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  #1156  
Alt 11.06.2016, 18:33
Aquabella71 Aquabella71 ist offline
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Hallo,

seit Ende April weiß ich, dass ich Brustkrebs habe. Nach Staging, vielen Gesprächen mit Ärzten, Port-OP, Port-Korrektur usw. komme ich langsam wieder in eine Art 'Normalität' - Zeit, sich hier mal vorzustellen.

Ich bin 45 Jahre alt, verheiratet, ohne Kind (aber mit Hund) und lebe in München.

Zwischen Mammographie und erster Chemo lagen ziemlich genau zwei Wochen.
Ich habe keine (feststellbaren) Streuungen, einen hormonempfänglichen Tumor (HER2 neg.) und leider auch schon einen befallenen Lymphknoten. Damit stand schnell fest: Ich muss durch die Chemo und dann wird operiert. Die AHT wird mich dann wohl die nächsten Jahre begleiten.

Ich weiß nicht warum, aber irgendwie komme ich bislang gut klar und bin dankbar dafür.

Was auch immer die nächsten Monate bringen, wir werden sehen...auf jeden Fall freue ich mich über regen Austausch.

Aquabella
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  #1157  
Alt 14.06.2016, 14:12
SilviaHope SilviaHope ist offline
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Hallo Ihr Lieben.
Ich heiße Silvia und habe am 05.02.2016 mit 35 jahren die Diagnose Triple Negativ, Ki-48%, keine Befallenen Lymphknoten bekommen! Alle Untersuchungen ergaben kein Metas ( Knochenzintigramm, CT Abdomen/Thorax, Sono Leber). Tumormarker waren unauffällig. Ich bin in der GeparOcto Studie, Arm B ( 4x Epirubicin 4x Pacitaxel und 4x Cyclophosphamid.) Meinen Knoten, der auf 12 Uhr liegt, habe ich selbst ertastet 1,2 cm. Er liegt nahe am Brustmuskel. Mein Gentestergebnis steht noch aus! In meiner Familie gibt es Väterlicherseits Darmkrebs, mein Dad vor 15 jahren (alles gut überstanden) meine Großtante hatte Brustkrebs. Die größte Angst, wie bei fast allen sind die Metastasen, das geht mir nicht aus den Kopf. Bin von Beruf Krankenschwester, zuviel wissen ist ein Fluch !!! Hatte gestern die 6 von 9 Chemos. Operiert wird Brusterhaltende und dann Bestrahlung. Ich lese hier schon lange mit, freue mich immer über Positive Beiträge , das gibt Mut und Zuversicht.
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  #1158  
Alt 29.06.2016, 21:12
Isasia Isasia ist offline
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Hallo zusammen,
Ich bin 33 Jahre jung und bekam die Diagnose im November letzten Jahres (2015), genau an meinem Geburtstag. Ich habe eine 6-jährigen Sohn und lebe mit ihm, meinem Mann und unseren 2 Meeris im schönen Breisgau.
Mein Krebslein (auch invasives Karzinom genannt ) hatte dier Merkmale ER und PR negativ., Her2/neu 3 pos., MIB-1 38%, G3 und eine Größe von 1,7x1x0,9cm. Beim Sentinel war 1 einer von 3 befallen, weshalb auf Level 1 und 2 insgesamt 12 Lymphknoten entfernt wurden. Alles andere beim Staging war unauffällig.
Da meine Mutter im Alter von 46 Jahren ebenfalls an Brustkrebs erkrankte, habe ich die humangenetische Beratung hinter mir - für mich jedoch ohne großen Erfolg. Keine Mutation nachweisbar (BRCA), jedoch eine veränderte Sequenzvariante im BRCA1-Gen und ein rein statistisches Risiko von 63%.
Ich habe 6 Chemos mit jeweils Docetaxel, Carboplatin, Perjeta und Herceptin hinter mir. Diese Kombination hat so gut angeschlagen, dass der Tumor bereits nach 4 Sitzungen nicht mehr sonographisch darstellbar war. Bei meiner brusterhaltenden OP im April konnten dementsprechend keine Tumoranteile mehr nachgewiesen werden! Herceptin bekomme ich weiterhin im 3-Wochen-Rhythmus für insgesamt ein Jahr.
Neben der Zoladex-Spritze bekam ich während der Chemo nach jeder Sitzung Longquex-Spritzen.
Heute ist Tag 28 meiner Bestrahlungen und ab morgen dann noch 5x nur das Tumorbett.

In 3 Wochen steht meine AHB an und ich bin gespannt, was die Zeit noch bringen wird.

LG
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  #1159  
Alt 30.06.2016, 07:51
Rotombre Rotombre ist offline
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Hallo an Euch alle,
aus Angehörige wird Betroffene.....vor ca.5 Jahren hatte ich mich im Krebskompass angemeldet weil meine Tochter Nadine,Leila1,ein Adenokarzinom Gebärmutterhals hatte. Meine Nadine hat gekämpft..gehofft und doch verloren....sie ist vor 3 Jahren für immer von uns gegangen.
Die letzten 5 Jahre war mein Leben ein Auf und Ab...Sturm...Regen...Gewitter und heller Sonnenschein....nun gab es für mich eine große "Unwetterprognose"...seit 2 Wochen weiß ich das ich BK habe....ohne "Unwetterwarnung" sondern gleich mit einem "Blitzeinschlag".
Morgens beim anziehen war noch alles in Ordnung....abends beim ausziehen war meine linke Brust sehr hart und angeschwollen,sie war nicht heiß und auch nicht gerötet. Am nächsten Tag,Freitag,bin ich zu meinem Gyn,er machte Ultraschall und sagte mir ganz offen das da mehr hinter steckt. Am Montag wurde eine Mammografie gemacht,erst eine normale dann eine 3D....in der linken Brust wurde ein großer Tumor 3-4cm gefunden in der rechten ein sehr kleiner den man auch nicht tasten konnte. Am Donnerstag wurde die Stanzbiopsie gemacht mit Entfernung von etwas Haut,gestern war das Ergebniss da. Es sind zwei verschieden Arten...der rechte Tumor reagiert auf Hormone/Östrogen....der linke ist ein sehr aggressiver und schnell wachsender Tumor der oft von jetzt auf gleich da ist....so wie bein mir.
Da meine Mutter Eierstockkrebs hatte wird bei mir und meinen Töchtern der Gen-Test durchgeführt....und wenn ich Genträgerin bin wird dementsprechend die Chemo ausgeführt.
Vorgesehen ist Epirubicin-Cyclophosphamid-Paclitaxel,ob sich das nach dem Test noch ändert werde ich sehen.
Die Chemo wird Mitt/Ende Juli beginnen und NEIN ich habe keine Angst davor auch vor allem anderen nicht....der Weg wird steinig und schwer werden aber ich werde mein Bestes geben um alle Steine aus dem Weg zu räumen...ich weiß das ich stark bin und nun werde ich mich auf den Weg machen und bin dankbar und froh das ich auf diesem Weg nicht alleine bin sondern ich hier viele Weggefährten habe.......Wir gehen gemeinsam....Schritt für Schritt....also auf geht´s.

Liebe Grüße
Tina

Geändert von gitti2002 (30.06.2016 um 23:17 Uhr) Grund: Ursprünglichen Thread-Titel wieder hergestellt
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  #1160  
Alt 07.07.2016, 16:17
Shea Shea ist offline
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Hallo Leute,
Ich bin 47 J jung und seit 20 J. in einer Beziehung. Wir habe ein 12 J Sohn und waren bis März dieses Jahres an und für sich glücklich und nur mit 0/8/15 Dingen beschäftigt. Ich bin Ärztin und habe unteranderem viele Krebspatienten betreut. Am 01. März habe ich den Knoten selbst getastet. ca. 8 mm, oberhalb der li. Brust, eher am Brustkorb. Genau an diesem Moment habe ich schon die Diagnose gewusst! Der Fluch des Wissens! Mein Tumor ist Er+++, Prog++, HER2 Neu+++, Ki 67:40%, G2, p53:10%, kein Lymphknotenbefahl und keine nachweisbare Metastasen.
Ich hatte 4x EC und 2x Herceptin, Perjeta und Doxetaxel. Noch 2 von Herceptin Kombination habe ich vor mir. Danach Op und danach Bestrahlung.
Ich bin so zusagen durch diese Krankheit zu einer Spezialist geworden!! Die Fragen die der Onkologen nicht beantworten können, recherchiere ich selbst.
Ich war zwar noch nie in irgend eine Forum, aber ich freue mich sehr hier dabei zusein und falls Fragen oder Unsicherheiten da sind und Falls ich helfen kann, bitte sehr gern
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  #1161  
Alt 08.07.2016, 20:46
Benutzerbild von Ciccia
Ciccia Ciccia ist offline
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Hallo liebe Forumsmädels,
ich bin neu hier und möchte mich gerne vorstellen. 61 Jahre, verheiratet seit 30 Jahren, zwei erwachsene Söhne, zwei Enkelkinder, ein kleiner Hund (s. Benutzerbild). Vollzeit berufstätig seit knapp 45 Jahren in einem zunehmend stressiger werdenden Job.
Den Knoten habe ich am 23.12.2015 ertastet, Ultraschall 11.01.16, dann Biopsie, OP BET. Histologie: pT2pN0L1V0Pn0G3
Therapie: 4xEC (liegen bereits hinter mir) 3-wöchig, 12xPaclitaxel weekly, dann Bestrahlungen (Anzahl noch nicht bekannt), danach Antihormontherapie mit Letrozol 5 Jahre (evtl. 10 J) und Bisphosphonate.
Außerdem werde ich an einer Studie teilnehmen, in der festgestellt werden soll, ob die Gabe von Herceptin (Trastuzumab), auch bei Score 1+, das bisher als negativ bezeichnet wurde, nützt und zu einer Verlängerung der Überlebenszeit führen kann.
Mir wurde erklärt, dass ca. 3 Wochen nach der letzten Paclitaxelgabe mein Blut daraufhin untersucht wird, ob noch Krebszellen unterwegs sind. Ist das der Fall, kann ich an der Studie teilnehmen und bekomme für 1 Jahr Herceptin 3-wöchig. Werden keine Krebszellen mehr festgestellt, kann ich zwar nicht direkt an der Studie teilnehmen, gehöre jedoch zu einer Vergleichsgruppe und es wird mir in regelmäßigen Abständen Blut entnommen und auf Krebszellen untersucht. In Absprache mit meinem Gynäkologen, dem ich sehr vertraue, habe ich meine Zustimmung gegeben.
__________________
Liebe Grüße
Ciccia

Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen (Guy de Maupassant)
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  #1162  
Alt 11.07.2016, 21:12
Joschiderhund Joschiderhund ist offline
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Hallo,

ich bin 47 Jahre alt, verheirat und wohnen in der Nähe von Berlin. Meine 2 Kinder wohnen nicht mehr zu Hause.

Mitte Mai habe ich erfahren das ich Brustkrebs habe, einen Tumor von 8 cm.

Diagnose: ER/PR negativ, HER2neu: 3+, Ki-67: Tumor 20%, Haut 65 %

Es ist geplant das ich 4 x alle 3 Wochen die Chemo bekomme, dann ein Jahr Antikörpertherapie, dann Brustamputation und dann Bestrahlung.

Vor 3 Wochen hatte ich meine erste Chemo. Meine Haare sind "pünktlich" 16 Tage nach der ersten Chemo ausgefallen.

Die zweite Chemo wurde wegen schlechter Blutwerte der weißen Blutkörperchen um eine Woche verschoben.

Im großen und ganzen geht es mir gut, nur die Müdigkeit macht mir zu schaffen.

Gruß

Joschiderhund

Geändert von Joschiderhund (11.07.2016 um 21:22 Uhr)
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  #1163  
Alt 13.07.2016, 21:11
Bi71 Bi71 ist offline
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Hallo,

ich habe auch noch nie an einem Forum teilgenommen, aber momentan bin ich ziemlich durch den Wind und im "falschem" Film.

Ich bin 44, lebe ich Bayern mit meinem Lebenspartner und seinen beiden Kindern.

Vor einer Woche erhielt ich die Diagnose Brustkrebs. Mein Tumor ist 4 cm groß und heute erzählte mir meine Ärztin das ich zuerst Chemo erhalten und dann operiert werde.

Am Montag habe ich den entscheiden Termin, ob der Tumor gestreut hat.

Gerade weiß ich gar nicht was ich so über die Chemo (12 Wochen) denken soll. Mich macht hier einfach fertig, dass die Chemo den kompletten Körper angreift.

LG

Entschuldigung für die vielen Rechtschreibfehler ;-(((.

Wie gesagt, ich bin ziemlich durch den Wind.

Geändert von gitti2002 (14.07.2016 um 00:54 Uhr) Grund: Beiträge zusammengeführt
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  #1164  
Alt 02.09.2016, 10:49
Erzsi Erzsi ist offline
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Hallo,

So, jetzt habe ich mich also angemeldet.
Ich bin 40 Jahre alt und habe am 27.7. die Diagnose bekommen, dass ich Brustkrebs habe. Ich hatte wenige Tage vorher eine Operation, um einen ABSOLUT HARMLOSEN Knoten unter der Brust zu entfernen, war quietschfidel und bin erstmal aus den Latschen gekippt, als der Chirurg dann angerufen hat, um mir zu sagen: "Wir haben ein Problem."

Zwei Tage lang hab ich nur geweint, um dann am 5.8. die Diagnose im Postkasten zu finden: Triple-negativ, KI67-Index 40%.
Dr. Google hat dann für den nächsten Zusammenbruch gesorgt.
Am 8.8. dann die nächste Hiobsbotschaft: genetische Beratung (ich war überhaupt nicht vorbereitet....) mit der Info, man müsse im Fall eines positiven Testergebnisses Brüste und Eierstöcke entfernen.

Am 24.8. hab ich mit der Chemo begonnen und bin seitdem total überrascht: Abgesehen von Müdigkeit, trockenem Mund, verschleimtem Rachen (Sorry) und einer entsetzlichen Akne am Dekolleté geht's mir gut. Noch gut. Ich hatte bislang auch nur einen Tag starke Knochenschmerzen, wohl als Nebenwirkung von Neulasta. Aber ich bin jeden Tag dankbar und glücklich, dass es mir im Grunde genommen gut geht. Mal sehen, was ich sage, wenn dann die Haare weg sind. Manchmal, wenn mich der Galgenhumor überfällt, sage ich, dass ich mir einen Umhang kaufe und dann wie ein kleiner Marsianer in Mars Attacks herumlaufe. Und dann wieder hab ich Angst.

Jedenfalls bin ich gerade auf den Mutmach-Tread gestoßen und hab mich unglaublich gefreut zu lesen, dass andere Jahre nach der Diagnose triple-negativ noch leben und es ihnen gut geht. Nach einem Gespräch mit einer Ärztin hatte ich den Eindruck, dass die Diagnose ein Todesurteil ist und mir nur mehr ein paar Monate bleiben.

Ich versuche jetzt, mich auf das Positive zu konzentrieren und für die nahe und weniger nahe Zukunft Dinge zu planen, die ich immer schon mal machen wollte. Im Herbst geht's jedenfalls mal an die Nordsee nach Cuxhaven.

LG
Erzsi
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  #1165  
Alt 02.09.2016, 19:26
Telse Telse ist offline
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Moin,

eine kurze Vorstellung:
53 J., geschieden, keine Kinder, aktiv im Ehrenamt (Wasserrettung) und beruflich im Rettungsdienst tätig.

Am 07.07.2016 wurde bei mir an der rechten Brust DCIS diagnostiziert und am 26.07. erfolgreich und komplett entfernt (Durchmesser 100 mm). Aufgrund der schlechten Wundheilung wird bei mir die Bestrahlung erst Ende September erfolgen, die AHT mit Tamoxifen läuft seitdem 09.08. und ist für 5 Jahre angesetzt.

Ahoi!

Geändert von gitti2002 (03.09.2016 um 00:41 Uhr) Grund: Ursprünglichen Titel wieder hergestellt
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  #1166  
Alt 12.09.2016, 09:35
Liselotti Liselotti ist offline
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Hallo,

ich bin seit April 2016 auch dabei! Bin 36 Jahre, habe einen lieben Mann und eine kleinen Tochter von 2 Jahren. Den Tumor habe ich selbst ertastet nach dem Abstillen. Die Tumorformel war: T1c, N1a(1/6) M0,L1,V0,G2 stark hormonabhängig und Ki von 25 %- nach der Op wurde der Onkotype-test gemacht und so kam ich ohne eine Chemo aus- dafür Bestrahlung und AHT für 5 Jahre!
Freue mich auf den Ausstausch mit euch
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  #1167  
Alt 07.10.2016, 15:02
Benutzerbild von Nixe11
Nixe11 Nixe11 ist offline
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Wie wahrscheinlich viele der Neubetroffenen, habe ich in der ersten Zeit still mitgelesen.

Ich bin 68 Jahre alt, arbeite als Selbständige gerne und freiwillig weiter, aber zeitlich reduziert, seit ich ein festes Einkommen (Rente) habe, reduziert. Ich habe 3 erwachsene Kinder und inzwischen 4 kleine Enkel, die aber alle nicht in meiner Nähe wohnen. Der Kontakt über Telefon, Skype oder Mails und manchmal auch Besuchen ist nah und besonders in der jetzigen Zeit sehr aufbauend. Seit einigen Jahren lebe ich mit meinem Partner zusammen, zuvor hatten wir eine langjährige Fernbeziehung.

Vor sechs Wochen habe ich erfahren, dass ich BK habe. Es ist ein lobuläres Karzinom, 2,2 cm, leider mit Ablegern in der gleichen Brust. cT2(m), PN1 (3/23), davon 1/1,sn, c(M0), 100% ER, 70% PgR, Score 2.

Davor war ich immer gesund und das weiß ich sehr zu schätzen. Mein Mitgefühl gilt all jenen Frauen, die bei der Diagnose viel jünger sind, kleine Kinder zu versorgen haben und Geld verdienen müssen.

Da es mehrere Herde in der rechten Brust gibt (linke ist nichts), werde um eine Amputation nicht herum kommen. Davor bekomme ich Chemo, 4 mal FE im dreiwöchigen Rhythmus, dann 12 Taxol weekly. Nach der Operation 36 Bestrahlungen und 5 Jahre Antihormontherapie.

Bei der Diagnose und auch jetzt bin ich lebenslustig und positiv. Ich habe mir beim Mitlesen immer die Tipps rausgesucht, wie ich am besten durch diese Zeit komme, was anderen geholfen hat, um die Nebenwirkungen zu minimieren und gar zu verhindern. Und ich bin froh, dass die Medizin so viele Fortschritt gemacht hat und ich sie nutzen kann.

Der Impuls, hier nicht nur zu mitzulesen, sondern auch zu schreiben, gab mir die Begegnung eines Ehepaars, das ich gestern bei meiner zweiten Chemo in der Klinik getroffen habe. Besonders die Ehefrau war sehr betroffen, sie hatte immer Tränen in den Augen: Wissen Sie, ich habe immer in den Foren gelesen, das ist ja schrecklich, was auf meinen Mann da alles zukommt.

Vielleicht kann ich mit meinen Erfahrungen anderen Mut machen.
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  #1168  
Alt 14.10.2016, 21:01
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MiaLuna MiaLuna ist offline
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Guten Abend alle Zusammen ,

Ich bin dreifache Mutter ( 36 Jahre )meine kleinste gerade einmal zwei Jahre ..

Vor einigen Wochen hat sich mein Leben plötzlich komplett verändert . Es wirkt sehr Fremdbestimmt und diese Fremdbestimmung beginnt ja erst und macht mir jetzt schon arg zu schaffen .

Mein Tumor ist ca. 8 cm bildgebend, G3, Ki-67 35 % hormonpositiv und Her2 3+.

Biopsie eines Lymphknotens war positiv ..

Montag beginnt die erste EC Gabe.

Freue mich auf heiternde Zeilen und kraftschöpfende Dialoge .

Lieben Gruß, MiaLuna
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  #1169  
Alt 21.10.2016, 11:41
Gretchen73 Gretchen73 ist offline
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Hallo Ihr Lieben,
ich bin schon seit längerem stille Mitleserin und schaue seit meiner Diagnose im September 2014 regelmäßig hier ins Forum. Manchmal macht es mir Angst was ich hier lese und manchmal tröstet es mich. Vor über 2 Jahren habe ich meine Diagnose erhalten.
Wenig diff. multizentrisches Mamma CA, HER2 neu +++, KI-69 90%, G3.
Beim der vorangegangenen Mammografie wurden insgesamt 3 Tumore von 0,6 bis ca. 1,8 cm Größe entdeckt. Bei der Sentinel-Biopsie wurde dann auch noch eine Mikrometastase im Wächterlymphknoten entdeckt. Die beiden anderen waren frei. Ansonsten kein Anhaltspunkt von Metastasen beim Staging. Das wunderte mich eigentlich, da ich, anders als die meisten hier, schon ein halbes Jahr vorher wusste, dass mit mir was nicht stimmt. Ich litt extrem unter der sogenannten Krebsmüdigkeit (Fatique). Dachte aber ich hätte nen Burn-Out oder eher was mit dem Darm oder Magen.
Die ersten 4 Wochen nach der Diagnose waren für mich fast nicht auszuhalten. Ich habe 2 kleine Kinder und keine Hoffnung, dass ich die nächsten 3 Jahre überleben kann. Als ich mich von der ersten Chemogabe erholt habe fing ich den Kampf an. Ich vereinbarte einen Termin bei einer Psychologin und suchte mir eine sehr gute Heilpraktikerin. Diese beiden Frauen sind mir eine sehr große Stütze gewesen. Dort wo die Geduld und die Zeit der Ärzte nicht reichte, knüpften die beiden Frauen an. Ich bin nun kein Fan von "Heilung von Krebs durch Globuli", aber das man sein Immunssystem aktiviert und den restlichen gesunden Teil im Körper fördert, leuchtete mir durchaus ein. Das habe ich dann auch gemacht. Ich bin trotz schwerer Nebenwirkungen gejoggt und habe mich jeden Tag wieder aufgerafft und mich "hübsch" gemacht. Also jedenfalls so gut es ging. Auch im Gesicht hat man es mir dann nach fast einem halbe Jahr Chemo durchaus angesehen, dass ich krank war.
Am 23ten März 2015 wurde ich dann operiert. 2 Tage nach der OP kam dann die Erlösung. Ich hatte tatsächlich eine Komplettremission. Meine Ärztin konnte es nicht glauben. Da ich in einem kleinen Brustzentrum behandelt wurde, hat man dort nicht so oft diesen Fall. So wurde aus einer sehr schlechten Prognose eine sehr Gute.
Trotzdem hatte ich nach der OP und dem gutem Ergebniss extrem mit Problemen zu kämpfen. Das Vertrauen in meinen Körper war komplett dahin. Bei Husten hatte ich sofort Lungenmetastasen, Kopfschmerzen waren Gehirnmetastasen und Muskelkater waren Knochenmetastasen. Ihr kennt das ja vielleicht. Und zu allem hatte ich auch noch diese verdammte Müdigkeit. Die Fatigue machte mir das Leben so schwer und keine Ende war in Sicht. im August 2015 ging ich dann zur AHB. Im Dezember fing ich dann das Arbeiten wieder an und war komplett überfordert. Auch hier halfen mir meine beiden Mädels mit guten Gesprächen hinweg. Die Fatigue verging langsam und mit jedem Kontrolltermin o.B. kommt nun das Vertrauen wieder. Was ich aber wirklich in der Zeit gelernt habe ist: Vergleiche dich nie mit anderen. Jeder schreibt seine eigene Geschichte - und überhaupt sch... auf Statistiken!!!
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  #1170  
Alt 27.12.2016, 19:34
Bäumchen2409 Bäumchen2409 ist offline
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Ort: Sachsen
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Hallo ihr Lieben,
dann will auch ich mich mal vorstellen, nachdem ich schon eine kleine Weile Mitleserin hier bin.
Ich bin 46 Jahr jung, seit 16 Jahren glücklich verheiratet und habe eine 13jährige Tochter. Am 31.08. entdeckte meine Gyn beim Routine-Ultraschall, den ich seit der Erkrankung einer guten Freundin regelmäßig machen lasse, ein kirschkerngroßes "Etwas" in der rechten Brust, das ihr so gar nicht gefiel. Ich selber habe es nicht getastet, weil es immer wieder wegsprang. Knappe Woche später Mammografie und erneuter Ultraschall in der Radiologie nebst Biopsie. Dabei wurde ein weiteres Gebilde festgestellt, dass aber leider nicht biopsiert werden konnte. Ergebnis der Biopsie war - wie konnte es anders sein - positiv. Am 21.09. kam ich unters Messer, zwei Tage später das erste große Aufatmen, dass alle 4 Wächter-Lymphknoten sauber waren. Am 23.09. dann die Info, dass das zweite Gebilde ohne Befund war. Um genau abzuklären, ob eine Chemo was bringt oder nicht, haben wir noch einen EndoPredict-Test gemacht, der dann am 14.10. das erlösende Ergebnis brachte, dass ich keine Chemo benötige. Das war für mich wie Weihnachten und Geburtstag zusammen, weil ich eine riesen Panik vor der Chemo hatte bzw. auch noch hab. So waren dann "nur" 34 x Bestrahlung angesagt, die ich ohne größere Pobleme pünktlich zu Weihnachten abschließen konnte. Am 17.01. geht´s dann zur AHB. Im Moment fühle ich mich gut - nicht wie Bäume ausreißen, aber besser als vielleicht befürchtet. Ich hoffe, das bleibt so Ach ja, ab Januar bin ich dann für 5 Jahre auf Tamoxifen....
Ich freue mich auf einen regen Austausch und grüß euch alle herzlich aus Sachsen
Bäumchen2409

Geändert von Bäumchen2409 (27.12.2016 um 20:55 Uhr)
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