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  #16  
Alt 19.07.2016, 02:52
lotol lotol ist gerade online
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Standard AW: Non-Hodgkin-Lymphom ("böse" bösartig) , Therapie an über 71-Jährigem

Hallo Flauschekoepfchen,

wenn es Dir helfen kann:
Meine gedankliche Schleife hat nur etwas mit "cogito ergo sum" zu tun.
https://de.wikipedia.org/wiki/Cogito_ergo_sum

Die Rezeption/Interpretationen dazu interessieren mich nicht.
V.a. auch deshalb nicht, weil es nichts auf der Welt gibt, das nicht längst von Philosophen "vorgedacht" worden wäre.
Seit weit mehr als 2000 Jahren.
Viel w.o. erwähnte ich das uralte "panta rhei" Heraklits:
Im Kernpunkt das ewige Kommen und Gehen auf der Welt.

Wer sind wir Menschen denn schon, wenn wir in die Natur sehen?
Hochentwickelte "Säugetiere", die bestens ausgestattet sind, denken zu können.
Und infolgedessen auch über das Ende ihres Lebens nachdenken können.
Genauer gesagt über ihren Tod.
Um den viel zu viel Aufhebens gemacht wird, weil er zum Leben genau so gut dazugehört wie die Geburt.
Darüber sollte man sich im Klaren sein.

Und auch darüber, daß man im Leben immer Handlungs-Alternativen hat.
Bis hin zur Beendung seines eigenen Lebens durch eigenes Handeln.
So lange man (noch) klar denken und auch handeln kann.

Es mag zwar etwas merkwürdig zu sein scheinen, in einem Krebs-Forum über Suizid zu sprechen.
Aber ich denke, das sollte zulässig sein, nachdem es hier durchaus auch um Leben oder Tod gehen kann.

Um es kurz zu machen:
Mein ganzes Leben lang fühlte ich mich kerngesund.
Keinerlei "Hintröten" von Ernährungs-"Experten" an mich hat mich jemals beeindruckt.
Nicht mal meine Frau schaffte es jemals, mich davon abzubringen, meinem Körper genau das zuzuführen, was er mir signalisierte, bekommen zu wollen:
Er bekam das. Völlig egal, was das jeweils war.
Ergebnis:
Mit nunmehr fast 72 Jahren keinerlei Tabletten- oder sonstige -Zufuhr von irgendwas, um kerngesund zu sein.
(Naja, wenn ich mal von sonstigen (altersbedingt normalen)
"Zusammenbruchs-Erscheinungen" meines Körpers absehe.)
Kerngesund fühle ich mich auch heute noch.
Bis auf den "Drecks-Lymphom-Krebs", der sich in meinem Körper etabliert hat.

Auf Grund meiner konstant guten Gesundheit war es schon immer und ist es auch heute noch eine absolute Horror-Vorstellung für mich, eines Tages an irgendwelchen "lebensverlängernden" Apparaturen "hängend" an sonstwas elend "krepieren" zu müssen.
Verstehst Du, was ich damit meine?

Da ziehe ich es dann schon vor, mein Leben selbst zu beenden.
Insoweit beeindruckt mich das Lymphom weder mental noch emotional.
Denn in allerletzter Konsequenz wird nicht irgendein Krebs der Welt mein Leben beenden, sondern immer noch ich, indem ich mein Leben freiwillig beende.
Und damit dem Krebs seine Existenz-Grundlage entziehe.

Bis zu einem gewissen Grad ist das zwar eine paradoxe gedankliche Schleife.
Aber sie hilft, den ganzen Sums gelassener sehen zu können.

Sterben müssen wir alle eines Tages.
Aber wie wir sterben wollen, bleibt uns überlassen, wenn wir nicht unerwartet "wegsterben".
So einfach ist das.


Liebe Grüße
lotol
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  #17  
Alt 21.07.2016, 16:39
lotol lotol ist gerade online
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Standard AW: Non-Hodgkin-Lymphom ("böse" bösartig) , Therapie an über 71-Jährigem

Hallo,

heute war die Blutkontrolle im 5. Zyklus (ca. 2 Wochen nach seinem Beginn).

Den Leuten bei der Blutentnahme sagte ich:
Ach, Ihr seid ja immer so gut zu mir. Damit müßt Ihr langsam mal aufhören.

Was, wieso sollen wir damit aufhören??

Naja - am Ende ziehe ich noch in's ABZ ein. So wie in eine WG.


Das Ergebnis der Blutkontrolle war ähnlich wie im 4. Zyklus (nach 2 Wochen):
So gut wie kein Immunschutz mehr vorhanden.

Meine Onkologin schärfte mir wieder ein, bei den geringsten Anzeichen von Fieber o.ä. Hinweisen auf einen Infekt sofort das ABZ zu verständigen.
Egal, ob am Tag, in der Nacht oder am Wochenende.
Eine weitere Blutkontrolle ist am Montag.

Vom Ergebnis wird abhängen, ob dann gegen Wochenende der 6. Zyklus beginnt, was ich hoffe, damit ich das hinter mich bringen kann.

Ich fragte dann auch die Onkologin noch, wie sich das genau mit den Knoten nach der Behandlung verhält:
Ob die total zurückgebildet werden, oder ob da noch Relikte der Knoten vorhanden sind.

Antwort:
Wenn die Behandlung erfolgreich war, was wir kontrollieren können, dann gelten sie zu 80% als geheilt.

Meine Onkologin wird 2 Wochen im Urlaub sein.
Bzgl. Heilung werde ich bei Ihrem stellvertretenden Arzt auch nochmal "nachbohren".


Liebe Grüße
lotol
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  #18  
Alt 23.07.2016, 10:40
Flauschekoepfchen Flauschekoepfchen ist offline
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Standard AW: Non-Hodgkin-Lymphom ("böse" bösartig) , Therapie an über 71-Jährigem

Na dann warten wir mal das Ergebnis am Montag ab und hoffen, dass die nächste Runde dann beginnen kann. Das wird schon!

Einen lieben Dank auch für die Ausführung deiner gedanklichen Schleife. Ich finde es sehr eindrucksvoll wie du schreibst. Und ich kann deine Gedanken auch sehr gut nachvollziehen. Man hat immer eine Wahl, das sehe ich ganz genau so.

Und das Thema "Heilung" finde ich irgendwie recht schwierig... wollte dazu auch gleich mal einen Thread eröffnen, da ich da auch immer unsicher bzw. skeptisch bin. Wann genau gilt man als geheilt? Es kann doch immer irgendwo etwas schlummern? Ach... ich kann es nicht mal richtig in Worte fassen. Schwierig eben ;-)

Mal schauen, was der vertretende Arzt dir dazu sagen wird.
__________________
Diagnose im August 2015: Primär mediastinales diffus großzelliges B-Zell-Lymphom, Stadium IIA, ca. 12x7cm
Therapie: 6x R-CHOEP-14 und 20 Bestrahlungen á 2 Gray

Hier erfahrt ihr mehr über mich und mein Leben mit NHL.

Geändert von Flauschekoepfchen (23.07.2016 um 10:52 Uhr)
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  #19  
Alt 23.07.2016, 20:44
sekondor sekondor ist offline
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Standard AW: Non-Hodgkin-Lymphom ("böse" bösartig) , Therapie an über 71-Jährigem

Mein lieber Lotol,
heute werde ich mal wieder meinen Senf dazu geben.Geheilt bin ich jetzt seit16 Jahre vom NHL. Ich hatte aber schon in den 80ziger Jahren immer wieder mit Morbus Hodgkin zu kämpfen,bekam einige Chemos und jede menge Bestrahlungen.Los ging es 1984,rezidiv 1986 und zu guter letzt 1989,dann hatte ich erstmals 10 jahre Ruhe.Ja,ja unsereins wird nicht gefragt wie er es möchte.Zur Zeit werde ich von Montags bis Freitag wieder mal Bestrahlt und jeden Freitag gibts noch Chemo obendrauf,aber wenigstens Ambulant.Habe mir so einen Scheiß Lungenkrebs eingefangen,Raucher bin ich halt auch.Nun zu deiner Ansicht bezüglich der Schleife,daß sehe ich genauso. Man sollte immmer Herr über sich selber sein,und wenn man auch nur so Denkt,bis hierher und nicht weiter.Keiner weiss ob er nicht auch Angst hat wenn er auf diese Welt kommt.Habe gelesen deine Frau hatte auch Krebs,das Leben ist schon manchmal wie auf der Hühnerleiter.Wenn du Fragen hast nur her damit,und hau Dir deine Cocktails rein,und dann schrei nicht gleich wieder hier wenn es um deine Gesundheit geht.liebe Grüße und alles Gute Hermann
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  #20  
Alt 24.07.2016, 17:36
lotol lotol ist gerade online
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Standard AW: Non-Hodgkin-Lymphom ("böse" bösartig) , Therapie an über 71-Jährigem

Hallo,

Zitat:
Zitat von Flauschekoepfchen
Und das Thema "Heilung" finde ich irgendwie recht schwierig... wollte dazu auch gleich mal einen Thread eröffnen, da ich da auch immer unsicher bzw. skeptisch bin. Wann genau gilt man als geheilt? Es kann doch immer irgendwo etwas schlummern? Ach... ich kann es nicht mal richtig in Worte fassen. Schwierig eben ;-)
Bzgl. Heilung denke ich, daß man da zweierlei auseinander halten muß:
1) Heilungen, die der Körper aus eigener Kraft und mit eigenen Mitteln "schafft".
2) Heilungen, die ihm z.B. per Chemotherapie "aufgedrückt" werden.
Begleitet von der AK-"Stärkung".

Zu 1) gibt es fast unglaubliche Beispiele, wie sich unsere Körper "selbst" helfen und "heilend" alles Verfügbare aktivieren.
Diese "Selbstheilungs-Kräfte" des Körpers werden meistens total unterschätzt.
Manchmal werden sie auch gar nicht wahrgenommen, weil sie unmerklich und langsam wirken.

Das Wichtigste dabei ist, daß diese "Selbsthilfe" keinerlei schädliche "Nebenwirkungen" hat.
Das ist eine Errungenschaft der Natur, die auch natürlich wirkt.
Sie ist in uns genetisch veranlagt, wie das bei allen anderen Tieren auf der Welt auch der Fall ist.


Zu 2) kann ich noch nicht recht viel sagen, weil die jetzige Therapie in meinem Leben der erste massive externe Eingriff in meine Körperabläufe ist.
Hier geht es darum, im Körper sehr schnell etwas bewirken zu können, das er alleine niemals schaffen könnte.

Genauer gesagt geht es dabei darum, schnellstmöglich und ohne "Rücksicht auf Verluste" (Kollateralschäden bzw. Nebenwirkungen) eine unmittelbare Lebensbedrohung um "jeden Preis" abzuwenden.
Auch um den Preis, daß verbunden damit etwas auftreten könnte, das zwar nicht erwünscht/beabsichtigt ist, aber letztlich "in Kauf genommen" werden muß.
Damit der Körper weiterhin möglichst lange existieren kann.
Der "Kaufpreis" dafür kann auch mit Einschränkungen verbunden sein.
Die aber immerhin sicherstellen, daß man damit weiterleben kann.

Bei 1) und 2) handelt es sich um "Reparaturfälle" im Körper.
Die halt mehr oder weniger gut gelingen.
"Neuwertig" wird dadurch aber nichts.

Meine Onkologin scheut es nicht, ihren Patienten die "ungeschminkte" Wahrheit zu sagen, was ich auch sehr zu schätzen weiß.
In einem ABZ bekommt man ja so allerhand mit.
Auch, daß sich manche Patienten in einem erbärmlichen Zustand befinden und mehr oder weniger "auf dem Zahnfleisch" daherkommen.

Das erlebte ich bei einem Chemo-Zyklus, bei dem mein Nachbar schwer stoßweise atmend ankam.
Die Schwestern befürchteten schon, daß der Patient "zusammenklappen" könnte und fragten ihn, ob er Sauerstoff bekommen wolle.
Was er aber ablehnte.
Weiterhin stoßweise atmend unterzog er sich der Chemo.
Gegen Schluß der Chemo verabreichte dann meine Onkologin ihm die üblichen Spritzen.
Dabei sagte sie zu ihm:
Daß Sie durch eine Chemotherapie weder jünger noch hübscher werden können, ist klar.
Aber gesünder können sie werden.
Dazu gehört aber auch Ihr Wille.

"Heilung" von Krebs kann (vermutlich) nur relativ sein.
Z.B. 80%.
Mit 20% "Einschränkung" der "Gesundheit" kann man wohl auch weiterleben.
So, wie man mit manchen Einschränkungen, z.B. von 1), auch weiterleben kann.
Die Erscheinungsformen der 20% interessieren mich.
Weil ich wissen will, was dabei i.d.R. zu erwarten ist.


Zitat:
Zitat von sekondor
Zur Zeit werde ich von Montags bis Freitag wieder mal Bestrahlt und jeden Freitag gibts noch Chemo obendrauf,aber wenigstens Ambulant.
Das muß ja fürchterlich sein, was Du dabei mitmachst.
Und auch schon früher durchlebt hast.
Was Du beschriebst, rechnete ich "zurück":
Das fing bei Dir ja schon an, als Du ca. 18 Jahre alt warst.
Mit zwischenzeitlichen "Heilungen", und dann ging der ganze Mist wieder von vorne los.

Mental "packst" Du das wohl ähnlich gelagert wie ich.
Wie schafftest und schaffst Du das denn körperlich?
Mit welchen Einschränkungen?

Zitat:
Keiner weiss ob er nicht auch Angst hat wenn er auf diese Welt kommt.
Denke, außer der natürlich angeborenen und nicht beeinflußbaren Angst, werden alle anderen Ängste im Laufe des Lebens "geprägt".
Auch von jedem selbst.
V.a. dann, wenn er sie ständig gedanklich zuläßt.

Sie können auch dadurch geprägt werden, daß bereits ab dem Wahrnehmungs-Vermögen von Kindern im Mutterleib oder kurz danach im Säuglingsalter Ängste auf die Kinder "übertragen" werden.
Die bekommen sie einfach mit, ohne daß sie die jeweilige Angst so richtig bewußt einordnen können.
So eine unterschwellig diffuse Angst kann auch das ganze Leben lang alarmierend "nachwirken".

Was z.B. auch bei mir der Fall ist.
1944 - also gegen Kriegsende - wurde ich geboren.
Damals wohnten wir in einem Dorf zwischen dem Ammer- und Starnberger See.
Im Nachbarort war eine Flakstellung zur Abwehr von Luft-Angriffen auf die Dornier-Werke in Oberpfaffenhofen.
Da gab es auch ab und zu Fliegeralarm, und wir gingen in einen Schutzraum.
Bewußt ist das alles längst im "Nebel der Erinnerung" verschwunden.

Davon "geblieben" ist mir aber eines:
Beim Flug von schweren mehrmotorigen Transport-Flugzeugen, z.B. Transall oder Ju 52 (die heute nur noch ganz selten fliegen), werde ich "hellhörig" und bin irgendwie alarmiert.
Ich war/bin relativ oft in der Oberpfalz:
Häufig sind da im Bereich von Vilseck/Grafenwöhr schwere Transport-Flugzeuge der Amis unterwegs.
Da sind immer zwei unterwegs.
Manchmal fliegen die auch hoch über Nürnberg (vermutlich in Richtung Frankfurt oder Ramstein, den größten exterritorialen Militär-Flughafen der Amis).
Bei mir läuft dabei immer das gleiche ab:
Ich schaue hoch - wo sind die und wohin fliegen sie.
Eigentlich völlig grundlos - ist halt einfach so.

Zitat:
Wenn du Fragen hast nur her damit,und hau Dir deine Cocktails rein,und dann schrei nicht gleich wieder hier wenn es um deine Gesundheit geht.
Ich verstehe zwar nicht ganz, was Du damit meinst, aber Fragen habe ich schon noch.
Wie war das bzgl. NHL in den Zeiträumen von 10 und 16 Jahren, in denen Du als "geheilt" galtest?

Welche "Nachfolge-Erscheinungen" der Therapien hattest Du da?

Von ganzem Herzen wünsche ich auch Dir alles Gute.
V.a. körperliches "Durchhalte-Vermögen".


Liebe Grüße
lotol
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  #21  
Alt 24.07.2016, 21:40
sekondor sekondor ist offline
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Standard AW: Non-Hodgkin-Lymphom ("böse" bösartig) , Therapie an über 71-Jährigem

Hallo,
die Behandlung vom NHL habe ich ganz gut weggepackt.Meiner Erfahrung nach ist es einer der best behandelbarer Krebsarten.Auch kenne ich nicht viele die mit Rezidiven zu tun hatten.Spätfolgen kommen bei mir von früher,anfang der 80ziger war die Medizin noch nicht so weit.Bestrahlt wurde alles viel großflächiger als Heute,auch war ich zuerst nur in einem normalen Kleinstadtkrankenhaus,Röntgen und Ultraschall das wars.Meine Athrosen kommen alle vom Bestrahlen.Krebs ist auch bei mir in der Familie sehr verbreitet,meine Eltern und mein kleiner Bruder sind daran gestorben,soviel zum nicht Vererbar.Ich kann jeden nur Empfehlen,lasst euch von der Angst nicht unterkriegen,macht was euch Spass macht und sucht euch ein schönes Hobby.Auch wenn ich jetzt wieder Krank bin,ich habe Spass am Leben,und es gibt genügend die mit mir Tauschen würden.Es gibt immer welche die sind noch schlimmer dran.Mein lieber Lotol ich mache mir nicht soviele Gedanken,ich kann es nicht ändern,heute ist heute und morgen ist morgen.Und bitte lasst euch von einer Krankheit nicht unterkriegen.Daumen sind für Morgen gedrückt,alles Gute Hermann.
PS.Ich war 22 Jahr alt
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  #22  
Alt 25.07.2016, 03:03
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Standard AW: Non-Hodgkin-Lymphom ("böse" bösartig) , Therapie an über 71-Jährigem

Hallo sekondor,

danke Dir für die ermutigende Antwort bzgl. Nachfolgen einer Therapie bei NHL.
Gedanklich gehe ich davon aus, daß mein Lymphom "geheilt" werden kann.

Zitat:
Meine Athrosen kommen alle vom Bestrahlen.
Vielleicht kann ich Dich dazu aus eigener Erfahrung auch etwas ermutigen:
"Drück" die Arthrose "weg", so lange das möglich ist.
Ignorier sie einfach und bewege die Gelenke immer ganz normal.

Als ich ca. 50 Jahre alt war, hat es mich im Sommer beim Skifahren auf dem Monte Kaolino brachial "geschmissen".
https://de.wikipedia.org/wiki/Monte_...e_Kaolino2.JPG

Rechte Hüfte verrenkt.
Nachdem Schmerzen nach drei Wochen immer noch da waren, ging ich zum Arzt.
Er machte Röntgenbilder, die nicht nur ganz Erstaunliches zeigten (hängt mit den Selbstheilungskräften des Körpers zusammen), sondern auch Arthrose in beiden Hüftgelenken.
Rechts mehr als links.
Gemerkt habe ich davon vorher absolut nichts.

Nach allem Drum und Dran "landete" ich bei einer Krankengymnastin, die mir ganz gut riet, auf besser "federndes" Schuhwerk zu achten, sowie auch dazu, die von ihr empfohlenen Gymnastik-Übungen auch wirklich zu machen.

Machte ich natürlich.
Mit dem Ergebnis, daß ich keine 50 m mehr laufen konnte, ohne vor Schmerzen anhalten zu müssen, um mich wieder zu "erholen".
Naja, da dachte ich mir, das kann's ja nicht sein.

Brach die Übungen ab und bewegte mich danach so wie immer.
Mit dem Ergebnis, daß ich nichts mehr von der Arthrose merkte.
Das ist bis heute so.
Ich merke davon nur dann etwas, wenn ich z.B. mehr oder weniger den ganzen Tag eine Leiter hinauf- und heruntersteige.

Ich kann Dir nur eines raten:
Beweg Deine Gelenke ganz normal und immer.

Zitat:
Ich kann jeden nur Empfehlen,lasst euch von der Angst nicht unterkriegen,macht was euch Spass macht und sucht euch ein schönes Hobby.Auch wenn ich jetzt wieder Krank bin,ich habe Spass am Leben,und es gibt genügend die mit mir Tauschen würden.
Ja, ist so.
Es gibt einen Spruch dazu, der angeblich aus Ostpreußen stammt:
"Das Leben zu genießen ist der Vernunft Gebot.
Man lebt ja nur so kurz und ist so lange tot."

Zitat:
Und bitte lasst euch von einer Krankheit nicht unterkriegen.
Unterkriegen lassen?
Kommt bei mir gar nicht in Frage.
Niemals.


Liebe Grüße
lotol
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  #23  
Alt 25.07.2016, 21:47
lotol lotol ist gerade online
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Standard AW: Non-Hodgkin-Lymphom ("böse" bösartig) , Therapie an über 71-Jährigem

Hallo,

die heutige Blutuntersuchung ergab, daß die Werte wieder (wie bei allen Zyklen) ansteigen.
Besonders beobachtet wird dabei der Wert der Leukozyten:
http://www.netdoktor.de/laborwerte/leukozyten/

Denn der ist maßgeblich dafür, daß mit dem nächsten Zyklus weitergemacht werden kann.
Er sollte dazu bei ca. 3200 liegen.
Oft wird der Wert im Begleitheft zur Therapie (Nachsorgekalender) unter Abkürzungen angegeben.
Z.B. Leu od. Leuco mit nachfolgendem Wert, der auch unterschiedlich angegeben sein kann.
Als voller (Zahlen-)Wert oder abgekürzt in Tausender-Einheiten.
Die Angabe der o.g. 3200 (voller Wert) ist identisch mit 3,2 (in Tausender-Einheit).

Mein Leuco-Wert lag am 21.7. bei 700.
Meine Onkologin sagte, das ist so gut wie gar kein mehr vorhandener Immunschutz.
Heute lag der Wert bei 1700, weshalb der 6. Zyklus am Freitag beginnen könnte, wenn die ca. 3200 vorliegen.
Wenn nicht, wird der Beginn auf den Montag verschoben.


Danach fragte ich den Onkologen nach den 80% Heilung sowie, ob die restlichen 20% dabei als Einschränkungen der Gesundheit zu verstehen seien.
Antwort:
Nein, die 80 und 20% sind ein rein statistischer Wert.
Der damit zusammenhängt, daß die "Bandbreite" von Lymphomen enorm groß ist.
Da gibt es aggressiv bösartige, wie z.B. bei mir, aber auch solche, die eigentlich gar nicht behandelt, sondern nur beobachtet werden müssen, ob sie sich nicht "bösartig" entwickeln.

Von 100 Patienten haben 80% mehr oder weniger bösartige Lymphome, die ganz gut behandelt bzw. geheilt werden können.

Was aber nicht ausschließt, daß im Lymphsystem auch noch "gutartige" Lymphome vorhanden sein könnten, an denen die Therapie natürlich spurlos vorbei geht.
Deshalb werden die 80% geheilten und auch die 20% nur zu beobachtenden Patienten weiterhin kontrolliert.
Weil in beiden Fällen sich gutartige Lymphome zu bösartigen entwickeln können.

Bei den 80% geheilten Patienten geht man nach 5 Jahren Beobachtung davon aus, daß gar keine gutartigen Lymphome mehr da waren.
Ab dann gelten sie als vollständig geheilt.
Die anderen 20% werden weiterhin beobachtet, weil man bei denen weiß, daß gutartige Lymphome vorhanden sind.

"Erwischen" kann ein Lymphom auch die als geheilt Geltenden wieder.
Mit der gleichen Wahrscheinlichkeit, mit der alle Menschen von einem Lymphom erwischt werden können.
Denn weshalb Lymphome entstehen, ist nach wie vor unbekannt.


Zitat:
Zitat von sekondor
Krebs ist auch bei mir in der Familie sehr verbreitet,meine Eltern und mein kleiner Bruder sind daran gestorben,soviel zum nicht Vererbar.
Ich will ja keine "alten Wunden" bei Dir "aufreißen".
Aber erlaub mir dazu bitte eine Frage:
An welchen Krebsarten sind Deine Eltern und Dein kleiner Bruder gestorben?
Starben alle an Lymphomen?
Und wie war das mit Deinen Großeltern?
Gab es bereits bei denen auch Fälle von Krebserkrankungen?

Ich frage deshalb danach, weil wir zwei Kinder haben.
Unsere Tochter ist mütterlicherseits möglicherweise bereits "vorbelastet".


Liebe Grüße
lotol
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  #24  
Alt 26.07.2016, 15:48
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Hallo,

für mich ist die Argumentation unlogisch, daß nach 5 Jahren "Nachbeobachtung" eines Lymphom-Patienten mit der Nachbeobachtung aufgehört wird.

Damit meine ich Patienten wie z.B. mich, die ein Lymphom haben, das erfolgreich per Therapie behandelt wurde (wovon ich bei mir ausgehe, daß das so sein wird).
Da wird dann fünf Jahre beobachtet, ob sich wieder ein Krebs entwickelt.
Wenn nicht, nimmt man an, daß sie geheilt sind.
Das kann man so sehen - ich sehe das aber nicht so.


Das ist nun nicht etwas, das mich beunruhigt, zumal es ohnehin fraglich ist, ob ich von meiner "normalen" Lebenserwartung her recht alt werde.
Dennoch klärte ich bei meiner Krankenkasse (TK), wie sich das mit Nachuntersuchungen verhält, wenn das Bedürfnis besteht, nach diesen 5 Jahren gelegentlich weitere Nachuntersuchungen machen zu lassen.

Das ist kein Problem:
Man geht zum Arzt, und der veranlasst die Nachuntersuchung.
Läuft alles, wie üblich, über die Versicherungskarte; d.h. die Kosten für evtl. Nachuntersuchungen übernimmt die Krankenkasse.


Liebe Grüße
lotol
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  #25  
Alt 26.07.2016, 21:51
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Standard AW: Non-Hodgkin-Lymphom ("böse" bösartig) , Therapie an über 71-Jährigem

Hallo,
ob Krebs vererbar ist, da streiten die Wissenschaftler. Mein Vater hatte Lungenkrebs, meine Mutter Unterleibskrebs, welchen weiss ich nicht da war ich noch ein Kind. Mein Bruder starb 1968 an Leukämie. Es gab noch einpaar Fälle in der weiteren Verwandtschaft, hier möchte ich nur das Kind meiner Cousine erwähnen das Morbus Hodgkin hatte, und geheilt wurde.
Mit meinen Athrosen ist es nicht so einfach, meine Hüftgelenke sind teils steif und so gut wie kein Knorpel mehr vorhanden. Bei mir haben auch beide Hauptvenen zugemacht, hat wahrscheinlich auch keiner damit gerechnet das ich so alt werde wie ich damals Bestrahlt wurde.
Ich glaube schon das man davon ausgehen kann, dass man nach 5 Jahren als geheilt eingestuft wird. Ob man jemals wieder so fit wie vorher wird sei dahingestellt.
Melde mich demnächst
Alles Gute und wenig Nebenwirkungen bei deiner Chemo
Gruss Hermann
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  #26  
Alt 27.07.2016, 02:42
lotol lotol ist gerade online
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Standard AW: Non-Hodgkin-Lymphom ("böse" bösartig) , Therapie an über 71-Jährigem

Hallo sekondor,

danke für Deine hilfreiche Antwort.

Für Krebs-Wissenschaftler ist es oft schwierig, sich festlegen zu können, weil teils einfach zu viel ungeklärt "im Nebel" hängt.
Dafür habe ich Verständnis, weil das auch in der Technik relativ häufig der Fall ist.
Auch da gibt es phänomenale Erscheinungen, die längst noch nicht eindeutig erklärbar sind, weil es einfach zu viele Einflußfaktoren gibt.
Es ist auch fraglich, ob sie überhaupt jemals eindeutig erklärt werden können:
http://www.bauforum24.tv/einsturz-de...idge-1940-127/

Insoweit ist es dann schon besser, wenn wir selbst versuchen, uns aus Berichtetem ein einigermaßen zutreffendes Bild zu machen.

Zitat:
Mit meinen Athrosen ist es nicht so einfach, meine Hüftgelenke sind teils steif und so gut wie kein Knorpel mehr vorhanden. Bei mir haben auch beide Hauptvenen zugemacht, hat wahrscheinlich auch keiner damit gerechnet das ich so alt werde wie ich damals Bestrahlt wurde.
Neulich sprach ich mit einer meiner Freundinnen über meinen Krebs.
Freunde, die man als solche bezeichnen kann, habe ich nicht mehr, weil die alle weggestorben sind.
Wir kamen im Gespräch auch darauf, daß halt mit zunehmendem Alter das eine oder andere mehr oder weniger allmählich "zusammenbricht".

Sie hat Arthrose in der Hand und war schon kurz davor, das operieren zu lassen, weil sie auch enorme Schmerzen hatte.
Der Arzt, der sie auch operieren könnte, riet ihr davon ab.
Und dazu, es vor einer Operation noch damit zu versuchen:
http://www.bewegenohneschmerzen.de/gruenlippmuschel/

Der Erfolg bei ihr war verblüffend.
Bewegungen waren wieder schmerzfrei möglich, und eine Operation ist deshalb derzeit nicht mehr erforderlich.
Vielleicht kann es auch Dir bzgl. Arthrose weiterhelfen.

Danke Dir auch für Deine guten Wünsche zum Erfolg der Chemo.
Die Nebenwirkungen sind bei mir zum Glück kaum erwähnenswert.
Ich merke hauptsächlich nur die Verminderung der Leistungsfähigkeit.

Was aber auch kein Wunder ist, weil der Körper ganz bewußt kaum mehr von mir belastet wird.
Reicht ja so schon, womit er derzeit zu kämpfen hat.

Seine ca. 70 kg kann ich mit der Fresserei halten.
Tatsächlich ist das aber nur ein teilweiser Austausch von Muskelmasse/Fett.
Den Rest der überproportionalen Energiezufuhr "verblättert" mein Körper in seinem Kampf gegen den Krebs.
Merke ich auch an der geringen Zunahme von Fett am Körper.
Muskelmasse brauche ich derzeit nicht.
Etwas zum "Zusetzen" aber evtl. schon noch.

Selbst wenn ich das für die Krebsbekämpfung nicht brauchen sollte:
Das Ganze ist ja reversibel; d.h. der Austausch Fett/Muskelmasse funktioniert auch.
Spätestens dann, wenn ich meinen Körper wieder richtig "griffig" nehmen kann.


Liebe Grüße
lotol
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  #27  
Alt 01.08.2016, 01:34
lotol lotol ist gerade online
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Hallo,

der Leuko-Wert lag am Freitag - wie von mir erwartet - so hoch (bei knapp 5000), daß der 6. Zyklus anlaufen konnte.
Wie immer ohne Komplikationen.

Danach lief das aber am Samstag anders als bei den vorherigen Zyklen sehr ähnlich wie beim ersten ab.
Gegen 8 Uhr wollte ich an sich aufstehen, mußte aber auf die Toilette.
Mittelfester Stuhlgang + Würgen im Hals, das ich wegdrückte und mich nochmal hinlegte.

Gegen 10 Uhr stand ich dann auf, mußte aber wg. Würgen nochmal auf die Toilette => Durchfall (mittlere Menge).

Danach kochte ich zwei Eier und Kaffee für's Frühstück.
Kaum hatte ich angefangen, das erste Ei zu essen, ging es wieder mit Druck im Gedärm und Würgen los.
Wieder ab auf die Toilette => Durchfall (geringe Menge).

Um weiter frühstücken zu können, wollte ich das Würgen beenden und übergab mich.
Viel kam da nicht mehr heraus.
Das bißchen gegessene Ei und etwas wässrige Brühe (vom nächtlichen Wasser-Trinken (jedes Mal nach dem Pinkeln)).
Kaum ätzend in der Nase, wohin beim Erbrechen ja auch immer etwas gelangt.

Anschließend frühstückte ich endlich weiter, wobei es mir aber nicht besonders schmeckte.
Wie fast alles am Samstag.
Das ich lustlos aß, nur damit der Magen wieder ordentlich gefüllt wird.
Der Magen war auch die ganze Zeit unruhig, was im ersten Zyklus so nicht der Fall war.
Insgesamt war das recht merkwürdig.

Am Sonntag hat sich dann alles wieder in Richtung einigermaßen normal "eingependelt".
Erfreulich ist, daß mein Körper allmählich an Gewicht zulegt.
Soll er ja auch.

Das Ganze werde ich auch hinsichtlich der wahrscheinlich noch nachfolgenden beiden Zyklen beobachten und dann abschließend dazu noch bzgl. Verdauung berichten.
Klar: das kann nur subjektiv sein.
Vielleicht aber doch ein Anhaltspunkt dafür, was während der Chemotherapie auf jemand mehr oder weniger zukommen kann.


Liebe Grüße
lotol
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  #28  
Alt 10.08.2016, 01:24
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Standard AW: Non-Hodgkin-Lymphom ("böse" bösartig) , Therapie an über 71-Jährigem

Hallo,

am Montag war die erste Blutkontrolle im 6. Zyklus.
Die Werte waren - wie immer - nach unten abgesunken.

Der Leuko-Wert lag bei 1100, und er wird auch noch weiter "in den Keller" gehen.
Bis ich bzgl. Immunsystem wieder nahezu "schutzlos" bin.

Was diese Schutzlosigkeit anbelangt, ist es sicher angebracht, etwas vorsichtig zu sein, damit man sich keine Infektion "einfängt".
Und auch, falls das doch der Fall sein sollte, sofort reagiert, damit Gegenmaßnahmen ergriffen werden können.

Doch ganz so, daß man völlig schutzlos sei, scheint mir das nicht zu sein.
Denn ich erinnere mich, daß im 4. Zyklus mein Leuko-Wert (lag bei 900) auch dermaßen tief war, daß meine Onkologin eine sich evtl. anbahnende Infektion vermutete und mir Antibiotikum verschrieb, um auf "Nummer sicher" zu gehen.

Recht hatte sie damit.
Denn erst nach dem Gespräch stellte ich unterhalb meines letzten Zahnes einen kleinen Lymphknoten fest, der auch etwas (beim Hindrücken) weh tat.
So, wie das schon immer der Fall war, wenn sich im Zahnbereich etwas entzündete.
Das Immunsystem hatte folglich schon noch - wie gewohnt - reagiert.

Ob es allerdings auch weiterhin die Entzündung hätte "bewältigen" können, kann ich natürlich nicht sagen.
Sie verschwand jedenfalls nach Einnahme des Antibiotikums prompt.
Und damit verschwand auch der kleine Lymphknoten wieder.

"Verschwinden" ist aber eigentlich nicht ganz richtig; denn diese Lymphknoten waren und sind (jedenfalls bei mir) immer da.
Sie liegen gewissermaßen in "Lauerstellung", ob sich da irgendetwas entzündet.
Wenn das der Fall ist, schwellen sie an, und beim Hindrücken tun sie auch etwas weh.
Verschwindet dann eine Entzündung, schwellen sie auch wieder ab.
Hindrücken konnte/kann ich dann an sie, ohne daß dabei etwas wehtut.

Naja - ich habe ja nur noch einen Zahn im Unterkiefer, und das ist der letzte meiner Zähne.
Geschätzt wird der im Laufe dieses Jahres oder spätestens Anfang nächsten Jahres "über den Jordan gehen".
Und damit ist dann auch das An- und Abschwellen der Lymphknoten im Zahnbereich endlich beendet.


Wie es mit den anderen Lymphknoten aussieht, wird sich am Donnerstag zeigen.
Da ist die zweite Blutkontrolle, und es wird per Ultraschall auch der bisherige Erfolg der Therapie "vermessen".
Danach wird dann entschieden, wie es weitergeht.
Auch bzgl. der unklaren Wasseransammlung in der Lunge.
Die Ursache dafür ist immer noch unbekannt, und ich nehme an, daß sich wieder Wasser angesammelt hat, auch wenn ich davon nichts merke.

Geplant ist ohnehin eine weitere General- sowie CT-Untersuchung.


Liebe Grüße
lotol
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  #29  
Alt 11.08.2016, 21:16
lotol lotol ist gerade online
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Standard AW: Non-Hodgkin-Lymphom ("böse" bösartig) , Therapie an über 71-Jährigem

Hallo,

nach der heutigen Blutentnahme (2. im 6. Zyklus) ging es mit der Ultraschall-Erfolgskontrolle der Therapie weiter.

Der Arzt untersuchte dabei alles gründlich und kam letztlich zu den Ergebnissen:
1) alle (vorher abartige) Lymphknoten zurückgebildet und völlig normal
2) keinerlei abartige Neubildungen vorhanden
3) alle Organe im Bauchraum i.O.
4) kein Wasser mehr in der Lunge bzw. im Pleura

Der Arzt meinte zu 4), daß die Wasseransammlung wohl doch nur mit dem Lymphomkrebs zusammenhing und beglückwünschte mich zum gesamten Ergebnis.

Es ist kaum zu glauben:
6 gezielte "Schläge" gegen den Lymphomkrebs mit dem traumhaften Ergebnis, daß er dadurch komplett plattgemacht wurde.

Ich kann nicht beschreiben, wie glücklich ich über das erwünschte/erhoffte Ergebnis bin.


Das anschließende Gespräch mit meiner Onkologin war nur kurz, weil sie unter Zeitdruck stand und ständig durch Telefonanrufe gestört wurde.
Ich dankte ihr und machte ihr ein Kompliment für ihre hervorragende Arbeit an mir.
Darüber freute sie sich sehr sowie auch über das Ultraschall-Ergebnis.
Meine Blutwerte waren noch im Keller, und sie verabschiedete sich während eines Telefonats mit einem Kollegen bgzl. eines Patienten von mir:
Wir sehen uns dann am Montag nach der nächsten Blutkontrolle.

Denke, Ende nächster Woche beginnt dann der erste "Sicherheits-Nachschlag" nur mit AK, damit das Immunsystem wieder auf konstante Werte stabilisiert wird.

Eines freut mich auch am Ergebnis:
Daß ich hier davon berichten kann, wie günstig so eine Therapie verlaufen kann.
Fast bin ich versucht, zu sagen:
Wenn man sich schon einen Krebs "an Land zieht", dann am besten einen Lymphomkrebs.
Denn offensichtlich ist der tatsächlich ganz gut behandelbar.

Keine Frage:
Am besten ist es natürlich, man zieht sich gar keinen Krebs an Land.
Es sei denn, es handelt sich um einen, den man essen kann.


Liebe Grüße
lotol
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  #30  
Alt 11.08.2016, 22:15
Phönixa74 Phönixa74 ist offline
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Standard AW: Non-Hodgkin-Lymphom ("böse" bösartig) , Therapie an über 71-Jährigem

Lotol,
ich freue mich mit Dir!
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