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  #1  
Alt 08.03.2008, 23:38
AnnaLu AnnaLu ist offline
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Standard NHL-Meningeose, sekundundäres ZNS-Rezidiv

hallo,
ich habe bereits einen "Roman" im Sammelthread geschrieben.
Es geht um meinen Mann, er ist 47 Jahre alt und seit okt. 07 an NHL erkrankt. Ab der 2. Chemo wurde durch Liquor-Punktion erkannt, dass auch das ZNS befallen ist und mein Mann erhielt zusätzlich 5 Chemos direkt in den Liquor. Ab der 4.Chemo stand fest, alles ok, Vollremission, auch im Liquor nix mehr zu finden.
Am 3. Jan. war die letzte Chemo, es sollte nur noch 2 x rituximab folgen. Endlich zu Hause sein, leckeres Essen, viel Schlafen, Kur beantragen, Phsychologen suchen. Naja, unendliche Müdigkeit überkam ihn und nachts war nicht an Schlaf zu denken, immer diese schreckliche Angst, es könnte noch nicht vorbei sein. Die gespräche auf der "Couch" taten zwar gut, aber wirklich geholfen haben sie auch nicht. Der Rücken fing an zu schmerzen, wir dachten, das sind "krebsschmerzen", die knochen tun einfach weh nach den ganzen Strapazen. Die Schmerzen wurden schlimmer, wir sind zum Orthopäden und der hat einen Bandscheibenvorfall am 6.HW diagnostiziert. konservative Behandlung ergab keine Erleichterung, Schmerzmittel (Opioide)wirkten auch nicht mehr. Immer wieder sind wir ins KH zum Onko, haben dort auch morphine erhalten, aber krebsmäßig konnte nichts festgestellt werden.
Mitte Februar war es nicht mehr auszuhalten, mittlerweile war der rechte arm total gelähmt, über die Notaufnahme wurde mein Mann dann endlich stationär aufgenommen. Da keine Krebszellen nachweisbar waren, deutete alles darauf hin, dass die Schmerzen durch den Bandscheibenvorfall verursacht werden. Es wurde für sonntag 17.2. eine Not-OP in einem anderen KH veranlaßt.
Um es kurz zu fassen, die Schmerzen wurden nicht besser, eher schlimmer. Nach einer Odyssee durch verschiedene KHs kamen wir wieder in unsere Onkologie und erst am 23.2. konnten im Liquor lymphomzellen nachgewiesen werden. In der Onkologie wurde mein Mann bestens mit Schmerzmitteln versorgt und am 25.2. hat er gleich wieder die 1. Chemo in den Liquor erhalten, 2 weiter folgten im Abstand von 2 tagen. Leider ohne Erfolg, die zellzahl stieg wieder an.
Bei einem Rezidiv einer sekundären ZNS Erkrankung stehen die Chancen mehr als schlecht, die Lebenserwartung liegt bei 2-6 Monaten. Es gibt keine Standard-Therapie und nur sehr wenige Studien, da dieser Fall nicht sehr häufig ist. Unser Onko will bzw. hat schon Rituximab in den Liquor gespritzt, eine Studie aus den USA gibt hier ein ganz klein wenig Hoffnung. Dafür soll meinem Mann noch ein Ommaya-reservoir gelegt werden, das ist ein Port am Kopf, um die Hirnhäute direkt erreichen zu können, denn über den Liquor ist der Weg recht weit.
Dieser krebs richtet im ZNS übrigens ganz schöne Schäden an, totalausfall des rechten Arms, in der linken Hand ebenfalls leichte Lähmungen. Überlkeit und Erbrechen, Gangunsicherheit. mein Mann ist derzeit ein Pflegefall, er kann fast nichts alleine. In 2 wochen hat er 15 Kilo abgenommen, er wird künstlich ernährt, er kann kaum noch sprechen, das rechte Auge schielt. Es ist so verdammt traurig, einen wirklich schönen, fröhlichen und sportlichen Mann, der keine Party ausgelassen hat, so dahinsiechen zu sehen. Und ich kann nichts für ihn tun, jede Berührung ist eine Qual und dann diese furchtbare Angst vor dem Sterben, auch die kann ich ihm ja nicht nehmen, ich hab ja selber Angst.
Ich versuche, so viel wie möglich für ihn da zu sein, gehe neben meinem Job aber an meine Grenzen.
Vielleicht kann mir ja jemand ein wenig Mut machen.
Liebe Grüße
AnnaLu
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Mein Mann (48) hat am 15.10.07 den Kampf gegen den Krebs (NHL) aufgenommen und ihn am 1.4.08 verloren. er wird in Gedanken weiterhin bei mir sein.
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  #2  
Alt 08.03.2008, 23:45
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Noddie Noddie ist offline
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Standard AW: NHL-Meningeose, sekundundäres ZNS-Rezidiv

Hallo AnnaLu.
hatte Dir ja vorhin schon geschrieben.
Fühl dich mal ganz dolle in den Arm genommen.
Das Du fix und fertig bist kann ich gut nachvollziehen. Was ist den mit Krankschreiben, lange hälst Du die Belastung nicht mehr aus und eins lass Dir gesagt sein, wenn Du auf der Nase liegst bedauert dich keiner Deiner Kollegen.
Habe es leider selber erfahren müssen und seid dem eine andere Einstellung zur Arbeit.
Schicke Dir noch eine PN.
Alles liebe
Ulli
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auf das unser Krustentier für immer verschwindet !!!!
Bitte Besucht meine Hompage und verewigt Euch im Gästebuch.
http://www.beepworld.de/members25/nodrugs/

Morbus Hodgin 2 a ,August 06
seid 19.3.07 Remission
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  #3  
Alt 08.03.2008, 23:52
Andorra97 Andorra97 ist offline
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Standard AW: NHL-Meningeose, sekundundäres ZNS-Rezidiv

Liebe Annalu,
erstmal herzlich willkommen hier bei uns, auch wenn es so ein furchtbarer Anlass ist, der uns zusammenführt.
Ich habe erst überlegt, ob ich dir antworten soll, denn ich habe leider eine Freundin verloren, die an einem Lymphom im ZNS litt und ich weiß nicht, ob ich deshalb die richtige Person bin, dir gerade jetzt zu schreiben, wo du Mut so dringend nötig hast.
Auf der anderen Seite weißt du ja selbst, wie die Situation deines Mannes jetzt ist und dass seine Chancen nicht zum besten stehen. Ich wünsche dir, dass ein Wunder passiert und er dieser tückischen Krankheit ein Schnäppchen schlägt! Er ist schon viel weiter, als meine Freundin es je geschafft hat, allein das zeigt schon wieviel Lebenswillen und Kraft in ihm stecken muss!
Alles, alles Gute für euch!
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Einen schönen Tag wünsche ich euch!
Nicole

Mein Mann: NHL Diagnose 31.10.2007 / Glioblastom Diagnose 31.10.2008
Zur Zeit geht es uns gut.
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  #4  
Alt 09.03.2008, 00:14
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Linnea Linnea ist offline
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Standard AW: NHL-Meningeose, sekundundäres ZNS-Rezidiv

Liebe AnnaLu,

ich nochmal... ich bin froh, daß Du Dir die Mühe gemacht und gleich einen eigenen Thread begonnen hast. Damit hast Du zugleich einen Raum eröffnet für alles das, was eben mit Eurer Geschichte zusammenhängt, für alle Sorgen und Tränen und vielleicht auch Lichtblicke... mir hilft es sehr, daß ich in meinem "Häuschen" äußern kann, wie es mir geht - und wen es interessiert, der kann mich dort besuchen kommen, und einige lassen mir sogar liebe, aufbauende, anteilnehmende Worte da...

Liebe AnnaLu, ich wünsche Dir einfach, daß Du hier genauso viel Unterstützung erfährst, wie sie mir schon seit Monaten von so lieben Menschen hier zuteil wird.

Alles erdenklich Gute!
Deine Linnea
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Einen Menschen zu lieben heißt:
Ihn zu sehen wie Gott ihn gemeint hat.
Liebe ist das Geheimnis der Brotvermehrung.
- Christine Busta -
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  #5  
Alt 09.03.2008, 00:18
AnnaLu AnnaLu ist offline
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Standard AW: NHL-Meningeose, sekundundäres ZNS-Rezidiv

Hallo Nicole, hallo Ulli,

ich würde gerne etwas über den Verlauf bei deiner Freundin hören, man findet so wenig im Internet darüber und die Ärzte halten sich mit schlechten Information auch sehr zurück.
ja, ich bin Realist genug, um die Situation einzuschätzen und über den möglichen Tod haben wir ganz am Anfang, als es ihm noch "gut" ging auch gesprochen. Ich habe immer gesagt "Du mußt wenigstens noch bis Mitte Februar 2009 durchhalten, damit ich eine schöne Witwenrente kriege", darüber haben wir gelacht, jetzt wird es bitterernst.

Ulli, mit dem Krankschreiben ist das auch so eine Sache, meine Kündigung ist doch dann vorprogrammiert. Der Betrieb ist zu klein, um auf 1 Mitarbeiter zu verzichten und die Arbeit umzuverteilen. ich war 7 Jahre selbstständig, habe meine kleine firma in den Sand gesetzt und über 1 Jahr Arbeit gesucht. jetzt bin ich bei dieser Firma seit 1 Jahr und bin froh, überhaupt Arbeit zu haben (der Job entspricht in keinster Weise meiner Ausbildung und meinem Können).
Als 44 Jährige, die supergut ausgebildet ist, bin ich einfach zu teuer. Und bei den Aussichten, keinen Anspruch auf Witwenrente (mein Mann hat sehr gut verdient) zu haben, wäre das harakiri !
Leider sieht mein Mann das auch anders, ähnlich wie Du, aber ich bin da eisern und auch von einem finaziellen Sicherheitsdenken geprägt.
wie man es auch macht, die Situation ist scheiße.

ich heiße übrigens Antje und mein Mann nennt mich oft Annalu.

Liebe Grüße
Antje
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  #6  
Alt 09.03.2008, 11:19
dutzelchen dutzelchen ist offline
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liebe annalu,
unsere geschichte ist grausam und lang.....ich möchte sie keinesfalls detailliert aufschreiben; bin auch zu erschöpft!
aber, als ich deine geschichte las...
ich fühle sehr ähnlich, auch mein mann, 45, ließ keine party aus, ein gutaussehender, sehr gebildeter und wunderbarer mensch, rettungsschwimmer, toller job, sehr beliebt ....
ein fantastischer vater!!! und er siecht dahin....es tut so weh und man hält es manchmal nicht mehr aus, man hält es fast nicht mehr aus....
auch wir haben trotz der ernsten lage immer wieder viel gelacht, makabere scherze gemacht usw....doch im augenblick ist uns auch nicht mehr danach...
ich wollte dir damit sagen, dass ich sehr viel mit dir fühle und wünsche dir extrem viel kraft und mut für die weitere zeit!!
alles liebe
andrea
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  #7  
Alt 09.03.2008, 11:50
AnnaLu AnnaLu ist offline
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hallo andrea,
danke für deine mitfühlenden Worte, ich dachte schon ich wär allein mit meinen problemen. Deine geschichte kenne ich leider nicht. Kann ich sie irgendwo nachlesen?
Ja, dieses langsame Sterben ist schrecklich, wir können nur zusehen und verzweifeln daran. vor gut 10 Jahren hat mein bruder sich das Leben genommen, heute denke ich, dass das gut so war. Es war eine entscheidung, die er selber getroffen hat und er hat der ganzen Familie viel Leid erspart. Es war sozusagen ein Ende mit Schrecken, aber eben ohne diese zermürbende belastung.
Diese ambivalenz zwischen Hoffen, Hilflosigkeit und Aufgeben ist einfach sehr anstrengend. immer wieder müssen wir uns Mut zusprechen und ich möchte meinen Mann auch so gerne nach hause holen, aber ich befürchte, dass ich hier noch hilfloser bin.
Sei lieb gegrüßt, ich fahre jetzt wieder ins KH,
antje
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  #8  
Alt 09.03.2008, 13:21
Andorra97 Andorra97 ist offline
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Standard AW: NHL-Meningeose, sekundundäres ZNS-Rezidiv

Liebe Antje,
die Geschichte meiner Freundin ist kurz. Sie bekam die ersten Beschwerden, als sie mit ihrem zweiten Kind schwanger war. Die gesamte Schwangerschaft wurde sie immer wieder auf den Kopf gestellt und viele verschiedene, mögliche Diagnosen standen im Raum, aber alle wurden wieder verworfen. Es ging ihr die ganze Schwangerschaft furchtbar schlecht, aber es wurde von einer Virusinfektion ausgegangen und nach dem frühstmöglichen Kaiserschnitt sollte sie dann Kortison bekommen.
Ihr Sohn wurde im Mai 2000 geboren, ein kräftiges und kerngesundes .Baby. Direkt nach der Entbindung begannen die Kortison-Infusionen und es ging ihr kurzzeitig wieder richtig gut. Doch dann im Juli wurde es auf einmal ganz schlecht. Sie bekam eine Gesichtslähmung, fühlte sich unglaublich schlecht und es begannen sofort neue Untersuchungen. Ende August - einen Tag nach dem 3. Geburtstag ihrer Tochter - kriegte sie dann aus heiterem Himmel die Diagnose: Großzelliges B-Zell Non-Hodgkin-Lymphom im ZNS. Zentrum im Gehirn.
Die Chemo begann Anfang September. Sie kriegte sie, wie dein Mann, direkt ins Liquor gespritzt. Sie war eigentlich guter Dinge und sehr kämpferisch eingestellt, schließlich war sie gerade wieder Mutter geworden und sie wollte für ihre Kinder da sein. Aber zwei Wochen nach der Chemo brach sie auf dem Flur der Onkologie zusammen. Aderriss im Gehirn. Die Adern waren durch die Chemo porös geworden und innerhalb von ein paar Tagen platzten sämtliche Adern. Das Gehirn war völlig zerstört. Sie starb dann am 22. September 2000.
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Einen schönen Tag wünsche ich euch!
Nicole

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  #9  
Alt 09.03.2008, 22:29
AnnaLu AnnaLu ist offline
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hallo nicole,
das ist ja eine tragische geschichte, mein Gott. Schlimm, wenn so kleine Kinder Ihre Mutter verlieren. ich erinnere mich an worte, die meine Großmutter oft zu sagen pflegte: eine neuer Mensch kommt, ein anderer geht. War bei uns in der Familie mehrfach so. Mir tut das unendlich leid, leider müssen manche menschen sehr viel Leid erfahren.
Danke, dass du es erzählt hast.

Heute war bei uns wieder ein doofer Tag. Bei meinem Mann wird derzeit die Morphingabe von intravenös auf oral bzw. pflaster umgestellt, weil wir schon erreichen wollen, dass er etwas unabhängiger wird und vielleicht auch mal nach hause kommen kann. Mit dem ersten pflaster kam er gut zurecht, hat aber 2-3 x am Tag noch zusätzlich Spritzen bekommen. Daraufhin haben die Ärzte heute ein höher dosiertes Pflaster genommen und das ist ihm gar nicht gut bekommen. Er hatte auf einmal schlimme Beklemmungen, war kaum ansprechbar und unglaublich unruhig. Anscheinend war die Dosis zu hoch, also Pflaster wieder ab und das morphin als Pillen nehmen, so kann man auch individuell auf schmerzspitzen reagieren.
Die einstellung einer schmerztherapie ist mit viel ausprobieren verbunden, bis man endlich meint, die richtige Dosis zu haben. Auf der anderen Seite ändert sich das Schmerzempfinden bei meinem Mann auch ständig, so dass es sich schwierig gestaltet.
Ausser den Schmerzen macht ihm auch die ständige übelkeit zu schaffen, vermutlich auch durch einen gestörten Hirnnerv verursacht, er muß viel würgen, aber es kommt nichts, da er ja intravenös ernährt wird.
morgen früh haben wir ein Aufklärungsgespräch über dieses Ommaya-reservoir, es wird ein ambulanter eingriff, das wissen wir schon. Durch die insgesamt 8 chemos, die bereits im rücken in den Liquor gespritzt wurden, wird es allmählich eng, das Gewebe ist sehr vernarbt.
Wir hoffen einfach, dass das geplante Experiment, das rituximab direkt in den Liquor zu geben, noch ein wenig lebenszeit und auch Qualität bringt.
Drückt uns kräftig die Daumen.
Liebe Grüße Antje
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  #10  
Alt 09.03.2008, 23:36
Andorra97 Andorra97 ist offline
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Liebe Antje,
ich hoffe, dass diese neue Therapie euch eine echte Chance bietet. Und hoffentlich kriegen sie deinen Mann schmerztechnisch bald richtig eingestellt.

Du machst zur Zeit wirklich schlimme, schwere Zeiten mit und - obwohl ich die Gründe nachvollziehen kann - weswegen du dich nicht krankschreiben lassen willst, mache ich mir Sorgen, ob du das alles durchhalten wirst.
Ich arbeite zur Zeit auch voll weiter (allerdings selbständig), aber bei meinem Mann ist die Situation auch noch erträglich im Augenblick. Trotzdem fühle ich mich furchtbar überlastet im Moment und merke wie ich an meine Grenzen gehe. Ich hoffe du mutest dir nicht zu viel zu.
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Nicole

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  #11  
Alt 10.03.2008, 01:58
alsterfan alsterfan ist offline
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Meine liebe Anna,

danke für den Hinweis, dass ich so mit dir Kontakt halten kann!
Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an Lutze denke..
Ich weiss leider keinen Rat, wie ich ihm/dir helfen könnte
Ich wünschte wirklich, ich könnte leichtere Worte für dich finden und dich etwas trösten...
Wenn ich an Lutze denke, gehen mir 1000 lustige Momente durch den Kopf, Momente die ich nicht vergessen möchte..sei es wie wir auf meiner Party in Hamburg abgelacht haben oder wie Lutze und ich auf dem Red Hot Chillipeppers-Konzert in HH waren...
Aber eines wusste er immer:
DU bist immer der starke Part in eurer Beziehung, das hat mir Lutze mehr als einmal gesagt...nichts geht ohne Antje
Da war er immer ziemlich stolz, wenn ee es sagte...
Aber auch ein starker Partner ist irgendwann mal an seiner Grenze...
Ich bin nicht nur euer Trauzeuge sondern auch euer Freund!
Wenn ich irgendetwas für dich tun kann, lass es mich bitte wissen, ich nehme mir sofort Urlaub (mein Boss weiss bescheid) und komme runter zu dir/euch!!!!!
Ich denke an euch und bete für meinen Freund Lutze..
Thorsten
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  #12  
Alt 10.03.2008, 17:36
dutzelchen dutzelchen ist offline
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liebe´anja,
unsere geschichte ist zu lange...ich mag sie gar nicht aufschreiben....
so vieles ist passiert, was nicht hätte sein dürfen....zuerst hiess die diagnose nhl, also behandelte man ihn mit r-chop und bestrahlte seine lunge, danach tauchten immer wieder herde auf, zig op´´s - mehrere an der lunge brachten ihm nur op-keime und keine richtigen diagnosen, lange hiess es kein krebs, dann hiess es hodgkinsarkom.....ich kann gar nicht aufführen, was alles schief lief, falsche chemo gabe weiterhin, etwas wurde vergessen, zwischendurch 4 intensivchemos nun eine autologe szt, aber die ärzte wollen noch eine allogene machen, da die herde noch nicht klein genug sind, außerdem komplizierter armbruch vor der szt, diskussionen-op oder nicht, dann wahnsinnige nebenwirkungen durch die autologe...immer noch anhaltend, seit monaten ruhepuls von 120....ua.....außerdem gürtelrose....er leidet unter so starken schmerzen....aber du kennst das ja leider....nun ein wahnsinniger pickelausschlag im gesicht, wieder fieberschübe abends....und so weiter....nun darf er früher als geplant in kur, sehr wahrscheinlich fahre ich ihn morgen nach freiburg....mal abwarten wie es weiter geht....ich denke sehr oft an euch und hoffe für euch, dass die rituximab geschichte etwas bringen wird!!!
alles liebe
andrea
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  #13  
Alt 10.03.2008, 17:43
dutzelchen dutzelchen ist offline
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der weg zum glück

hoffnung ist die fähigkeit, die musik der zukunft zu hören.
glaube ist der mut, in der gegenwart danach zu tanzen
und glück ist der gute engel, der aufpasst,
dass wir dabei nicht ins stolpern geraten.
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  #14  
Alt 10.03.2008, 22:20
AnnaLu AnnaLu ist offline
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hallo liebes dutzelchen,
den namen finde ich herrlich.
Habt Ihr denn eigentlich nach all dem Mist noch Vertrauen zu Euren Ärzten?
ich habe vor kurzem mal einen echten ausraster im KH gehabt, habe ziemlich laut und aggressiv böse Worte gesprochen, meinen mann in den rollstuhl gesetzt und bin wutschnaubend in den Fahrstuhl nach unten marschiert mit den nicht zu überhörenden Worten: dann suchen wir uns eben eine andere Klinik!!
ich bin dann reumütig nach 2 zigaretten zurückgekommen, danach gab es ein wirklich gutes gespräch, wir zwei und mind. 5 Ärzte. Es wurde uns ganz ernst die Frage gestellt, ob wir denn noch Vertrauen hätten, denn das ist wirklich wichtig. Die hätten meinen Mann wirklich auf seinen Wunsch hin verlegt. Es war eigentlich ein nichtiger anlass, aber ich mußte mal laut werden, ich habe das erklärt und sie haben es auch verstanden.
Wir sind nämlich wirklich sehr zufrieden mit unserem Onko, der ist mit Herz und Seele dabei, hat Mitgefühl und erklärt alles in Seelenruhe, bis wir es verstanden haben. Jeden Schritt bespricht er ausführlich mit uns.

Heute waren wir zu einem Gespräch bei dem Schlachter, der meinem Mann die Bandscheibe operiert hat. Das ist ein ganz anderes Kaliber, eigentlich ein sehr feingliedriger mensch, könnte aus dem vorderen Orient kommen, aber von der menschlichen Seite ein richtiges A...
mein Mann scherzte: Na, die Bandscheiben op war ja umsonst, da haben sie an mir ja ein schönes übungsobjekt gehabt. Kommentar: wir brauchen hier keine Übung. Wir haben noch gewagt zu fragen, wie häufig dieses Ommaya-reservoir dort eingesetzt wird, da hat er die Augen verdreht. und über den Verlauf der OP sollten wir unseren Onko fragen, der will die op ja unbedingt.
Da fühlt man sich doch gut aufgehoben......
Übrigens die neuesten MRT Bilder wollte er auch nicht sehen; kenn ich schon, ich habe lang und breit mit Ihrem Arzt diskutiert.
naja, wir wissen, dass die dort weit und breit die besten neurochirurgen haben und wir brauchen ja keinen Seelentröster, sondern einen Chrirurgen.
Die OP ist am Mittwoch und erst danach will unser Onko mit dem rituximab fortfahren.

heute hat mir mein Mann wieder etwas besser gefallen, er war stabil und ruhig, leider schläft er immer ein, wenn ich da bin.....er sagt ich wirke beruhigend. Das will man als Frau ja auch nicht unbedingt hören.

Andrea, ich wünsche euch, dass deinem mann die Kur gut tut, dass er wieder einigermaßen auf die Beine gestellt wird und Kraft sammeln kann für die nächste Runde. Wahrscheinlich wird die zeit für dich dann auch etwas entspannter. Tu einfach etwas gutes für dich in dieser zeit, wenn du kannst, denn wir als Angehörige leisten ganz ordentlich was und wahrscheinlich haben wir längst schon einen burn-out, merken es aber gar nicht.

Liebe Grüße
Antje
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  #15  
Alt 11.03.2008, 09:03
Hamsternicole79 Hamsternicole79 ist offline
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Hallo Annalu

Auch Dein Schicksal ist sehr hart. Wünsche Dir viel Kraft und Ausdauer.
Ich bin froh das es dieses Forum hier gibt und muss auch gleich hier nochmal was loswerden, vielleicht ist jemand da der mir helfen kann….

Nun wurde uns gestern (nach 14 Tagen und nur durch Druck von unserer Hausärztin) mitgeteilt, dass zu wenig Zellen im Hirnwasser seien und dadurch die Untersuchungen erschwert sind. Jetzt muss nochmal neu entnommen werden. Was ich nicht verstehe warum kommen die damit erst nach so langer Zeit an. Man sieht doch nicht erst nach 14 Tagen das zu wenig Zellen zum untersuchen im Hirnwasser sind. Jetzt vergeht wieder unnötig Zeit.
Von unserer Hausärztin habe ich auch nun erfahren, dass es sich entweder um ein Lymphom handelt wovon wir eigentlich aus ausgegangen sind oder ein Menigeom. Mich nervt das echt, denn ich glaub manchmal die wissen es einfach nicht.

Als mein Vater gestern auch im Krankenhaus angerufen hat um mal nachzufragen wie oft so ein Fall wie bei meiner Mutter, seiner Frau vorkommt. Die Aussage vom Arzt traf ein wie ein Schlag ins Gesicht. Er hätte so was ab und zu mal gesehen. Was ist denn das für eine Aussage, dann sollen sie lieber gleich sagen sie wissen es nicht. Ich weiß nicht wie bei Euch die Lymphome aussehen, aber laut Bericht vom Radiologen ist er max. 6 cm lang und hangelt sich Tapetenförmig genau zwischen beiden Gehirnhälften. Kennt jemand so was?

Ich danke Euch….

Grüße Nicole
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