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  #1  
Alt 31.05.2013, 21:02
Voluntas Voluntas ist offline
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Standard Wir holen Papa da raus!

Hallo zusammen,

heute ist es also soweit, ich registriere mich hier auch und mache einen eigenen Thread auf. Ich habe immer gehofft, dass mir das erspart bleibt, aber jetzt brauche ich möglichst viel Hilfe in möglichst kurzer Zeit.
Ich erkläre euch, worum es geht:

Einem leider richtungsweisenden CT-Befund zugrunde liegend, bekam Papa im Januar die Diagnose des diffus-großzelligen B-Zell-Lymphoms. Stadium IIb, IPI 1, keine Knochenmarksinfiltration, leider Bulk bis 10x5cm und Splenomegalie.
Papa bekam R-CHOP 21 und die schlug auch super an, nach drei Zyklen partielle Remission von 50%. Auch ein CT nach dem vierten Zyklus zeigte dass das Lymphom weiter rückläufig ist.
Jetzt hat er vor zwei Wochen seinen sechsten Zyklus bekommen und wir bekamen die Nachricht des primären Therapieversagens mit den heutigen CT-Bildern. Seit Zyklus IV kein weiterer Rückgang, ein Lymphknoten leicht größer geworden. Was soll die Scheiße?!
Das CT wurde heute eigentlich wegen unklarer Rückenschmerzen seit drei Wochen gemacht, nachdem er sich die ganze Zeit mit Tramadol vollgepumpt durch die Tage gekämpft hat.
Was hat das CT also noch ergeben? Drei gebrochene Lendenwirbel, ein eingesackter Brustwirbel. Außerdem im Bluttest aktiver Zytomegalievirus (CMV) und beim Röntgen Lungeninfiltrate. Heute dann direkt stationäre Aufnahme.

Der betreuende und herzensgute betreuende Onkologe hat uns erklärt, dass wir zunächst die Lunge in den Griff kriegen müssen und den CMV, dann Kyphoplastie also Knochenzement in die Wirbel, wenn abgeklärt ist, warum das überhaupt passieren konnte. Danach dann Hochdosis und das Stammzellenprozedere.

Nun, wir haben keine Wahl und müssen dadurch. Deshalb bitte ich euch, alle guten Ratschläge und Hinweise auf was wir für die Hochdosis achten müssen, mir mitzuteilen. Meine Schwester und ich wollen Papa da rausholen!

Also bitte, helft uns! Welche Hochdosis ist die beste?
Ich habe von Martin bspw. gelesen dass R-BEAM die beste sei, jedoch sprach unser Onkologe nur von R-DHAP und R-ICE. Was habe ich da nicht verstanden?

Zur Konstituation: Papa ist im Moment bis auf Atemnot relativ fit, 1,70m groß und hat noch ca 80 Kilogramm auf der Waage. Wasser durch Kortison aber auch Polster gegen das Lymphom.
Die Lymphome liegen alle abdomial; es sind sechs Stück.

Abschließend noch folgendes: Papa hat seit März täglich Kortison (Prednisolon/Prednison) genommen, da er sonst immer Fieber hatte. Man konnte keine Infekte auftun, die Schuld daran waren. Stattdessen wohl Tumor-Lyse-Fieber. 50mg Kortison haben das immer in Schach gehalten. Womöglich liegt hier der Grund für die Knochenbrüche. Dennoch: Seit dem fünften Zyklus konnte Papa das Kortison senken und war mit 35mg Kortison fieberfrei, der Doc deutete dies positiv. Wie kann dann die Therapie nun versagt haben?!

Ich habe jetzt bestimmt eine Menge Fakten vergessen, aber ich hoffe trotzdem auf viele Antworten.

Ich hoffe, ihr könnte uns helfen.

Liebe Grüße,
Die Geschwister

Geändert von Voluntas (13.01.2017 um 12:09 Uhr)
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  #2  
Alt 31.05.2013, 23:36
Benutzerbild von Martin59
Martin59 Martin59 ist offline
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Standard AW: Wir holen Papa da raus!

Hallo liebe Geschwister,
tut mir leid das die Therapie bei eurem Vater nur bedingt angeschlagen hat.
Hier ein paar Infos zu den bevorstehenden Therapien.
Die R-ICE wird sehr oft vor der Apharese (Gewinnung der eigenen Stammzellen)gegeben. Der Zweck ist soviel entartete Zellen wie möglich zu vernichten um die anschließende Gewinnung der eigenen Stammzellen so "sauber" wie möglich zu durchzuführen
Sollte die R-ICE nicht ausreichen gibt man meistens eine DHAP. Hier fragt euren Onkologen bitte ob es nicht auch eine DHAOX sein kann.
Hier wird statt dem Cisplatin der Wirkstoff Oxaliplatin genommen.
Genauso effektiv aber weniger toxisch.
Die R-BEAM wird in der Regel als Hochdosis vor der autologen Stammzelltransplantation gegeben. Von daher kann ich die Reihenfolge nachvollziehen.
Beim Rezidiv eines Hochmalignen dient die Autologe meines Wissens nach der Erhaltung um den Patienten zu stabilisieren und um genügend Zeit für die Stammzellspendersuche bei einer geplanten allogenen Transplantation zu haben.

Die von mir geschilderten Abläufe basieren auf eigene Erfahrungen . Ob sie grundsätzlich übertragbar sind kann ich leider nicht sagen.

Wo wird euer Vater behandelt und wo soll die Transplantation stattfinden???

Ich drücke Eurem Vater alle Daumen und wünsche euch alles erdenklich Gute


Martin
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  #3  
Alt 01.06.2013, 09:27
Voluntas Voluntas ist offline
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Standard AW: Wir holen Papa da raus!

Hallo Martin,

Danke für deine Antwort!
Er hat bis jetzt die R-CHOP ambulant im Hospital bekommen. Im Moment stabilisieren sie ihn dort wegen des Lungeninfekts.
Montag word geschaut, wie genau mit den Wirbelbrüchen verfahren wird.

Zwecks SZT setzt sich unser behandelnder Arzt mit Transplantationszentren auseinander, das war gestern die Quintessenz. Ich denke nicht, dass sie die hier durchführen wollen/können. Hier meine nächste Frage: Wer hat gute Erfahrungen mit welcher Klinik gemacht?

Wer war noch in einer ähnlichen Situation und kann uns Mut machen?

Ich habe im Moment darüber hinaus große Sorgen wegen Papas Psyche.. Bisher sind wir immer mit der Perspektive da ran gegangen, dass im August die Bestrahlung abgeschlossen und das gesamte Kapitel Lymphom abgehakt ist..

Liebe Grüße,
Der große Bruder

Geändert von Voluntas (31.12.2016 um 11:57 Uhr)
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  #4  
Alt 01.06.2013, 19:22
Voluntas Voluntas ist offline
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Standard AW: Wir holen Papa da raus!

Hallo zusammen,

jetzt am Wochenende geschieht ja wenig im KH. Also ist heute auch kaum Neues bei rumgekommen.

Habe zwischendurch ein wenig Recherche betreiben können, auch dank deiner Links - danke Martin! - und das Krankenhaus ist wohl auch eingetragen für die autologe. Also womöglich doch in 'bekannter Umgebung'. Mir ist gerade nur nicht ganz klar, warum man bei der autologen auf die hohen Sicherheitsauflagen und Quarantäne wie bei der allogenen verzichtet. Oder habe ich mich da grundsätzlich verlesen?

Ich hoffe ganz stark auf Papas Kraft, was die kommende Zeit angeht. Als die Therapie anfing litt er als Leitsymptom unter Anämie und war mit HB 6,6 unterwegs und hat immer noch gearbeitet. Auch daraufhin hat er keine Blutkonserven benötigt und der HB ist während der Chemo bzw durch diese auf 13,4 geklettert bis vor dem sechsten Zyklus. Danach war es wie immer: Nach der Chemo HB um circa 1,2 runter und dann wieder steigend. Ich brauche da gerade echt jemanden, der mir Mut zuredet, es sah bis gestern wirklich alles optimal aus außer der Rückengeschichte im Wesentlichen. Er ist ja auch drei Wochen mit den Wirbelbrüchen rumgelaufen. Ich verstehe das einfach nicht.

Es tut mir auch gut, das ganze hier ein wenig runterzuschreiben.

Blutkonserven hätte er im übrigen auch gar nicht bekommen können, da man seine Blutgruppe nicht feststellen konnte bedingt durch Auswirkungen der Lymphome sagte man uns. Hat da jemand Erfahrungen zu oder ähnliches erlebt?

Und abschließend zur allogenen SZT: Wie lange muss man in Quarantäne dabei? Und an wen muss ich mich wenden um das ganze anzumelden, falls ich mit den Planungen von unserem KH nicht zufrieden bin?
Ich will auf keinen Fall, dass Papa zum Experiment wird und in einer Klinik therapiert wird, die die Hygiene- und Sicherheitsvorkehrungen nicht gewährleisten kann!

Und dass das Staging immer noch IIb ist, kann ich mit Sicherheit auch positiv deuten oder?

Liebe Grüße,
Der große Bruder

Geändert von Voluntas (19.10.2018 um 16:20 Uhr)
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  #5  
Alt 01.06.2013, 20:30
Benutzerbild von Martin59
Martin59 Martin59 ist offline
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Standard AW: Wir holen Papa da raus!

Moin großer Bruder,
die Blutbildschwankungen sind völlig normal. Es wird auch einige Wochen, oder gar Monate dauern bis sich diese wieder so stabilisiert haben das man die Kontrollen ausdehnen kann.
Zur Autologen: Hier ist es Standard das die Patienten in Isolation sind...aber auf einem Zweibettzimmer. Da dein Vater nach der HD- seine eigenen Stammzellen wiederbekommt ist es hier wichtig den Patienten vor Infekten zu bewahren.Etwa 7Tage nach der Stammzellrückgabe beginnt das Knochenmark mit der Bildung von neuen Zellen. Bei der autologen ist nicht mit einer GVHD zu rechnen da es sich um eigene Zellen handelt.
Gaaaannz wichtig ist es das euer Pa jede Gelegenheit nutzt sich zu Bewegen und sei es nur für 2 Minuten(dafür aber mehrmals täglich). Umso schneller kommt er wieder bei und die nötige Kraft für die dann anstehende Allogene.

Hierzu möchte ich noch nichts schreiben da dies etwas zu weit führen würde.

Das man die Blutgruppe nicht bestimmen konnte ist etwas irritierend für mich. Aber ich bin ja nun nicht mehr auf dem allerneusten Stand.

Hab das Prozedere von März 2011 bis Januar 2012 durchlebt.

Liebe Grüße auch an euren Vater

Martin
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  #6  
Alt 02.06.2013, 00:12
Voluntas Voluntas ist offline
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Standard AW: Wir holen Papa da raus!

Hallo Martin,

ich bin wirklich froh, dass du dir die Zeit nimmst zu antworten und zu erklären!

Die aktuellen Blutwerte kenne ich leider noch gar nicht. Aber während der 5 Zyklen von 6,6 auf 13,4 HB hoch fand ich einfach top, deshalb meine Verwunderung über den aktuellen Stand der Dinge vonwegen 'wächst wieder'..

D.h., dass zur autologen genau dieselbe Prozedur von Statten geht wie zur allogenen? Mit Schleuse, Hygiene etc.? Warum führen dann manche Kliniken ne autologe durch aber keine allogene, weißt du das?

Wegen der Blutgruppe habe ich mich auch öfters gewundert, aber für die Ärzte schien das nichts Neues zu sein, das wäre gar nichts so ungewöhnliches bei hämatologischen Erkrankungen. Und weil wegen steigenden HB-Werte die Konserven nicht mehr im Gespräch waren - 'sie hätten sich dramatisch verbessert' - haben wir nicht mehr nachgehakt.

Danke für den Bewegungstip, ich werd ihn scheuchen, wenn er wieder gehen darf und der Rücken wieder stabil ist. Er ist eh kaum im Bett zu halten. Papa ist da eher der Macher, ständig dabei, was zu tun, im Garten zu bauen oder zu arbeiten; umso mehr stört ihn die auferlegte strikte Bettruhe. Die ganze Situation wirkt umso unrealer, weil er absolut gesund aussieht, gesunde Gesichtsfarbe und trotzdem im Krankenhaus.
Hat übrigens noch jemand von euch dauerthaft Kortison genommen? Aus denselben (Fieber-)Gründen?

Hoffe, die langen Postings schrecken nicht vom Lesen und Antworten ab.

Eine geruhsame Nacht euch allen und dir weiterhin alles Gute Martin!
Der große Bruder

Geändert von Voluntas (02.06.2013 um 02:06 Uhr)
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  #7  
Alt 02.06.2013, 13:09
claudia81 claudia81 ist offline
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Standard AW: Wir holen Papa da raus!

Hallo großer Bruder,
die autologe SZT entscheidet sich gravierend zur allogenen SZT.
Bei der autologen ist Dein Papa höchstwahrscheinlich in einem 2-Bett Zimmer. So bald die Leukos unter 1000 fallen, gelten folgende Hygienemaßnahmen:
Händedesinfektion und Mundschutz aller ins Zimmer kommenden. Wenn Dein Papa das Zimmer verlässt muss er auch einen Mundschutz tragen und wenn er wieder ins Zimmer geht, sich die Hände desinfizieren. Die Nahrung wird keimreduziert sein. Dauer des Ganzen bis zur Stabilisation 3-4 Wochen wenn alles nach Plan läuft.
Aus eigener Erfahrung kann ich jetzt nur sagen, die autologe SZT ist nichts im Vergleich zur allogenen SZT
Diese wird eingeleitet wenn:
-Therapieversagen unter normaler Chemo (R-CHOP)
-Frührezidiv (hier nicht immer, oft wird gewartet ob die autologe SZT ausreicht, erfahrungsgemäß reicht diese aber oftmals nicht aus, deshalb fangen viele Kliniken, besonders auch bei "jungen" Patienten mit der autologen SZT gleich die Fremdspender-Suche an.)
Hier kommt man auf eine spezielle Station, bekommt viel mehr Infusionskram, ist dauerhaft isoliert (Zimmer verlassen geht erst gegen Ende des Aufenthalts wenn die Leukos über 1000 sind). Jeden Tag duschen und eincremen mit spezieller Waschlotion/Creme. Besucher und Personal müssen sich die Hände desinfizieren, spezielle Schutzkleidung anziehen und einen Mundschutz tragen. Die Nahrung ist keimfrei (sofern man überhaupt was Essen kann). Täglich frische Kleidung von Kopf bis Fuß (Hosen und Hemden werden von der Klinik gestellt). Täglich frische Bettwäsche und Zimmer sauber machen. Man darf nichts aufheben was einem runterfällt. Dauer des Aufenthalts 4-8 Wochen. Man bekommt vor der SZT auch eine spezielle Chemo, die ist um ein vielfaches stärker als zur autologen SZT. Die fremden Stammzellen brauchen meist etwas länger bis sie anwachsen, deshalb auch die intensiven Sicherheitsmaßnahmen. Die eigenen wachsen eigentlich immer an, bei den fremden kann es leider auch mal passieren, dass sich nichts tut, (aber auch dann gibts noch Optionen). Die allogene SZT war für mich die Hölle auf Erden, es gibt aber auch Patienten die stecken das super weg mit kaum Nebenwirkungen!!! Manche kommen sogar schon unter 4 Wochen wieder nach Hause!!
So wenn noch Fragen da sind, her damit, aber macht Euch bitte noch keinen Kopf über ungelegte Eier!
Alles meine Erfahrungen was ich geschrieben habe...
Liebe Grüße
Claudia
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  #8  
Alt 02.06.2013, 13:55
Voluntas Voluntas ist offline
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Standard AW: Wir holen Papa da raus!

Danke für deine Antwort Claudia. Mit den ungelegten Eiern sagst du was, Papa ist heute Morgen auf die Intensiv gekommen wegen starker Luftnot. Ich dreh gerade ein bisschen am Rad..

Mittwoch haben wir noch Hangover 2 Vorpremiere zu dritt geschaut und jetzt so.. Mir geht der Arsch auf Grundeis.

Ich habe deine Geschichte auch gelesen Claudia, ich drücke dir wirklich die Daumen, dass du den Rest endlich wegbekommst!

Die SZT ist jetzt auch erstmal noch weiter weg als gestern und erstmal kein Thema mehr, hoffentlich nur für ein paar Tage.

Geändert von Voluntas (02.06.2013 um 14:04 Uhr)
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  #9  
Alt 02.06.2013, 19:00
Benutzerbild von Martin59
Martin59 Martin59 ist offline
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Standard AW: Wir holen Papa da raus!

Moin großer Bruder,

ich hoffe das es Eurem Vater wieder besser geht und ihr die Therapieplanungen ohne Probleme weiter verfolgen könnt.

Hier jetzt noch etwas zur Autologen:
Die kritische Phase während der autologen ist dann wenn, durch die Chemo bedingt, die Leukos unter 1000 sind. Sind sie unter 500 ist komplette Isolation notwendig. Nicht erschrecken, das ist das Ziel der Chemo. Wenn die Leukos bei 0 sind ist der optimale Zustand erreicht. Nach der Gabe der Stammzellen dauert es etwas sieben Tage bis sich die Stammzellen im Knochenmark festgesetzt haben und dieses wieder neue Zellen produzieren kann. Danach geht es in der Regel permanent aufwärts.
Wichtig ist es das euer Vater, nach der Trans schnellstmöglich wieder zu Kräften kommt da die anschließende Allogene viel Zuversicht und Kraft fordert.
Aber, zerbrecht euch nicht den Kopf über das Thema. Geht die autologe an...und dann wird man sehen was mit der Allogenen ist. Auch da gibt es Variationsmöglichkeiten die dem Patienten helfen können . ( Bezogen auf die Hochdosischemo). Infos darüber gebe ich euch gerne wenn es so weit ist. Alles andere ist jetzt nur verwirrend.

Sagt eurem Vater einen lieben Gruß von mir und...das er dass was ich geschafft habe...auch schaffen kann.(Das quentchen Glück vorausgesetzt)

Und wenn ich alles richtig gelesen und verstanden habe dann ist Kämpfen nicht euer Problem. Und das ist wichtig...

In diesem Sinne

Die Daumen sind gedrückt

Martin
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  #10  
Alt 02.06.2013, 22:35
Eries Eries ist offline
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Standard AW: Wir holen Papa da raus!

Hallo!

Ich habe mir gerade euren Thread durchgelesen - eventuell blüht meinem Vater auch dieses Szenario.
Ich kann euch leider noch keine Erfahrungsberichte liefern, aber ich bin in Gedanken bei euch.

Schwacher Trost, ich weiß. Ich wünsch euch von ganzem Herzen, dass es bald bergauf geht!
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  #11  
Alt 03.06.2013, 11:53
claudia81 claudia81 ist offline
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Standard AW: Wir holen Papa da raus!

Hallo nochmal,
ich hoffe Dein Papa ist von der Intensiv runter und es geht ihm besser?!
Ich möchte Euch bißchen Mut machen! Ich weiß zwar nicht ob es zu früh ist, denn ich bin ja noch lange nicht über den Berg (wenn ich das eh überhaupt je sein werde) aber, ich stand während der allogenen SZT kurz vorm Leber und Nierenversagen, mir ging es eine zeitlang richtig richtig schlecht. Zum Glück war meine Mama da und hat mir beim Duschen und Eincreme geholfen, ich hätte es nicht alleine geschafft! Und jetzt gehe ich wieder bis zu 2 Stunden mit unserem 50kg Hund Gassi, klar danach bin ich schon erschöpft aber für mich ist das ein riiiiiiiiesen Fortschritt, wenn man bedenkt, wie fertig ich war als ich aus der Klinik kam. Da ging gar nichts und ich war nur wochenlang am
Momentan gehts mir gut, ich hatte noch keine Erkältung oder so, die Bestrahlung ist zur Hälfte rum (davon merke ich zum Glück auch noch nichts) und das ist das was zählt! Meine Blutwerte sind zwar noch zerschossen, aber davon merk ich zum Glück nichts. Einzig mein irre juckender Ausschlag nervt, aber langsam gewöhn ich mich schon dran. Also auch wenns manchmal Aussieht wie ne einzige Sackgasse, es tun sich immer wieder Wege auf...nur nicht stehenbleiben!!!
Alles Gute!!!
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  #12  
Alt 03.06.2013, 13:43
Voluntas Voluntas ist offline
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Hallo ihr Guten,

Bin zurzeit im KH und weiß nun das Papa noch diese Woche auf der Intensiv bleiben wird. Im großen und ganzen geht es ihm Recht gut, nur die Sauerstoffsättigung im Blut stimmt nicht da sich das CMV in der Lunge breit gemacht hat, er ist gerade zur Spiegelung, dann gibt es Inhalationen und Spülungen der Lunge. Bis auf ca zwei Luftnotanfälle am Tag ist aber eigentlich alles i.O., zumindest sieht es so aus. Ich bin davon überzeugt, dass wir das Virus in den Griff kriegen!

Außerdem wurde heute die Knochendichte wegen der Wirbel gemessen, Ergebnisse stehen aus. Aber jetzt erstmal step-by-step. Ich werde dennoch morgen mit dem Onkologen die weitere Lymphom Therapie besprechen.

Drückt uns bitte weiter die Daumen! Euch auch alles Gute,
Der große Bruder
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  #13  
Alt 04.06.2013, 17:14
Voluntas Voluntas ist offline
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Standard AW: Wir holen Papa da raus!

Hallo zusammen,

habe heute mit den Ärzten gesprochen und es ist einiges bei rumgekommen. Zunächst wird der aktuelle Krankenhausaufenthalt ein längerer für Papa. Diese Woche soll er noch auf der Intensivstation bleiben zwecks Überwachung, anschließend auf normale Station kommen. Mit Sauerstoffschnorchel in der Nase hatte er heute schon wieder einen Spitzenwert von 99%, nachdem die letzten Tage da ein wenig bescheidener waren was die Sauerstoffsättigung betrifft! Für mich bedeutet das ganz klar, dass die Lunge wieder besser funktioniert.
Auch so fühlt er sich schon viel besser sagt er und das merke ich auch.

Zwecks SZT hat sich unser Doc mit der Uniklinik Münster und Hamburg auseinandergesetzt, damit jetzt schlneunigst die Suche nach einem Spender für eine allogene Transplantation gesucht wird. Die vier Woche mit dem CMV, in denen jetzt erstmal keine Chemo gegeben wird, schätzt er als nicht 'zu dramatisch' ein, da die Tumorlast im Moment sehr gering ist und sich nur wenig bisher unter R-CHOP negativ verändert hat. Ich kaufe ihm das soweit ab, außerdem haben wir da gar keine andere Wahl. Chemo geben ist zurzeit noch nicht drin. Habe beim nächsten Treffen noch reichlich Fragen an für ihn parat, was z.B. das Virus evtl mit der Progression des Lymphoms zu tun haben könnte.

Auch die Entzündungswerte CRP und LDH sind weiter rückläufig, ich bin heute guter Dinge.

Wir halten weiter zusammen und geben alles!

Hat jemand von euch Erfahrung mit der Uniklink Münster? Hat dort vielleicht jemand eine SZT bekommen?

Grüßend,
Der große Bruder
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  #14  
Alt 05.06.2013, 23:31
Voluntas Voluntas ist offline
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Guten Abend ihr alle,

zwei Tage ohne Luftnot und LDH und CRP weiter rückläufig!
Habe flautines Thread gelesen und noch mehr Mut getankt, wir werden das auch packen!

Push für meine Frage: Hat jemand von euch Erfahrungen mit dem Uniklinikum Münster?

Achso und weshalb wird im IPI Score ein hoher LDH Wert als Risikofaktor gewertet?

Hoffe, euch geht es allen gut!
Der große Bruder
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  #15  
Alt 06.06.2013, 09:48
new-dawn new-dawn ist offline
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Standard AW: Wir holen Papa da raus!

Hallo großer Bruder,

ich kann dir bei deinen Fragen leider überhaupt nicht weiterhelfen, da ich diesbezüglich keine Erfahrungswerte habe. Aber wer weiß, vielleicht werde auch ich irgendwann in der Situation deines Vaters sein und es wäre eine unglaubliche Erleichterung für mich, dann zu wissen, dass mein Sohn, der jetzt noch klein ist, sich so um seine kleine Schwester kümmern würde.
Ich möchte dir sagen, dass dein Vater mit Sicherheit unglaublich stolz auf dich ist und sehr viel Kraft und Zuversicht aus dem Wissen zieht, wie sehr du dich um ihn und vor allen Dingen auch um deine Schwester kümmerst. Das alles ist in deinem Alter nicht leicht und ich finde, du schlägst dich bewundernswert. Denk aber hin und wieder auch an dich!

Liebe Grüße
New Dawn
__________________
Sept. 2009: Diagnose Foll. Lymphom, Grad 2, Stadium 3
ab Okt. 2009: 6xR-Benda, 2xRituximab; Komplette Remission
ab Mai 2010: 2 Jahre Erhaltung: Rituximab
Juni 2012:
weiterhin komplette Remission
Juni 2013: Diagnose Sarkoidose, NHL in Remission
Oktober 2013: alles gut
Mai 2014: alles gut
Mai 2015: alles gut
Juni 2017: immer noch alles gut

Am Ende ist alles gut. Und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.
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