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  #1  
Alt 05.07.2004, 20:00
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Standard Fragen zur Mitomycin-Instillationstherapie

Hallo Ihr alle,
schön dass es Euch gibt.
Hat denn hier irgend jemand Erfahrungen zur Nebenwirkungen bei der Mitomycin-Instillationstherapie?
Bei mir war ein pTa und G2 vorhanden. Vor ca. 2 Wochen fand die TUR B statt. Die Jungs haben da aber noch nicht mit der Therapie begonnen, obwohl das bei der Deutschen Krebsgesellschaft in Heidelberg so empfohlen wird.
Na ja, ich verreise morgen für eine Woche - ein bisschen schönes Leben muss man sich ja gönnen - und fange erst Ende nächster Woche mit der Therapie an. Das Medikament habe ich schon zuhause (unglaublich, dass man dafür Rezeptgebühr zahlen muss) und lagere es im Kühlschrank :-)
Ich als Frau habe so eine Mädchen-Blase und frage mich auch, wie diese große Menge Flüssigkeit so lange in meiner Blase bleiben kann, ohne dass ich gleich rennen muss.
Weiß jemand, wie lange die einmalige Anwendung sein soll? Stunden? (grusel)

Nebenbei zur Info: Eigentlich hatte ich vor 14 Jahren ein Non-Hodgkin-Lymphom, das zunächst mit Ganzkörper-Bestrahlung, dann bei einem Rezidiv vor 9 Jahren auch mit Chemo (COP-Schema)behandelt wurde.
Und ich bin 40 Jahre alt... Und...

Falls noch Fragen bestehen - ich komme erst nächste Woche wieder

Vielen Dank und Grüße an Euch alle
Anschie
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  #2  
Alt 07.07.2004, 17:07
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Standard Fragen zur Mitomycin-Instillationstherapie

Hallo Anschie,
mein Vter macht die BCG Instillations - Therapie.
Man muss nach einspritzen in die Blase versuchen
1-2 Std. bis zum nächsten Wasserlassen zu halten.
Gruss,Bine
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  #3  
Alt 10.07.2004, 10:07
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Standard Fragen zur Mitomycin-Instillationstherapie

Liebe Anschie,

Bine hat recht, meine Mama kriegt auch eine BCG und man sollte versuchen, es ca. 2 Std. in der Blase lassen zu können, weil es dann angeblich die beste Wirksamkeit hätte. Und das ist bei den Zytostatika nicht anders...

Was mich wundert ist, dass du trotz der halbwegs "guten" differenzierung gleich eine Instillation bekommst. Wolltest du das selbst oder haben die Ärzte es bestimmt? Normalerweise wird dies erst bei einem Rezidiv oder einem G3 angezeigt...

Liebe Bine, welches tumorstadium + welche Differenzierung hat dein Papa? Bei meiner Mama war es T1G3+TIS. Da haben sie sofort mit der BCG angefangen und gemeint in bis zu 80% der Fälle sei ein Blasenerhalt möglich, sofern ein Rezidiv nicht invasiv werden würde.

Liebe Grüße Astrid
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  #4  
Alt 12.07.2004, 11:55
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Standard Fragen zur Mitomycin-Instillationstherapie

Hallo Astrid,

T1G3 (Carcinoma in Situ aber agreesiv), er hatte schon 2 Turbs
und da mein Vater 70 Jahre alt ist wollen wir erst einmal
die BCG Instillation versuchen bevor man sich eine solche
Operation zumutet.

Man hat uns gesagt die Chancen sind 50/50.

Wollen wir mal das Beste hoffen auch für Deine Mama alles Gute.
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  #5  
Alt 13.07.2004, 12:16
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Liebe Bine,
dann hat dein Papa sozusagen das Gleiche wie meine Mama (T1 und TIS). Das Carcinoma in situ ist ja leider immer G3, das "Gute" daran ist, dass es selbst sicher noch keine Metastasen setzt. Das Schlechte ist, dass es sehr sehr oft wiederkommt und dann leider auch "tiefer" gehen kann.

Meine Mama hatte im September letzten Jahres die erste TUR, anschließend eine Nachresektion im Oktober. Dann die 1. BCG Serie (6x) und nach erster Kontrolle die Februar, wo Gott sei Dank alles ok war, die Erhaltungs-BCG (3x). Morgen hat sie wieder Kontrolle...

Zu meiner Mama haben sie gesagt, die Chancen, dass die die Blase behalten könne, stünden 80:20 und dass sie es auf alle Fälle wegen des Alters (sie ist 55) zuerst mit der BCG versuchen wollen. Wäre sie älter, hätten sie gleich die Entfernung in Betracht gezogen. Zu euch haben sie anscheinend genau das Gegenteil gesagt oder?

Wann hat dein Papa wieder Kontrolle? Ich wünsche euch alles Gute, Astrid
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  #6  
Alt 14.07.2004, 16:12
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Standard Fragen zur Mitomycin-Instillationstherapie

Liebe Astrid,

Papa hatte gestern die 5. Einspritzung, 6 sind geplant.
Danach soll wieder kontrolliert werden.

Du hast recht, bei uns ist das umgekehrt, mein Vater ist 70 und
eine Herzklappe ist nicht mehr 100 %ig OK.

Blasenentfernung mit Bauen vom Neo-Blase ist ein grosser Eingriff von 7-8 Std. Da kann viel passieren bei einem
alten Herrn.

Darum möchte man unbedingt erst einmal die anderen Möglichkeiten checken.

Gruss und alles Gute auch für Euch,
Bine
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  #7  
Alt 14.07.2004, 19:47
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Liebe Bine,
danke für deine Antwort. Meine Mama hatte heute Kontrolle und bei der Zystoskopie war ein kleiner eher wenig suspekter münzgrosser "Fleck" zu sehen. Es wurde dann auch noch eine Spülzytologie gemacht, wo aber das Ergebnis erst später kommt.

Du hast recht, man sollte zuerst alle anderen Möglichkeiten ausschöpfen, v.a. wenn dein Papa auch sonst gesundheitlich nicht total topfit ist - die OP dauert wirklich sehr lang. Und ein gewaltiger Einschnitt in die Lebensqualität ist es sicher auch - vor dem hat(te) meine Mama am meisten Angst.

Liebe Grüße Astrid

PS. Wie verträgt dein Papa die BCG? Meine Mama hatte so gut wie keine Beschwerden (ausser die "gewünschte" Blasenentzündung).
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  #8  
Alt 14.07.2004, 19:50
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Standard Fragen zur Mitomycin-Instillationstherapie

Hallo Bine, hallo Astrid,
Danke für Eure Antworten. Mir kommt es auch (wieder mal) ein bisschen wie "mit Kanonen auf Spatzen schießen" vor. Aber ich probiere es morgen einmal aus. Wenn ich irgendwelche Nebenwirkungen spüre (soll ja so was wie schuppige Haut an den Handflächen oder anderes geben), dann lasse ich es bleiben. Denn ich fühle mich relativ gesund. (So was sage ich, weil ich nach 3x Krebs-Haben ungefähr spüre, wenn ich krank bin - seufz)....
"Wollen" wollte es der Arzt. Doch auch der war relativ gelassen un ließ mich erst mal in Urlaub fahren.
Jaja, schaun wir mal.
Euren Leuten wünsche ich alles Gute
Viele Grüße
Anschie
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  #9  
Alt 15.07.2004, 11:34
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Hallo Astrid, hallo Anschie,
mein Vater veträgt die Instillation wirklich sehr gut, ohne
weitere Nebenwirkungen. Allerdings weiss ich nicht ob das gut
oder schlecht ist.

Die Anschie wünsche ich natürlich viel Erfolgt bei Deiner Therapie.

Und Astrid Deiner Mutter, dass die Kontrolle für Euch einen guten Befund erbringt.

Gruss Bine
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  #10  
Alt 16.07.2004, 17:15
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Gestern war Chemotherapie
Und ich berichte davon , weil andere, die sich in meiner Situation befinden, vielleicht Informationen suchen, wie das ist – aus Sicht einer/s Betroffenen. Ich bin jedenfalls zu meinem speziellen Fall im Internet nicht fündig geworden. Es handelt sich um eine Mitomycin-Instillation in die Blase. Dies wird gemacht, um nach der Operation Rückfällen vorzubeugen.
Das Medikament ist, wie schon mal erwähnt, ein hochgiftiges Antibiotikum. Das wird angerührt und in ca. 20-30 ml Kochsalzlösung aufgelöst. Dann kriegt man einen dünnen Katheter in die Blase. Also das ist ü-ber-haupt nix Schlimmes. Das tut weder weh noch ist es sonderlich unangenehm. Es ist nur nicht angenehm. Das war's dann aber auch schon. Dann muss man sich zwei Stunden zusammen reißen, um das Zeug drinnen zu lassen. Und man muss eine "Rollkur" machen, d.h. im Liegen immer wieder die Position wechseln, um alles schön gleichmäßig zu verteilen und die ganze Blase zu durchspülen. Das Wunderbare ist, dass die Blasenschleimhaut ja so gebaut ist, dass sie kein Gift in den Körper lässt, sonst wären das mit den Nieren und der Harn-Ausscheidung ja Unsinn. Und daher wird einem nicht übel, obwohl das Medikament intravenös (bei anderen Krebsarten) "zum Kotzen" ist. Und auch sonst passiert erst mal nix. Eine Blasenentzündung könnte sich entwickeln, das wäre schlecht, weil man die Behandlung dann abbrechen muss (Für Kenner: Das ist der Unterschied zu der Behandlung mit dem Tuberkulose-Impfstoff BCG – da ist eine Entzündung gewünscht). Oder man reagiert allergisch auf das Lösungsmittel (wie doof!), und zwar per Hautschuppen.
Also, drückt mir die Daumen, dass ich das vertrage.
Die Krux ist nur, dass die Behandlung so langwierig ist. Es folgen nun noch sieben Mal – jede Woche – eine Instillation und dann monatlich bis zu 36 Monate, mit regelmäßigen Kontrollen (die aber sowieso notwendig sind).
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  #11  
Alt 18.07.2004, 09:33
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Standard Fragen zur Mitomycin-Instillationstherapie

Liebe Anschie,

ich drück dir ganz fest die Daumen, dass es weiter so gut läuft...

Wirst sehen, es wirkt bestimmt! Liebe Grüße Astrid
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  #12  
Alt 19.07.2004, 12:49
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Liebe Anschie,
auch von mir für Dich nur die Allerbesten Wünsche für
die Therapie.
Es gruesst Dich Bine
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  #13  
Alt 19.07.2004, 12:49
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Liebe Anschie,
auch von mir für Dich nur die Allerbesten Wünsche für
die Therapie.
Es gruesst Dich Bine
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  #14  
Alt 07.09.2004, 19:25
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Liebe Anschie,
habe den gleichen Befund, bin 42 Jahre alt und bei mir wird im Oktober nachder 2.TUR (die 1. war vor 3 Wochen) auch mit einer Mitomycin Inst. Therpie begonnen. Bei mir haben die Ärzte das damit begründet, dass ich so "jung" ohne ohne Risikofaktoren erkrankt bin. Würde mich freuen, weitere Erfahrungsberichte von Dir zu hören!
Ich wünsche Dir alles Gute,
Viele Grüße
Wilma
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  #15  
Alt 07.09.2004, 19:27
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Hallo Anschie,
eine weitere Frage von mir, ist bei Dir nur eine TUR gemacht worden?
Nochmals die besten Wünsche
Wilma
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