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  #46  
Alt 12.09.2004, 14:36
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Standard Cannabis

Hallo an alle,
meine Ma hat seit über einem jahr Krebs. Seit ihrer ersten Chemo im August 2003 leidet sie extrem unter Appetitlosigkeit. Damals habe ich schon über Dronabinol Infos gesucht und auch ihre Ärztin darauf angesprochen. Das schlimme war, das sie noch nicht einmal wusste, was das ist. Also bekamen wir es auch nicht verschrieben.
"Was der Bauer nicht kennt, verschreibt er nicht".....
Nun ist es aber so, das sich meine Ma schon bei dem Wort "essen" übergibt und wirklich nur paar Schlucke Wasser zu sich nehmen kann.
Mittlerweile hat sie auch starke Schmerzen aufgrund einer großen Knochenmetastase, worauf sie Morphin nimmt. Hilft aber nur begrenzt.
Nun haben wir am Mittwoch Arztgespräch, wo weitere Behandlungen besprochen werden sollen. Aber so, wie ihr Zustand derzeit ist, hält sie das nicht durch.
Könnt ihr mir Tips geben, ob hierbei Dronabinol helfen kann und wie ich unseren Doc dazu bringe, uns das zu verschreiben?
Danke schon mal im voraus.
Anja
  #47  
Alt 12.09.2004, 18:05
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Jutta Jutta ist offline
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Standard Cannabis

Hallo Anja,

Hier ein Uraltlink aus der Ärztezeitung bez. Dronabinol.
http://www.aerztezeitung.de/docs/200...p?cat=/medizin
Und ein Link aus dem KK-Forum, der die Rezeptur erklärt:
http://www.krebs-kompass.de/Forum/sh...d.php3?id=5487

Bitte sprecht mit dem Arzt eindringlich, daß die Morphingabe erhöht wird, und evtl. zusätzliche Schmerzmittel gespritzt werden. Heute muß es Standard sein, daß kein Betroffener mehr Schmerzen aushalten soll.

Euch alle guten Wünsche
Jutta
  #48  
Alt 12.09.2004, 20:29
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Standard Cannabis

Liebe Jutta,
danke für die Links.
Den ersten kannte ich noch nicht, im zweiten hab ich auch schon gepostet. War erschrocken, wie lang das schon her ist.
Die Ärztin, von der ich da schrieb, ist leider kurz nachdem ich ihr die Unterlagen gab nach Bayern gewechselt. Seitdem hab ich mich nie mehr getraut, nach dem Medikament zu fragen.
Jetzt hab ich mir den Beitrag von Anna ausgedruckt, und werde den unserem neuen Arzt vor das Gesicht halten. Mal sehen was der sagt.
Abwimmeln lass ich mich nicht mehr......
Gruß
Anja
  #49  
Alt 08.10.2004, 22:11
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Standard Cannabis

Hallo, habe gestern meinen Hausarzt nach Dronabinol gefragt. Er kannte es nicht, hat sich aber sofort ans Telefon gesetzt und meinen Aphoteker angerufen, der mixt es mir nun zusammen und ich bekomme es morgen.
Habt ihr noch ein paar Infos für mich wie es euch damit ergangen ist.
Habe letzten Freitag meine 1.Chemo wegen Gebärmutterhalskrebs/Rezidiv bekommen und konnte garnichts, außer alleine aufs Klo gehen. Habe totalen Juckreiz mit Ausschlag an Hals und Brustkorb. Hab total abgenommen, ich wiege nur noch 53 Kg bei 178 m. Heute geht es schon ein wenig besser und ich hoffe mit dem Dronabinol noch besser.

Liebe Grüße Bärbel
  #50  
Alt 07.12.2004, 21:29
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Standard Cannabis

Hallo,
könnt Ihr mir bitte berichten, wie klein man die Dosis von Cannabis am besten hält, um die positiven Effekte (Schmerzhemmung, Appetitanregung, Entspannung) zu erzielen????
Wie häufig oder regelmäßig kann man dazu greifen, ohne dass die Sedierung zu heftig ist. Kontrollverlust wäre nämlich nicht gewünscht.
Gibt es eine spezielle "Sorte", die am besten geeignet ist für die Schmerztherapie????

Fragen über Fragen - aber da der Arzt sich bei Dronabinol (noch) quer stellt, möchte ich nun auf "eigene Faust" Erfahrungen sammeln.

Stecke in Dauerchemo mit zunehmenden Nebenwirkungen. Besonders die Unruhe und die enorme Gewichtsabnahme verbunden mit totaler Appetitlosigkeit macht mir zu schaffen.

Bin dankbar für jede Info und Erfahrungsberichte auch an meine e-Mail: cucurs@web.de


Liebe Grüße
Claudia
  #51  
Alt 22.01.2005, 06:02
Nika Schlicht
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Standard Cannabis

Hallo Ihr lieben -
es gibt neue Nachrichten und Forschungsberichte zum Ganzen unter www.hanfheilt.de -
auch Bericht aus der Schmerzklinik Kiel, die mit THC (Cannabis) arbeitet -
Bei Chemo sowieso bestens zu empfehlen - es hilft dem Magen und gegen die Übelkeit -
Grüßlings
Nuuna
  #52  
Alt 04.03.2005, 03:10
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Standard Cannabis

Hallo Motte,
im Selbstversuch fängt man mit 0,1 g Cannabis an, aber achtung die Wirkung tritt erst 15 Minuten bis 4 Stunden später ein, wenn es oral genommen wird. Tritt die erwünschte Wirkung nicht ein, dann kan man es am nächsten Tag mit 0,1 Gramm mehr versuchen. Gute Infos gibt es dazu auf den Seiten von www. cannbisnews.com im Forum, leider auf englisch, aber google kann ja auch ein wenig Übersetzen.
  #53  
Alt 28.06.2005, 11:42
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Standard Cannabis

Infoüber Cannabis, Dronabinol, Marinol usw.

von Dr. Ethan Russo:

Cannabis und der Gesamtauszug aus der Cannabispflanze ist viel besser Wirksam als die Summe ihrer einzelnen Extrakte (Wie Z.B. THC, Dronabinol, Marinol usw.)

Cannabis and cannabis extracts: Greater than the sum of their parts
  #54  
Alt 07.04.2009, 21:27
m0erk m0erk ist offline
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Beiträge: 16
Standard AW: Cannabis

hallo,

ich bin ganz neu hier in diesem forum.. der grund ist leider kein erfreulicher.. ich habe vor circa 3 wochen erfahren, dass ich ein sogenanntes hodgkin lymphom habe, mit 22 jahren..

naja mittlerweile bin ich über den ersten shock hinweg und habe auch die chemotherapie begonnen. anfangs ging es mir nach den sitzungen immer sehr schlecht, ich musste mich übergeben und hatte tagelang keinen appetit.
dann kam ein freund meiner eltern zu besuch (selbst medizinier) und riet mir dazu cannabis pur durch eine pfeife zu probieren. dass lindert in den meisten fällen die beschwerden. anfangs waren meine eltern und ich etwas skeptisch, aber dann entschloss ich mich, es einmal auszuprobieren.
der grund warum es am besten ist, pur zu rauchen, ist, dass tabbak die nebenwirkungen der chemo verstärken kann und somit den positiven askept des cannabis wieder aufhebt. ich bin sowieso nichtraucher, deshalb kam der konsum mit tabbak nicht in frage für mich.
ich habe es also ausprobiert und es wirkte bei mir sehr gut. ich hatte nach dem rauchen keine übelkeit mehr und bekam nach spätestens 15-20 minuten einen bärenhunger, sodass ich kaum angewicht verlohren habe. meistens habe ich dann nachmittags/abends noch eine zweite pfeife geraucht und hatte so keinerlei beschwerden wie übelkeit oder erbrechen oder auch das bekannte "unwohlsein".. nach ca. 5 tagen nach jeder sitzung habe ich dann wieder aufgehört zu k*ffen, weil ich morgens keine übelkeit mehr verspürt hatte.. also es hat mich in keinster weise "süchtig" oder "abhängig" gemacht.

ich möchte natürlich niemanden anstiften drogen zu konsumieren, aber falls jemand auch das problem hat, dass die MCP tropfen nicht oder nur kaum wirken und er die übelkeit einfach nicht los wird, ist es sicherlich eine alternative die man ausprobieren kann..!

ich hoffe ich habe einigen leuten helfen können!

grüße mörk

Geändert von m0erk (07.04.2009 um 21:29 Uhr)
  #55  
Alt 07.04.2009, 21:49
destiny13 destiny13 ist offline
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Beiträge: 56
Standard AW: Cannabis

Ich kann´s nur empfehlen!
  #56  
Alt 07.04.2009, 21:54
mischmisch mischmisch ist offline
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Beiträge: 1.155
Standard AW: Cannabis

Hallo,

schön, du ziehst dir also Gras rein weil ein Bekannter deiner Eltern, Mediziner, dir das geraten hat und gleich auch was für dich dabei hatte.

Und das wegen der Chemo???

Du schreibst, du hast vor 3 Wochen deine Diagnose bekommen und jetzt einige Chemos hinter dir?
Und wegen Übelkeit und Appetitlosigkeit soll man kiffen?

Cannabis ist sicher in vielen Fällen hilfreich und mehr als angebracht, aber nur weil dir übel war?????

Weisst du eigentlich, wieviel Menschen hier im Forum durch div. Chemos allerübelste Nebenwirkungen haben, die auch durch Cannabis nicht zu beheben wären?

Wenn du für alles im Leben einen solchen Ausweg suchst.........
alles Gute für dich und der Freund deiner Eltern wird sicher noch weitere Ratschläge für dich haben, gegen Durchfall soll z. B. Koks helfen.

Grüsse
mischmisch


Hallo Destiny,

meinst du kiffen im Allgemeinen oder gegen Übelkeit während der Chemo?

Geändert von mischmisch (07.04.2009 um 21:56 Uhr) Grund: Nachtrag
  #57  
Alt 07.04.2009, 22:10
m0erk m0erk ist offline
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Registriert seit: 07.04.2009
Beiträge: 16
Standard AW: Cannabis

zwei chemos hinter mir ja... und der grund warum cannabis nicht auf seine medizinische wirkung hin untersucht wird liegt meiner meinung nach an genau so leuten wie dir.. ich weiß nicht, ob du selbst schon ne chemo hinter dir hast und weißt wie es sich anfühlt, wenn man nix mehr brechen kann ausser galle..
du hast recht es gibt leute die haben es bei weitem schlechter als ich und die beneide ich ganz bestimmt nicht.. aber was is dagegen zu sagen, wenn es einem nach dem rauchen von 1-2 pfeiffen besser geht als ohne? da kannste ja gleich sagen: "wieso paracetamol bei kopfschmerzen?!"

ich kann deine reaktion auf meinen post jedenfalls nicht nachvollziehen.. dazu bin ich bestimmt nicht irgendein k*ffer der hier propaganda machen will oder so, ich hatte vorher nie mit sowas zu tun..

tut mir leid aber eine solche intoleranz kann ich nicht verstehen..

guten abend

ps: koks ist weit weniger toxisch als alkohol...
  #58  
Alt 07.04.2009, 22:16
destiny13 destiny13 ist offline
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Beiträge: 56
Standard AW: Cannabis

ich meine´s während der chemo..ich hatte eine sehr gute erfahrung und habe´s nicht mehr gemacht als die chemo vorbei war
  #59  
Alt 07.04.2009, 22:39
mischmisch mischmisch ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 19.04.2008
Beiträge: 1.155
Standard AW: Cannabis

Hallo mörk,

natürlich ist Cannabis schon vor Jahren auf seine medizinische Wirkung hin untersucht worden, das sollte der Mediziner der dir das Rauchen empfohlen hat ja eigentlich wissen.
Es wird auch schon seit vielen Jahren bei bestimmter Indikation angewandt.
Daneben bleibt es natürlich jedem selbst überlassen ob er Gras raucht oder nicht, das ist ja aber nicht das Thema.

Warum sprichst du von "Leuten wie mir"?
Denkst du wirklich, jemand wie ich (die das Kiffen selbst kennt) hätte Einfluss darauf medizinische Studien zu verhindern?

Und was hat mein Posting mit Intoleranz zu tun?

Es ist ganz einfach das Unverständnis meinerseits, wegen Übelkeit etc. während einer Chemo zu Dope zu greifen, was tust du eigentlich wenn es mal schlimmer kommt?

Aber, jeder mag natürlich das tun was er will, und wie gesagt, gut dass der Mediziner dir gleich helfen konnte.

mischmisch

Ps- über dein Ps musste ich jetzt aber doch schmunzeln - du kennst dich ja aus.
  #60  
Alt 07.04.2009, 22:44
Anke66 Anke66 ist offline
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Ort: Oberschwaben
Beiträge: 495
Standard AW: Cannabis

Lieber m0erk,

wie kommst Du denn auf die Idee, dass Cannabis nicht auf seine medizinische Wirkung hin untersucht sei?

Es ist allerdings so, dass Ärzte nur Medikamente verschreiben dürfen, bei denen das THC synthetisch hergestellt wurde. Einem Bekannten von mir hat ein solches Medikament sehr gut geholfen. Bei einem standardisierten Medikament weiß ich wenigstens genau, was ich mir damit verpasse.

Außerdem gibt es zwischen MCP-Tropfen und THC noch einige - legale - Möglichkeiten, die ausgeschöpft werden können.

Anke
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