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Alt 25.05.2019, 19:08
TOM-MN TOM-MN ist offline
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Beiträge: 1
Standard Seminom stadium 1a rechts mit rt infiltration

Hallo liebe Leidensgenossen,

ich heisse Thomas komm aus dem schönen Unterallgäu und will Euch auf diesem Weg auch mal meinen Weg mitteilen.

Am 14.11.2018 bekam ich morgens plötzlich Leistenschmerzen und hab mir nix böses dabei gedacht. Warum auch ? Ich war 35 kerngesund, ok vielleicht ein paar Kilo zuviel...aber was soll das.

Richtung Abend wurden die Schmerzen immer schlimmer. So beschloss ich nun doch mal zum Hausarzt zu gehen, weil die Schmerzen nun bis in die Eier zogen.

Der schaute sich das gründlich an und meinte er sei leider kein Urologe und das muss man sofort in der Klinik anschauen. Er tippte auf eine Hodentorsion.
Und bei dieser muss ja auch ein Zeitfenster für eine evtl. OP eingehalten werden. ( ich meine 8 Stunden). MEIN GEDANKE : DA BIST WOHL ZU SPÄT DRAN....

Meine Frau fuhr mich dann in die Klinik mit angeschlossener Urologie.
Nach kurzer Zeit kam der Urologe der in der Klinik Belegbetten hatte zu mir und fragte mich zur Anamnese.

Hose runter und erst mal abgetastet worden. "Da müssen wir einen Ultraschall machen". Ab ins Nebenzimmer Ultraschall hin und dann die Worte die ich nie vergesse: "Das sieht nicht gut aus sie haben einen Tumor!". "Aber das kriegen wir wieder hin".

Am nächsten Tag dann gleich in seine Praxis um OP zu besprechen und Tumormarker zu bestimmen.

Am 22.11 folgte dann die Operation und am nächsten Tag ein CT von Bauchraum und Lunge das negativ war. 3 Tage später war ich wieder daheim.

Pathologisch war dann folgender Bericht:

Tumormarker negativ. 3 cm großes klassisches Seminom mit Infiltration der RETE TESTIS. Der Tumor ist auf den Hoden begrenzt. Kein Nachweis einer Lymphangio- oder Hämangioinvasion. pT1/L0/V0/R0

Mir wurde eine WAIT AND SEE Strategie vorgeschlagen die ich seitdem mache.

Bis heute ist soweit alles gut. Nur macht mich der psychische Druck vor den Kontrollterminen wahnsinnig. Jedesmal wenns wo zwickt denke ich sofort an einen neuen Tumor.

Was habt ihr für Erfahrungen bzgl. Rezidiv in diesem Stadium bzw. mit den Kontrollterminen. Legt sich die Anspannung und Angst ?

Vielen lieben Dank für Antworten ihr Leidensgenossen

Liebe Grüße Tom

Geändert von TOM-MN (25.05.2019 um 19:41 Uhr)
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  #2  
Alt 26.05.2019, 09:45
Toby01Harv Toby01Harv ist offline
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Registriert seit: 26.07.2015
Beiträge: 346
Standard AW: Seminom stadium 1a rechts mit rt infiltration

Hi,

das mit der Psycho kennen - denke ich - die meisten hier.

Du musst Dir folgendes denken. Nur 20 % erleiden bei Deiner Diagnose einen Rückfall, spätestens innerhalb von 5 Jahren. 80 % sind durch die OP alleine geheilt.

Solltest Du einen Rückfall erleiden, liegt die Heilungsrate bei Seminom im Stadium IIa und b bei 99,9 % (Du hast derzeit Stadium I). Also selbst dann, wenn Du einen Rückfall erleiden solltst, wirst Du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder gesund.

Ich würde in Deinem Fall auch zu Wait & See raten. Ich würde Dir gleichwohl raten trotz der Psyche regelmäßig in die Nachsorge zu gehen, im ersten Jahr ggf. sogar alle 6 Wochen (anstatt alle 3 Monate). Nur aus Vorsichtsgründen.

Seminom ist anders als die meisten anderen Krebsarten eine gut heilbare Erkrankung. Also Kopf hoch, das wird.

In München sitzt im Übrigen der HK-Spezialist im süddeutschen Raum. Ich bin bei ihm in der Nachsorge. Dessen Ruhe überträgt sich auch auf seine Patienten. Mittlerweile bin ich auch deutlich entspannter.

Beste Grüße

Geändert von gitti2002 (15.06.2019 um 22:53 Uhr)
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  #3  
Alt Gestern, 20:54
Vanhohen Vanhohen ist offline
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Registriert seit: 17.03.2019
Beiträge: 34
Standard AW: Seminom stadium 1a rechts mit rt infiltration

Hi zusammen,

Was meinst du mit alle 6 Wochen Kontrollen? Ultraschall?
Lg an alle

Geändert von gitti2002 (Gestern um 22:55 Uhr)
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