21
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BiggiK BiggiK ist offline
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Standard Tumor an der Leber und Metastasen

Hallo,

bei meinem Mann hat man vor 3 Wochen einen Tumor an der Leber, neben der Leber und Metastasen festgestellt. Er ist 60 Jahre alt und für uns war das natürlich ein Schock.
Er ist momentan im Spital, weil er einen Port für die Chemo bekommen hat.
Heute hat man ihm gesagt, daß er eine Xelodan-Chemo bekommt. Das sind 9 Tabletten am Tag und jeden Donnerstag im Spital eine Infusion.
Kennt jemand diese Chemoart und weiß ob man damit wenigstens ein bisserl einen Erfolg sehen kann ?

Ich möcht nur noch sagen: ich bin zornig, wütend , traurig und möchte die ganze Welt in Trümmer schlagen.

LG Biggi
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  #2  
Alt 12.06.2008, 23:15
Elli Elli ist offline
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Standard AW: Tumor an der Leber und Metastasen

Hallo Biggi,

kann mir vorstellen wie Ihr Euch im MOment fühlt.So ein Befund haut einen echt um.

Das Dein Mann einen Port bekommt,find ich ja schon mal super gut. Dadurch werden die Venen bei den Chemos geschont.
Habe selber einen,und werde dieses Teil nie mehr abgeben.
Xeloda habe ich selber bekommen. Sie gilt eigentlich als sehr verträglich.Ich musste 8 Tabletten am Tag nehmen. Puh,war manchmal ganz schon anstregend die Riesendinger.
An Nebenwirkungen hatte ich überhaupt nichts. Habe allerdings schon davon gehört,das manche das "Hand-Fußsyndrom " davon bekommen.Meines Wissens soll Vitamin B12 (hochdosiert)dagegen helfen. Ist in der Apotheke rezeptfrei zu kaufen und durchaus bezahlbar.
Welches Medi soll denn als Infusion wöchtentlich gegeben werden ? Evtl. hat dann noch jemand einen Tip auf Lager.

Drücke Euch die Daumen,das die Medis die volle Wirkung entfalten,und die Biester sich verrkümmeln.

Liebe Grüsse
Elli
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  #3  
Alt 13.06.2008, 07:59
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BiggiK BiggiK ist offline
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Standard AW: Tumor an der Leber und Metastasen

Danke Elli für Deine Antwort, das ist lieb von Dir.
Für die Füße und Hände, die rissig werden könnten, bekommt Gerhard eine Salbe. Aber das ist ja jetzt eh nebensächlich.
So viel ich momentan weiß wird auch eine Xeloda Infussion jeden Donnerstag gemacht. Aber das weiß ich jetzt nicht ganz genau, sorry.

Liebe Grüße
Biggi
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  #4  
Alt 14.06.2008, 10:18
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BiggiK BiggiK ist offline
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Standard AW: Tumor an der Leber und Metastasen

Bitte hat schon mal jemand XELODA bekommen ? Wie war der Erfolg auch wenn schon Metastasen da waren ?
Nicht bös sein wenn ich jetzt mal frage, aber ich bin sehr verzweifelt und darf es natürlich meinem Mann nicht zeigen. Ich versuche stark zu sein und es wird mir schon gelingen.

LG Biggi
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  #5  
Alt 14.06.2008, 10:34
Elli Elli ist offline
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Standard AW: Tumor an der Leber und Metastasen

Liebe Biggi,

ich schon wieder.
Wenn Du mal googelst,wirst Du sicher fündig werden und mehr Infos bekommen. Mein Primärtumor war Brustkrebs.Da ich aber nun auch bei den Lebermetas "hallo ,hier bin ich " geschrien habe,habe ich ja auch Xeloda in Komination mit Navelbine und Taxotere bekommen.Die Metas waren unter dieser Kombi im Oktober fast nicht mehr nachzuweisen.
Aus Erfahrung kann ich Dir jedoch sagen,das viel Patienten auf diese Chemo serh,sehr gut ansprechen.Allerdings ist mir Xeloda als Infusion unbekannt. Gehe mal davon aus,das Dein Mann eine andere Chemo als Infusion bekommt. Frag doch bitte nochmal nach.

Geht davon aus,das diese Cocktails die Metas zum verschwinden bringen werden.Meines Wissens sind unter Xeloda entweder als Kombi oder als Monotherapie gute Erfolge zu erzieheln.

Drücke Euch mal ganz lieb.

Liebe Grüsse
Elli
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  #6  
Alt 14.06.2008, 10:48
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BiggiK BiggiK ist offline
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Standard AW: Tumor an der Leber und Metastasen

Hallo Elli,

mein Mann bekommt 9 Tabletten am Tag und jeden Donnerstag eine Xeloda Infusion im Spital.

Und danke Elli, daß Du meine Verzweiflung verstehst.
Wir haben noch soooo viel vor. Ein Wunsch von uns ist, nächstes Jahr in die Mongolei reisen und wir haben schon so viel dafür vorbereitet. Wir haben einen Expeditions LKW, damit fahren wir und machen im Winter sogar einen Russischkurs.
Aber ist ja egal und wenn wir die nächsten Jahre am Bankerl vorm Haus sitzen, hauptsache mein Mann wird wieder gesund. Wir sind seit 34 Jahren verheiratet und haben uns sehr lieb.
Entschuldige wenn ich das alles schreibe, aber es tut gut.

Liebe Grüße
Biggi
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  #7  
Alt 14.06.2008, 12:04
Elli Elli ist offline
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Standard AW: Tumor an der Leber und Metastasen

Mensch Biggi,

da habt Ihr ja noch Großes vor.Wetten das Euer Traum wahr wird ?!!!!

Weißt Du,ich habe seit 2001 Brustkrebs (dabei noch einen von der übelsten Sorte). Seit 2003 habe ich bei der Verteilung der Knochemetas "Hallo hier bin ich" geschrieen.Bei der Verteilung der Lebermetas 2006 stand ich auch mal wieder in der ersten Reihe.
Trotz aller Wiedrigkeiten,Chemos ,Bestrahlungen usw. habe ich immer versucht mir ein Ziel vor Augen zu schaffen.Zwar sind es im Moment nur kleine Ziel die ich mir stecke,aber es sind Ziele. Ohne diese Ziele und ohne dieses Forum ginge es mir mit Sicherheit nicht so gut. Als 2003 das erstemal das Wort Palliativbehandlung auftauchte,brach für mich eine Welt zusammen.Aber ich betrachte mich trotzallem nicht als unheilbar krank,sondern nur als chronisch krank.Das is ein kleiner ,aber feiner Unterschied.
Ich selber bin inzwischen seit 28 Jahren mit ein un demselben Mann verheiratet und habe zwei ganz tolle Töchter. Die eine wird dieses Jahr 18 und die andere 16 Jahre alt.Die Beiden halten mich ganz schön auf Trab.Komme daher gar nicht allzuviel zum Nachdenken.
Ist vielleicht auch ganz gut so.
Wenn ich so zurückblicke auf alles was ich bezw. wir schon geschafft haben,dann bin ich stolz.so habe ich mir Ende letzten Jahres bezw. Anfang dieses Jahres Ziele gesteckt.
So wollte ich z.B.an der Entlasssfeier unserer großen Tochter teilnehmen-Geschafft die Feier war gestern.Dann folgt der 50. Geburtstag meines Mannes-steht im Juli an.Meine beste Freundin wird auch im Juli 50-werde natürlich auf der Matte stehen.Unsere Tochter beginnt im August ihre Ausbildung zur Erzieherin an Ihrer Wunschschule-werde ich mit Sicherheit wiede "Gewehr bei Fuss" stehen.So lässt sich mein Wuschzettel der zu erreichenden Wünsche und Träume fortsetzen. Wie lange ich dieser Krankheit noch die Stirn bieten kann-keine Ahnung. Ich weiß nur,das ich einen wunderbaren Arzt habe,der alles menschenmögliche für mich tut,der immer noch einen Trumpf im Ärmel hat,sodaß ich trotz Behandlung und Chemos immer noch Lebensqualtiät habe.
Ich betrachte diese Krankheit als meinen Weg.Ein Weg der nicht immer gerade läuft. Der mal bergan und dann wieder bergab geht.Oft hindern mich große Felsbrocken am weiterkommen.Die müssen erst aus dem Weg geräumt werden,und dann geht es weiter.Mit persönlich hat diese Art mit Umgang der Krankheit sehr geholfen.
Aber nicht das Du denkst,ich schaffe alles alleine. Oh nein!!! Auch ich bin auf Hilfe angewiesen. Auf Hilfe von Menschen aus diesem Forum,die mir sehr ans Herz gewachsen sind.Auf Hilfe meiner Familie und meiner Freunde,die auch immer da sind,wenn ich mal Hilfe schreie. Sie alle fangen mich auf,wenn ich drohe zu fallen,oder treten mich in den A...,wenn ich mal nicht mehr kämpfen möchte.
Also vergesst nie: Wer kämpft hat die Chance zu gewinnen,wer nicht kämpft hat schon verloren.

Ach Gott Biggi,jetzt habe ich mal wieder einen Roman verfasst. Sorry!!!
Aber fals Ihr nächstes Jahr die Mongolei unsicher macht,hättet Ihr nicht noch einen kleinen Plätzchen frei ? al Kühlerfigutr,habe ich mich bestimmt gut. Bin zwar nicht mehr so windschnittig,aber daran kann ich ja noch arbeiten.

Liebe Grüsse
Elli
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  #8  
Alt 14.06.2008, 15:11
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BiggiK BiggiK ist offline
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Standard AW: Tumor an der Leber und Metastasen

Hallo Elli,

hab Deinen "Roman" gelesen und möcht Dir nur sagen, daß ich schon 3x Krebs hatte. 1x Brustkrebs, 1x Unterleibkrebs und dann hätte der Brustkrebs wieder anfangen wollen und da hab ich mir beide Brüste wegnehmen lassen. Ich hatte nie Chemo, sondern nur Bestrahlungen.
Voriges Jahr hab ich Bore bekommen und als Nachfolge eine Art von Rheuma (muß jetzt immer Cortison nehmen, aber nur kleine Dosis) und als Tüpferl auf dem i, hatte ich dann gleich noch einen Tumor zwischen Galle und Leber (Galle und Tumor= gutmütig, wurden rausgenommen) hab schon 2 neue Hüftgelenke, ach und die anderen Kleinigkeiten schreib ich gar nicht

Wenn ich im Spital war, war niemand schockiert, man war es ja gewohnt.
Aber bei Gerhard, waren alle so geschockt. Dieser große starke Mann und so was, das begreift niemand. Unser ganzes Dorf ist geschockt.
Aber Du hast recht, wir werden kämpfen !!!!!

Wennst ein Geländeauto hast, kannst in die Mongolei mitfahren, weil als Kühlerfigur, ich glaub das täts nicht aushalten

LG Biggi
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  #9  
Alt 15.06.2008, 09:49
Elli Elli ist offline
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Standard AW: Tumor an der Leber und Metastasen

Hallo Biggi,

mensch lass Dich drücken. Da hat Du aber aber auch immer wieder "hallo hier bin ich" geschrien.Naja,das mit dem "Gewöhnungseffekt" wenn ich mal wieder was hatte kennne ich auch.Niemand war entsetzt oder geschockt. Habe mich wohl inzwischen selber daran "gewöhnt". Frei nach dem Motto "der Mensch ist ein Gewohnheitstier"!

Nee,ein geländegängises Auto haben wir leider nicht. Eher so eine Familienkutsche.
Und selber fahren darf ich auch nicht mehr.Also werde ich die Mongolei nicht von der Kühler -haube aus sehen,sondern mir dann mal Euer Reisetagebuch (das Ihr doch hoffentlich verfasst)zu Gemüte führen,und meiner Fantasie freien Lauf lassen.

So jetzt muss ich aber mal in die Küche ,bei mir wird die Familie allmählich wach.

Wünsche Euch noch einen schönen Sonntag

Liebe Grüsse
Elli
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  #10  
Alt 15.06.2008, 11:50
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Standard AW: Tumor an der Leber und Metastasen

Hallo Elli,

na klar werden wir über die Reise berichten und ich schreib Dir dann wo Du es sehen kannst.

Ich wünsch Dir auch einen schönen Sonntag und
liebe Grüße
Biggi
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