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  #1  
Alt 21.09.2016, 04:04
Nadine+Vincent Nadine+Vincent ist offline
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Registriert seit: 21.09.2016
Beiträge: 1
Standard Riesiger Tumor bei 6 Wochen altem Baby

Hallo,

Ich suche Erfahrungen, Trost und einfach ein Ventil.
Gestern wurde im Rahmen der U3 Routine Untersuchung bei meinem Sohn ein Tennisball großer Tumor im Bauch festgestellt. Das hat mir den Boden unter den Füßen weg gerissen. Sofort wurden wir in eine entsprechende Klinik eingewiesen. Es liegt ein 40 Stunden Untersuchungsmarathon hinter uns. Leider sind noch keine Laborergebnisse da, aber die Oberärztin der Kinderchirurgie bat uns zum Gespräch um das MRT Ergebnis zu besprechen.
Die Bilder sind so schockierend, die Hälfte seines winzigen Körpers ist von diesem Ding ausgefüllt. Es ist so furchtbar.
Auf dem MRT lässt sich sehr genau erkennen dass der riesige Tumor aus der Wirbelsäule wächst, was bedeuten würde dass es ein Neuroblastom ist. Und damit bösartig. Ich kann es noch immer nicht fassen. Morgen werden wir in die Medizinische Hochschule Hannover verlegt.

Die Ärzte sagen es kann erst 100%ig festgestellt werden wenn die Laborergebnisse da sind. Und die Ärzte sagen es sei gut heilbar. Mich tröstet das einfach nicht. Ich fühle mich so hilflos. Ich möchte stark sein und meinem Sohn positiv eingestellt beistehen.
Aber ich kann nur weinen.

Wie geht man damit nur um?
Wie hoch ist das Risiko dass ich meinen Sohn verliere?
Wer hat ähnliches erlebt?

Er ist mein erstes Kind.
Danke
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  #2  
Alt 21.09.2016, 09:30
raumwunder raumwunder ist offline
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Registriert seit: 21.12.2012
Beiträge: 93
Standard AW: Riesiger Tumor bei 6 Wochen altem Baby

Hallo,

erst einmal wünsche ich euch alles Gute bei den nun folgenden Schritten. Alles was du selber tun kannst ist für euren Sohn da zu sein, nicht mehr und nicht weniger, das ist wichtig!
Informiere dich bei den Ärzten, hinterfrage alles, was du nicht verstehst und sauge alles, was du an Infos bekommst, auf.

Das Krankenhaus wird mit Sicherheit einen Psychosozialen Dienst haben, der dir bei all deinen Fragen Antworten geben kann.

Nicht alles, was im Netz steht, solltest du dir antun, jeder Krebs ist anders und das wenigste, was im Netz steht, kann man als Allgemeingut verstehen.

Lass dich nicht verrückt machen! Ich sende dir per PN einen Link zu einer Seite, das ist dann die einzige, die ich dir wirklich empfehlen kann.

Woher kommt ihr genau, wahrscheinlich wird es in eurer Nähe auch Stiftungen geben, die euch unterstützen könnten.

Nimm auch auf jedenfall Kontakt zu eurer Krankenkasse auf.
Wenn ihr so etwas wie den Paritätischen Bund in eurer Nähe habt, nimm auch Kontakt zu denen auf, die können euch bei allen Amtsfragen usw. unterstützen und werden auch selbst tätig.

Gruss
__________________
"sed quis custodiet ipsos custodes?" Juvenal, römischer Dichter, 1.-2. Jahrhundert n. Chr.

Geändert von raumwunder (21.09.2016 um 09:33 Uhr)
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  #3  
Alt 21.09.2016, 11:01
Adlumia Adlumia ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 10.11.2015
Beiträge: 268
Standard AW: Riesiger Tumor bei 6 Wochen altem Baby

Hallo Nadine und Vincent,

medizinisch kann ich gar nichts dazu sagen, aber dein Beitrag hat mich sehr berührt. Ich bin auch Mutter eines kleinen Sohnes und ich kann mir nicht vorstellen, welche Sorgen und Ängste ihr zur Zeit ausstehen müsst. Man macht sich oft schon wegen kleineren Sachen Gedanken und nun haut euch solch eine Diagnose um, die Verzweiflung wohl kaum auszuhalten.

Trotzdem wünsche ich euch, dass ihr diesen Weg gut zusammen beschreiten könnt, dass ihr euch als Paar gegenseitig stützen könnt, dass ihr euch gegenseitig Kraft geben könnt und damit eurem Kind auch Kraft gebt.
Habt Vertrauen zu den Ärzten, in die Therapie und wenn ihr kein Vertrauen in die jetzigen Ärzte habt, sucht euch welche, denen ihr wirklich vertraut, wo ihr wisst: Mein Kind ist in guten Händen, es wird alles getan.
Und dann versucht euch auch durch die Aussagen der Ärzte ein Stück weit zu beruhigen, wenn es irgendwie möglich ist.
Die Aussage, dass es gut heilbar ist, kann wirklich Mut machen, wenn es auch nicht die Angst was jetzt auf euch zukommt, beiseite schieben kann.

Es ist eine völlig neue Situation für euch, etwas womit wohl niemand gerechnet hat. Klar seid ihr hilflos und man kann auch in so einer Situation, die ganz viel von einem abverlangt, nicht immer nur stark sein aber versucht es, für euren Kleinen. Und ich hoffe, ihr habt liebe Menschen um euch, die genau dann eure schwachen Momente, eure hilflosen Momente abfangen können. Ich kann mir vorstellen, dass viel miteinander reden gerade in der jetzigen Situation, euch vielleicht helfen kann überhaupt damit klar zu kommen! Fresst eure Angst nicht in euch hinein, sondern teilt sie miteinander. Haltet zusammen, Nadine und Vincent!
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neuroblastom neugeborenes


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