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  #1  
Alt 10.08.2018, 14:37
Sunbird Sunbird ist offline
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Standard Mama Diagnose Brustkrebs / Panik

Hallo zusammen,
ich bin neu hier und auch selbst garnicht betroffen sondern meine Mama.

Sie hat vor nunmehr 6 Wochen die Diagnose Brustkrebs erhalten und die ganze Familie befindet sich im Ausnahmezustand. Nach den ersten Gesprächen mit den Ärzten sah alles eigentlich ganz "gut" aus (wenn man das bei Krebs überhaupt sagen kann).
Sie hatte einen recht grossen Tumor in der linken Brust, welcher Brusterhaltend operiert wurde. Der Tumor ist hormongesteuert und soll entsprechend mit einer Antikörpertherapie behandelt werden nach der Bestrahlung.
Aus dem Krankenhaus wurde sie auch nach 2 Tagen schon wieder entlassen. Worüber wir uns sehr gefreut hatten, was die Aussage, dass der Wächterlymphknoten gut aussah und voraussichtlich nicht befallen ist, aber das man noch auf das histologische Gutachten warten müsse.

Soweit so gut und dann der Supergau... ein Anruf aus der Klinik, dass sie erneut operiert werden müsse, da noch ein kleiner Herd von 2mm nicht entfernt wurde und auch der Wächterlymphknoten befallen sei. Es müssten noch mehr entnommen werden ( Lymphknotensampling Level 1)

Jetzt hatten wir wieder ein Gespräch mit dem operierenden Arzt. Dieser hat - wenn weitere Lymphknoten befallen sein sollten - eine Chemo in den Raum gestellt zusätzlich zu der anderen Behandlungsmethode. Ebenso, dass Metastasen im Körper sehr wahrscheinlich seien.
Das hat meiner Mama restlich den Boden unter den Füssen weg gezogen. Sie war die ganze Zeit trotz allem sehr positiv eingestellt... Eine Prognose für den worst case wollte er auch nicht abgeben, was natürlich die Gedanken erst recht galoppieren lässt.

Jetzt machen wir erst mal ein Staging. Sprich CT der Lunge, des Abdomen und ein Knochenszintigramm. Ultraschall der Leber, der Nieren, der Milz und der grossen Gefäße waren ohne Befund.

Es sind soooooo viele Informationen und medizinische Begriffe mit denen man als Laie und Neuling erstmal sehr überfordert ist.

Kann uns jemand Tipps geben wie man am Besten mit all dem umgeht?

Schon mal vielen Dank im Voraus!

Sunbird
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  #2  
Alt 10.08.2018, 16:25
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wkzebra wkzebra ist offline
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Standard AW: Diagnose Brustkrebs / Panik

Ruhe bewahren (auch wenn es schwer fällt), Fragen notieren und beim Arztgespräch „abarbeiten“ und eine mögliche Chemo nicht als Feind, sondern als Hilfe ansehen. Klar ist eine Chemo belastend, aber sie soll Unerwünschtes platt machen.

Kleiner Tipp an die Familie: ihr helft nicht, wenn ihr euch im Ausnahmezustand befindet.
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  #3  
Alt 11.08.2018, 11:21
Sunbird Sunbird ist offline
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Standard AW: Mama Diagnose Brustkrebs / Panik

Vielen Dank für Deine Antwort.

Meine Mama macht das äußerlich super, ist realistisch und gefasst, aber innerlich macht der Körper was er will und es kommt auch noch Pech dazu. Hat sich den Rücken gezerrt, wurde von ner Wespe gestochen usw...
Als würden wir gerade alles "Schlechte" magisch anziehen.

Jetzt warten wir die Untersuchungen nächste Woche ab und dann sehen wir weiter.
Es gibt nur Gewissheit- an den Tatsachen ändert sich nichts. Aber es ist gut um die weitere Behandlung richtig anzugehen.
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  #4  
Alt 11.08.2018, 13:56
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wkzebra wkzebra ist offline
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Standard AW: Mama Diagnose Brustkrebs / Panik

Für mich war die Zeit zwischen Verdacht und Diagnose (in meinem Fall Bestätigung des Verdachts) die schlimmste Zeit. Danach wussten wir wenigstens, was man unternehmen kann.
Dann hatte ich noch einen Hänger zwischen OP und Chemo, weil das Kopfkino einfach gemein ist und man i. d. R. ja nur die Horrorgeschichten über Chemo liest - z. B. dass man dann ja auf jeden Fall völlig am Ende ist, weil die Nebenwirkungen alles überstrahlen. Äh, nein. Kann passieren, muss nicht so sein.
Zum einen müssen einen die möglichen Nebenwirkungen nicht alle überfallen und zum anderen gibt es etliche Begleitmedikamente, die die Nebenwirkungen im Fall der Fälle abschwächen oder sogar ausschalten können.
Ich hatte so viel Glück, dass ich neben der Standard-Begleitmedikation, die bei uns im Brustzentrum verordnet wurde, nichts extra brauchte. Ich habe weiter gearbeitet und bin auch unter Leute gegangen. Und wenn eine Mücke in meiner Nähe war, habe ich gedacht "Los, komm her - stech mich Dann war es das für dich. DU verträgst das Gift in meinen Adern bestimmt nicht." Das haben die aber wohl auch so gerochen, denn ich, die Lieblingsnahrungsquelle aller Mücken in meiner Umgebung, wurde komplett in Ruhe gelassen. ;-)
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  #5  
Alt 20.09.2018, 12:51
Sunbird Sunbird ist offline
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Beiträge: 3
Standard AW: Mama Diagnose Brustkrebs / Panik

Hier bin ich mal wieder...

Meine Mom musste ein 2. Mal operiert werden. Der Tumor ist nun komplett entfernt und die befallenen Lymphknoten (3 Stück insgesamt) sind auch draussen.
Allerdings haben wir nun die Gewissheit, dass sie Knochenmetastasen im Bein hat. Obwohl ein Staging gemacht wurde sind sich die Ärzte nicht sicher, ob im Ledenwirbel auch noch was ist. Jetzt wurde nochmal ein extra MRT gemacht. Das Ergebnis erfahren wir morgen. Die Organe sind zum Glück frei von Metastasen.

Morgen wird sie sich auch in der Strahlenambulanz vorstellen und hat anschliessend einen Termin bei der Onkologin, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Metastasen waren bis vor ein paar Tage immer schwebend im Raum... jetzt die Gewissheit zu haben, ist auch nicht das Tollste... Jetzt freuen wir uns auf jeden Fall mal darüber, dass die Organe nicht befallen sind.

Habt Ihr Erfahrungswerte wie es weitergeht?
Im Vorgespräch hiess es ohne Metastasen wäre - aufgrund der 3 befallen Lymphknoten - eine Chemo, dann Strahlentherapie und anschliessend die Antihormontherapie dran gewesen.
Bei Metastasen, meinte die Ärzten, würde sie dann wahrscheinlich das Bein bestrahlen, eine Antihormontherapie beginnen und mit Biophosphonaten (?) zum Knochenaufbau beginnen.

Warum dann keine Chemo gemacht werden soll, hat sich uns nicht so ganz erschlossen aber da werden wir morgen hoffentlich mehr erfahren.

P.S.: Gerade kam der Anruf aus der Klinik - Metastasen sind auch im Becken.

Geändert von Sunbird (20.09.2018 um 16:49 Uhr)
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Stichworte
erstdiagnose, knochenmetastasen, lymphknotenbefall, lymphknotenentfernung


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