Krebs-Kompass Forum  


Zurück   Krebs-Kompass Forum > Krebsarten > Brustkrebs

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
  #1  
Alt 10.04.2019, 16:03
Strunki Strunki ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 16.06.2009
Ort: Sydney, Australien
Beiträge: 50
Standard Spätrezidiv - Wer noch unter Euch???

Hallo an alle,
ich melde mich nach sehr langer Zeit zurück, weil bei mir Ende August 2018 ein Spätrezidiv entdeckt wurde. Erstdiagnose war 2006, Hormon- und HER positiv, >3 cm, G2 und 3 von 10 LK befallen.
Der Tumor des Rezidivs hat nur einen Vorteil: Größe von 8 mm, jedoch wieder hormon- und HER positiv, diesmal G3, L1 und Ki67 von 22 %.
Was ist passiert?: Ablatio am 26.09.2018, danach empfohlene Einnahme von Letrozol für zunächst 5 Jahre
Lymphknoten konnten nicht mehr bestimmt werden, weil diese bereits bei der OP 2006 entfernt wurden. Man hat mir zwar ein Tag vor der OP noch ein radioaktives Mittel gespritzt, aber es hat sich kein LK während der OP "gemeldet".
Alle weiteren Voruntersuchungen (Knochenszinti, CT Abdomen und Thorax) waren Gott sei Dank ohne Befund.
6 Monate nach der OP habe ich mir von einer Onkologin eine Zweitmeinung zu meiner Therapie geben lassen; sie meinte gleich, dass sie mich anders therapiert hätte, und zwar mit Chemo und Antikörpertherapie. Nach den neuesten Richtlinien werden nämlich Tumore mit meiner Tumorbiologie ab einer Größe von 5 mm adjuvant so behandelt. Muss ich mir jetzt wegen den 3 mm Differenz Sorgen machen? ich bin davon ausgegangen, dass mit einer Mastektomie der Krebs ein für alle mal in die Flucht geschlagen wurde...
Was meint Ihr? Ich suche eine Betroffene, die auch ein Rezidiv mit gleicher bzw ähnlicher Tumorbiologie hat.
Bin jetzt sehr verunsichert und habe große Angst vor Metas (diese Angst hatte ich aber schon immer, besonders nach der ED)
Mit Zitat antworten
  #2  
Alt 10.04.2019, 20:09
launi.de launi.de ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 31.05.2011
Beiträge: 196
Standard AW: Spätrezidiv - Wer noch unter Euch???

Hallo,
Das tut mir echt leid, das der A..... sich nach so langer Zeit wieder gemeldet hat��

Puh...ich muss sagen, bei einem HER2 pos. Tumor hätte ich auch zugesehen, Herceptin zu bekommen. Das geht ja leider nur in Verbindung mit Chemo...aber HER2 Tumore sind nun mal nicht die freundlichsten. Hab selber einen gehabt...
Ich würde mich echt nochmal nach ner Zweitmeinung umhören!!

Drück dir die Daumen!

Geändert von gitti2002 (10.04.2019 um 22:23 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #3  
Alt 11.04.2019, 06:24
Onkogast Onkogast ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 22.06.2016
Ort: Bautzen
Beiträge: 47
Standard AW: Spätrezidiv - Wer noch unter Euch???

Zitat:
Zitat von launi.de Beitrag anzeigen
.ich muss sagen, bei einem HER2 pos. Tumor hätte ich auch zugesehen, Herceptin zu bekommen. Das geht ja leider nur in Verbindung mit Chemo...
Auch meine Meinung ist, dass man hier durchaus zumindest die Variante Chemo+Herceptin zumindest hätte anbieten müssen, also zur Wahl stellen.

Ob es natürlich jetzt, 6 Monate später, adjuvant noch Sinn Macht, ist schwierig.
Die adjuvanten Therapien sollen/müssen grundsätzlich in einem relativ eng gesteckten Zeitfenster beginnen, gerade bei Mammakarzinom wurden jetzt wieder neue Daten vorgestellt, dass nach OP innerhalb von 28 Tagen Start sein muss, ansonsten fällt der Nutzen gg.über keiner Therapie beeindruckend schnell in den Keller.
Das wurde natürlich für die Varianten Chemo und Chemo+Herceptin und Chemo+AHT getestet, aber wird wohl auch für Herceptin allein gelten.

Im Übrigen stimmt es natürlich, dass laut Zulassungstext Herceptin in der adjuvanten Situation immer nur in Verbindung mit Chemo gegeben wird.
Trotzdem kann man es im Alltag auch allein anwenden. Wer bspw. nicht chemofähig ist, kann mit nur Herceptin seine Rezidiv- und Überlebensrate auch deutlich verbessern.
Man kann dies alles begründen - diese sogenannten off-label-uses sind in der Onkologie sehr sehr häufig.
Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 11.04.2019, 09:21
Strunki Strunki ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 16.06.2009
Ort: Sydney, Australien
Beiträge: 50
Standard AW: Spätrezidiv - Wer noch unter Euch???

Danke für Eure Rückmeldungen; ich hätte mir gewünscht, unter Euch eine Betroffene zu finden, die auch ein Rezidiv von unter 1 cm mit ähnlicher Tumorbiologie gehabt hat. Die Ärzte haben mir wohl wegen dem langen Intervall zwischen ED und Rezidiv sowie der Größe des Rezidivs keine Chemo/Antikörpertherapie verordnet. Ein Spruch war: "Wir schießen nicht mit Kanonen auf Spatzen"; die Oberärztin in der Rehaklinik hatte mir auch Mut gemacht und gemeint, dass ich Glück gehabt hätte. Mit der Entfernung der Brust hätte ich die besten Chancen, dass jetzt alles weg ist und nix mehr kommt. Im übrigen habe ich eine Freundin, die auch HER positiv war mit einem Tumor von 3 cm und LK-Befall (hormon negativ). Sie hatte damals kein Herceptin bekommen, sondern nur Chemo und Bestrahlung und das ist jetzt 15 Jahre her. Bei ihr ist nie wieder was gekommen. Ich möchte nicht mehr grübeln und Angst haben, das nimmt mir zuviel Lebensqualität. Alle in der Tumorkonferenz beteiligten Ärzte und Onkologen haben sicherlich ihre Gründe gehabt, warum sie so bei mir entschieden haben. Was meint Ihr????
Mit Zitat antworten
  #5  
Alt 13.04.2019, 08:10
Indian summer Indian summer ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 04.10.2008
Beiträge: 33
Standard AW: Spätrezidiv - Wer noch unter Euch???

Liebe Strunki,

ich hatte 2015 ebenfalls ein Rezidiv (und mehrere befallene Lymphknoten), 12 Jahre nach meiner Erstdiagnose. Ich hatte bereits bei der Erstdiagnose eine Mastektomie - sie haben dann 2015 die Silikonepithese und alles was sie nur konnten rausgekratzt. Danach wurde noch bestrahlt und ich nehme jetzt seit gut 3 Jahren Letrozol (genau wie Du auch). Es geht mir gut und ich freue mich des Lebens. Allerdings waren sowohl mein Originaltumor als auch das gefundene Rezidiv nicht Her2-positiv - soweit der Unterschied. Ich habe 2015 überlegt, ob ich nicht mein Blut auf zirkulierende Krebszellen untersuchen lassen soll. Ich bin davon abgekommen denn
1. wenn noch Krebszellen da sind müssen sie ja keine Metastasen bilden (haben die ersten ja auch nicht gemacht)
2. wenn noch welche da wären und sie würden Metastasen bilden müsste ich eh ein Chemo machen (und dann wäre mein Körper lediglich durch eine vorherige Chemo geschwächt und nicht durch zwei).
Bis jetzt scheint das Letrozol sehr gut zu wirken - alles im grünen Bereich (außer das meine Knochendichte sich stetig verschlechtert).
Es grüßt herzlich Indian Summer.
Mit Zitat antworten
  #6  
Alt 14.04.2019, 00:41
tiho09 tiho09 ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 05.02.2013
Beiträge: 7
Standard AW: Spätrezidiv - Wer noch unter Euch???

Hallo.
nein du hat alles richtig gemacht..sicherste methode ist wenn man den übel täter raus operiert.. alles andere hilft wenig
Ich habe einige auch vorsrgliche op gemacht..Meine ERSTE OP WAR 2005.. knoten habe ich bereits 1998 entdeckt nur kein Arzt hat das gewusst alle haben behauptet das sein nichts vorüber ich mir Sorgen machen muss.. ich hatte ein langes leidens weg.. man hat mich schon mehrmals aufgegeben aber als die in einer klinik sagten man kann nichts mehr machen haben ich so lange mit anderen kliniken kontakte gesucht bis ich jemand gefunden habe der noch was machen wollte.. und so lebe ich immer noch.. ich wünsche euch viel kraft und hoffnung nie aufgeben..wir sind stark

Geändert von gitti2002 (14.04.2019 um 00:56 Uhr) Grund: Private Daten
Mit Zitat antworten
  #7  
Alt 18.04.2019, 22:41
Ele50 Ele50 ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 28.12.2006
Beiträge: 72
Standard AW: Spätrezidiv - Wer noch unter Euch???

Hallo Strunki,
meine Erstdiagnose war 12/2006, Triple negativ. Bet im Jan. 2007, anschließend Chemo und Bestrahlung.
Nun nach fast 13 Jahren ein Lokalrezidiv, allerdings hormonabhängig.
Nächste Woche erfolgt nun eine Masektomie und axilläre Lymphknotenentnahme. Je nach Befund erfolgt dann ggf. noch einmal eine Chemo.
Mit Zitat antworten
  #8  
Alt 19.04.2019, 08:31
Strunki Strunki ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 16.06.2009
Ort: Sydney, Australien
Beiträge: 50
Standard AW: Spätrezidiv - Wer noch unter Euch???

Hallo Ela,
es tut mir leid, dass es dich nach so langer zeit auch wieder betrifft. Du hast eine andere tumorbiologie wie beim ersten Mal. Dann ist es vielleicht eher eine Neuerkrankung? Wie gross ist denn das Rezidiv?
Ich wünsche dir alles gute.
Mit Zitat antworten
  #9  
Alt Gestern, 10:40
Ele50 Ele50 ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 28.12.2006
Beiträge: 72
Standard AW: Spätrezidiv - Wer noch unter Euch???

Der Tumor ist ca.. 1 cm groß. Ja es wird als Erstbefund behandelt. Ich bin nur froh, dass keine Metastasen gefunden wurden ..
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen


Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
 
Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 04:39 Uhr.


Für die Inhalte der einzelnen Beiträge ist der jeweilige Autor verantwortlich. Mit allgemeinen Fragen, Ergänzungen oder Kommentaren wenden Sie sich bitte an Marcus Oehlrich, bei technischen Kommentaren an den Webmaster. Diese Informationen wurden sorgfältig ausgewählt und werden regelmäßig überarbeitet. Dennoch kann die Richtigkeit der Inhalte keine Gewähr übernommen werden. Insbesondere für Links (Verweise) auf andere Informationsangebote kann keine Haftung übernommen werden. Mit der Nutzung erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen an.
Powered by vBulletin® Version 3.8.7 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2019, vBulletin Solutions, Inc.
Gehostet bei der 1&1 Internet AG
Copyright © 1997-2014 Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V.
Impressum: Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V. · Eisenacher Str. 8 · 64560 Riedstadt / Postanschrift: Postfach 130435 · 64243 Darmstadt / Vertretungsberechtigter Vorstand: Marcus Oehlrich / Datenschutzerklärung
Spendenkonto: Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V. Spendenkonto Nr. 17252500 · Volksbank Darmstadt-Südhessen eG · BLZ 508 900 00 · IBAN DE23 5089 0000 0017 2525 00 · BIC: GENODEF1VBD