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  #31  
Alt 29.10.2003, 11:11
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Standard Zusehen tut sehr weh ...

Hallo,
liebe Conny,
ich kann die verstehen (auch wenn ich erst spät auf diese Seite komme und nicht weiß was bis dahin passiert ist - so hoffe ich nur gutes)
Meine Mama ist im August 2003 an AML gestorben, nachdem sie 9 Monate voller Kraft gekämpft hat. Die erste Chemo war noch erfolgreich, die darauf folgenden nicht mehr und im April 2003 war dann die erste Stammzellentransplantation angesagt. Ende Juni folgte die zweite und im August die dritte... dann gab es keine Chance mehr...

Ich würde mich freuen wenn sich jemand bei mir melden würde... shining_wolve@web.de

Alles Liebe und viel Kraft
Jule
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  #32  
Alt 23.02.2004, 22:50
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Standard Zusehen tut sehr weh ...

Liebe Conny,
ich kann mir nur schwer vorstellen, was du im Moment erleiden musst.
Ich bin heute 23 Jahre alt. Mit 17 bin ich an Knochenkrebs und mit 19 an Leukämie erkrankt. Meine Eltern und mein 2 Jahre älterer Bruder haben mich all die Jahre im Krankenhaus und auch heute noch bei meinen Problemen und Schmerzen begleitet und das war bestimmt nicht leicht für sie. Einen geliebten Menschen zu sehen der schwer krank ist ist furchtbar.
1 Jahr bevor ich das erste Mal erkrankte starb meine Oma ganz plötzlich. Keiner von uns hatte das erwartet. Sie hatte einen Schlaganfall und sollte wieder gesund werden.
Ich hatte damals große Angst davor meine Oma zu besuchen und habe es nicht getan!
Sie starb bevor ich sie noch einmal sehen konnte.
Bitte Conny, mach nicht den gleichen Fehler wie ich !!!
Sei für deine Schwester da wann immer du kannst. Und glaube mir, sie mekrt es egal was die Ärzte dir auch erzählen. Und sie wird dir dankbar dafür sein, dass sie deine Nähe spüren kann.
Die Zeit, die du jetzt mit deiner Schwester verbringst ist warscheinlich die wertfollste Zeit die du je mit ihr verbringen kannst, nutze sie.
Nichts kann deiner Schwester die Liebe nehmen die sie jetzt von dir erfährt, das weiß ich aus eigener Erfahrung.

Bitte gib nicht auf!

Wenn du es dir schlecht geht und du dich mit jemandem unterhalten möchtest schreib mir bitte, ich würde mich freuen.
Ole@dsa-arena.de

Hoffnung ist die stärkste Kraft in uns !

Ole
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  #33  
Alt 24.02.2004, 23:55
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Standard Zusehen tut sehr weh ...

Hallo, bin die Karin und bringe es seit einer Woche erst wieder fertig, diese Seite zu besuchen, die ich seit 8 Wochen mehrmals täglich besucht habe und mitfühlend die Berichte gelesen habe.
Mein Vater ist vor 7 Wochen erkrankt und alles deutete auf eine Art Grippe hin, bis sich letztendlich herausstellte in einer uns nahgelegenen Universitätsklinik, daß es sich um ACL handelte.
Erst einmal waren wir geschockt von der Diagnose, doch nach kurzer Zeit fasste ich mich wieder und war von da ab mit allem was ich tun konnte, für meinen Vater da.
Am 2. Tag nach der Einlieferung begannen die Ärzte auch schon mit der 1. Sitzung Chemo, die sehr schlechct vertragen wurde und ihm ständig übel war, er dann eine massive Arzneimittelallergie bekam und letztendlich ein Nierenversagen. Von da ab musste er einige Male an die Dialyse und gott sei Dank, die Nieren nahmen ihre Funktion wieder auf.
Bei der zweiten Sitzung verlief alles völlig komplikationslos, es ging ihm supergut, er war frohen Mutes und sagte, er habe nur noch Hunger, keine Übelkeit mehr, die Werte wurden täglich besser.
Ich dankte dem Himmel!!!!!
Als ihm die Ärzte dann sagten, daß er noch eine Woche bleiben müsse, damit sich die WErte noch stabilisieren könnten, war er überglücklich und ich bestimmt genauso wenn nicht noch mehr.
Als ich am nächsten Tag in die Arbeit ging, erreichte mich ein Anruf des Stationsarztes, daß mein Vater heute früh verstorben sei, einfach eingeschlafen ohne sich noch bemerkbar zu machen.
Trotz Reanimation keine Reaktion mehr - plötzlicher Herztod so die Ärzte. Vermutlich eine Begleiterscheinung nach der Chemo.
Ich war sofort nach 1 Stunde im KRankenhaus und habe mich 2 STunden lang von ihm verabschiedet, es war der beste Vater der Welt.
Ich schrieb diese ZEilen, damit ich mich irgendwo hinwenden kann mit meiner tiefen Trauer, es ist einfach alles unfassbar für mich.
Keine Ahnung, ob ich jemals verstehen kann, warum die doch so positiven Nachrichten der Ärzte doch letztendlich den Tod forderten?
Ich hoffe, es gibt jemanden, der mich verstehen kann, mein Vater war zwar doch 69 Jahre, aber ich denke, es ist immer zu früh, seinen Vater zu verlieren.
In tiefer Trauer und völligem Unverständnis.
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  #34  
Alt 26.02.2004, 10:42
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Beiträge: n/a
Standard Zusehen tut sehr weh ...

Hallo Karin,
ich habe selbst 4(zum Teil noch jüngere) Kinder und bin mir bewußt dass es für diese und meine Frau nicht einfach wird mit dem Abschied nehmen, ich hoffe wohl noch auf einige Jahre, aber die Wahrscheinlichkeit ist als Leukämiekranker natürlich sehr eingeschränkt. Für mich ist es dann ein "heimgehen" auf das ich mich freuen kann und das nichts trauriges ist. Dies versuche ich jetzt schon meiner Familie zu vermitteln. Ich glaube wohl an den christlichen Gott, aber selbst wenn man nicht glaubt, gibt es doch so viele Berichte der Nahtod- und der Sterbeforschung, die Hinweise auf ein gutes "anderes Sein" geben.
Ich wünsch Dir viel Kraft
Thomas
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