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  #271  
Alt 17.05.2018, 21:06
Golsen Golsen ist offline
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Standard AW: Nach 2 Monaten hin und her - Diagnose Hodenkrebs

Kurze Nachfrage für das Verständnis: Brentuximab Vedotin + Pembrolizumab, ist eine Immuntherapie oder klassische Chemo? Falls es eine Immuntherapie ist, fühlt du dich sehr fit und wie sieht es mit Nebenwirkungen aus.

Aber immerhin wirkt es und die Marker schlagen an
__________________
Diese Seite dient als mein persönliches Krebstagebuch und soll Hilfestellung zum Thema Hodenkrebs geben: https://krebskrampf.de/
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  #272  
Alt 18.05.2018, 00:44
oli oli ist offline
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Standard AW: Nach 2 Monaten hin und her - Diagnose Hodenkrebs

Mensch b45... sauber, das freut mich echt sehr!

Was machen die Marker? Denkst du das Ziel tumorfrei ist drin? Ich wünsch es dir!

Lass dich nicht unterkriegen von dem Dreck!
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  #273  
Alt 18.05.2018, 09:35
b45 b45 ist offline
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Standard AW: Nach 2 Monaten hin und her - Diagnose Hodenkrebs

@Golsen:
Brentuximab Vedotin (BV) ist Zytostatika, welches gezielt arbeitet. Es besteht aus Molekül das sich an das CD30 Protein auf der Zellenmembran bindet, und 3-5 molekülen von Zytostatikum Monomethylauristatin E, das die Zelle tötet oder stark beschädigt.
Pembrolizumab ist ein PDL1 Inhibitor, Immuntherapie.

Von Pembrolizumab gibt es keine sofortige Nebenwirkungen wie Übelkeit etc, es kann aber zu autoimmunen Reaktionen führen, was bei mir auch der Fall war mit autoimmunnen Hepatitis, Pneumonitis und Haarausfall.

BV hingegen kann leichte Nebenwirkungen erzeugen, wie Müdigkeit, Anämie, Leukopenie etc, weil der Stoff im Körper (unterwegs zu den CD30 Zellen) zerfallen kann. Ich glaube irgendwo gelesen zu haben dass 20-30% des Stoffes so zerfällt. Dadurch werden die Zytostatika Moleküle befreit und greifen auch gesunde Zellen an. Die Menge ist aber sehr klein, es ist nur 1 Gabe in 3 Wochen, kleines Beutelchen. Daher sind auch die Nebenwirkungen nur kurz und eher schwach.

Ja, es geht mir gut, ich bin relativ fit und mein Zustand bessert sich auch während der Therapie.

@oli - Tumorfrei und long term Survival ist das Ziel! Egal wie. Ich denke das wäre durchaus möglich mit dieser Therapie, wichtig nur, dass es nicht noch mal zu autoimmunen Reaktionen kommt. Dafür nehme ich täglich 5mg Cortison.

Meine Ärztin hält noch die Bestrahlung als Backup, wenn es 1-2 hartnäckige Tumore bleiben. Angeblich wird Bestrahlung dann auch sehr gut in Kombination mit Immuntherapie.

In 1-3 Zyklen weiss ich dann mehr. Letzte CT war Ende März. Die nächste könnte man Ende Juni, Anfang Juli machen.
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  #274  
Alt 20.05.2018, 10:07
Dirty84 Dirty84 ist offline
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Standard AW: Nach 2 Monaten hin und her - Diagnose Hodenkrebs

beste Nachricht des Tages! Freut mich ehrlich zu hören!
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  #275  
Alt 21.05.2018, 22:16
BOB the builder BOB the builder ist offline
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Standard AW: Nach 2 Monaten hin und her - Diagnose Hodenkrebs

Sehr gut 😊 Freut mich sehr für dich, dass diese Kombination gut funktioniert

Viele Grüße,

BoB
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  #276  
Alt 29.06.2018, 15:49
b45 b45 ist offline
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Standard AW: Nach 2 Monaten hin und her - Diagnose Hodenkrebs

Ein kleines Update von mir:
Im Moment ist die Stimmung noch ein wenig angespannt. Die Marker bleiben Konstant, leichter Anstieg bei Leberwerten (GGT, CA19-9) und LDH (350). AFP bleibt bei 8.

Die Ärztin hat ein PET CT vorgeschlagen, ich finde es ist eine gute Idee. Also am 16.07, vor dem nächsten Zyklus, werde ich ein bisschen radioactive Und dann sehen wir wie es weiter geht.

Grundsätzlich geht es mir stabil (subjektiv) gut, bzw langsam besser. Das einzige was noch stört ist die Polyneuropathie, die ist glaube ich auch etwas schlimmer geworden, jetzt spüre ich öfter kribbeln in den Füßen/Fingern. Manchmal ziemlich stark, dass ich den Fuß zucken muss bzw massieren, auch wenn es nichts hilft. Das dürfte vor allem an Brentuximab Vedotin liegen.

lg,
b45
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  #277  
Alt 01.07.2018, 21:02
oli oli ist offline
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Standard AW: Nach 2 Monaten hin und her - Diagnose Hodenkrebs

Die Daumen sind weiter gedrückt! Lass dich nicht entmutigen und melde dich mal mit den PET Ergebnissen...

Hat man eig mal angedacht, bei wenigen Lokalisationen das zu operieren um die Tumorlast zu senken...? Ggf. haben dann die Immuntherapeutika mehr Power?
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